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E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Strauch Gottes Gemeinde unterstützen

Paulus Sicht vom Dienst des Diakons
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98963-542-5
Verlag: Christliche Verlagsgesellschaft
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Paulus Sicht vom Dienst des Diakons

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

ISBN: 978-3-98963-542-5
Verlag: Christliche Verlagsgesellschaft
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



'Die Ansichten über die Rolle der Diakone sind unter den evangelikalen Christen sehr unterschiedlich. Was lehrt die Schrift eigentlich über Diakone und ihre Rolle in der Gemeinde? Die Ansichten reichen vom Diakon als Gemeindevorstand bis hin zum Ausführenden von Bauvorhaben. Strauch erklärt, dass sein Ziel beim Schreiben dieses Buches darin besteht, den Diakonen und Ältesten von Gemeinden zu ermutigen, kritischer darüber nachzudenken, was sie sagen, was sie tun und was die Schrift tatsächlich über Diakone lehrt. Was auch immer wir über Diakone denken mögen, diese Studie wird uns helfen, die biblischen Fakten über Diakone im Detail zu untersuchen, sodass unser Nachdenken über Gemeindefragen von zuverlässigen Informationen genährt wird. Dieses Buch bietet die Möglichkeit, eine breitere Übereinstimmung in bibeltreuen Gemeinden darüber herzustellen, was Diakone tun. Bekannt für seine tiefe Liebe zu Gottes Gemeinde und für seine sorgfältige Bibelauslegung, kann Strauchs neue Studie nicht ignoriert werden von denen, die sich dafür einsetzen wollen, einem biblischen Modell von Gemeinde zu folgen. Dies ist nicht einfach nur eine Überarbeitung von Strauchs bekanntem Buch 'Der neutestamentliche Diakon', es ist eine völlig neue Studie mit einer ganz neuen Perspektive.'

Alexander Strauch aus New Jersey studierte an der Colorado Christian University und dem Denver Seminary. Seit über 40 Jahren dient er als Ältester in seiner Gemeinde bei Denver, Colorado. Darüber hinaus unterrichtete er Philosophie und neutestamentliche Literatur an der Colorado Christian University. Als begabter Bibellehrer und beliebter Redner hat Alexander Strauch Tausenden von Gemeinden weltweit durch seinen an der Bibel orientierten Lehrdienst geholfen.
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Kapitel 1


PAULUS’ ANWEISUNGEN IM HINBLICK AUF DIAKONE


Ein Frau war besorgt um einen ihrer Freunde, der seit längerer Zeit nicht in die Gemeinde gekommen war. Sie bat ihren Pastor, den Mann anzurufen. Sie sagte: „Wenn du ihm anbietest, Diakon zu werden, würde er vielleicht wieder in die Gemeinde kommen und sich einbringen.“ Diese besorgte Dame meinte es gut. Doch ihre Bitte zeugt von einem mangelndem Verständnis der biblischen Anforderungen an Diakone sowie der biblischen Bedeutung ihres Amtes und ihrer Rolle in der Gemeinde.

Leider ist solch lückenhaftes Wissen über Diakone keine Seltenheit. Ihre Bitte zeigt, wie gering viele Menschen Diakone einschätzen. Wie wir aber in Kürze sehen werden, muss der Dienst des Diakons etwas sehr Bedeutsames sein. Er erfordert sowohl spezifische, den Ältesten ähnliche Qualifikationen als auch die Überprüfung dieser Qualifikationen durch die Gemeinde und ihre Leiter. Nicht jeder kann einfach Diakon werden. Das Diakonat (oder die Diakonenschaft) ist nicht dafür gedacht, Leute in das Gemeindeleben einzubinden.

Wenn wir wissen wollen, welche Verpflichtungen Diakone haben und wer geeignet ist, Diakon zu sein, dann müssen wir uns ansehen, was die Heilige Schrift sagt. Bevor wir jedoch damit beginnen, müssen wir darüber nachdenken, wer der Apostel Paulus war und warum er den ersten Timotheusbrief schrieb. Diese Hintergrundinformation ist deshalb wichtig, weil Paulus der einzige Autor des Neuen Testaments ist, der Diakone erwähnt. Seine Anweisungen für Diakone finden sich nur im ersten Timotheusbrief.

Paulus, ein Apostel Jesu Christi


Paulus wurde direkt von Jesus Christus dazu erwählt ein (griechisch, zu sein. Das bedeutet, dass er ein speziell autorisierter und von Christus gesandter Bote, Botschafter beziehungsweise Abgesandter war. Er war nicht nur ein Missionar, ein Ratgeber für Gemeindewachstum oder ein brillanter Gelehrter – auch wenn er das alles war. Der Apostel Paulus war der Sonderbeauftragte Christi, der das Evangelium für die Heidenvölker definieren, verteidigen und verkündigen sollte.1 Als solcher spielte er eine einzigartige Rolle in der Begründung des christlichen Glaubens.

Tatsächlich war eines der folgenschwersten Ereignisse zu Beginn des Christentums der Moment, als Christus dem jungen und eifrigen Rabbi Saulus auf der Straße nach Damaskus erschien. Diese Begegnung führte dazu, dass Saulus sich radikal zum Glauben an Christus als dem Messias bekehrte. Kurz nach dieser Begegnung nannte Jesus Saulus (der später den Namen Paulus annahm) „ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als auch vor Könige und Söhne Israels“ (Apg 9,15). Als Gesandter Christi (2Kor 5,20) lebte Paulus den kreuzgemäßen Lebensstil Christi vor, damit andere ihn nachahmen konnten.

.

Paulus erfand die Botschaft des Evangeliums also nicht einfach. Er empfing sie durch eine direkte Offenbarung des auferstandenen Herrn Jesus Christus. Das Evangelium von Paulus ist daher das Evangelium Christi. Paulus lehrte das, was Christus lehrte. Paulus ordnet an, was Christus anordnete. Paulus hatte von Christus die Autorität erhalten, den Gemeinden schriftliche Anweisungen zu geben. Als „ein vom Himmel beauftragter Botschafter“2 vermittelte Paulus autoritative Lehre über das Verhalten und Leben in der örtlichen Gemeinde.3 Gemeinsam mit seinem engen Mitarbeiter Lukas schrieb Paulus knapp fünfzig Prozent des Neuen Testaments. Er prägte als Meisterarchitekt vieles vom Wortschatz und den theologischen Konzepten des Evangeliums und der Gemeinde. Das wird in seinen zwei Lehrbriefen, dem Römer- und dem Epheserbrief, deutlich. Er gab außerdem konkrete Anweisungen sowohl in Bezug auf Älteste als auch auf Diakone. Lassen Sie uns also unsere Nachforschungen beginnen, indem wir uns die akute Krise der Gemeinde in Ephesus (in der heutigen Türkei) anschauen. Sie war es nämlich, die Paulus dazu veranlasste, den ersten Timotheusbrief zu schreiben.

Paulus und der erste Timotheusbrief: eine Antwort auf eine Krise innerhalb der Gemeinde und ihrer Leitung

Unser Studium der Diakone wird sich hauptsächlich auf den ersten Brief konzentrieren, den Paulus an Timotheus schrieb. Dieser beginnt mit Paulus’ Erklärung, er sei ein „Apostel Christi Jesu“. Er bemerkt auch, dass er ein Apostel „nach Befehl Gottes“ sei:

„Paulus, Apostel Christi Jesu nach Befehl Gottes, unseres Retters, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, Timotheus, meinem echten Kind im Glauben.“ (1Tim 1,1-2)

Ein Bibelkommentator fasst die autoritative Wirkung der Erklärung, mit der Paulus den ersten Timotheusbrief eröffnet, prägnant zusammen:

„Es war daher nur richtig, (dass Timotheus) das Gefühl hatte, dass ihm etwas Unumgängliches aufgetragen wurde; dass die Stimme, die zu ihm sprach, nicht nur die eines verehrten Lehrers oder eines geistlichen Vaters war, sondern die eines vom Himmel beauftragten Botschafters. Dieser Botschafter hat das Recht, den göttlichen Willen zu verkünden und mit Autorität in der christlichen Gemeinde zu entscheiden.“4

Diese starke Aussage war notwendig, da seit dem Abschiedstreffen zwischen Paulus und den Ältesten aus Ephesus fünf bis sieben Jahre vergangen waren (Apg 20,17-38). Tragischerweise hatten die Ältesten in Ephesus von circa 57 bis 64 n. Chr. die Gemeinde nicht vor Irrlehrern beschützt. Dieses Versagen war besonders furchtbar, weil die örtliche Gemeinde „die Säule und Grundfeste der Wahrheit“ sein soll (1Tim 3,15). Mit dieser Wahrheit ist die herrliche, gute Nachricht von der Errettung durch Jesus Christus gemeint (1Tim 1,11). Stattdessen waren Irrlehren in der Gemeinde relativ weit fortgeschritten. Sie hatten jeden Aspekt des Gemeindelebens negativ beeinflusst.

Die neuen Lehren hatten zu Streitigkeiten und Diskussionen zwischen den Leuten geführt. Hinzu kam, dass nicht genug gebetet wurde, es zwischen vielen Leuten zu unangemessenem Verhalten kam, mittellose Witwen vernachlässigt wurden und Probleme innerhalb der Gemeindeleitung entstanden. Paulus musste sogar zwei der Rädelsführern dieser Häresie – Hymenäus und Alexander – von der Gemeinde ausschließen (1Tim 1,20). Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Paulus’ Brief an Timotheus von einem Eindruck der Dringlichkeit und Emotionalität durchdrungen ist. Seine geliebte Gemeinde befand sich in der Hand von Irrlehrern und damit in Todesgefahr!

Ein namhafter Bibelausleger formuliert es folgendermaßen:

„Die Gemeinde, an die Paulus schreibt, war von Irrlehrern auseinandergerissen worden. Große Teile dieses Briefes haben zum Ziel, die Scherben wieder zu kitten.“5

Eine sehr wahrscheinliche Ursache für den Tumult in Ephesus ist, dass unqualifizierte, ungeeignete Personen während Paulus’ Abwesenheit Älteste und Diakone geworden waren.6 Paulus’ Strategie, „die Scherben zu kitten“, beharrte deshalb auffallend deutlich darauf, dass . In 1. Timotheus 3,1-13 legt Paulus daher die Anforderungen der Heiligen Schrift an Gemeindeaufseher (= Älteste) und Diakone fest. Er beharrt darauf, dass beide Gruppen von der Gemeinde und ihren Leitern auf ihre Eignung für das Amt überprüft werden müssen.

Konkrete Anhaltspunkte in der Heiligen Schrift


Um uns auf unser Studium vorzubereiten, müssen wir die biblischen Informationen über Diakone anschauen. Wir müssen klarstellen, vor welchen Problemen wir alle stehen, wenn es darum geht, den neutestamentlichen Diakon zu identifizieren.

1. Diakone werden zuerst in Paulus’ Grußwort an die Gemeinde in Philippi erwähnt

Diakone traten schon zu einem frühen Zeitpunkt der Christentumsgeschichte auf, keinesfalls später als Mitte der fünfziger Jahre. Der Bezugsrahmen für dieses frühe Datum besteht darin, dass Christi Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sich entweder 30 n. Chr. oder 33 n. Chr. ereigneten. Die früheste Erwähnung von Diakonen – in der Pluralform neben Gemeindeaufsehern – finden wir in Paulus’ Brief an die Gemeinde in Philippi (im heutigen Griechenland):

„Es schreiben Paulus und Timotheus, Sklaven von Jesus Christus. An alle Gläubigen in Philippi; an alle, die durch Jesus Christus geheiligt sind, samt ihren Ältesten und Diakonen.“ (Phil 1,1; NeÜ)

Wie es für Paulus typisch...



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