Vardeman | Star Trek: Das Klingon-Gamit | E-Book | www2.sack.de
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Vardeman Star Trek: Das Klingon-Gamit

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11610-1
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

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ISBN: 978-3-641-11610-1
Verlag: Heyne
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Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine unheimliche Macht bedroht die Enterprise

Auf dem Planeten Alnath II wurde eine mysteriöse schwarze Pyramide entdeckt, ein Zeugnis einer ausgestorbenen Zivilisation. Die vulkanischen Wissenschaftler, die sie erforschen, werden tot aufgefunden. Captain Kirk und seine Crew sollen das Rätsel lösen. Unter Verdacht stehen die Klingonen, die ebenfalls auf Alnath II gelandet sind. Ihr Schlachtschiff ist der Enterprise weit überlegen, Kirk darf es nicht zum Kampf kommen lassen. Doch seine Mannschaft spielt plötzlich verrückt, sogar der kühle Logiker Spock gerät in einen Strudel gegensätzlicher Emotionen. Eine unheimliche Macht hat die Besatzung in ihren Bann gesschlagen - eine neue Waffe der Klingonen?

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Kapitel 1


CAPTAINS LOG: STERNDATUM 4720.1

Kartographische Aufzeichnung des Planeten Delta Canaris IV, der zum Typus der Q-Klasse gehört, wird fortgesetzt. Dieser Planet, im dritten Jahr unserer auf fünf Jahre festgesetzten Mission entdeckt, gewährt der Mannschaft die dringend benötigte Unterbrechung der Raumfahrtroutine. Die heftigen Schwerkraftwellen, die von diesem Planeten ausgehen, erfordern ständige orbitale Korrekturen, doch die zusätzliche Arbeit könnte sich als lohnend erweisen, da es möglich erscheint, dass es auf dem Planeten Leben geben könnte. Sensoranzeigen sind positiv, befinden sich jedoch in einem Sektor des Lebensspektrums, der auf Lebewesen einer Form hindeutet, die bisher noch von keinem Starship der Föderation entdeckt worden ist. Die Crew ist entsprechend erregt. Die Stimmung an Bord war noch nie besser.

Captain James T. Kirk fühlte das Deck der Enterprise unter seinen Füßen wegtauchen. Er griff nach einem Geländer und hielt sich daran fest, bis die Schwerkraftfluktuation vorüber war. Er blickte auf der Brücke umher und sah, dass seine Offiziere alles taten, um die negativen Wirkungen einer weiteren Schwerkraftwelle auszugleichen, die der unter ihnen liegende Planet aussandte.

»Mr. Sulu, Bericht«, sagte er.

»Orbitale Korrekturen bereits durchgeführt«, meldete der fähige Navigator. Sulu tastete weitere Befehle in den Steuercomputer des Schiffes, so rasch, dass seine Finger fast verschwommen wirkten. Kirk nickte. Der Asiate beherrschte seinen Job wirklich. Der Captain setzte seine visuelle Inspektion der Brücke fort.

»Lieutenant Uhura, beeinflussen die Schwerkraftwellen unsere Kommunikation?«

»Nein, Sir«, antwortete sie. »Subspace ist klar, bis zu Starbase Sechzehn. Wollen Sie jetzt senden?«

»Nicht sofort. Ich muss noch den Jahresbericht fertigstellen.«

»Und wenn Subspace-Transmission nicht möglich wäre, müssten Sie den Bericht nicht sofort erledigen?« Die Augen der Bantu-Frau glitzerten.

»Ich hätte nicht geglaubt, dass meine Motive für die Crew so leicht zu durchschauen sind«, sagte Kirk müde. »Diese Berichte sind einfach zu häufig fällig. Ich würde viel lieber bei Mr. Spock sitzen und mir ansehen, was der Planet dort unten wirklich zu bieten hat.« Er blickte auf den großen Bildschirm und die tanzenden, wabernden Regenbogenfarben der Methan-Atmosphäre des Planeten. »Er sieht wie Jupiter aus, selbst der rote Fleck ist da«, murmelte er, mehr zu sich selbst als zu seinem Kommunikationsoffizier.

»Aber da hört die Ähnlichkeit auch schon auf, Captain«, sagte die ruhige Stimme Mr. Spocks. Der Vulkanier war auf die Brücke getreten, und Kirk hatte es nicht bemerkt, weil er so in den Anblick des Gas-Riesen vertieft war. »Computeranalysen unserer bisherigen Sensordaten deuten auf Lebensformen hin, die mit einem Bogen Papier vergleichbar sind.«

»Was haben Sie gesagt, Mr. Spock?« Kirk blickte den immer ruhigen Wissenschaftsoffizier an und fragte sich, ob der Vulkanier ihn auf den Arm nehmen wollte. Er hatte bemerkt, dass sich von Zeit zu Zeit ein trockener, versteckter Humor in die Worte des Vulkaniers einschlich, diesen jedoch immer als Produkt seiner eigenen Fantasie betrachtet. Humor war nicht logisch, und für Spock war Logik das höchste aller Güter.

»Es gibt eine neue Lebensform, wahrscheinlich mit Vernunft ausgestattet.«

»Wahrscheinlich?«

»Eine Wahrscheinlichkeit von vierundneunzig Komma zwei Prozent, Captain. Die Lebensform ist etwas größer als Ihre Hand und weniger als einen Millimeter stark, was auf die hohe Schwerkraft des Planeten zurückzuführen ist. Wir haben deutlich Straßen ausgemacht, Strukturen, die wir für Städte halten, und sogar Anzeichen für einen die Ammoniakozeane überspannenden Handel.«

»Aber sie sind nur einen Millimeter dick?«

»Weniger als einen Millimeter. Die genaue Stärke fluktuiert mit Nahrungsaufnahme, Bewegung und …«

»Danke, Mr. Spock«, sagte Kirk seufzend. »Ich würde gern mehr davon erfahren, doch für den Augenblick muss ich diese Sache in Ihren fähigen Händen lassen, fürchte ich. Der Jahresbericht über unsere Tätigkeit und die Beförderungen an Bord ist fällig. Ich würde es liebend gerne Ihnen überlassen, diesen Bericht zu schreiben, doch leider gehört das zu den Pflichten eines Captains, und Sie sind nützlicher eingesetzt, wenn Sie Delta Canaris IV studieren.«

»Logisch«, stimmte Spock zu und setzte sich an seinen Computer. Seine Finger tasteten Daten ein, und er starrte auf den bläulich schimmernden Bildschirm seiner Konsole. Kirk wusste, dass der Vulkanier sich in einer Welt rapide wechselnder Daten verloren hatte, sie korrellierte, verarbeitete und zu logischen Hypothesen addierte, die Bestandteil des endgültigen Berichts über den Planeten werden würden.

Berichte!, schnaubte Kirk unhörbar, als er sich abwandte. Sein Leben wurde von einer ständigen Flut von Berichten beherrscht. Statusberichte an Starfleet-Command, Materialberichte, Tätigkeitsberichte – ein Starship-Captain musste in dieser Zeit mehr Buchhalter als Kommandant sein.

»Mr. Spock, Sie übernehmen das Kommando«, sagte er und ging zum Turbo-Aufzug. Die Bewegung des Lifts beeinflusste ihn nicht so stark wie die durch die Schwerkraftwellen des Planeten hervorgerufenen Fluktuationen. Lange Jahre im Raum hatten ihn an diese Bewegung gewöhnt. Das pneumatische Zischen erstarb, und die Türen öffneten sich zu dem Deck, auf dem seine Wohnräume lagen. Er hatte sich kaum an seinen Schreibtisch gesetzt, als er sich an ein Disziplinarproblem erinnerte, zu dessen Erledigung er noch nicht gekommen war. Kirk drückte auf den Rufknopf in der Tischplatte und sagte: »Mr. Scott, sofort zum Logis des Captain. Und bringen Sie Ihren Chefingenieur mit.«

Er hatte gerade begonnen, an dem Bericht zu arbeiten, als der Türgong ertönte.

»Herein.« Kirk richtete sich auf, als er Scott und den Chefingenieur steifbeinig auf seinen Schreibtisch zukommen sah. Sie blieben vor ihm stehen und nahmen Haltung an.

»Wie befohlen zur Stelle, Sir«, sagte der verschlossene schottische Offizier. »Und ich habe Chefingenieur McConel mitgebracht.«

Kirk fand es einigermaßen schwierig, den Chefingenieur mit der gebotenen Missbilligung anzusehen. Sie war eine sehr attraktive Frau, die ihr brandrotes Haar aus der Stirn gekämmt in einem Nackenknoten trug. Er sah eine makellose Haut, die nur von einer Spur Schmieröl auf der rechten Wange entstellt wurde, klare, grüne Augen … und einen Verstand, der genauso agil war, wie ihr schlanker Körper.

»Chefingenieur McConel, ist Ihnen bekannt, dass Glücksspiele an Bord von Schiffen verboten sind?«

»Jawohl, Sir«, sagte sie mit dem gleichen, leichten Akzent, den auch Scott hatte.

»Sie leugnen nicht, dass man Sie gestern mit einem Glücksspielgerät im Maschinenraum erwischt hat?«

»Nein, Sir. Das leugne ich nicht.«

Kirk seufzte. »Chefingenieur, es stört mich nicht, wenn hier mal ein paar Spiele laufen. Dadurch haben die Leute ein bisschen Abwechslung, wenn sie nicht viel zu tun haben. Das wissen Sie auch. Die ganze Angelegenheit wäre mir nie offiziell bekannt geworden, wenn Sie nicht das Roulette mit einem Laser fixiert hätten.« Kirk lehnte sich zurück und bemühte sich, nicht zu lächeln. »Sagen Sie mir, wie haben Sie das fertig gebracht?«

»Das war nur ein bisschen Hokus-Pokus«, sagte sie lächelnd. »Die Roulettekugel ist schwarz. Wenn ich einen kleinen Laserstrahl auf sie richte, tanzt sie nach jeder Melodie, die ich spiele.«

»So haben Sie also …« Kirk unterbrach sich eilig. Er hatte sich oft gewundert, wie er im Kasino auf Argelius II innerhalb so kurzer Zeit so viel verlieren konnte. Der Captain konzentrierte seine Gedanken wieder auf die anstehende Frage. »Chefingenieur McConel, Sie werden sofort Ihr Spielgerät demontieren – und auch das, was Sie so raffiniert in der Maschinenwerkstatt versteckt haben – und Doppelwache schieben, bis ich Sie wieder davon befreie. Vielleicht verbraucht die zusätzliche Arbeit etwas von der überschüssigen Energie, die Sie darauf verwenden, Glücksspieleinrichtungen zu manipulieren.«

»Jawohl, Sir.«

»Sie können gehen. Und, Mr. Scott, mit Ihnen möchte ich noch allein sprechen.« Sie blickten beide dem Chefingenieur nach, als sie den Raum verließ, wobei ihr Hintern sich ein wenig provozierend bewegte. Scottys schweres Seufzen sagte Kirk mehr, als viele Worte es hätten tun können.

»Sie ist verdammt hübsch, nicht wahr, Scotty?«

»Ja, Captain, das ist sie.«

»Und Sie lassen ihr durchgehen, dass sie das Roulette manipuliert. Ihnen hätte ich die Strafarbeit verpassen sollen, und nicht ihr. Aber ich lasse Sie beide mit einem blauen Auge davonkommen. Es kommt kein Eintrag in ihre Personalakte. Ich will nicht, dass dies in den Jahresbericht aufgenommen wird. Für die Schreibtischstrategen beim Starfleet-Command wäre so etwas ein gefundenes Fressen. Ich weiß, dass Sie das Spielen nicht stoppen werden – das sollen Sie auch gar nicht –, aber ich will nichts mehr von Betrug hören. Solange ich hier Captain bin, haben wir faire verbotene Glückspiele an Bord dieses Schiffes. Habe ich mich klar genug ausgedrückt?«

»Völlig klar, Sir!« Der Akzent unterstrich seine Worte, und Kirk wusste, dass Scotty seine Gefühle für seinen Chefingenieur nicht noch einmal die Oberhand über seine Pflicht gewinnen lassen würde.

»Gut. Und jetzt wollen wir all diese Berichte für eine Weile vergessen und einen kleinen …«

Das Summen des Intercoms unterbrach ihn. Er drückte den Sprechknopf und sagte: »Hier Kirk.«

»Captain, ein...



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