Spitzmüller | Graphische Variation als soziale Praxis | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 532 Seiten

Reihe: ISSN

Spitzmüller Graphische Variation als soziale Praxis

Eine soziolinguistische Theorie skripturaler ›Sichtbarkeit‹

E-Book, Deutsch, 532 Seiten

Reihe: ISSN

ISBN: 978-3-11-033424-1
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Schrift ist eine hochgradig variable und im zunehmend mediatisiert-schriftlichen Kommunikationsalltag sozial immer bedeutsamer werdende Ressource – dies wird der Soziolinguistik erst allmählich bewusst. Variation findet man dabei nicht nur im Bereich der Schreibung, sondern auch zwischen verschiedenen Schriftsystemen und im Bereich der visuellen Gestaltung (Graphetik, Typographie). Dieses Buch nimmt verschiedene Formen und soziale Funktionen solcher „graphischer Variation“ in den Blick, entwickelt eine interpretativ-soziolinguistische Theorie zur Beschreibung und Erklärung skriptural-graphischer Variationspraktiken und leistet somit einen grundlegenden Beitrag zur sich derzeit formierenden „Soziolinguistik der Schriftlichkeit“.
Dabei diskutiert das Buch kommunikationstheoretische Konsequenzen einer sprachwissenschaftlichen Hinwendung zur Visualität und Materialität, es präsentiert methodische und konzeptuelle Vorschläge zur soziolinguistischen Analyse graphischer Variation und es exemplifiziert das Phänomen u.a. anhand graphisch-visueller Identitätsarbeit, Ideologiekommunikation und Genrekonstitution.
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Zielgruppe


Sprachwissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler, Publizisten, Institute, Bibliotheken


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Vorwort;7
2;Übersehene Sichtbarkeit(en): Einleitung und Überblick;13
3;I Exploration des Forschungsfelds;19
3.1;1 Graphische Variation: Eingrenzungen des Gegenstandsbereichs;21
3.1.1;1.1 Typographie;21
3.1.2;1.2 Graphie und Skripturalität;27
3.1.3;1.3 Medium, Medialität und Materialität;32
3.2;2 ›(Un-)Sichtbarkeit‹ als diskursives Phänomen;41
3.2.1;2.1 ›Lesbarkeit‹ versus ›Sichtbarkeit‹;42
3.2.2;2.2 Die ›Transparenz‹ des Mediums;65
3.2.3;2.3 Schlussfolgerungen;68
3.3;3 Zugänge zu Graphie und Skripturalität;71
3.3.1;3.1 Jenseits der Sprachwissenschaft;72
3.3.1.1;3.1.1 Gestaltungstheorie;72
3.3.1.2;3.1.2 Psychologie;81
3.3.1.3;3.1.3 Literatur- und Editionswissenschaften;87
3.3.2;3.2 Linguistik und Semiotik;93
3.3.2.1;3.2.1 Linguistik und Schrift(lichkeit);94
3.3.2.2;3.2.2 Schriftlinguistik;118
3.3.2.3;3.2.3 Textrezeptions- und Textverständlichkeitsforschung;139
3.3.2.4;3.2.4 Werbe(sprach)forschung;146
3.3.2.5;3.2.5 Textlinguistik und Stilistik;149
3.3.2.6;3.2.6 Semiotik und Sozialsemiotik;162
3.3.2.7;3.2.7 Soziolinguistik;175
3.3.3;3.3 Fazit und Fokussierung;178
4;II Theoretische Modellierung;181
4.1;4 Soziolinguistische Verortung;183
4.1.1;4.1 Vom sozialen Index zur sozialen Praxis;184
4.1.2;4.2 Grundannahmen der interpretativen Soziolinguistik;188
4.1.3;4.3 Von der sprachlichen zur graphischen Variation;192
4.2;5 Graphisches Wissen;195
4.2.1;5.1 Rudi Kellers »Theorie semiotischen Wissens«;197
4.2.2;5.2 Rezipienten als Kommunikationsakteure und die Performativität von Sinn;203
4.2.3;5.3 Semiotisches Wissen als Kontext- und Praxiswissen;206
4.2.4;5.4 Sinnperformativität, Kontext- und Praxiswissen: Beispiel und Resümee;211
4.2.5;5.5 Vom »semiotischen« zum ›graphischen‹ Wissen;215
4.3;6 Formen und Funktionen graphischer Variation;221
4.3.1;6.1 (Graphische) Variation;222
4.3.2;6.2 Formen;224
4.3.3;6.3 Funktionen;232
4.3.3.1;6.3.1 Polyfunktionalität und Multimodalität, Grunddimensionen und generelle Funktionen;233
4.3.3.2;6.3.2 Soziale Funktionen;241
5;III Anwendungsfelder;247
5.1;7 Genres;249
5.1.1;7.1 Von ›typographischen Dispositiven‹ zu ›Genreindikatoren‹;250
5.1.1.1;7.1.1 Typographische Dispositive;250
5.1.1.2;7.1.2 Textsorten und Genres;253
5.1.1.3;7.1.3 Genreindikatoren;259
5.1.2;7.2 Beispielanalysen: Genrekonstitution in der Fußball(fan)kultur;262
5.1.2.1;7.2.1 Genreinhärente Textsorten und generische Texte;263
5.1.2.2;7.2.2 Ebenen graphischer Genrekonstitution;268
5.1.2.3;7.2.3 Genres als Kontext und Stabilisator skripturaler Kommunikation;290
5.1.3;7.3 Zusammenfassung;291
5.2;8 Ideologien;293
5.2.1;8.1 Sprach- und Kommunikationsideologien;294
5.2.2;8.2 Graphie-Ideologien: Definition und theoretische Einbindung;298
5.2.3;8.3 Beispielanalysen: Konstruktionen graphischen ›Deutschtums‹;301
5.2.3.1;8.3.1 »Der deutscheste aller Buchstaben«;304
5.2.3.2;8.3.2 ›Deutsche Schriften‹;309
5.2.3.3;8.3.3 Gebrochene Schriften und/als Ideologie;317
5.2.3.4;8.3.4 Ein popkulturelles Revival?;326
5.2.3.5;8.3.5 Graphie-ideologische Verhandlungen auf Wikipedia;336
5.2.4;8.4 Zusammenfassung;346
5.3;9 Identitäten;349
5.3.1;9.1 Identität und kommunikative Praxis;350
5.3.2;9.2 Identität als soziale Positionierung;358
5.3.2.1;9.2.1 Was heißt ›soziale Positionierung‹?;358
5.3.2.2;9.2.2 Soziale Positionierung als Vergemeinschaftung;360
5.3.2.3;9.2.3 Positionierungspraktiken: Stilbildung und Stilisierung;364
5.3.3;9.3 Beispielanalysen: Identitätskonstitutive (Zu-)Schreibungen;372
5.3.3.1;9.3.1 »Schwarz ist, was Ihr draus macht!« – Popkultur und Szenekommunikation;372
5.3.3.2;9.3.2 »Your very own font!« – emulierte Handschrift als Authentizitätsversprechen;413
5.3.3.3;9.3.3 Doing science (by design) – Identität und Gestalt in der Wissenschaft;423
5.3.4;9.4 Zusammenfassung;441
5.4;10 Graphische Variation als soziale Praxis: Zusammenfassung und Fazit;445
6;IV Anhang;451
6.1;Tabellen und Abbildungen;453
6.2;Literatur;463
6.3;Namensregister;517
6.4;Sachregister;527


Jürgen Spitzmüller, Universität Zürich, Schweiz.


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