Thum | Stottern, Schule und Inklusion | Buch | 978-3-921897-97-3 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 93 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 207 mm, Gewicht: 154 g

Thum

Stottern, Schule und Inklusion

Ein Ratgeber zur Unterstützung stotternder Schülerinnen und Schüler
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-921897-97-3
Verlag: Bundesverb. Stotterer-Sel

Ein Ratgeber zur Unterstützung stotternder Schülerinnen und Schüler

Buch, Deutsch, 93 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 207 mm, Gewicht: 154 g

ISBN: 978-3-921897-97-3
Verlag: Bundesverb. Stotterer-Sel


In jeder Schule gibt es stotternde Schülerinnen und Schüler. Für viele von ihnen bedeutet die Sprechbehinderung eine große Belastung im Schulalltag – nicht zuletzt, weil oftmals das Bewusstsein und die Kenntnis für einen förderlichen und positiven Umgang mit Stottern in der Schule fehlen. Dieser Ratgeber schafft Abhilfe. Er vermittelt in übersichtlicher Form Grundlagen über Stottern und zeigt praxisnahe Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Schülerinnen und Schüler auf, selbstverständlich auch mit konkreten Anregungen zur Umsetzung des Nachteilsausgleichs bei Stottern. Etliche Tipps und Fallbeispiele konkretisieren die Inhalte und liefern wertvolle Impulse für einen inklusiven und unterstützenden Unterricht. Der Ratgeber richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die im pädagogischen, psychologischen und therapeutischen Kontext arbeiten, wie auch an Angehörige stotternder Kinder. Er darf in keiner Schulbibliothek fehlen.

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Zielgruppe


Lehrer und Lehrerinnen; Schüler und Schülerinnen; Eltern stotternder SchülerInnen; Sozialarbeiter und Sozialpädagogen; alle, die mit Schule zu tun haben;

Weitere Infos & Material


INHALTSVERZEICHNIS

1 STOTTERN
1.1 Kurz und knapp

1.2 Bedeutung für die Schule

1.3 Was ist Stottern?

1.3.1 Entstehung und Verlauf

1.3.2 Kern- und Begleitsymptomatik

1.3.3 Offene und verdeckte Symptome

1.3.4 Abgrenzung zu anderen Sprechunflüssigkeiten

1.4 Stottern erkennen

1.4.1 Begleiterscheinungen im schulischen Kontext

1.4.2 Screeningverfahren für Kinder bis 7 Jahre

1.4.3 Weiterführende Diagnostik

1.5 Ursachen

1.6 Modelle zur Sprechunflüssigkeit

1.7 Mythen – der Faktencheck

1.8 Falldarstellungen

2 STOTTERTHERAPIE

2.1 Kurz und knapp

2.2 Bedeutung für die Schule

2.3 Seriöse Therapieverfahren

2.3.1 Wie findet man seriöse Therapieanbieter?

2.3.2 Wer bietet Therapie an?

2.4 Therapieinhalte und -methoden

2.5 Sprechtechniken 6
2.6 Was kann Therapie (nicht)?

2.7 Unseriöse Therapieverfahren

2.8 Falldarstellung

3 STOTTERN IN DER SCHULE

3.1 Kurz und knapp

3.2 Bedeutung für die Schule

3.3 Chancengleiche Bildung

3.4 Sonderpädagogischer Unterstützungs- bzw. Förderbedarf

3.5 Sonderpädagogischer Förderbedarf
für stotternde Schüler*innen?

3.6 Schulform

3.6.1 Inklusion

3.6.2 Regelschulen

3.6.3 Förderschulen bzw. -zentren

3.6.4 Sonderpädagogische Dienste

3.7 Nachteilsausgleich

4 UNTERSTÜTZUNG STOTTERNDER SCHÜLER*INNEN

4.1 Kurz und knapp

4.2 Bedeutung für die Schule

4.3 Rahmenbedingungen in der Schule

4.3.1 Administrative Ebene

4.3.2 Schulinterne Ebene

4.3.3 Klasseninterne Ebene

4.3.4 Schüler*innen-Ebene

4.4 Anti-Mobbing-Programme

4.5 Falldarstellungen

5 IN EIGENER SACHE: HILFE BEI STOTTERN

5.1 Die BVSS – Wer wir sind und was wir tun

5.2 Sie erhalten über uns:
Information, Beratung, Aufklärung & Vernetzung

5.3 Unsere Angebote speziell für stotternde Schüler*innen

5.4 Selbsthilfe lohnt sich – auch oder vor allem für junge Leute!

6 RESÜMEE

Literaturverzeichnis

Impressum


Vorwort
Damit die gesetzlich verankerte Chancengleichheit auch für stotternde Schüler*innen gewährleistet bzw. erreicht werden kann, ist Wissen über Stottern auf mehreren Ebenen essenziell. Die Schulzeit stotternder Schüler*innen kann von vielfältigen Herausforderungen geprägt sein. Diese unterscheiden sich individuell und können von der allgemeinen Angst vor der Klasse zu sprechen über Vermeidungsverhalten bis hin zu Mobbing durch Mitschüler*innen reichen. Auch ich persönlich kann von zahlreichen Herausforderungen während der Schulzeit berichten, die mit dem Stottern in Verbindung standen. Zwei ganz persönliche Erfahrungen möchte ich beispielhaft an dieser Stelle schildern. Während meiner Grundschulzeit habe ich mich im Unterricht nicht oft gemeldet, auch wenn ich die Antwort auf eine Frage wusste. Stattdessen flüsterte ich diese oft einer Mitschülerin zu, damit sie sie für mich sagte. Es ärgerte mich aber gleichzeitig, wenn jemand anderes genau die Antwort aussprach, die ich selbst auch im Kopf hatte. Lange brachte ich dieses Verhalten nicht mit meinem Stottern in Verbindung, sondern dachte, dass ich nur schüchtern wäre. Auch das Verhalten der Lehrer*innen spielte im Umgang mit meinem Stottern eine Rolle. In der Oberstufe wurde ich von manchen Lehrer*innen selten drangenommen, obwohl ich mich meldete. Mir schien es, als wäre mein Stottern der Lehrkraft unangenehm, jedoch wurde kein Gespräch gesucht, um dies zu klären. Mir selbst fehlten der Mut und das Selbstvertrauen, um das Stottern anzusprechen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass Lehrer*innen über Stottern informiert sind und konkrete Maßnahmen kennen, um stotternde Schüler*innen zu unterstützen. Im vorliegenden Ratgeber finden sich gebündeltes Wissen und Umsetzungsvorschläge, mit denen Lehrer*innen befähigt und ermutigt werden, Stottern zu thematisieren und aus der Tabuzone herauszuholen. Wenn die Lehrer*innen in meiner Schulzeit über das hier versammelte Wissen verfügt hätten, wären sicherlich einige Situationen bezüglich des Stotterns besser verlaufen. Der Nachteilsausgleich spielt bei der Unterstützung Betroffener eine zentrale Rolle und ist im Buch übersichtlich in einer Tabelle dargestellt. Die bundeslandspezifischen Informationen sind über einen QR-Code zugänglich. Ideen für Maßnahmen zur Förderung von stotternden Schüler*innen werden auf den Ebenen Administration, Schule, Klasse und Schüler*in differenziert erläutert. Dazu zählen beispielsweise ein individuell angepasster Nachteilsausgleich oder konkrete Kommunikationsregeln, die auf Schüler*innen-Ebene vereinbart werden.

Lehrer*innen und Eltern finden in diesem Ratgeber, der durch Übersichtlichkeit und Praxisnähe überzeugt, u.a. Informationen zu Ursachen und Symptomen des Stotterns. Das Kapitel zu Stottertherapie beinhaltet neben der Darstellung von Therapiemethoden auch Informationen darüber, woran seriöse Therapieverfahren erkannt werden können. In diesem Ratgeber wurde ein Faktencheck integriert, der auf 11 weit verbreitete Mythen sowie Glaubenssätze rund um Stottern mit wissenschaftsbasierten und praxisnahen Antworten reagiert. Die eingefügten QR-Codes, bieten an unterschiedlichen Stellen Zugang zu weiterführenden Materialien. Dieser Schulratgeber liefert wertvolle Impulse und praxisnahe Anregungen für Lehrer*innen und kann dazu beitragen, die Lebenssituation stotternder Schüler*innen nachhaltig zu verbessern.

Nathalie Krammer, Ansprechpartnerin der Flow-Gruppe Hannover


Thum, Georg
Georg Thum ist als akademischer Sprachtherapeut (M.A.) seit 1996 ausschließlich in der Stottertherapie tätig. Er konzipierte mit Ingeborg Mayer die Intensivtherapie »Stärker als Stottern« (Thum & Mayer 2014, Thum & Hiederer 2023) und führt den methodenkombinierten Ansatz auch ambulant in eigener Praxis in München-Pasing durch. An der Ludwig-Maximilians-Universität München ist er seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Bereich Redeflussstörungen tätig und leitet die Stotterberatungsstelle. Zudem ist er Mitautor der 2016 erschienenen AWMF S3-Leitlinie „Redeflussstörungen“. Fachwissenschaftlich engagiert er sich seit vielen Jahren in zahlreichen Fortbildungen, Workshops, Vorträgen und diversen Veröffentlichungen unter anderem für die BVSS (Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe), deren wissenschaftlichem Fachbeirat er angehört. Er lebt, lehrt und praktiziert in München.

Georg Thum ist als akademischer Sprachtherapeut (M.A.) seit 1996 ausschließlich in der Stottertherapie tätig. Er konzipierte mit Ingeborg Mayer die Intensivtherapie »Stärker als Stottern« (Thum & Mayer 2014, Thum & Hiederer 2023) und führt den methodenkombinierten Ansatz auch ambulant in eigener Praxis in München-Pasing durch. An der Ludwig-Maximilians-Universität München ist er seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Bereich Redeflussstörungen tätig und leitet die Stotterberatungsstelle. Zudem ist er Mitautor der 2016 erschienenen AWMF S3-Leitlinie „Redeflussstörungen“. Fachwissenschaftlich engagiert er sich seit vielen Jahren in zahlreichen Fortbildungen, Workshops, Vorträgen und diversen Veröffentlichungen unter anderem für die BVSS (Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe), deren wissenschaftlichem Fachbeirat er angehört. Er lebt, lehrt und praktiziert in München.



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