E-Book, Deutsch, 286 Seiten
Spohn Hausbau in Etappen
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8309-8244-9
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Bauphasen ländlicher Häuser in Nordwestdeutschland
E-Book, Deutsch, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8309-8244-9
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Wissenschaftshistorisch galt das ländliche Bauen lange Zeit als Beispiel für Konstanz. Dies meist völlig zu Unrecht, erweist sich doch bei näherem Hinsehen, dass Häuser nur in seltenen Ausnahmefällen unverändert die Jahrhunderte überdauert haben. Umbauten und Veränderungen, Umgestaltungen und Ergänzungen, Renovierungen und Reparaturen bestimmen zu allen Zeiten den Umgang mit dem Haus und seinen Räumen. Der vorliegende Band fragt nach, wie sich verschiedene Bauphasen im heutigen Hausbestand nachweisen lassen, welche Hinweise sie auf den Anlass ihrer Entstehung geben und in welchem Verhältnis bei Um- und Anbauten zeittypische Moden auf der einen und bauherrenspezifische Motive auf der anderen Seite stehen.
Der Tagungsband dokumentiert die Referate des 25. Treffens des Arbeitskreises für ländliche Hausforschung in Nordwestdeutschland. In 17 Beiträgen aus Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden mit Fotografien und Aufmaßzeichnungen, Katasterplänen und Tabellen der Hausbau in Etappen veranschaulicht und damit die wissenschaftlichen Konstrukte der „Haustypen“ und ihrer Entwicklungsreihen auf den Prüfstand gestellt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Buchtitel;1
1.1;Inhalt;5
1.2;Vorwort;7
2;Nicht aus einem Guss. Einführende Bemerkungen zu Bauetappen und zur Mehrphasigkeit ländlicher Häuser in Nordwestdeutschland;9
2.1;1. Erkennbarkeit des Bauens in Etappen;9
2.2;2. Erkenntnismöglichkeiten;15
2.2.1;2.1. Bauetappen der Einzelobjekte;16
2.2.2;2.2. Entwicklungsetappen von Haus und Hof nordwestdeutscher Regionen;18
2.2.2.1;Bauetappen im Wirtschaftsteil;18
2.2.2.2;Bauetappen am Wohnteil;21
2.2.2.3;Trennung von Wohn- und Wirtschaftsteil;23
2.2.2.4;Veränderungen der wirtschaftlichen Grundlagen;24
2.3;3. Anlässe für Bau- und Umbaumaßnahmen;25
2.3.1;3.1. Freiwillige Bauvorgänge;27
2.3.1.1;Mode;28
2.3.1.2;Familienzyklus;29
2.3.1.3;Geplante Bauetappen;31
2.3.2;3.2. Erzwungene Bauvorgänge;31
2.3.2.1;Brand;32
2.3.2.2;Unwetter;33
2.3.2.3;Nässe;34
2.4;4. Getrennte Baupflicht für verschiedene Hausteile;34
2.5;5. Zusammenfassender Ausblick;38
3;„Zweiphasige“ Flett-Dielen-Gerüste in Hallenhäusern und die Zweitverwendung ganzer Gerüstkomplexe;49
3.1;1. Zweitverwendung von Hölzern ohne Anhalt für „Zweiphasigkeit“;49
3.2;2. Bockelskamp (Gemeinde Wienhausen, Landkreis Celle; Nds) Nr.8 und junge Beispiele;53
3.3;3. Meyers Hus in Jesteburg (Landkreis Harburg; Nds);56
3.4;4. Schierhorn-Weihe (Gemeinde Hanstedt, Landkreis Harburg; Nds) Nr.1;60
3.5;5. Diskussion und weitere Beispiele;64
4;Pfostenbauten in der früheren Grafschaft Hoya? Oder: Was lässt sich aus zweitverwendeten Balken des 15. und 16. Jahrhunderts ablesen?;67
5;Ein Zwei-Drei-Vierständerbau von 1593–1706–1850 in Soest-Ostönnen (Kreis Soest; Westfalen);75
6;Ein Leibzuchthaus im Vogler – drei Etappen;79
6.1;1. Das Dorf und die Bauetappen des Hofes Nr.4;81
6.2;2. Das Leibzuchthaus;85
6.3;3. Die Baunaht zwischen den beiden Gebäudeteilen des Leibzuchthauses;87
6.4;4. Zusammenschau;89
7;Von 1362 bis 2013. Über wesentliche Etappen der Baugeschichte eines 650-jährigen Münsterländer Gräftenhofes;91
7.1;1. Die Archivalien;93
7.2;2. Die archäologischen Befunde;93
7.3;3. Das Kerngerüst von 1517(d);94
7.4;4. Die Bauetappen des Haupthauses;96
7.4.1;4.1. Der Wohnteil;96
7.4.2;4.2. Der Wirtschaftsteil;98
7.5;5. Die Bauetappen der Hofanlage;98
7.6;6. Die Zukunft;101
8;Eines der ältesten erhaltenen Hausgerüste des Münsterlandes mit vielen Fragen. Das Haupthaus des Hofes Tellegey in der Bauernschaft Rosendahl (Stadt Ahlen; Kreis Warendorf);103
8.1;1. Lage;106
8.2;2. Zur Geschichte und Bedeutung der Hofstelle Tellegey;106
8.3;3. Nachrichten zu Besitzgeschichte und Abgaben, Hofgröße und Ausstattung;108
8.3.1;3.1. Östliches Tellege (Hof Tellegey);108
8.3.1.1;a) Das zu Meierrecht ausgegebene Bauerngut Tellegey;108
8.3.1.2;b) Der Hof Menke (Alte Beckumer Straße 88);109
8.3.2;3.2. Westliches Tellege;110
8.3.2.1;a) Hof zu freiem Eigentum (heute nicht mehr vorhanden);110
8.3.2.2;b) Hof Schulte Hosel (heutige Adresse: Ahlen, Im Schliek 16).;110
8.4;4. Baugeschichte des Haupthauses;111
8.4.1;4.1. Kernbau der Jahre um 1522(d);111
8.4.2;4.2. Indizien für ein anschließendes (älteres) Wohn- oder Speicher-Gebäude;113
8.4.3;4.3. Umbau 1544(i);114
8.4.4;4.4. Modernisierung um 1680;115
8.4.5;4.5. Umbau zur Schaffung eines Kammerfaches um 1700;116
8.4.6;4.6. Nachrichten zum Zustand des Hauses im 18. Jahrhundert;117
8.4.7;4.7. Modernisierung um 1835 (?);118
8.4.8;4.8. Umbau 1864 (i);118
8.4.9;4.9. Erweiterungsbauten;119
8.5;5. Überlegungen zum Baugefüge;120
8.6;6. Ergebnisse und Einordnung;121
9;Vom Halbspännerhof zur Erbmeyerstätte und zurück. Zur wechselvollen Baugeschichte des sogenannten Beckmannshofes in Halle (Kreis Gütersloh, Westfalen);129
9.1;1. Die Entstehungsgeschichte des Haupthauses;129
9.2;2. Bauetappen des 17. Jahrhunderts;131
9.3;3. Bauetappen des 18. Jahrhunderts;134
9.4;4. Die spätere Geschichte;136
10;Farbabbildungen;137
11;Das Emsländische Bauernhaus – ein Um-, An- und Ausbauhaus;145
11.1;Neubau, Anbau, Umbau, Ausbau;145
11.2;1. Forschungsstand;147
11.3;2. Älteste Bestandsschichten;148
11.4;3. Kammerfach und Wohnräume;150
11.5;4. Änderungen des Küchenbereichs;151
11.6;5. Verlängerung und Ausbau der Stallbereiche;153
11.7;6. Neue Baustoffe und neue Bauweisen;156
11.8;7. Das Ende des Hallenhauses;156
11.9;8. Ausbaustufen statt Haustypen;157
12;Anbauten für die Hausindustrie. Webekammern an Kotten des Münsterlandes und des südlichen Emslandes;161
12.1;1. Leinengewerbliche Kotten im Bereich Seppenrade;163
12.2;2. Ein Kleinbauernhaus mit Webekammer in der Grafschaft Bentheim;169
12.3;3. Schluss;170
13;Einführung und Rückbau der schornsteinlosen Küchenstube im Wendland;173
13.1;1. Häuser ohne Kammerfach;174
13.2;2. Die Feuerstelle im angefügten Wohnteil;175
13.3;3. Die Ausbildung der Küchenstube;176
13.4;4. Die Ablösung der Küchenstube durch die hohe Küche und die rauchfreie Stube;178
13.5;5. Das Verschwinden der Küchenstuben und hohen Küchen;179
13.6;6. Sekundäres Herdfeuer im Flett;180
13.7;7. Abweichende Entwicklungen in der Dannenberger Elbmarsch;182
13.8;8. Zusammenfassung;182
14;Bauphasen des niederdeutschen Hallenhauses in der Krempermarsch;185
14.1;1. Traditionelle Elemente des Fachhallenhauses;186
14.2;2. Vergrößerung des Hauses und seiner Funktionsbereiche;188
14.3;3. Optimierung der Konstruktion und Funktion des Hauses;190
14.4;4. Erhöhung der repräsentativen Wirkung;191
14.5;5. Ausblick auf Gegenwart und Zukunft des Fachhallenhauses;193
15;Substanzerhalt oder radikaler Wandel? Umbauten von Fachhallenhäusern des 17. Jahrhunderts in den holsteinischen Elbmarschen zwischen 1800 und 1850;195
15.1;1. Sommerland (Kreis Steinburg; S-H), Nr.64, Haupthaus aus den Jahren nach 1632(d);199
15.2;2. Horst (Kreis Steinburg; S-H), Schulstraße 27, Kate aus den Jahren nach 1637(d);200
15.3;3. Horst (Kreis Steinburg; S-H), Heisterender Chaussee 11, Fachhallenhaus aus den Jahren nach 1636(d);202
15.4;4. Neuendorf (Kreis Steinburg; S-H), Moorhusen 11, Haupthaus von 1646(d);206
15.5;5. Fazit: Substanzerhalt oder radikaler Wandel?;208
16;Umnutzungen und Umbauten. Leibzucht- und Heuerhäuser im südlichen Emsland;211
16.1;1. Leibzuchthäuser;212
16.2;2. Doppelheuerhäuser mit Querteilung;218
16.3;3. Doppelheuerhäuser mit Längsaufschluss;226
16.4;4. Eine Fallstudie: Das Heuerhaus des Hofes Geers;226
17;Das niederrheinische T-Haus als Beispiel für das Bauen in Etappen;237
17.1;1. Zippelius’ Forschungen zum T-Haus;237
17.2;2. Fragen zur Datierung des T-Hauses;239
17.3;3. Fragen zur Herkunft des T-Hauses;240
17.4;4. Schrittweise Entwicklungen zum T-Haus;242
18;Neubauen, umbauen, weiterbauen. Das Unvollendete im ländlichen Hausbau der Grafschaft Ravensberg um 1800;247
18.1;1. Neubau in zwei Bauabschnitten;248
18.2;2. Weiterbauen und Umbauen;253
18.3;3. Schluss;257
19;Verlängerung eingeplant. Gebäudeerweiterungen bei Bauten der Moor- und Heidekolonisation in Nordwestniedersachsen;259
19.1;1. Die Bauaufgabe: Staatlich organisierte Moor- und Heidekolonisation;260
19.2;2. Das Besondere: Verlängerung eingeplant;264
19.3;3. Die bauliche Umsetzung;269
19.4;4. Der statistische Niederschlag;271
19.5;5. Zusammenfassung;275
20;Autorenverzeichnis;282




