Stiglegger | Holofiction. | Buch | 978-3-7410-0560-2 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 208 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 220 mm

Stiglegger

Holofiction.

Die Ikonografie des Holocaust im Spielfilm
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-7410-0560-2
Verlag: Schüren Verlag

Die Ikonografie des Holocaust im Spielfilm

Buch, Deutsch, 208 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 220 mm

ISBN: 978-3-7410-0560-2
Verlag: Schüren Verlag


Der Essayfilm „Holofiction“ von Michal Kosakowski untersucht die Macht der Bilder, wo Worte oft versagen, und widmet sich der filmischen Darstellung des Holocaust als einem der sensibelsten Themen der Moderne. Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger und Regisseur Michal Kosakowski verfolgen die Entstehung einer eigenen Bildsprache, die sich spätestens seit den 1970er Jahren im medialen Kontext herausgebildet hat, und gehen der Frage nach, wie das Unvorstellbare sichtbar gemacht wurde – und zu welchem Preis. Das Buch analysiert eindringlich die Entwicklung einer Ikonographie zwischen Dokumentation und Fiktion und stellt dabei die zentrale Frage nach der Darstellbarkeit des Holocaust im Film in den Mittelpunkt. Von frühen filmischen Annäherungen bis hin zu einflussreichen Kinoproduktionen spannt sich ein weiter historischer Bogen, innerhalb dessen sowohl ästhetische Strategien als auch ethische Konflikte beleuchtet werden.
Die Autoren zeigen in einer eingehenden Diskussion, wie sich wiederkehrende Bilder und Narrative verfestigt haben. Grundlage bildet eine umfassende Recherche aus tausenden Filmen und Serien, aus der ein einzigartiges Archiv prägender Szenen und Motive hervorgeht. Als Ergänzung zu Kosakowskis Filmprojekt „Holofiction“ eröffnet das vorliegende Buch im Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis eine neue Perspektive auf die visuelle Erinnerungskultur. Während Stiglegger den theoretischen Rahmen liefert, bringt Kosakowski die künstlerische und analytische Praxis ein, sodass gemeinsam verborgene Strukturen filmischer Erinnerung sichtbar werden. „Holofiction“ als Buch und Film ist damit ein herausforderndes Werk über Bilder, Geschichte und ihre Wirkung – und zugleich ein notwendiger Beitrag zur Debatte über Kunst, Erinnerung und Verantwortung.
Mit Beiträgen von Filmregisseur Volker Schlöndorff (DER NEUNTE TAG) und Dominique Lanzmann, Witwe von Claude Lanzmann (SHOAH).

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Weitere Infos & Material


Stiglegger, Marcus
(* 1971), lehrt Filmwissenschaft an den Universitäten Mainz, Regensburg und Klagenfurt , der Filmakademie Ludwigsburg und der IPU Berlin.
Studium der Ethnologie, Film- und Theaterwissenschaft in Mainz (1992-1999).
Dissertation 1999 zum Thema Geschichte, Film und Mythos
Habilitation 2005 zum Thema Seduktionstheorie des Films
Zudem praktische Arbeiten mit Videoessays und Filmmusik, Verleger und Herausgeber des Kulturmagazins :Ikonen: (2002-2012), Vorsitzender der Filmbewertungsstelle Wiesbaden; Mitglied der GfM, des Verbandes der deutschen Filmkritik und der fipresci.
Mitbetreiber des Podcasts Projektionen – Kinogespräche seit 2019.

Lanzmann, Dominique
Dominique Lanzmann ist die Witwe von Shoah-Regisseur Claude Lanzmann

Schlöndorff, Volker
Volker Schlöndorff (* 31. März 1939 in Wiesbaden) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent, der vor allem für seine Literaturverfilmungen bekannt ist, u.a. Der neunte Tag über die Verfolgung regimekritischer Geistlicher durch den NS.Staat.

Kosakowski, Michal
Michal Kosakowski ist ein polnisch-deutscher Filmemacher und Medienku¨nstler. Sein Werk bewegt sich zwischen Dokumentarfilm, Fiktion und experimentellem Kino und lotet die a¨sthetischen wie ethischen Grenzen filmischer Darstellung aus. Dabei verbindet er theoretische Reflexion mit innovativen Erza¨hlformen.
Er studierte Film an Fabrica – dem Forschungszentrum fu¨r Kommunikation der Benetton-Gruppe in Italien, wo er unter anderem mit dem Fotografen Oliviero Toscani an Projekten zu kulturellen, politischen und humanita¨ren Themen arbeitete. Sein Kurzfilm Just Like the Movies (2006), ausgezeichnet als Bester Kurzfilm beim Milano Film Festival, wird weltweit in universita¨ren Kontexten eingesetzt und dient als Lehrmaterial in der medientheoretischen Ausbildung. Von 2008 bis 2011 lehrte Kosakowski experimentellen Film und Filmtheorie an der Mediadesign Hochschule in Mu¨nchen. Daru¨ber hinaus war er Jurymitglied bei internationalen Filmfestivals und kuratierte zahlreiche Filmprogramme.
Sein Werk umfasst preisgekro¨nte experimentelle Filme, Dokumentationen, Video-Installationen und Genrekino. Die Videoinstallation Fortynine (2007), an der u¨ber 160 Teilnehmer*innen aus 23 La¨ndern mitwirkten, bildete die Grundlage fu¨r den Langfilm Zero Killed (2012), der beim Chicago Underground Film Festival als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Als Ko-Regisseur und Produzent des international erfolgreichen Horror-Episodenfilms German Angst (2015) – gezeigt u.a. in Rotterdam und Sitges – widmet er sich auch der filmischen Erforschung von Genre und Subkultur.
Sein aktueller Film Holofiction (2025) ist ein 102-minu¨tiges experimentelles Montagewerk und zugleich Teil des zehnteiligen multimedialen Kunstprojekts Dark Tourism, das sich mit zeitgeno¨ssischen Formen der Erinnerungskultur auseinandersetzt – durch Film, Fotografie und Installation.



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