Strauch | Reißende Wölfe kommen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Strauch Reißende Wölfe kommen

Habt acht auf die Herde
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98963-540-1
Verlag: Christliche Verlagsgesellschaft
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Habt acht auf die Herde

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

ISBN: 978-3-98963-540-1
Verlag: Christliche Verlagsgesellschaft
Format: EPUB
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In der Abschiedsbotschaft an die Ältesten von Ephesus (Apg 20,17-38) warnt Paulus mit großem Ernst vor der Gefahr durch falsche Lehrer. In Reißende Wölfe kommen - Habt acht auf die Herde legt Alexander Strauch diesen außergewöhnlichen Abschnitt der Bibel gründlich und doch praktisch aus, der heute noch genauso aktuell und nötig ist wie damals.

Alexander Strauch aus New Jersey studierte an der Colorado Christian University und dem Denver Seminary. Seit über 40 Jahren dient er als Ältester in seiner Gemeinde bei Denver, Colorado. Darüber hinaus unterrichtete er Philosophie und neutestamentliche Literatur an der Colorado Christian University. Als begabter Bibellehrer und beliebter Redner hat Alexander Strauch Tausenden von Gemeinden weltweit durch seinen an der Bibel orientierten Lehrdienst geholfen.
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Zielgruppe


- Gemeindemitarbeiter, Jugendmitarbeiter
- Seelsorger und Älteste
- an biblischer Zeitgeschichte


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


KAPITEL 2


Dem Herrn in aller Demut dienen


Als die Ältesten der Gemeinde von Ephesus eintrafen, rief Paulus ihnen am Anfang seiner Botschaft in Erinnerung, was sie bereits über sein Leben und seinen Dienst wussten. Er sagte: „Ihr wisst.“ Dreimal in diesem Abschnitt fordert Paulus die Ältesten ausdrücklich auf, sich an ihre früheren Erfahrungen mit ihm als ihrem Leiter und Lehrer zu erinnern (V. 18.20.34; NeÜ).

„Wie ich vom ersten Tag an … die ganze Zeit bei euch gewesen bin.“

Paulus wusste, dass es für die Ältesten mit am wichtigsten war, ein christusähnliches Vorbild zu haben, das sie beobachten und dem sie nacheifern konnten. Schließlich sind es am Ende das Vorbild und die Taten – weniger die Worte –, an die sich Menschen bis an ihr Lebensende erinnern können. Als Paulus den Ältesten ins Gedächtnis rief, „wie ich … die ganze Zeit bei euch gewesen bin“, .

Ebenso sollen wir das Leben und den Dienst des Paulus betrachten und beides gut kennen, damit wir seinem Vorbild folgen können.

EIN VORBILD ZUM NACHAHMEN


Wie Jesus lebte auch Paulus mitten unter den Menschen. Sein Leben war ein offenes Buch, in dem alle lesen konnten. Paulus ritt nicht auf einem weißen Pferd in eine Stadt und hielt Vorträge über Theologie, Evangelisation und Gemeindewachstum. Er war kein Akademiker, der seine Studenten nur für ein paar Stunden am Tag im geschützten Rahmen eines Hörsaales belehrte. Er war ein Missionar an der vordersten Front des geistlichen Kampfes, ein liebevoller Hirte für Gemeinden und ihre Leiter, ein Evangelist, ein treuer Beter und ein .

„Der zurückliegende Dienst des Paulus wird als Ressource angesehen, die den Ältesten helfen kann, sich ihrer zukünftigen Verantwortung zu stellen.“ – Robert Tannehill

Drei Jahre lang, von seinem ersten Tag in Asien bis zu seiner Abreise, war sein Leben ein offenes Buch – er war ein lebendiges, pulsierendes Beispiel, das die Ältesten in ihrem Hirtendienst nachahmen sollten. Er war ein authentisches Vorbild für einen christusähnlichen Lehrer und Hirten. Deshalb übte sein Leben einen so nachhaltigen Einfluss auf so viele Menschen aus. „Der zurückliegende Dienst des Paulus“, so schreibt Robert Tannehill, „wird als Ressource angesehen, die den Ältesten helfen kann, sich ihrer zukünftigen Verantwortung zu stellen.“8

Ein Ruf zur Nachfolge

Paulus war sich darüber im Klaren, dass sein Leben und sein Charakter ein Vorbild sein sollten, dem andere nacheifern sollten. In seinem Brief an die Gläubigen in Korinth fordert Paulus sie auf: „Seid meine Nachahmer!“ Dies war keine anmaßende Erwartungshaltung. Paulus konnte dies ohne Stolz sagen, weil er selbst Christus nachahmte. Deshalb wollte er vor allem die Gläubigen lehren, Christus nachzuahmen. Er wollte den Gläubigen helfen, dem Bild Christi gleichförmig zu werden; das war eine der wichtigsten pastoralen Aufgaben in seinem Dienst: „Ihn verkündigen wir, indem wir die Menschen ermahnen und sie mit aller Weisheit belehren, die Gott uns schenkt. Denn wir möchten, dass sie Menschen werden, . Für dieses Ziel setze ich mich mit aller Kraft ein und vertraue dabei auf das, was er durch seine Kraft in mir wirkt“ (Kol 1,28-29; NeÜ; ELB: „um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen“).

Zuvor hatte er im Korintherbrief geschrieben:

Ich bitte euch nun, Deshalb habe ich euch Timotheus gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch erinnern an meine Wege in Christus, . (1Kor 4,16-17)

Paulus erklärt den neubekehrten Gläubigen in Thessalonich, dass er und seine Mitarbeiter sich bewusst als „Vorbilder“ darstellten, denen man nachahmen sollte.

Ihr wisst ja, als was für Leute wir um euretwillen unter euch auftraten. Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn. (1Thes 1,5b-6)

Denn ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll … Nicht, dass wir nicht das Recht dazu haben, sondern damit wir uns euch . (2Thes 3,7-9)

Seinen geliebten Freunden in Philippi schrieb er:

, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt! (Phil 3,17)

Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. (Phil 4,9)

Paulus rief auch seine jungen Mitstreiter dazu auf, anderen ein Vorbild zur Nachahmung zu sein:

Niemand verachte deine Jugend, vielmehr im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit! (1Tim 4,12; vgl. auch Tit 2,7-8)

Wie schon Paulus, so forderte auch der Schreiber des Hebräerbriefes seine Leser auf, den Glauben ihrer Anführer nachzuahmen:

Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und (Hebr 13,7; vgl. auch Hebr 6,12)

Sie sollten sich immer bewusst sein, dass Sie bei Ihrem Dienst für den Herrn von anderen Menschen beobachtet werden, darunter auch jüngere Menschen, die die nächste Generation von Ältesten im Hirtendienst sein werden.

Ahmt den Glauben nach, nicht die Kleidung

Wie die beiden letzten Bibelstellen zeigen, meinen sowohl der Hebräerbriefschreiber als auch Paulus mit dem Begriff „nachahmen“ nicht, dass man etwas blind kopieren sollte. Paulus nachzuahmen bedeutet nicht, dass man Aramäisch sprechen, Sandalen und eine Toga tragen, Feigen essen oder auf einem Esel reiten muss. Vielmehr werden wir aufgerufen, ihren Glauben, ihre Liebe, ihre Selbstaufopferung und ihre Lebens- und Verhaltensmuster nachzuahmen.

Einmal saß ich mit Freunden in einem Restaurant, als zwölf Männer hereinkamen, die wie Jesus gekleidet waren. Sie trugen Sandalen, lange Gewänder, Haare und Bärte, sprachen in altem, elisabethanischem King-James-Englisch und gingen zu Fuß, statt mit dem Auto zu fahren. Das Ganze wirkte eher lächerlich. Sie dachten, Jesus zu folgen bedeute, die gleiche Kleidung wie Jesus zu tragen und sich einen Bart stehen zu lassen. Sie schienen vergessen zu haben, dass Jesus seine Jünger vor der schleichenden Gefahr gewarnt hatte, sich auf äußeren religiösen Schein zu verlassen und nicht auf den inneren Zustand des Herzens vor Gott.9

Christus in Paulus erkennen

Die Presbyter in Ephesus genossen das außerordentliche Privileg, Christus in Paulus zu sehen. Nun erwartete Paulus von ihnen – und von uns –, dass sie das selbst übernahmen, was sie von ihm über den demütigen Dienst für Christus und die aufopferungsvolle Fürsorge für sein Volk gelernt hatten. „Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein“ (Phil 4,9).

Wie auch sein Meister sagte Paulus zu den Ältesten: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern und Menschenhirten machen.“ Paulus ging mit gutem Beispiel voran. Und er würde uns heute daran erinnern, .

EIN DEMÜTIGER SKLAVE DES HERRN JESUS CHRISTUS


Paulus rief seine geliebten Freunde auf, sein Leben als Vorbild zu nehmen. Aber wie lebte er unter ihnen? Wie sah sein Leben aus? Hier ist seine Antwort: „Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, da ich nach Asien kam, die ganze Zeit bei euch gewesen bin und dem Herrn diente mit aller Demut und unter Tränen und Versuchungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfuhren“ (Apg 20,18-19). Beachten Sie, dass Paulus nicht seine vielen Erfolge, seine ausgedehnten Reisen, seinen brillanten Intellekt, seinen unbezwingbaren Eifer, seine himmlischen Visionen, seine außergewöhnlichen Wunder oder seine von Gott verliehene Autorität aufzählt.



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