Tyers | Star Wars™: Der Pakt von Bakura | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 0 Seiten

Reihe: Der Kopfgeldjägerkrieg

Tyers Star Wars™: Der Pakt von Bakura

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-13233-0
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 4, 0 Seiten

Reihe: Der Kopfgeldjägerkrieg

ISBN: 978-3-641-13233-0
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Imperium ist besiegt - doch neue Gegner lauern überall

Die Rebellen erholen sich gerade von der Schlacht um Endor und dem Sieg über den Imperator, da bahnt sich eine neue Katastrophe an: Der Angriff einer schrecklichen Macht droht alles zu zerstören, wofür Luke Skywalker und seine Freunde so hart gekämpft haben. Kaltblütige Reptilien überfallen die Galaxis mit dem Ziel, die absolute Herrschaft zu erringen und die Menschheit zu versklaven.

Kathy Tyers hat bereits einige Star-Wars-Erzählungen geschrieben und Teile ihres Science-Fiction-Zyklus „Firebird“ veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Long Beach, Montana.
Tyers Star Wars™: Der Pakt von Bakura jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1

Ein einziger bewohnbarer Mond schwebte wie ein wolkenverhangener Türkis über einer toten Welt. Die Hand der Ewigkeit, die die Kette seines Orbits hielt, hatte den samtenen Hintergrund mit blitzenden Sternen gesprenkelt. Kosmische Energien tanzten an den Krümmungen der Raumzeit und sangen ihre zeitlose Musik. Sie nahmen keine Notiz vom Imperium, von der Rebellen-Allianz und von ihren unbedeutenden, flüchtigen Kriegen.

Auf dieser unbedeutenden Ebene der menschlichen Perspektive jedoch befand sich eine Flotte von Sternenschiffen im Orbit um den Planeten des Mondes. Rußstreifen zeichneten sich auf den Flanken diverser Schiffe ab. Droiden umschwärmten einige von ihnen und nahmen Reparaturen vor. Metalltrümmer, die einmal wichtige Raumschiffteile gewesen waren, und die Leichen von Menschen und Fremdwesen befanden sich im selben Orbit wie die Schiffe. Die Vernichtungsschlacht gegen Imperator Palpatines zweiten Todesstern hatte der Rebellen-Allianz schwere Verluste eingetragen.

Luke Skywalker durchquerte mit schnellen Schritten den Landehangar eines Kreuzers. Seine Augen waren entzündet, aber das Siegesgefühl nach der Ewoks-Feier durchströmte ihn noch immer. Als er an einer Gruppe von Droiden vorbeikam, stieg ihm der Geruch von Kühl- und Schmiermitteln in die Nase. Er hatte Schmerzen, spürte nach dem längsten Tag seines Lebens eine nagende Dumpfheit in allen Knochen. Heute – nein, es war gestern gewesen – hatte er den Imperator getroffen. Gestern hatte er den Glauben an seinen Vater fast mit dem Leben bezahlt. Aber von einem Passagier, der mit ihm die Fähre vom Ewok-Dorf hinauf zum Kreuzer geteilt hatte, war er bereits gefragt worden, ob er den Imperator – und Darth Vader – tatsächlich eigenhändig getötet hatte.

Luke war noch nicht bereit, allgemein bekanntzugeben, dass »Darth Vader« Anakin Skywalker sein Vater gewesen war. Dennoch hatte er mit fester Stimme geantwortet: Imperator Palpatine war von Vader getötet worden. Vader hatte ihn in den Reaktor des zweiten Todessterns geschleudert. Luke nahm an, dass er diese Erklärung noch wochenlang abgeben würde. Jetzt jedoch wollte er lediglich seinen X-Flügler überprüfen.

Zu seiner Überraschung machte sich ein Servicetrupp daran zu schaffen. Ein Magnakran ließ R2-D2 von oben in die zylindrische Droidenbuchse hinter seinem Cockpit hinab.

»Was ist hier los?«, fragte Luke. Er war stehengeblieben und hielt die Luft an.

»Oh, Sir«, antwortete ein khakibekleideter Servicemann, während er einen zusammenfaltbaren Treibstoffschlauch löste. »Ihr Ersatzpilot fliegt nach draußen. Captain Antilles ist mit der ersten Fähre zurückgekommen und sofort auf Patrouille gegangen. Er hat ein imperiales Drohnenschiff abgefangen – eins dieser Museumsstücke, die sie vor den Klonkriegen verwendeten, um Botschaften zu überbringen. Ist aus der Tiefe des Raums reingekommen.«

Reingekommen. Irgendjemand hatte dem Imperator eine Botschaft geschickt. Luke lächelte. »Nehme an, Sie haben es noch nicht gehört. Wedge will Gesellschaft? So müde bin ich noch nicht. Ich könnte fliegen.«

Der Servicemann erwiderte das Lächeln nicht. »Unglücklicherweise hat Captain Antilles einen Selbstzerstörungszyklus in Gang gesetzt, während er versuchte, an den Botschaftskode heranzukommen. Er blockiert manuell eine kritische Unterbrechung …«

»Vergessen Sie den Ersatzpiloten«, rief Luke.

Wedge Antilles war seit den Tagen des ersten Todessterns sein Freund. Gemeinsam hatten sie die entscheidende Attacke geflogen. Ohne weiter zuzuhören, hastete er zum Bereitschaftsraum. Eine Minute später war er wieder zurück und zog dabei hüpfend ein Bein seines orangefarbenen Druckanzugs hoch. Die Serviceleute spritzten auseinander. Er sprang die Leiter hoch, warf sich auf seinen schrägstehenden Polstersitz, stülpte mit einem Ruck den Helm über und ließ den Fusionsgenerator des Schiffes an. Ein vertrautes hochenergetisches Jaulen umfing ihn.

Der Mann, mit dem er gesprochen hatte, kletterte hinter ihm nach oben. »Aber, Sir! Ich glaube, Admiral Ackbar wollte, dass Sie Bericht erstatten.«

»Ich bin gleich zurück.«

Luke schloss die Cockpitkanzel und nahm mit einer Geschwindigkeit, die für die Allianz rekordverdächtig war, eine Überprüfung seiner Systeme und Instrumente vor. Kein Signal erregte seine Aufmerksamkeit.

Er schaltete seinen Bordkommunikator ein. »Tramp Eins startbereit.«

»Schleuse wird geöffnet, Sir.«

Er aktivierte den Antrieb. Einen Augenblick später verwandelte sich der dumpfe Schmerz in seinem Körper in grausame Qual. Alle Sterne in seinem Blickfeld teilten sich zu Doppelsternen und umwirbelten einander. Die Stimmen der Serviceleute wurden in seinen Ohren zu Geschnatter. Benommen tauchte er in sich selbst hinab und suchte das Ruhezentrum, das zu berühren ihn Meister Yoda gelehrt hatte.

Berühren …

Da.

Er atmete bebend aus und kontrollierte seine Herrschaft über den Schmerz. Die Sterne schrumpften wieder zu einzelnen Lichtschimmern zusammen. Was auch immer die Ursache gewesen war, er würde sich später darum kümmern. Durch die Macht drang er suchend nach draußen vor und erspürte Wedges Präsenz. Während er dieses Ende der Flotte ansteuerte, bedienten seine Hände die Kontrollen des X-Flüglers nahezu ohne jede Anstrengung.

Unterwegs konnte er zum ersten Mal einen genaueren Blick auf die Schlachtschäden, die umherschwärmenden Reparaturdroiden und die Schleppschiffe werfen. Mon-Calamari-Kreuzer waren gepanzert und mit Schutzschirmen versehen, um multiplen Direkttreffern zu widerstehen, aber er glaubte, sich an eine größere Anzahl der riesigen, unförmigen Schiffe erinnern zu können. Während er im Thronsaal des Imperators um sein Leben, für seinen Vater und für seine Integrität kämpfte, hatte er die herzzerreißenden Machtstörungen, die von all diesen Todesfällen ausgingen, nicht einmal gespürt. Er hoffte, dass er sich nicht an sie gewöhnte.

»Wedge, hörst du mich?«, fragte Luke über Subraumfunk. Er lenkte seinen X-Flügler zwischen den großen Flottenschiffen hindurch. Scanner zeigten an, dass sich der nächste schwere Transporter vorsichtig von etwas wegbewegte, das viel kleiner war. Vier A-Flügler jagten hinter Luke her. »Wedge, bist du da draußen?«

»Tut mir leid«, hörte er eine leise Stimme. »Bin fast außer Reichweite meines Schiffsempfängers. Weißt du, ich muss …« Wedge unterbrach sich grunzend. »Ich muss diese beiden Kristalle voneinander getrennt halten. Es ist irgend so eine Selbstzerstörungsvorrichtung.«

»Kristalle?«, fragte Luke, um Wedge weiterreden zu lassen. Diese Stimme klang schmerzerfüllt.

»Elektrit-Kristallkugeln. Überbleibsel aus den alten ›Eleganz‹-Tagen. Der Mechanismus versucht, sie zusammenzuschieben. Wenn sie sich berühren … peng! Der ganze Fusionsmotor.«

Während er langsam über dem blauen Schimmer Endors dahintrieb, entdeckte Luke Wedges X-Flügler. Längsseits driftete ein neun Meter langer Zylinder mit imperialen Insignien, genauso lang wie der X-Flügler und fast ausschließlich aus dem Motor bestehend, ein Typ der Kategorie Drohnenschiffe, die sich die Allianz noch immer nicht leisten konnte. Aus irgendwelchen Gründen ließ die Drohne eine düstere Vorahnung in ihm aufsteigen. Das Imperium verwendete solche Museumsstücke nicht mehr. Wieso war der Absender nicht imstande gewesen, die standardmäßigen imperialen Kanäle zu benutzen?

Luke stieß einen Pfiff aus. »Nein, wir wollen einen so großen Motor nicht hochgehen lassen.«

Kein Wunder, dass sich der Transporter entfernte.

»Genau.« Wedge hielt sich an einem Ende des Zylinders fest. Er trug einen Druckanzug und war durch ein Lebenserhaltungskabel mit dem X-Flügler verbunden. In dem Moment, in dem ihm klar geworden war, dass er unbeabsichtigt den Detonationsvorgang eingeleitet hatte, musste er die Luft in seinem Cockpit in den Raum geblasen und sich auf die Hauptsteuerung gestürzt haben. In dem leichtgewichtigen Druckanzug eines Raumpiloten und mit seinem ringsum geschlossenen Notfallhelm konnte er das Vakuum mehrere Minuten lang überleben.

»Wie lange bist du schon da draußen, Wedge?«

»Ich weiß nicht. Spielt keine Rolle. Der Blick ist atemberaubend.«

Näherkommend schaltete Luke das Triebwerk vorsichtig auf Gegenschub. Wedge hatte eine Hand im Inneren einer aufklappbaren Schalttafel. Sein Kopf drehte sich, um Lukes X-Flügler zu beobachten. Luke passte mit kurzen, gefühlvollen Schubstößen seine Geschwindigkeit der des Zylinders an.

»Könnte wirklich noch eine Hand gebrauchen.« Wedges Worte klangen heiter, aber der Tonfall verriet seine Anspannung. Seine Hand musste halb zerquetscht sein. »Was tust du hier draußen?«

»Die Aussicht genießen.« Luke dachte über seine Möglichkeiten nach. Die Piloten der A-Flügler bremsten ab und blieben zurück. Sie nahmen vermutlich an, dass Luke wusste, was er tat. »R2«, rief er, »wie ist die Reichweite deines Manipulatorarms? Könntest du ihm helfen, wenn ich nahe genug herankomme?«

Nein – bei optimalem Winkel fehlen 2,76 Meter, leuchtete es auf seinem Helmdisplay auf.

Luke zog die Augenbrauen hoch. Schweißtropfen traten ihm auf die Stirn. Irgendetwas, das klein, fest und entbehrlich war, würde helfen. Wenn er sich nicht beeilte, war sein Freund tot. Wedges Bewusstsein in der Macht schwankte bereits benommen.

Luke blickte auf sein...


Tyers, Kathy
Kathy Tyers hat bereits einige Star-Wars-Erzählungen geschrieben und Teile ihres Science-Fiction-Zyklus „Firebird“ veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Long Beach, Montana.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.