Talbot | Twelve Bones (Die Souls-Dilogie, Band 2) | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 496 Seiten

Reihe: Souls-Dilogie

Talbot Twelve Bones (Die Souls-Dilogie, Band 2)

Was die Schatten verbergen - Schaurige Urban Fantasy mit queerer Romance - Die herzzerreißende Fortsetzung des TikTok-Erfolgs Sixteen Souls
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7320-2427-8
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Was die Schatten verbergen - Schaurige Urban Fantasy mit queerer Romance - Die herzzerreißende Fortsetzung des TikTok-Erfolgs Sixteen Souls

E-Book, Deutsch, Band 2, 496 Seiten

Reihe: Souls-Dilogie

ISBN: 978-3-7320-2427-8
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sogar die Toten haben ihre eigenen Schauergeschichten Gemeinsam haben Charlie und Sam die Geister von York gerettet. Nun können sie endlich ein normales Paar sein - wenn es so etwas denn gibt. Doch dann werden sie Zeugen eines brutalen Angriffs und erkennen, dass eine neue Gefahr in den Schatten lauert. Eine Gefahr, die größer ist als jede zuvor - und die es auf die Lebenden abgesehen hat. Außerdem treibt sich die geheimnisvolle Organisation Die Hand in der Stadt herum. Bald schon geraten Charlie und seine Freunde zwischen die Fronten und dieses Mal steht das Leben aller auf dem Spiel ... Die schaurig-romantische Fortsetzung des TikTok-Erfolgs Sixteen Souls In Twelve Bones - der herzzerreißenden Fortsetzung des TikTok-ErfolgsSixteen Souls - trifft düsteres Mystery auf queere Romance in der atmosphärischen Spukstadt York. Band 2 der schaurigen Jugendfantasy-Dilogie von BookTokerin Rosie Talbot begeistert wieder mit gruseligen Elementen, actionreicher Spannung und fesselnden Plottwists. Außerdem ist es eine bewegende Geschichte über Verlust und Rache, schwere Entscheidungen, Mut im Angesicht der Gefahr und darüber, was es heißt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Perfekt für Fans von Cemetery Boys, Heartstopper und V.E. Schwabab 14 Jahren.

Rosie (sie/ihr) ist in der grünen Wildnis von Sussex, England, zu Hause, wo sie als Buchhändlerin arbeitet. Als Liebhaberin des Schaurigen und Makabren schreibt Rosie Geschichten, die wie ihre Haare sind: dunkel, verworren und auf keinen Fall glatt. Wenn sie gerade nicht mit Schreiben beschäftigt ist, schwärmt sie auf BookTok von Büchern oder arbeitet sich an einem gemütlichen Plätzchen mit einem Tee und ihren Katzen durch ihre endlose Leseliste. Weitere Informationen zur Autorin auf TikTok, Instagram und Twitter unter @merrowchild
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1

Das heimgesuchteste Haus in Acomb

Es heißt, York sei die heimgesuchteste Stadt in Europa. Als ob ich das nicht wüsste.

Wir wohnen etwas außerhalb in einem schlichten einstöckigen Haus mit einem ungepflegten Vorgarten und einem hässlichen Hauseingang. Nichts Besonderes, könnte man meinen, aber dennoch halten sich im Moment vier tote Seelen in meinem eher winzigen Zimmer auf. Das würde bestimmt in jedem Haus eine überdurchschnittliche Geister-pro-Quadratmeter-Dichte darstellen.

»Hast du keine andere Krawatte, Junge?«, fragt MrBroomwood. Mein älterer, mausetoter Nachbar gönnt sich gerade eine Pause vom ständigen Abschreiten unserer Sackgasse und ist uneingeladen vorbeigeschneit, um mir seine Meinung zu meinem Outfit mitzuteilen.

Genervt zupfe ich an einem losen Faden des billigen Polyesterstoffs herum. »Was genau gefällt Ihnen an der hier denn nicht?«

Broomwood rümpft schniefend die Nase und verschränkt die Arme über seinem gestreiften Morgenmantel. Die Toten sehen nicht tot aus, jedenfalls nicht für mich. Sie wirken quicklebendig, gestochen scharf and kein bisschen durchsichtig.

»Die sieht nicht besonders … professionell aus«, erwidert er.

Ollie lehnt grinsend an meiner Kommode. »Das sagt ausgerechnet der Mann, der sein Nachleben in Schlafanzug und Morgenmantel verbringt.«

Geister erscheinen so, wie sie sich selbst in Erinnerung haben, und verändern nur selten ihr Aussehen. Das ist nämlich gar nicht so einfach – es erfordert eine Menge Selbstwahrnehmung und Broomwood war schon immer jemand, der seine Nase lieber in die Angelegenheiten anderer gesteckt hat, statt sich um seinen eigenen Kram zu kümmern. Vermutlich wird er den Gürtel seines Morgenmantels noch ein paar Jahrzehnte lang hinter sich herschleifen.

»Es ist ein Date, kein Vorstellungsgespräch.« Nicht, dass ich viel mehr Erfahrung mit Vorstellungsgesprächen hätte. Nicht mal einen Teilzeitjob kann ich landen, egal, wie viele Bewerbungen ich rausschicke. Ich hole meine Anzugschuhe unter dem Bett hervor und schaue mich nach meinem Schuhlöffel um. Steife Lederschuhe auf meine Prothesen zu ziehen, ist die totale Fummelei. »Das Restaurant, in dem Sam reserviert hat, ist irgendein Nobelschuppen. Ich glaube, es hat sogar Sterne.«

In den letzten sieben Jahren, seit ich an Meningitis gestorben bin, beide Beine unterhalb des Knies verloren und angefangen habe, Geister zu sehen, bin ich nie jemandem begegnet, der so war wie ich. Bis ich Sam kennengelernt habe.

Er hat alles verändert.

Natürlich bin ich damals nicht tot geblieben. Dafür kann ich mich bei Heather bedanken, meinem ersten Geist. Die Ärztin, die mich behandelt und ihr eigenes Leben geopfert hat, um mich von den Toten zurückzubringen und einen Seher aus mir zu machen. Jetzt sitzt sie auf meinem Bett und dreht ihren Krankenhausausweis zwischen den Fingern, wobei ihr Stethoskop sich in dessen Trageband verheddert. Dante, der Geist eines Collies, döst neben ihr.

»Echte oder metaphorische Sterne?«, fragt Ollie. Mit seinem widerspenstigen roten Haar, seinem breiten Mund und seiner Schiebermütze sieht er wie ein richtiges Schlitzohr aus, das mich gleich bestehlen wird. Allerdings ist er schon seit einem Jahrhundert tot und besucht gern Univorlesungen. Heather hat uns einander vorgestellt, als ich elf war. Damals habe ich einen gleichaltrigen Kumpel gebraucht, der das ganze gruselige Zeug versteht, von dem ich meinen lebenden Freunden nichts erzählen konnte. »Metaphorisch bedeutet …«

»Ich weiß, was das bedeutet, alter Mann.« Ich schaue auf mein Outfit hinunter. »So schlecht sieht es gar nicht aus, oder?«

Mal von der grottigen Krawatte abgesehen und davon, dass mein Hemd an den Schultern zu eng ist.

»Also, ich sag dir das jetzt als Freund.« Ollie lächelt verlegen. »Du sieht aus, als würdest du zu deiner Wiederholungsprüfung gehen.«

»Aber in meinem besten Jogginganzug kann ich auch nicht aufkreuzen.« Ich nehme eine meiner Prothesen ab, drehe sie um und klemme das Fußteil in den Anzugschuh. Sobald es drinsteckt, lege ich die Prothese wieder an und hantiere ein wenig mit dem Schuhlöffel herum, bis ich mir sicher bin, dass alles richtig sitzt. Jetzt das andere Bein.

»Also ich finde, du siehst sehr gut aus, Charlie.« Heather schenkt mir ein sanftes Lächeln.

Ollie verdreht die Augen. »Deine Mum würde genau dasselbe sagen, was nichts daran ändert, dass du nicht wie du aussiehst.«

Vielleicht ist das momentan eine gute Sache.

»Ich habe sonst nichts zum Anziehen.« Ich zeige auf die verworfenen Polohemden und Jogginghosen, die überall in meinem Zimmer herumliegen.

In unserem Zimmer sollte ich sagen. Wie immer haben Ollies aktuelle Interessen die Wände in Beschlag genommen. Ausdrucke von Sapphos Gedichten hängen auf einer Seite und ein paar des Comics Trenchcoat Brigade, Band 1 auf der anderen. Im Regal über meinem Schreibtisch drängen sich die Actionfiguren von Spider-Man und Thor zusammen mit meinen Schulbüchern, die Staub ansetzen. Und der Schreibtisch ist übersät mit Kopien von Leonies und Sams mathemagischen Notizen und meinen eigenen krakeligen Versuchen, Glyphen zu zeichnen.

Wenn ich diesen Sommer etwas gelernt habe, dann, dass ich kein geborener Mathemagiker bin. Ich bin schon in einfacher Mathematik grottenschlecht. Daher ist mir nicht ganz klar, warum ich dachte, phantasmische Theorie, magische Konkordanzen, Osteomagie und Nekroskopie – was zum Teufel das auch sein soll – würden mir leichter fallen.

Aber ich kann jetzt nicht aufgeben, weil das Nachleben vieler Seelen davon abhängt, dass ich dieses Zeug beherrsche.

Alle meine Freunde haben richtige Zukunftspläne. Leonie will in Oxford Naturwissenschaften studieren. Mitch hat seine Kochlehre in einem schicken Restaurant in der Stadt begonnen. Und eine Galerie in London ist daran interessiert, Sams Gemälde zu verkaufen, wenn er bereit ist, sich von ihnen zu trennen.

Die einzige Sache, die ich so halbwegs auf die Kette kriege, ist, den Toten zu helfen. Vor fünf Monaten habe ich den Seelen von York versprochen, sie vor Okkultisten wie Caleb Gates zu schützen, die sie fangen und ihnen ihre Energie aussaugen wollen. Doch einer solchen Macht bin ich nicht gewachsen. Gates hat allein mit der Kraft seiner Gedanken einen Tisch durch die Gegend geworfen. Wenn ich Leute wie ihn davon abhalten will, den heimischen Geistern zu schaden, muss ich schneller, stärker und besser werden.

Das kann ich nur auf einem Weg erreichen: indem ein Geist von mir Besitz ergreift.

Eigentlich sollte das gar nicht möglich sein. Für die Toten sind Sehende aus Fleisch und Knochen. Sie können nicht in unsere Haut fahren, ohne uns dabei umzubringen. Das ist übrigens auch der Grund, warum es so gefährlich ist, sich in ihrer Nähe aufzuhalten. Wenn einer von ihnen beschließt, mich anzugreifen … das macht echt keinen Spaß.

Aber wie sich herausgestellt hat, kann man doch von einem Geist besessen werden – zumindest, wenn man zu Der Hand gehört, der Geheimorganisation von Sehern und Geistern, die zwei ihrer Mitglieder auf Gates angesetzt hat. Direkt vor unseren Augen ist ein Geist namens Dusan in den Seher Jan Liska gefahren. Jep, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt blutverschmiert, verletzt und mit Kabelbinder an ein Tischbein gefesselt war, weiß ich, was ich gesehen habe. Sie haben sich bewegt, als wären sie eine einzige Person, und das so schnell und stark, wie es ihnen allein nicht möglich gewesen wäre.

Die Hand nennt es »den gespiegelten Weg gehen« oder einfach »Spiegeln«.

Genau das ist der Vorteil, den ich brauche, um mein Versprechen, die Geister von York zu verteidigen, halten zu können. Nur haben wir leider keine Ahnung, wie Spiegeln überhaupt funktioniert. Ganz egal, wie viele Mathemagie-Bücher ich durchforste, ich finde einfach nichts darüber und Sam kann ich nicht um Hilfe bitten.

Heather krault Dante zwischen den Ohren und der Collie wacht schnaubend auf, dreht sich auf den Rücken, um sich den Bauch streicheln zu lassen, und wedelt dabei glücklich mit dem Schwanz. »Sam wird dich mit und ohne Krawatte mögen.«

»Darum geht’s nicht«, erwidere ich, als ich mich daran erinnere, dass ich heute Abend aus anderen Gründen gestresst bin. Ich will, dass Sam stolz darauf ist, mit mir zusammen zu sein. Und heute wagen wir uns in seine Welt, mit Stoffservietten und diesem ganzen feinen Kram. Wahrscheinlich wird er einen Samtanzug mit Krawattenschal tragen und ein seidenes Einstecktuch, das zu seinen Socken passt. Und er wird so richtig scharf darin aussehen.

»Deine Ohren werden rot«, sagt Ollie und grinst verschmitzt.

»Halt die Klappe.«

Anscheinend hat Sam »Neuigkeiten«, über die er mit mir reden will, und ich bin total nervös. Vielleicht will er Schluss machen, weil es in York einfach zu viele schlechte Erinnerungen für ihn gibt. Hier musste er zusehen, wie Gates seinen Vater brutal ermordet hat. Seine Mum hat immer noch die Villa in Italien und sie haben hier bisher kein neues Haus gefunden. Vielleicht wird Sam mir also gleich mitteilen, dass er doch wegzieht und keine Lust auf eine Fernbeziehung hat.

Dass er es lieber vor unserem sechsmonatigen Jubiläum beenden will, wäre gar nicht so abwegig … aber warum gehen wir dann in dieses schicke Restaurant?

Er lässt mich doch nicht herausgeputzt antanzen, nur um mich dann abzuservieren, oder?

Na schön, ich lass das mit der Krawatte. Obwohl der Knoten nicht...



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