Buch, Deutsch, Band Band 122, 253 Seiten, gebunden, Format (B × H): 170 mm x 245 mm, Gewicht: 633 g
Iob 16,6; Iob 27,16-17a; Iob 28,1-3a bei Hieronymus und Augustinus
Buch, Deutsch, Band Band 122, 253 Seiten, gebunden, Format (B × H): 170 mm x 245 mm, Gewicht: 633 g
Reihe: Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte
ISBN: 978-3-525-50356-0
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Hieronymus versucht sich an hebräischen Konjekturen und immer neuen Kombinationen seiner hebräischen, aramäischen, griechischen und altlateinischen Vorlagen. Wiederholt reichert er den Sinngehalt biblischer Texte durch mehrdeutige Ausdrücke sowie Anspielungen auf christliche und pagane Autoren an.
Ein Beispiel für Augustins geistige Entwicklung in der Auseinandersetzung mit dem Ijob-Text ist seine schrittweise Klärung des Verhältnisses zwischen prudentia und sapientia. Zugleich äußert er sich zu so verschiedenen Themen wie richtiges Trösten, die Entwicklung von Weltmenschen zu Christen und antike Verhüttungstechnik. Strukturell fallen das Nebeneinander von ungeschickt extemporierten und sorgfältig durchkomponierten Passagen sowie Formen einer schrittweise präzisierenden Gedankenführung auf. Hieronymus' mehrdeutige Formulierungen regten Augustinus zu produktiven Missverständnissen und eigenen, womöglich noch vieldeutigeren Wendungen an.