E-Book, Deutsch, Band 83, 333 Seiten
Szaif Gut des Menschen
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-11-021691-2
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Grundzüge und Perspektiven der Ethik des guten Lebens bei Aristoteles und in der Tradition des Peripatos
E-Book, Deutsch, Band 83, 333 Seiten
Reihe: Quellen und Studien zur Philosophie
ISBN: 978-3-11-021691-2
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Dieser Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die Ausformulierung einer normativen Ethik nicht ohne eine ethische Güterlehre möglich ist. Damit eine solche Güterlehre nicht einfach an kulturspezifische Vorstellungen gebunden bleibt, bedarf es einer praktisch-ethischen Konzeption der menschlichen Natur, die auf einer Reflexion über die menschlichen Grundbedürfnisse, Verhaltenstendenzen und Entwicklungspotentiale aufbaut. Der aristotelische Ansatz in der Ethik liefert hierzu wertvolle Ausgangspunkte. In diesem Sinne setzt sich die vorliegende Studie das Ziel, den Zusammenhang zwischen Glückskonzeption, Güterlehre und einer ethisch-praktischen Konzeption der menschlichen Natur in der aristotelischen Ethik zu analysieren. Sie bezieht sich im ersten Teil auf die von Aristoteles selbst verfassten Ethiken und im zweiten Teil auf Positionen seiner späthellenistischen Nachfolger, die auf die stoische Ethik reagieren und den aristotelischen Ansatz in interessanter Weise weiterentwickeln. Letzteres ist ein bislang stark vernachlässigtes Forschungsfeld. Im Schlusskapitel wird der aristotelische Ansatz durch eine Erörterung des Verhältnisses von prudentieller und moralischer Rationalität und durch den Entwurf einer Konzeption homologer Lebensführung systematisch weiterentwickelt.
Zielgruppe
Wissenschaftler, Bibliotheken, Institute
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1;Vorwort (2011);6
2;Inhalt;10
3;Einleitung. Zielsetzung und Quellen;14
3.1;§ 1. Zu Kontext und Zielsetzung der Untersuchung;14
3.2;§ 2. Zu den historischen Quellen;27
4;Teil I. Menschliche Natur und praktisches Telos in Aristoteles’ Ethik;46
4.1;§ 1. Einleitung;48
4.2;A) Die Begriffe des Guten und Schönen in der Perspektive aristotelischer Theoria;55
4.2.1;§ 2. Natürliche Arten als Selbstzwecke;56
4.2.2;§ 3. Die Korrelation von Sein, Vollkommenheit und Gutsein;60
4.2.3;§ 4. Die Bedeutung des in der Theoria gegebenen Guten und Schönen für die Lebensform der Forschenden;69
4.3;B) Aristoteles’ praktischer Begriff einer vollendungsfähigen menschlichen Natur;72
4.3.1;§ 5. Menschliche Natur als Entwicklungspotential und als Telos menschlicher Entwicklung;72
4.3.2;§ 6. Universalismus und Partikularismus in Aristoteles’ Theorie der besten Lebensformen;85
4.4;C) Der Begriff des höchsten praktischen Gutes im Spannungsfeld von objektiver Teleologie und subjektiven Handlungsgründen;92
4.4.1;§ 7. Bemerkungen zur Funktion der objektiv-teleologischen Argumentation von NE I 6;92
4.4.2;§ 8. Die einzelnen Elemente der aristotelischen Definition des menschlichen Telos;100
4.4.3;§ 9. Wie kann das objektiv höchste Gut des Menschen zum subjektiven Zielpunkt menschlicher Praxis werden?;118
4.4.4;D) Pluralität und Einheit der letztzielhaften Strebensziele;130
4.4.5;§ 10. Die naturale Grundlage der Vielheit menschlicher Letztziele;132
4.4.6;§ 11. Der Grund der Einheit des menschlichen Letztzieles;141
4.4.7;§ 12. Das Verhältnis selbstreferentieller und altruistischer Motivationsgründe;145
5;Teil II. Peripatetische Positionen zur Bedeutung der nicht-seelischen Güter und zum Begriff eines naturgemäßen Lebens;156
5.1;A) Die Kontroverse um die Sympleroma-These: Sind nicht-seelische Güter ein ,Teil‘ der Eudaimonie?;160
5.1.1;§ 1. Aristoteles’ Argument in NE I zur Bedeutung äußerer und leiblicher Güter für das menschliche Telos;160
5.1.2;§ 2. Instrumentelle Deutung versus Sympleroma-These bei den Peripatetikern;168
5.1.3;§ 3. Die Sympleroma-These in ihrem Verhältnis zur Autarkie- und zur Gradationsthese;174
5.2;B) Die bei Areios Didymos favorisierte jungperipatetische Glücksdefinition;179
5.2.1;§ 4. Die Elemente der favorisierten jungperipatetischen Glücksdefinition;182
5.2.2;§ 5. Die Kritik an der Sympleroma-These;186
5.3;C) Zwei entgegengesetzte jungperipatetische Positionen zur Bedeutung nicht-seelischer Güter: der „weichere“ und der „strengere“ Standpunkt;190
5.3.1;§ 6. Die „weiche“ Deutung der favorisierten Glücksdefinition;190
5.3.2;§ 7. Exkurs: Vergleich der „weichen“ Position bei Areios Didymos mit anderen peripatetischen und altakademischen Quellen;195
5.3.3;§ 8. Die „strengere“ Deutung der Glücksdefinition bei Areios Didymos;203
5.4;D) Die begrifflichen Ressourcen der strengeren jungperipatetischen Position;206
5.4.1;§ 9. Nicht-seelische Güter als Material eudaimonischer sittlicher Praxis;206
5.4.2;§ 10. Der Begriff „p......µe...“ und die Spuren der jungperipatetischen Glücksdefinition bei Aspasios und anderen Kommentatoren;212
5.4.3;§ 11. Der systematische Ertrag dieser Begrifflichkeit im Vergleich zu Aristoteles;222
5.5;E) Der Begriff an sich erstrebenswerter Güter im Spiegel der peripatetischen Güterdihäresen;225
5.5.1;§ 12. Nicht-seelische Güter als d...µe.. und die zwei Bedeutungen des „an sich Erstrebenswerten“;225
5.5.2;§ 13. Letztziele und die Frage der Natürlichkeit von Strebenszielen;238
5.6;F) Der Begriff natürlicher Strebensziele gemäß der jungperipatetischen Adaption der Oikeiosis-Lehre;242
5.6.1;§ 14. Die Oikeiosis-Lehre bei den Stoikern und bei Antiochos von Askalon;243
5.6.2;§ 15. Die ,peripatetische‘ Oikeiosis-Lehre bei Areios Didymos: Interpretation;251
5.6.3;§ 16. Kritik und Vergleich;270
5.7;G) Glück als naturgemäßes Leben;277
5.7.1;§ 17. Das Ideal eines naturgemäßen Lebens;277
5.7.2;§ 18. Das Für und Wider der unterschiedlichen Definitionsmodelle;290
6;Nachwort;298
7;Literaturverzeichnis;299
8;Personenregister;319
9;Stellenregister;324




