Strobel | Konversationelle Implikaturen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 25 Seiten

Strobel Konversationelle Implikaturen


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-640-16188-1
Verlag: GRIN Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 25 Seiten

ISBN: 978-3-640-16188-1
Verlag: GRIN Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,0, Universität Passau (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: 'Pragmatik', Sprache: Deutsch, Abstract: Den Ausgangspunkt der Theorie der Konversationsimplikaturen, die der Sprachphilosoph H. P. Grice im Rahmen der 'William James Lectures' im Jahre 1967 an der Harvard University entwickelt und in den Folgejahren in Form von Aufsätzen1 publiziert hat, bildet der besonders in Gesprächen häufig zu konstatierende Unterschied zwischen dem wörtlich Gesagten ('what is said') und dem mit der Äußerung Gemeinten ('what is meant'). Grices Theorie geht von der Frage aus, woher wir in einer bestimmten Situation wissen, was der Sprecher bzw. Schreiber meint und versucht zu erklären, wie ein Hörer bzw. Leser2 von der Ebene des explizit Gesagten zur Ebene der implikatierten Bedeutung gelangt. Sie beschäftigt sich mit den Mechanismen, durch die Implikaturen erzeugt und interpretiert werden und erklärt, inwiefern man in bestimmten Situationen mehr bzw. etwas anderes meinen kann als man tatsächlich sagt, d.h. mehr als durch den konventionalen Gehalt der geäußerten sprachlichen Ausdrücke wörtlich übermittelt wird. Dies soll zunächst an einem Beispiel verdeutlicht werden, bei dem es sich um einen Logbucheintrag handelt: (1) Ein Kapitän und sein Maat haben seit längerem Streit. Der Maat spricht gerne dem Rum zu, und der Kapitän will dies nicht länger dulden. Als der Mann wieder mal besoffen ist, trägt der Kapitän ins Logbuch ein: Heute, 11. Oktober, der Maat ist betrunken. Als der Maat während seiner nächsten Wache diese Eintragung liest, wird er erst wütend, dann überlegt er kurz, schließlich trägt er ins Logbuch ein: Heute, 14. Oktober, der Kapitän ist nicht betrunken.3 Der Eintrag des Maats sagt mehr aus als bloß, dass der Kapitän nicht betrunken ist. Vor dem Hintergrund, dass ein Logbuch dafür vorgesehen ist, besondere Vorkommnisse festzuhalten, meint die Eintragung des Schiffsoffiziers, dass es einer Seltenheit oder zumindest einer Besonderheit gleichkommt, dass der Kapitän nicht betrunken ist, und entkräftet somit den vorangegangenen Eintrag des Kapitäns in gewisser Weise. Manchmal sagen wir exakt das, was wir meinen, aber meistens sind wir nicht absolut explizit. [...]

Strobel Konversationelle Implikaturen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.




Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.