Stern | Perry Rhodan 2727: Am Gravo-Abgrund | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2727, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Stern Perry Rhodan 2727: Am Gravo-Abgrund

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8453-2726-6
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"

E-Book, Deutsch, Band 2727, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2726-6
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Widerstand plant die Sabotage - und Luna stürzt in die Katastrophe Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Die Terraner - wie sich die Angehörigen der geeinten Menschheit nennen - sind längst in ferne Sterneninseln vorgestoßen. Immer wieder treffen Perry Rhodan und seine Gefährten auf raumfahrende Zivilisationen und auf die Spur kosmischer Mächte, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Im Jahr 1514 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das dem Anfang des sechsten Jahrtausends entspricht, gehört die Erde zur Liga Freier Terraner. Tausende von Sonnensystemen, auf deren Welten Menschen siedeln, haben sich zu diesem Sternenstaat zusammengeschlossen. Doch die Galaxis ist unruhig: Auf der einen Seite droht ein interstellarer Krieg, auf der anderen Seite ist das Atopische Tribunal in der Milchstraße aktiv. Es beansprucht die Rechtshoheit über die Milchstraße und verurteilt als erste offizielle Amtshandlung Perry Rhodan und Imperator Bostich zu einer 500-jährigen Isolationshaft. Die Exekutive des Tribunals scheinen die Onryonen zu sein, die sich auf dem Erdmond Luna eingenistet haben und diesen beherrschen. Luna wird von einem Technogeflecht überzogen, das den Mond zur interstellaren Fortbewegung befähigt. Als die Onryonen diesen Antrieb einsetzen, sieht sich Luna allerdings plötzlich AM GRAVO-ABGRUND ...

Als Michelle Stern im Jahr 1998 bei einem hessischen Schreibwettbewerb siegte und als Preis eine Reise nach Polen gewann, stand für die junge Frau endgültig fest: Schreiben, das muss es sein! Seither kletterte sie auf der schriftstellerischen Erfolgsleiter nach oben - am 18. November 2011 feiert sie mit dem Roman 'Geteilte Unsterblichkeit' ihren Einstieg in die Welt der PERRY RHODAN-Serie. Geboren wurde die Autorin unter dem bürgerlichen Namen Stefanie Rafflenbeul im Jahr 1978 in Frankfurt am Main, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Es folgte der Umzug der Familie nach Rodgau. Ihr Studium absolvierte sie in Frankfurt - sie belegte die Fächer Germanistik, Psychologie und Kunstgeschichte. Bereits Ende der achtziger Jahre begann sie mit dem Schreiben. In ihren eigenen Kurzgeschichten spielten vorzugsweise Vampire, Hexen und Zauberwesen die Hauptrolle. Seither war sie immer schriftstellerisch tätig. Und nachdem sie in der Literaturwerkstatt des Literaturhauses Darmstadt unter der Leitung des Lyrikers, Schriftstellers und mehrfachen Preisträgers Kurt Drawert viel dazugelernt hatte, wurde ihr Wunsch stärker, hauptberuflich zu schreiben. Die Autorin veröffentlichte weitere Kurzgeschichten in Zeitschriften und im Internet. 2006 gewann sie den zweiten Preis beim William-Voltz-Award und bewies damit, dass sie sich auf dem Gebiet der Science Fiction sicher bewegen konnte. Ab 2007 veröffentlichte sie Erotik-Romane unter Pseudonym. Mit einem Roman zur Serie 'Sun-Quest', die im Fabylon-Verlag erscheint, kam sie im selben Jahr erneut mit der Science Fiction in Berührung. Es folgte der Einstieg bei den Serien 'Maddrax' und 'Sternenfaust', für die sie bisher über dreißig Romane verfasst hat. Ihre Vielseitigkeit und ihre Liebe zur Phantastik erreichten in der Fantasy-Serie ELFENZEIT, für die sie einen Roman verfasste, im Jahr 2009 einen spannenden Höhepunkt. Es war ihre erste Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion, die diese Fantasy-Serie mit einem Autorenteam erarbeitet. Ein Jahr später konnte sie ein weiteres Debüt feiern - unter dem Autorennamen Michelle Stern kam ihr erster Beitrag für das sogenannte Perryversum in den Handel. Es war ein Roman für die ATLAN-Taschenbuchreihe, der den Titel 'Geheimplan Quinto-Center' trägt und bei den Lesern sehr gut ankam. Der nächste Schritt war folgerichtig: weiter hinein ins Perryversum. 'Ich lausche mit Begeisterung den klassischen PERRY RHODAN-Büchern', erzählt die Autorin. 'Und natürlich war's schon immer ein Traum von mir, einen Roman zu schreiben, der zur größten Science-Fiction-Serie der Welt gehört.'
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1.


Eröffnung: Der erste Zug

10. August 1514 NGZ

Pri Sipiera sah rot. Blut sickerte zwischen ihren Fingern hindurch, lief über den Handrücken, benetzte Augenbrauen und Wimpern. Ihre Stirn pochte. Sie lag auf dem Boden, etwas bohrte sich ihr unangenehm in den Rücken.

Weit über ihr schimmerte es grün. Ein Dach aus Farbe wölbte sich über der Panzertroplonkuppel von Luna City, unwirklich und vertraut zugleich, seit Kindheitstagen: das Technogeflecht.

Es war ruhig im Mondgefängnis. Obwohl der Stadtteil zum größten Teil leer stand, ängstigte Pri die Stille. Irgendwo sollte zumindest ein Gleiter fliegen oder ein Fahrzeug durch die Straßen rollen.

Was war geschehen?

Pri versuchte sich zu erinnern. Ein Name kam ihr ins Gedächtnis: Angh Pegola.

Seine Entschlossenheit stand wie ein Mahnmal vor ihr. Im Widerstand galt er als Held, während das Vertrauen in Pri mit jedem Tag, der nach Anghs Tod ungenutzt verstrich, ein wenig schwand.

Angh hatte im Mare Nubium eine Reihe von Bomben gelegt, das Synapsenpriorat geschädigt und den Onryonen damit einen empfindlichen Schlag versetzt. Dank seines Opfers hatte der Widerstand Zeit gewonnen, die Pri nutzen wollte.

Bloß wie?

Darüber hatte Pri nachgedacht, als es passiert war.

Aber was war es?

Sie hatte in einem leer stehenden Restaurant gesessen, eine dampfende Tasse Shabri-Tee vor sich, Loolon ihr gegenüber, und dann ...

... dann hatte sie YLA gesehen.

YLA, die nur dann außerhalb der geheimen sublunaren Ebene von NATHANS Privatgemächern auftauchte, wenn Gefahr drohte.

Das positronische Phantom war zersplittert und verschwunden, ehe Pri eine Frage hatte stellen können. Pris Verwirrung wandelte sich in Angst.

Hatten die Besatzer sie ausfindig gemacht? War jemand in ihr Versteck eingedrungen und hatte auf sie geschossen?

Nein.

Vorsichtig betastete Pri die Verletzung, die Finger klebrig vom Blut. Ihre Wunde war ein schmaler Riss, der von einem Sturz stammen konnte.

Pri wollte sich aufsetzen, doch der Schwindel zwang sie zurück in eine liegende Position. Sie sah schräg hinauf und entdeckte eine weiß lackierte Parkbank, die in der Luft schwebte, als wartete sie auf fliegende Flanierer. Schwerelos trieb die Bank vor den Wohntürmen dahin. Ein Antigravaggregat suchte Pri vergeblich.

Der Anblick war surreal wie das Holobild eines Künstlers.

Irgendwo heulten Sirenen auf.

Pri presste die Handfläche gegen die zerrissene Haut auf der Stirn und schloss die Augen. Was geschah in ihrer Stadt?

Kurz zuvor

Die zwölf Lichttürme simulierten einen sonnigen Nachmittag. Die größten Wohntürme der Millionenstadt Luna City vermittelten Bewohnern wie Pflanzen den Eindruck, sich auf einem Planeten mit ungebundener Eigenrotation zu befinden.

Ein warmer Schein glitzerte auf der Oberfläche des Lake Huckleberry.

Toufec saß mit gekreuzten Beinen auf der Decke, die Shanda Sarmotte für sie auf dem Strandabschnitt ausgebreitet hatte. Er berührte die Verschmelzung von Öllämpchen und orientalischer Flasche, die einen Teil Pazuzus bildete. Der Nanogentenschwarm war inaktiv. Ein Einsatz hätte den Securistent auf sie aufmerksam gemacht – das Sicherheitssystem, das überall in Luna City die Einwohner überwachte.

»Mondgefängnis.« Toufec kratzte sich am Kinn, hielt dann jedoch inne, um die gelbe Partikelpaste nicht abzukratzen, die seinen Bart blond färbte. »So fühlt es sich auch ohne Gitterstäbe und sichtbare Überwachungsoptiken an.«

Shanda blickte zur Panzertroplonkuppel hinauf, über der ein grüner Schein lag: die Technokruste, die den ganzen Mond umschloss und von der sie inzwischen wussten, wozu sie diente. Sie sollte helfen, Luna wie mit einem Transmitter zu bewegen. In gewisser Weise stellte das Geflecht den Transmitter dar.

Transpositornetz, so hatte es Fionn Kemeny genannt, der den Begriff seinerseits von einem Tolocesten übernommen hatte. Einem skurrilen Wesen, dessen Schädel wie ein leuchtender Lampion an einem Steckenhals baumelte und das sie im Mare Nubium in den Subetagen bei ihrem letzten Einsatz getroffen hatten. Toufec nannte es in Gedanken Hängekopf. Und das Transpositornetz war wahlweise der grüne Parasit oder das grüne Elend.

»Wegen des Technogeflechts?«, fragte Shanda.

»Auch. Ich mag das Gefühl nicht, in einem Krater zu sitzen, umstellt von Häusern, die hoch wie Berge sind.«

Der Copernicus-Krater stieg terrassenförmig an, bis hin zu den Aufwerfungen, die an den Seitenwänden in einem Ringgebirge aufragten. Obwohl der Krater über neunzig Kilometer breit war, vermittelten die fernen, gut fünftausend Meter höheren Felsspitzen zusammen mit den Gebäuden den Eindruck, in eine Falle geraten zu sein. Selbst wenn es teils architektonische Kunstwerke waren wie das Clark-G.-Flipper-Building, in dem der Lunare Resident saß.

Toufec sah auf den See vor sich und fühlte Erleichterung. Lake Huckleberry war flach und weit wie die Wüste Nefud. Freizeitanlagen und wild wachsende Heidelbeerfelder wechselten einander am Ufer ab. An zwei Stellen loderten Lagerfeuer auf, die vor der Skyline seltsam fehl am Platz wirkten.

Luna war so anders als Toufecs erste Heimat oder die zweite in der Zwerggalaxis Ecloos.

»Woran denkst du?«

Grinsend streichelte Toufec Pazuzu. »Wenn ich ihn nicht hätte, könntest du es ohne Antwort herausfinden.«

Es gefiel ihm, dass der »Dschinn«, der aus winzigen Elementen bestand, ihn vor Shandas telepathischen Fähigkeiten beschützte. Es gab Gedanken, die er lieber für sich behielt.

Wie viele Mikroeinheiten des Nanogentenschwarms sich in den vergangenen Jahren in Toufecs Hirn abgelagert hatten, um solche und andere Aufträge zu bewerkstelligen, das mochte Ruda wissen. Toufec überließ dieses Thema lieber der Göttin für Krieg und Ernte, als sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Pazuzu war für ihn nach wie vor ein Göttergeschenk. Ein atomarer Dschinn. Maschine, Wunscherfüller und Wegbegleiter in einem.

Shanda lächelte. »Sagst du es mir oder nicht?«

»An Ecloos. An Sanhaba.«

»Die Welt, auf der Aures liegt?«

»Ja.«

Aures. Die unbeschreibliche Stadt, in die Delorian Rhodan Toufec gebracht hatte, tauchte oft in Toufecs Erinnerung auf. Der rote, riesige Mond, die beeindruckenden Gebäude, die aus dem Boden wuchsen wie Früchte, und das honigfarbene Wasser, das keines war.

Dieses Wunderwerk an beseelter Technologie hatte eine erhabene Ausstrahlung, gegen die eine Stadt wie Luna City trotz ihrer zwölf Lichttürme verblasste. Nur eines hatte es dort zu wenig gegeben: Menschen.

Toufec betrachtete seine Umgebung. Am Strand und auf dem Wasser wimmelte es von freizeithungrigen Lunarern. Er schaute zu einer Mutter mit Kind, keine fünf Meter entfernt, die auf einer Liege saßen. Die Frau hatte dunkles Haar und dunkle Augen, ganz wie in der Wüste. Doch ihre Haut war hell wie Porzellan, und das Kind hatte eine flachsblonde Mähne, so ungezähmt wie Toufecs Bart.

Während die Kleine ein rundes Gesicht mit vollen Wangen hatte, wirkte die Mutter schlank und zerbrechlich wie ein Kristallkelch.

Das Mädchen trug ein geblümtes Kleid. Es spielte mit einer Puppe, die es vor sich gesetzt hatte und die ihm bis zur Brust reichte. Ein Gucky aus Stoff mit runden Tellerohren in silberfarbenem Raumanzug. Das Spielzeug sah ausgebleicht aus, wie etwas, das man aus irgendeinem Keller gezogen und vor dem Vergessen bewahrt hatte.

Shanda zog ein Körbchen mit Blaubeeren zu sich. »Was vermisst du aus deinem alten Leben am meisten?«

Toufec dachte an Asin, seinen Bruder. »Die Frauen.«

»Was?« Shanda lachte. Es war ein schönes Lachen. »Frauen gibt's selbst in Luna City mehr, als zu deiner Zeit in einer beliebigen Stadt gelebt haben!«

»Das schon. Aber ... sie sind anders. Und ich bin anders. Du bist ein gutes Beispiel.«

»Inwiefern?«

»Früher war ich groß. Heute bist du größer als ich. Generationen deiner Vorfahren haben sich satt gegessen und sind mir über den Kopf gewachsen.«

»Findest du das nicht oberflächlich?«

»Nein. Ich war der Größte in unserer Bande, der Anführer. Körperlich überlegen. Damals war das wichtig.«

»Es gibt genug Frauen, die kleiner sind als du.«

Klang es enttäuscht? Toufec war unsicher. Was Shanda wollte, blieb ihm nach wie vor ein Rätsel. Sicher, sie war an ihm interessiert, immerhin sah er gut aus, Bart und Körpergröße hin oder her. Aber was genau erhoffte sie sich?

»Sie sind unweiblich. Allein die Art, wie sie gehen. Immer nach vorn, zielstrebig drauflos wie Kameltreiber. Keine von ihnen bewegt sich mehr in die Breite, zeigt ihre Sinnlichkeit. Mit der sechsten Dimension haben sie kein Problem, aber die dritte kam ihnen abhanden.«

»Interessante Hypothese.« Shanda griff nach einer Beere und steckte sie sich in den Mund.

Toufec seufzte. »Siehst du? Genau das meine ich. Deine Art zu essen ist eine Beleidigung der Blütenknospen deiner Lippen. Sie sind voll wie das Versprechen eines Kusses, Symbol der Lust am Leben, und was tust du damit?«

»Auf- und zumachen. Zusammen mit dem Unterkiefer.«

»Du fühlst sie nicht. Wie deinen Körper. In Tiamat haben wir getanzt. Und die Frauen haben getanzt. Nicht in diesen engen, phantasielosen Gewändern, sondern in Schleiern. Und wenn ich Glück hatte – und ich hatte oft Glück –, hat eine sich nur für mich im Sternenlicht bewegt, mit nichts als einem Schleier, dünn wie Morgendunst.«

Shanda sprang auf. »Zeig es mir.«

»Was?«

»Das Tanzen. Wie...



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