Steinberg | "Karl Herschowitz kehrt heim" | Buch | 978-3-86331-294-7 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 1, 420 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 228 mm, Gewicht: 696 g

Reihe: Alternative | Demokratien. Studien zur Geschichte der Sozialdemokratie und des Sozialismus

Steinberg

"Karl Herschowitz kehrt heim"

Der Schriftsteller-Journalist Edgar Hahnewald zwischen sächsischer Identität und der Heimat im Exil. Mit einer kritischen Edition
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-86331-294-7
Verlag: Metropol Verlag

Der Schriftsteller-Journalist Edgar Hahnewald zwischen sächsischer Identität und der Heimat im Exil. Mit einer kritischen Edition

Buch, Deutsch, Band 1, 420 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 228 mm, Gewicht: 696 g

Reihe: Alternative | Demokratien. Studien zur Geschichte der Sozialdemokratie und des Sozialismus

ISBN: 978-3-86331-294-7
Verlag: Metropol Verlag


Dieses Buch zeichnet den Lebensweg des Schriftsteller-Journalisten Edgar Hahnewald nach, wobei dieser in das sozialdemokratische Milieu und in seine journalistischen wie kulturellen Netzwerke kontextualisiert wird – in Sachsen und in der Tschechoslowakei ebenso, wie in Schweden und hier nach 1945 hinsichtlich der ausgebliebenen Remigration. Gleichzeitig präsentiert der Band eine kritische Edition des Romans „Karl Herschowitz kehrt heim. Eine Geschichte aus unserer Zeit“, den Edgar Hahnewald mutmaßlich im Frühjahr 1936 in Prag veröffentlichte. Diese Erzählung, die Aufstieg und Machtübernahme der Nationalsozialisten in Sachsen und Dresden schildert, war aber nicht lediglich ein literarisches Produkt der Emigration. Vielmehr schildert Edgar Hahnewald in dieser Erzählung auch eine starke Identifikation mit seiner Heimat Sachsen, die 1933 einen jähen Bruch erlebte. Und er schildert die Orientierung auf die neue Heimat Tschechoslowakei im Jahr 1936, die solidarische Aufnahme und Integration der deutschen politischen Flüchtlinge führten bei ihm zur ‚Heimkehr ins Exil‘. 1938 sollte ihm und seiner mit ihm geflohenen Frau diese neue Heimat allerdings erneut verlorengehen.
Die Forschung zur deutschen Emigration nach 1933 setzte sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit diesen Phänomenen der ‚Grenzüberschreitung‘ und Neu-Verortung auseinander, Begriffe wie Heimat, Akkulturation oder Identifikation spielten hier eine zentrale Rolle. Gleichzeitig rückten systematisierende Begriffe wie Netzwerke in den Fokus des Interesses, die Zusammenhänge vor der Zwangsmigration und ebensolche der Remigration aufzeigen können. Der vorliegende Band argumentiert mit diesen Modellen der jüngeren Exil- und Emigrationsforschung, richtet den Blick mit Edgar Hahnewald aber bewusst auf einen schriftstellerisch wie journalistisch weniger ‚prominenten‘ politischen Flüchtling und die gruppenbiografisch beschriebenen journalistisch-politischen Netzwerke, in denen er agierte. Und er zeigt die weiterhin lohnende Auseinandersetzung mit den kulturellen und auch sprachlichen ‚Inseln‘ der deutschen Emigration auf, von denen die Tschechoslowakei mit ihrer liberalen Flüchtlingspolitik ab 1933 eine war.

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