Thomas | Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 62 Seiten

Thomas Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86305-274-4
Verlag: Verlag Peter Hopf
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

E-Book, Deutsch, 62 Seiten

ISBN: 978-3-86305-274-4
Verlag: Verlag Peter Hopf
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Michael Reed und Kamal Bundajar müssen gegen ihre eigenen getöteten Kameraden kämpfen, die von den Außerirdischen wie Marionetten eingesetzt werden. Trotz aller Gefahren dringen sie in die Forschungsstation ein und erkennen, dass es sich bei den Bestien um hochintelligente Wesen handelt, die offenbar alles über die Menschheit in Erfahrung bringen wollen. Um sie zurückzuschlagen, lassen sich die beiden Marines auf ein Himmelfahrtskommando ein.

Marc Thomas wurde 1967 geboren und lebt heute in Berlin. Seit 2009 arbeitet er als freiberuflicher Texter und Zeichner. Bereits seit 2002 veröffentlicht er als einer der ersten deutschen Autoren seine Romane konsequent als E-Books.

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  2.
  Kamal Bundajar warf sich herum und versuchte unter dem heranjagenden Schatten hinwegzutauchen. Doch der untote Körper prallte mit voller Wucht gegen seine Schulter und riss ihn zu Boden. Seine Kampfrüstung fing den größten Teil des Aufpralls ab, dennoch keuchte er auf und musste nach Luft schnappen. Mehrere Augenblicke vergingen, in denen er versuchte, sich zu orientieren, und so sah er die Hand, die vorschoss und sich um seine Kehle legte, viel zu spät. Bundajar riss den rechten Arm hoch, um den Marine abzublocken, der ihn unter seinem Körper begraben wollte. Es gelang ihm, dessen Oberkörper ein wenig zur Seite zu wuchten, doch seine Hoffnung, damit auch den Griff zu brechen, erfüllte sich nicht. Der Arm verbog sich in einem unnatürlichen Winkel, der jeden Menschen dazu gezwungen hätte, die Finger zu lösen. Er ist tot!, schoss es ihm durch den Kopf. Er fühlt keine Schmerzen mehr! Unerbittlich drückten die Finger zu. Nun zuckte auch der zweite Arm durch die Luft und suchte nach seinem Hals. Bundajar fühlte, wie sich die Halsmanschette immer mehr wie eine Schraubzwinge um ihn schloss. Alleine seine massiven Halsmuskeln bewahrten ihn davor, den Atem zu verlieren. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis sie dem Druck der Finger nachgeben würden. Er zwang sich dazu, nicht in Panik zu verfallen und stieß eine Verwünschung aus, die kaum mehr als ein Krächzen war. Der natürlich Impuls war es, den Griff zu brechen, doch das war gegen einen Gegner, der auf seinen eigenen Körper keine Rücksicht zu nehmen brauchte, ein aussichtsloses Unterfangen. Anstatt den zweiten Arm noch länger abzuwehren, ließ er seine Hand sinken. Sie fuhr zur Hüfte und suchte nach dem Griff des Vibromessers. Wie eine Klaue packte nun auch die zweite Hand zu, und die Manschette gab nach. Unwillkürlich schnappte Bundajar nach Luft. Seine Lungen rangen um Sauerstoff. Endlich bekam er das Messer zu fassen und riss es aus der Scheide. Die Klinge schnitt durch die Luft. Es war unmöglich, sie gezielt zu führen, und konnte er kaum mehr machen, als sie in die Richtung seines Gegners zu stoßen. Im schlimmsten Fall traf er sich selbst, das war ihm bewusst. Doch darauf konnte er keine Rücksicht nehmen. Ungehindert durchdrang sie den ersten Widerstand, auf den sie traf. Bundajar verlor keine Sekunde und zog die hochfrequent vibrierende Klinge nach oben. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie sie am rechten Ellenbogengelenk des toten Marines austrat. Blut spritzte durch die Luft. Seine freie Hand legte sich um den Unterarm, der am halb durchtrennten Ende blutgetränkt war. Er hebelte ihn zur Seite und konnte spüren, wie die restlichen Sehnen und Hautschichten, mit denen er noch mit dem Körper verbunden war, rissen. Von einer Sekunde auf die andere lösten sich die Finger um seine Kehle. Der Druck ließ ein wenig nach, und so japste Bundajar, als er nach Luft rang. In seinem Helmfunk hörte er wie aus weiter Ferne unaufhörlich eine weibliche Stimme. War das Captain Imani? Er öffnete den Mund, ohne einen Ton herauszubringen. Wusste sie, was vor sich ging? Was ist mit den anderen?, ging es ihm durch den Kopf. Sollte er sich nicht befreit haben, bevor die übrigen getöteten Marines ihn erreicht hatten, war er verloren. Alleine der Gedanke daran, unter den untoten Körpern rettungslos begraben zu werden, setzte die letzten Kraftreserven in ihm frei. Er drosch die rechte Faust gegen den Helm des Marines und stach mit dem Messer in den entblößten Halsbereich. Die breite Klinge drang bis zum Heft ein, und Bundajar wuchtete sie herum. Blut schoss aus der durchtrennten Halsschlagader hervor. Kein lebender Gegner wäre nach dieser Attacke noch in der Lage dazu gewesen, den Kampf fortzusetzen, doch die Finger drückten nach wie vor zu. Im Hintergrund sah Bundajar mehrere Silhouetten, die sich schwankend in sein Sichtfeld schoben. Ihm blieb nur noch eine Option, obwohl sich alles in ihm weigerte, sie in die Tat umzusetzen. Bundajar presste die Lippen aufeinander und verbannte jeden Gedanken aus seinem Kopf. Er konzentrierte sich alleine auf die Klinge, die nach wie vor im Hals des Marines steckte. Mit einer kraftvollen Bewegung zog er sie nach oben durch. Er konnte spüren, wie sie Fleisch und Knochen durchtrennte und dann am Nacken des Marines austrat. Der Kopf sackte nach vorne. Übergangslos erschlafften alle Bewegungen in dem Körper und die Finger lösten sich. Bundajar fühlte sich elend bei dem Gedanken an das, was er gerade getan hatte. Augenblicke lang wollte er einfach nur die Augen schließen und an nichts mehr denken müssen. Dann jedoch trieb ihn sein Überlebenswille an. Er schob den schweren Körper zur Seite und stieß ihn mit dem angewinkelten Bein von sich, um sich vollends unter ihm zu befreien. Sein Hals brannte höllisch. Noch immer schnappte er nach Luft, um seine Lungen zu füllen. Er stützte sich auf eine Hand und zwang seine schmerzenden Beine dazu, aufzustehen. Noch während er hochkam, sah er, dass die ersten Untoten keine zehn Meter mehr von ihm entfernt waren. Sollten sie ihn anspringen, fehlte ihm jede Kraft, um ihrem Angriff standzuhalten. Doch sie kamen nur stoisch näher, setzten wankend ein Bein vors andere. Für einen Augenblick überlegte Bundajar, ob er mit der MK-5 auf sie schießen sollte. Er hielt inne und fragte sich, welche Schaden die Kugeln verursachen konnten. »Gottverdammt, Sergeant, melden Sie sich! Ich kann Ihren Positionsmarker deutlich orten. Brauchen Sie Unterstützung?«, konnte Captain Imanis Stimme nun klar verstehen. Die letzten Minuten war sie nicht mehr als ein gedämpftes Murmeln in seinem Bewusstsein gewesen. »Wir sind hier in Gefechte mit … gottverdammt, mit unseren eigenen Leuten verwickelt!« Erneut setzte er zum Sprechen an. Jedes Wort war eine Qual, und mehr als ein heiseres Krächzen wollte sich nicht lösen. »Rückzug!«, brachte er hervor. »Was meinen Sie, was ich angeordnet habe?«, schnauzte sie ihn an. »Rückzug zu Hangarschleuse A-3. Wir evakuieren die Zivilisten! Schaffen Sie es alleine?« Erst jetzt sah er das blinkende Symbol auf seinem HUD. Wie lange es dort schon aufgeleuchtet haben mochte, konnte er nicht sagen. Er stolperte nach vorne und sah aus dem Augenwinkel, wie nun auch seine Verfolger ihren unwirklich scheinenden Gang beschleunigten. Obwohl sich seine Beine so kraftlos anfühlten, als würden sie jeden Moment einknicken, trieb er sie an und konzentrierte sich einzig und allein auf den nächsten Schritt.   In dem Augenblick, in Michael Reed abdrückte, wurde sein Arm nach oben geschlagen. Die Kugeln sirrten weit über das Wesen hinweg in den fahlen Himmel. Reed wurde durch den Rückstoß nach hinten gerissen und konnte einen Sturz nur mit Mühe abfangen. Er hatte keinen festen Stand gehabt, um die geringe Schwerkraft auszugleichen. Doch noch viel mehr entsetzte ihn der entstellte Körper der Marine, deren Arme sich bewegten. Einer von ihnen klatschte gegen seine Brust, als wolle er ihn zu Boden drücken. Mit dem zweiten schob sich der Torso auf ihn zu. Reed schrie auf und warf sich herum. Der Arm wurde zur Seite geworfen, und der ganze Rumpf der Toten überschlug sich. Unbeeindruckt davon kroch sie mit ruckartigen Bewegungen auf ihn zu, wobei ihn ihr sichtbares lebloses Auge fixierte. Wie Kinley … Seine Füße rutschten über den Staub und fanden im ersten Augenblick keinen Halt. Das Wesen schien nicht eingreifen zu wollen, sondern verfolgte das Geschehen, als sei es ein Zuschauer, der gespannt war, was als Nächstes passieren würde. Sie kontrolliert die Tote!, schoss es ihm durch den Kopf. Einer Eingebung folgend, legte Reed an und schoss auf die zuckenden Tentakel. Das Wesen schien viel zu sehr in seiner Beobachtung gefangen zu sein und reagierte erst, als er den Abzug schon durchgezogen hatte. Die urangehärteten Geschosse schlugen in den Schädel und die Tentakel ein. Das Maul zu einem lautlosen Schrei geöffnet, wurde die Kreatur herumgeworfen und verschwand aus Reeds Sichtfeld. Im selben Augenblick, in dem das Wesen getroffen worden war, sank der Torso der toten Marine in sich zusammen, als habe man einer Marionette die Fäden abgeschnitten. Reed wartete und behielt beide Körper im Blick, um sicher zu gehen, dass sich keiner von ihnen mehr rührte. Erst nach ein paar Minuten erlaubte er sich ein dünnes Grinsen. So unerklärlich die Fähigkeiten dieser fremdartigen Kreaturen auch wirken mochten, so sehr nahm er es mit Genugtuung zur Kenntnis, dass man sie aufhalten konnte. »Ihr seid nicht unbesiegbar«, murmelte er. Er warf einen letzten Blick auf die tote Marine. Nein, unbesiegbar mussten sie nicht einmal sein. Sie konnten die Körper ihrer gefallenen Gegner ins Feld schicken. Damit verstärkten sie nicht nur ihre eigenen Reihen, sondern sie sorgten vor allem dafür, dass jeder, der sich ihnen in den Weg stellte, gegen seine eigenen Leute kämpfen mussten. Diese Taktik war so einfach wie kaltblütig. Töte so schnell so viele Gegner wie möglich und setzte sie dann gegen die Überlebenden ein. Eigene Verluste zählten dann kaum noch. Bis auf diese ›Marionettenspieler‹, die die Toten kontrollieren mussten. Sie galt es, auszuschalten. Reed hielt sich in geduckter Haltung am Boden und sah sich um. Der Staub legte sich zunehmend. Keine fünf Meter vor ihm lag die aufgerissene Stelle im Mauerwerk. Dahinter konnte er die hell erleuchteten Gebäude im Kuppelinneren erkennen. Nur ein paar Meter, dachte er. Er spannte seine Muskeln an und hastete los. Die geringe Schwerkraft verlieh seinen Schritten zusätzliche Weite, und so...



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