Stephens | In den Armen des Argentiniers | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Julia

Stephens In den Armen des Argentiniers


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6683-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-6683-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dem argentinischen Polochampion Nero Caracas liegen die Frauen zu Füßen. Doch er begehrt nur eine: die hinreißende, aber kühle Engländerin Amanda Wheeler. In Windsor ist sie ihm begegnet - in seiner wildromantischen Heimat Argentinien will er sie verführen...



Das erste Buch der britischen Schriftstellerin Susan Stephens erschien im Jahr 2002. Insgesamt wurden bisher 30 Bücher veröffentlicht, viele gehören zu einer Serie wie beispielsweise 'Latin Lovers' oder 'Foreign Affairs'. Als Kind las Susan Stephens gern die Märchen der Gebrüder Grimm. Ihr Studium beendete die Autorin mit einem MA in Musik, sie wurde professionelle Sängerin und schrieb Sachbücher. Mit dem Schreiben von Liebesromanen begann sie erst, als sie eines Tages die Autorin Penny Jordan kennenlernte, die sie als Freundin und Mentorin zum Schreiben ihres ersten Liebesromans ermutigte. Auf einer Auktion einer Benefiz-Veranstaltung konnte ein Tag mit einem Autor ersteigert werden. Susans Ehemann gab das höchste Gebot ab und so verbrachte Susan einen Tag mit der bekannten Romance-Autorin Penny Jordan, die beiden wurden gute Freundinnen. Für Susan Stephens steht die Familie an erster Stelle, danach kommen das Schreiben, die Freunde sowie die Haustiere. Gern besucht sie Theatervorstellungen sowie Konzerte, sie reist viel. Zu ihren Hobbys in der Freizeit zählen Lesen, Kochen und Stricken. Susan Stephens liebt Wanderungen durch die Landschaft in Yorkshire, wenn es regnet, spielt sie Klavier. Ihre liebsten Sportarten sind Reiten und Ski laufen. Ihren Ehemann lernte Susan Stephens auf Malta kennen, sie trafen sich an einem Montag und am folgenden Freitag verlobten sie sich, knapp drei Monate später waren sie verheiratet. Bis heute sind sie glücklich verheiratet und haben drei Kinder. Trotzdem hofft Susan, dass ihre Kinder bei der Wahl ihrer Lebenspartner etwas besonnener vorgehen.

Stephens In den Armen des Argentiniers jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

„Haben Sie etwas dagegen, wenn ich Ihnen Gesellschaft leiste?“

Ein Schauer lief Amanda über den Rücken, als der Mann die Stalltür öffnete und eintrat. Selbst im Schlaf hätte sie den rauen spanischen Akzent erkannt.

Außerdem gab es nur einen, der so einfach in den Guards Polo Club in Windsor hereinspazieren konnte: Nero Caracas, in Polokreisen auch als der Killer bekannt. In der Poloweltrangliste stand der Argentinier an erster Stelle, und er genoss weltweit Sonderrechte, von denen andere Spieler nur träumen konnten.

Noch dazu sah er einfach umwerfend aus. Die eng sitzende Reithose strahlte in makellosem Weiß, zugleich gaben seine zerzausten schwarzen Locken und ein dunkler Bartschatten seiner Erscheinung etwas Abenteuerliches.

Seitdem Amanda miterlebt hatte, wie Nero Caracas das Spielfeld beherrschte, begehrte sie diesen atemberaubenden Mann. Doch sie hätte nie damit gerechnet, ihm einmal so nah zu kommen.

„So, das ist also Misty“, sagte er jetzt. Seine starke Hand fuhr über die Schulter des Ponys. „Sie ist nicht besonders groß.“

„Äußerlichkeiten können täuschen“, verteidigte Amanda ihr Lieblingspony, während sie sich bemühte, mit ihren zitternden Händen weiter die schmalen Hufe zu fetten.

„Bald beginnt das Spiel.“

Wieso sagt er mir das? dachte Amanda und polierte weiter. Als Mitglied des britischen Trainerteams wusste sie ganz genau, wann das Spiel begann. Nero war Spielführer der gegnerischen Mannschaft. Nicht sie, sondern er sollte in diesem Moment ganz woanders sein.

Falls er gedacht hatte, er könnte einfach hier hereinplatzen und sie von der Arbeit abhalten, hatte er sich jedenfalls gründlich geirrt! Sie würde dem Killer die kalte Schulter zeigen.

„Ich möchte mit Ihnen über Misty sprechen.“ Nero betrachtete das Pony mit einem weiteren anerkennenden Blick.

„Jetzt ist ein schlechter Zeitpunkt“, erwiderte Amanda kühl.

„Wie Sie meinen.“ Nero zuckte mit den Schultern und nickte zum Abschied. Doch bevor er sich zur Tür wandte, fing Amanda seinen herausfordernden Blick auf.

Ärgerlich biss sie sich auf die Lippen. In ihrer finanziellen Situation war es ausgesprochen unvernünftig, es sich mit einem Mann wie Nero Caracas zu verscherzen. Durch die Rezession hatte sie einen Großteil ihrer Ersparnisse verloren, und in der Polowelt kannte jeder jeden. Ein einziger Fehler konnte ausreichen, um eine Karriere zu beenden. Aber sie würde keinen Fehler begehen!

Sie richtete sich zu ihrer vollen Größe auf. „Also gut, was wollen Sie?“

Mit einer Kopfbewegung deutete Nero auf Misty. „Ich denke, dass es besser für Ihr Pony wäre, wenn ein Mann sie reiten würde, der sie wirklich zu schätzen weiß.“

„Ich kann Ihnen versichern, dass der Kapitän des britischen Teams Misty sehr genau zu schätzen weiß.“

„Aber glauben Sie, dass auch Misty seine Art genießt, sie zu reiten?“

Musste dieser Mann jedes Wort wie eine Einladung ins Bett klingen lassen? Amanda schaute unruhig auf ihre Uhr.

„Mache ich Sie nervös?“

Sie lachte. „Sicher nicht! Ich bin nur besorgt, weil Ihre Zeit knapp wird.“

„Mein Timing ist perfekt wie immer“, versicherte Nero.

Amandas Mund wurde trocken, als er geschickt Mistys Hals liebkoste. Unwillkürlich straffte sie ihre Schultern und stellte sich zwischen ihn und den kleinen Apfelschimmel. Mit verschränkten Armen sah sie zu ihm auf.

Doch Nero ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ich hätte Sie bei diesem Wettkampf lieber auf meiner Seite, Amanda.“

Sie warf ihm einen ironischen Blick zu. „Vielen Dank, aber ich fühle mich sehr wohl dort, wo ich bin.“

„Vielleicht kann ich Ihre Meinung ja noch ändern …“

„Viel Spaß bei dem Versuch!“

„Falls das eine Kampfansage sein sollte, muss ich Sie warnen, Amanda – ich gewinne immer.“

Wieso bleibt Misty nur so ruhig? dachte sie ärgerlich. Normalerweise war das Pony in der Gegenwart eines Fremden sehr nervös. Doch seit Nero den Stall betreten hatte, wirkte es ausgesprochen entspannt und zufrieden.

Sie hob trotzig ihr Kinn. „Sonst noch was?“

Als er sie mit seinen dunklen Augen anschaute, begann ihr Herz schneller zu schlagen. Nero Caracas war schon fast übertrieben attraktiv.

Plötzlich wurde Amanda von einer wilden Begierde überrascht. Hastig wandte sie den Blick ab. Ihre Beine zitterten, und ihr Herz raste. Es kostete sie all ihre Kraft, sich nichts von ihren aufgewühlten Gefühlen anmerken zu lassen.

„Keine Sorge, ich gehe schon.“ Nero hob in einer Geste spöttischer Kapitulation die Hände. „Aber ich komme zurück, Misty“, raunte er dem ungewöhnlich zutraulichen Pony ins Ohr.

Amanda funkelte ihn wütend an. Sie hatte Gerüchte aufgeschnappt, dass der berühmte Argentinier vorhatte, ihr Pony zu kaufen.

Aber wieso gerade Misty? dachte sie entrüstet, das einzige Polopony, das sie von ganzem Herzen liebte.

An der Tür wandte Nero sich noch einmal um. „Sie haben gute Arbeit mit Misty geleistet, Amanda. Sie ist in einem ausgezeichneten Zustand.“

„Weil sie bei mir glücklich ist.“

Nero nickte nur selbstgefällig.

Ich werde Misty verlieren! ahnte sie plötzlich. Zurzeit gab es kein besseres Polopferd, und es war nur logisch, dass Nero Caracas es für sich ausgewählt hatte.

Aber was konnte sie schon gegen einen so mächtigen Mann ausrichten? Nur ein absoluter Dummkopf würde sich dem Argentinier in den Weg stellen und erwarten, danach noch eine Zukunft als Trainer zu haben.

Zu ihrem Entsetzen ertappte sie sich plötzlich bei dem Wunsch, mit ihren Fingern durch Neros dichte Locken zu streichen. Was, in aller Welt, war nur mit ihr los? Wirkten seine geheimnisvollen Fähigkeiten etwa auch bei ihr?

Trotzig hob sie ihr Kinn. „Möge die bessere Mannschaft gewinnen.“

„Das werden wir“, informierte sie der unbestrittene König des Spiels selbstbewusst.

„Aber ob Gewinn oder Niederlage – Misty ist nicht zu verkaufen!“, erklärte sie ihm entschlossen.

„Aber wenn Ihr Pony heute beim Spiel hält, was es verspricht – und ich bin sicher, dass es das tun wird –, werde ich Ihnen ein Angebot unterbreiten, Amanda. Nennen Sie Ihren Preis.“

„Misty hat keinen Preis, Señor Caracas“, beharrte Amanda. „Und außerdem brauche ich Ihr Geld nicht.“

Nero neigte seinen Kopf und schwieg für einen Moment. Jeder in der Polowelt wusste, dass dies nicht stimmte.

„Vielleicht brauchen Sie mein Geld nicht, chica“, sagte er spöttisch. „Aber irgendetwas brauchen auch Sie.“

Panik stieg in Amanda auf. Ein Wort von ihm würde reichen, um ihre Karriere zu zerstören.

„Entspannen Sie sich“, murmelte er. Seine raue Stimme klang sanft. „Sie arbeiten zu hart und sorgen sich zu sehr, Amanda.“ Dann zuckte er wegwerfend mit seinen breiten Schultern. „Polo ist nur ein Spiel.“

Nur ein Spiel? wiederholte sie im Stillen. Sie glaubte ihm kein Wort!

„Ich freue mich darauf, Misty in Bewegung zu erleben.“ Nero lächelte sie an, und ihr Herz setzte für einen Schlag aus. Sie hatte das Gefühl, als würden seine dunklen Augen auf den Grund ihrer Seele blicken. Bevor sie etwas erwidern konnte, wandte er sich um und verließ den Stall.

Amanda stieß zitternd die Luft aus und ließ sich gegen die kalte Steinwand sinken. Konnte sie gegen Nero gewinnen? Auf jeden Fall würde sie sich von ihm nicht einschüchtern lassen!

„Geht es Ihnen nicht gut?“

Amanda zuckte zusammen. Sie hatte nicht bemerkt, dass eine der Pferdepflegerinnen hereingekommen war und sie besorgt musterte.

„Ich … doch, doch. Alles bestens.“ Sie zwang sich zu einem Lächeln.

Gleichzeitig dachte Amanda an ihren geliebten Reiterhof. Die Kinder aus dem Dorf konnten dort von klein auf den Umgang mit Tieren lernen. Doch durch einen Streit mit Nero konnte sie all das verlieren.

„Soll ich Misty zu den pony lines bringen? Die anderen Pferde sind bereits dort.“ Das Mädchen warf einen unsicheren Blick zur Stalltür.

Sie muss gesehen haben, wie Nero den Stall verlassen hat, vermutete Amanda.

„Ja, nimm sie mit“, sagte sie freundlich. „Aber lass sie keinen Moment aus den Augen!“

„Das werde ich nicht“, versicherte das junge Mädchen und nahm die Zügel. „Komm mit, Misty.“

„Das heißt … warte! Ich begleite euch.“ Amanda hatte zwar vorgehabt, sich zuerst um die anderen Ponys zu kümmern, aber das konnte sie auch bei den pony lines in der Nähe des Spielfeldes tun. Dort wurden die Pferde für ihren Einsatz bereitgehalten.

Neros unerwartetes Auftauchen im Stall hatte sie zu sehr beunruhigt, um einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Ein Mann wie er tat nichts ohne Grund.

Ich werde sein Feuer mit Eis bekämpfen! nahm sie sich vor, während sie die Stalltür hinter sich verschloss. Sie hatte miterlebt, wie ihr Vater seine Karriere und seinen Besitz verspielt hatte. Dabei hatte Amanda gelernt, wie wichtig es war, niemals die Kontrolle über die eigenen Gefühle zu verlieren.

Doch es ging nicht nur um Nero und ihren eigenen Stolz. Misty war mehr als nur ein Polopony für Amanda. Das kleine Pferd war ein Symbol für ihr Bestreben, den Namen ihrer Familie wiederherzustellen. Außerdem hatte Amandas Vater ihr vor seinem Tod ans Herz gelegt, sich stets...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.