Thomas | Himmlische Küsse - heiße Liebe | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Bianca

Thomas Himmlische Küsse - heiße Liebe


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-2295-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-7515-2295-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Schnell erkennt die Architektin Jennifer, dass Aaron noch nie auf dem Bau gearbeitet hat. Doch etwas anderes beherrscht der attraktive Mann perfekt: Er küsst einfach himmlisch, und wenn er sie streichelt, ahnt Jennifer, wie aufregend die Liebe mit ihm sein muss ...



Marin wuchs im Mittel-Westen von Janesville, Wisconsin auf. Typisch für echte Stadtkinder war alles, woran Marin denken konnte, Janesville nach der Highschool zu verlassen. Sie war optimistisch, dass die Welt mehr als das bot, was sie bis dahin gesehen hatte. Sie spielte Basketball an der Universität von Missouri in Columbia wo so auf eine Journalistenschule ging. Sie wechselte zur Universität von Arizona in Tucson wo sie im Mittelfeld für die 'Lady Wildcats' spielte. Marin Thomas wurde im Mai 2005 in die Janesville Sports Hall of Fame für ihre Basketball-Erfolge aufgenommen. In Arizona entwickelte sie ein Interesse am Schreiben und machte nebenbei noch Erfahrung im Radio- und Fernseh-Journalismus. Nach ihrem Universitätsabschluss heiratete sie ihre College - Liebe in einer Fünf-Minuten-Zeremonie in Las Vegas. Über die Jahre hatte sie eine Vielzahl von unterschiedlichen Jobs gemacht. Leiterin einer Handwerker - Firma, Managerin und Lehrerin. Durch den Beruf ihres Ehemannes, einem erfolgreichen PR - Manager, zogen sie sehr viel um. Arizona, Kalifornien, New Jersey, Colorado, Texas und Chicago, wo sie immer noch wohnen. Marins Herz ist immer noch im Kleinstadtleben verankert, welches sie auch oft in ihren Büchern beschreibt.
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1. KAPITEL

Was zum Teufel tue ich hier?

Aaron McKade würde an diesem Montagmorgen nicht mitten im Stop-and-go-Verkehr von Los Angeles stecken, wenn sein Großvater nicht den Verstand verloren hätte. Er würde in seinem Büro an der Westküste sitzen, in der Niederlassung des Familienunternehmens – McKade Enterprises, einer Firma, die als Vertretung für Unternehmen arbeitete, die lateinamerikanische Märkte für ihre Produkte suchten.

Genervt über die geänderten Lebensumstände betrachtete er die Umgebung – seinen neuen Arbeitsplatz. Zwischen Santa Angelita, dem barrio in South Central Los Angeles, und dem eleganten Bunker Hill District, wo er in dem berühmten Bradshaw-Gebäude wohnte, lagen Welten.

Reihen von spanisch anmutenden Stuckhäusern in leuchtendem Blau, Grün und Rot säumten die Straßen und gaben dem Viertel den Anschein von Energie … und Hoffnung. Bei einigen Häusern war der Rasen ordentlich gemäht, und Bougainvilleen blühten im Überfluss, doch die meisten Häuser waren renovierungsbedürftig – und einige konnte man nur noch abreißen. Alte Blechkisten standen in den schmalen Einfahrten. Die BMWs und Lincolns der Drogendealer gab es hier nicht mehr, stattdessen Kinderfahrräder und Spielzeug.

Die Geschäftsstraße kämpfte ums Überleben. Aaron hatte nicht einen einzigen Supermarkt oder eine Drogerie gesehen, nur Spirituosengeschäfte, einen Tante-Emma-Laden und ansonsten verlassene Gebäude.

Die Ampel wechselte auf Grün, doch der Verkehr rührte sich nicht.

Was hatte Pop sich nur dabei gedacht? Aaron liebte seinen Großvater über alles, doch jetzt fragte er sich, ob der alte Mann unter Altersdemenz litt. Patrick McKade hatte die Bombe bei einem Telefonat letzte Woche platzen lassen. „Aaron, ich habe versäumt, dir etwas ganz Wichtiges beizubringen – nämlich Verantwortungsbewusstsein“, hatte sein Großvater gesagt.

Verantwortungsbewusstsein. Schon das Wort erschreckte Aaron.

„Mein Junge, es ist mein Fehler, dass du so unreif bist. Ich hätte mehr von dir verlangen sollen.“

Aaron war beleidigt gewesen. Unreif? Er war immerhin dreiunddreißig Jahre alt!

Der Verkehr bewegte sich ein paar Meter vorwärts. Aaron blickte auf die Karte auf seinem Schoß. Riker Avenue musste irgendwo in der Nähe sein. Frustriert sah er auf. Genau in dem Moment lief ihm eine alte Frau direkt vor den Truck. Aaron trat hart auf die Bremse. Der Sicherheitsgurt schnitt in seine Schulter ein. Die vordere Stoßstange berührte fast den Handwagen der Frau.

Mit geschürzten Lippen blickte die alte Frau durch die Windschutzscheibe. Aaron öffnete das Seitenfenster und steckte den Kopf hinaus, um sich zu entschuldigen, doch die Worte blieben ihm im Hals stecken, als die alte Frau ihm den gestreckten Mittelfinger zeigte. Verblüfft beobachtete er, wie sie über die Straße trippelte und alle Autos zwang, für sie und das schmutzige Wollknäuel anzuhalten, das in dem Wagen saß.

„Du musst auf eigenen Füßen stehen, Aaron, und für dich und deine Zukunft die Verantwortung übernehmen.“

Erst die verrückte Lady, und jetzt die Stimme seines Großvaters, die ihm nicht aus dem Kopf gehen wollte.

„Ich war all die Jahre zu sehr damit beschäftigt, die Firma aufzubauen. Sonst hätte ich bemerkt, dass einiges falsch läuft.“

Es hatte Zeiten gegeben, da hatte Aaron sich nichts sehnlicher gewünscht, als dass seine Eltern und seine Großmutter den Absturz des Privatflugzeuges überlebt hätten. Er war gerade ein Jahr alt gewesen, als das Unglück passiert war. Sein verwitweter Großvater hatte die Verantwortung für die drei Enkel übernommen, doch nie bemerkt, wie sehr die älteren Brüder Aaron beherrschten.

Und so hatte Aaron sich daran gewöhnt, dass seine Familie seine Entscheidungen beeinflusste, seine Probleme löste und Anweisungen gab, was er tun oder wohin er gehen sollte.

Nachdem das Gefühl der Demütigung abgeklungen war, hatte Aaron vor Wut gekocht. Was Pop von ihm verlangte, war absoluter Schwachsinn, brachte allerdings mit sich, dass er endlich einmal unabhängig von seinen Brüdern war, von Nelson, der das Büro in Chicago leitete, und Ryan, der die Zweigstelle in New York City führte.

„Ich habe Kontakt mit einem Geschäftsfreund aufgenommen. Er bietet dir die Vertretung eines Bauarbeiters in einem von Sponsoren geförderten Projekt an.“

Abgesehen davon, dass es ihm überhaupt nicht gefiel, wie sein Großvater ihn einschätzte, fragte Aaron, wie man durch das Schwingen eines Hammers zu mehr Verantwortungsbewusstsein gelangen konnte.

Die Antwort seines Großvaters war eine weitere Beleidigung gewesen. „Körperliche Arbeit formt den Charakter. Denen zu helfen, die weniger Glück auf dieser Erde haben, wird dich lehren, das zu schätzen, was du hast.“

An diesen Job waren zwei Bedingungen geknüpft: Erstens musste Aaron einen falschen Namen benutzen und durfte seinen richtigen unter keinen Umständen preisgeben. Er sollte sich den Respekt der anderen durch Arbeit verdienen und nicht durch seinen Namen. Zweitens verlangte Pop, dass er drei Monate durchhielt.

Aaron umklammerte das Lenkrad. Am liebsten würde er jetzt ins Büro zurückkehren, seine Sachen packen und dann seinen Großvater anrufen und ihm sagen, er könne sich das Erbe an den Hut stecken. Andererseits wollte er zeigen, dass er in der Lage war, die Herausforderung anzunehmen und die Aufgabe erfolgreich durchzuführen.

„Du meldest dich Montag, 1. April, zur Stelle“, hatte sein Großvater abschließend gesagt.

Das konnte nur ein Aprilscherz sein. Ein Büromensch als Bauarbeiter. Wer würde mehr über diesen Scherz lachen – er oder sein neuer Boss?

In seinem Magen rumorte es. Wahrscheinlich lag es an dem Fettgeruch von gebratenen Chorizos, der durch die Ventilatoren der Klimaanlagen nach draußen gelangte.

Aaron verließ die Hauptstraße und hielt an der nächsten Kreuzung. Wen sollte er nach dem Weg fragen? Um sieben Uhr sollte er auf der Baustelle sein. Das war vor einer halben Stunde. Er hatte zwar Extrafahrzeit einkalkuliert, aber nicht damit gerechnet, gleich eine halbe Stunde wegen eines kleinen Unfalls direkt vor seiner Wohnung zu verlieren. Seinem Großvater würde es nicht gefallen, dass er schon am ersten Tag zu spät zu seinem Job kam.

Eine Gruppe lateinamerikanischer Teens kam um die Ecke. Ein paar Häuser weiter stand eine alte Frau vor der Haustür. Ein Schulbus hielt in der Nähe der Teenager und öffnete die Türen. Einer stieg ein, die anderen verschwanden hinter einer Hecke.

Drei Straßen weiter entdeckte Aaron ein Lebensmittelgeschäft. Er parkte in der Ladezone. Obwohl er die Kluft eines Arbeiters trug – T-Shirt, Jeans und Arbeiterstiefel – fiel er als Angloamerikaner in einer von überwiegend Lateinamerikanern bewohnten Gegend auf wie eine Banane zwischen Weintrauben.

„Guten Morgen“, begrüßte er den Verkäufer. „Können Sie mir sagen, wie ich in die Riker Avenue komme?“

„No habla inglés.“

Und Aaron sprach kein Spanisch. Aaron deutete aus dem Fenster und wiederholte: „Riker Avenue?“

Der Verkäufer deutete auf die Hinterseite des Ladens und antwortete: „Sí, Señor. Riker.“

„Danke … ich meine, gracias.“

„No problema.“ Der Mann grinste und entblößte die Lücken zwischen den wenigen ihm noch verbliebenen Zähnen.

Aaron stieg wieder in seinen Truck, bog an der nächsten Kreuzung rechts ab und dann noch einmal rechts. Riker Avenue. Er entdeckte einige ältere Pick-ups und noch weitere Klapperkisten vor einer Baustelle. Aaron parkte und lief über die Straße.

„Entschuldigung“, sprach Aaron einen Mann an, der aus dem Haus kam. „Wo finde ich den Bauleiter?“

„¿Quien?“

Aaron deutete auf die Baustelle. „Barrio Amigo?“

„Sí.“

Bingo!

In dem Moment brüllte eine kräftige weibliche Stimme über ihm etwas auf Spanisch. Aaron blickte hoch.

Eine Frau mit einem Werkzeuggürtel um die Hüften und einem Hammer in der Hand balancierte am Rand des Daches entlang. Der Schutzhelm versperrte Aaron den Blick auf ihre Augen, aber nicht auf ihre energischen Gesichtszüge. Sie trug ein weißes T-Shirt, auf das mit großen roten Buchstaben die Worte Barrio Amigo gedruckt waren.

„Wo finde ich den Bauleiter?“, rief Aaron hinauf.

„Wer will das wissen?“, fragte sie in perfektem Englisch.

„Aaron Mc… Aaron Smith!“ Als sie sich nicht vom Fleck rührte, fügte er hinzu: „Ich bin dieser Truppe zugeteilt worden!“

„Sie sind der Ersatzmann?“ Ungläubig blickte sie zu ihm hinunter.

„Ja, der bin ich“, erwiderte er lächelnd.

„Bin gleich bei Ihnen.“ Sie kletterte das Dach hinauf und verschwand über den First.

Er presste die Lippen zusammen, als der Trupp ihn anstarrte. Was glaubten sie, was er tun würde? Mit einem Armvoll Schindeln weglaufen?

Die Frau kam um das Haus herum und wies die Männer mit ein paar scharfen Befehlen an, zurück an ihre Arbeit zu gehen, was Aarons Vermutung bestätigte. Der Wirbelwind, der auf ihn zukam, war die Bauleiterin.

Sie blieb ein paar Schritte vor ihm stehen und musterte ihn von oben bis unten. Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war sie absolut nicht mit ihm einverstanden – etwas, was ihm beim anderen Geschlecht nur selten passierte.

„Aaron Smith. Melde mich zur Arbeit.“ Er streckte die Hand...



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