Sterneder | Die Zwei und ihr Gestirn | Buch | 978-3-940964-07-6 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 320 Seiten, GB, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 460 g

Sterneder

Die Zwei und ihr Gestirn


Erscheinungsjahr 2009
ISBN: 978-3-940964-07-6
Verlag: Eich-Verlag

Buch, Deutsch, 320 Seiten, GB, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 460 g

ISBN: 978-3-940964-07-6
Verlag: Eich-Verlag


Ein junger schottischer Lord, ein italienischer Hirtenjunge und die Schicksalsfäden, die beide über Inkarnationen hinweg miteinander verweben. Das sind die Zutaten, aus denen Hans Sterneder diesen einzigartigen Roman über Reinkarnation, Karma und Unsterblichkeit zubereitet hat. Der junge Lord Clarance O’Neill verliebt sich unsterblich in Isabel, die Tochter des Schlossgärtners. Eine Liaison, die für das alte schottische Adelsgeschlecht völlig inakzeptabel ist. Mit steinerner Härte stellen sich Großvater und Vater gegen die Verbindung. Clarence flieht nach Ägypten. Doch als die Ablehnung der Familie ihn auch dort trifft, hat er nur noch einen Zufluchtsort: Italien, Neapel und dort seinen Freund Nazzaro. Mit ihm verbindet Clarence eine innige Freundschaft seit Kindertagen. Bei ihm erhofft er sich Linderung seiner Seelenpein. Doch das Schicksal will es anders. In einer dramatischen Schlussszene findet das Karma der beiden Freunde seine Erfüllung.

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Der Alte klappt das Messer zu und schiebt es gleichgültig in die Hosentasche. Ohne noch ein Wort zu reden, ist er in das Dunkel seiner Casa gehumpelt.
Sie aber steigen fiebernd zu den Feuern empor.
Rumorend und polternd hatte es sich angekündigt, hatte gemurrt, gezischt und geblasen wie eine riesige Wildkatze, die sich in eine Höhle verkrochen und dem Feind entgegenfaucht; war unter wildem Gedröhn mit glühenden Augen aus dem finsteren Schlund gefahren, so wütend und schnaubend, dass die sengende Hitze den Jungen fast die Kleider versehrt und die Kehlen trocken gedörrt –, und hatte das Spiel wohl ein Dutzend Mal wiederholt. Doch so viel die Feuerkatze auch schnaubend gesprungen – sie waren nicht vom Fleck gewichen! Die Glutaugen hatten sie lähmend in Bann gehalten.
Clarence aber war es gewesen, als habe sein Auge in den lohenden Feuern sich eigentümlich bewegende, zu den höchsten Spitzen der Flammen emporschwingende Wesen gesehen. Doch war diese Empfindung in dem Gefühl des ganzen, gewaltigen Erlebnisses untergegangen.
Seit diesem Tage lebten die Feuer des Vesuv in Clarences Brust. Es schien, als hätte er sie in sich gesogen. So lebendig auch alles hier war, diese Feuer im Leibe des Berges unter dem Boden, auf dem er ging, lag, träumte und schlief – die ewig rastlos durch die verborgenen Stollen, Höhlen und Gänge des Golflandes züngelten und brannten –, diese Feuer waren doch das Allerlebendigste!


Sterneder, Hans
HANS STERNEDER (1889 – 1981), Dichter, Mystiker und Kosmosoph. Professor und Träger des höchsten Ordens für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Er galt als eine der liebenswürdigsten Dichterpersönlichkeiten Österreichs und sah seine Aufgabe darin, hohe Dichtkunst mit kosmisch-geistigem Lebenserkennen zu verschmelzen.

HANS STERNEDER (1889 -1981), Dichter, Mystiker und Kosmosoph. Professor und Träger des höchsten Ordens für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Er galt als eine der liebenswürdigsten Dichterpersönlichkeiten Österreichs und sah seine Aufgabe darin, hohe Dichtkunst mit kosmisch-geistigem Lebenserkennen zu verschmelzen.



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