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E-Book

E-Book, Deutsch, 184 Seiten, Format (B × H): 1300 mm x 205 mm

Spiegel WeQ Economy

Wege zu einer Wirtschaft für den Menschen
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96238-628-3
Verlag: oekom verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Wege zu einer Wirtschaft für den Menschen

E-Book, Deutsch, 184 Seiten, Format (B × H): 1300 mm x 205 mm

ISBN: 978-3-96238-628-3
Verlag: oekom verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Wer auf WeQ setzt, geht neue Wege: weg von unserer egozentrischen, IQ-orientierten Denkweise. Denn gemeinsam sind wir intelligenter, kreativer, leistungsstärker und nachhaltiger, und das gilt auch für unsere Wirtschaft. Das Buch skizziert die Hinwendung zu einer menschlichen und kollaborativen Wirtschaft mit Grundwerten wie Teilhabe, Empathie, Transparenz, Nachhaltigkeit und Verantwortung, die sich schon heute in vielen bahnbrechenden und weltverändernden WeQ-Trends und Projekten wie Open Source, Wikipedia, Social Entrepreneurship, Design Thinking oder Kreislaufwirtschaft bemerkbar macht.

Peter Spiegel ist Zukunftsforscher, Leiter des WeQ Instituts, Initiator der WeQ Foundation und Vorstand der WeQ Alliance. Er war zuvor Generalsekretär des international renommierten Thinktanks The Club of Budapest und ist jetzt dessen International Ambassador for Economoc Affairs, Initiator und Leiter des Vision Summit sowie Initiator und Programmleiter des EduAction Bildungsgipfels. Spiegel ist Autor und Herausgeber von mehr als 30 Publikationen, darunter eine Kurzbiografie des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus und zuletzt »WeQ - More than IQ« sowie mit Franz Alt »Gerechtigkeit - Zukunft für alle«. Er ist zudem als Keynote-Speaker und Ghostwriter tätig.
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Weitere Infos & Material


Zukunft für alle
Wie kommen wir zu einer Wirtschaft mündiger Bürger?
»Dies ist der Beginn einer neuen weltweiten
Bewegung der Neuerfindung der Welt.«
Dennis Snower
Die offizielle Wirtschaftsvorkonferenz zum G20-Gipfel im Jahr 2017 wurde mit den Worten eröffnet: »Dies ist der Beginn einer neuen weltweiten Bewegung der Neuerfindung der Welt!« Dennis Snower wollte damit als Leiter den Anspruch und das Ziel des zugleich aus der Taufe gehobenen neuen Konferenzformats »Global Solutions« definieren: eine historische Wende im Grundverständnis von Ökonomie einzuleiten.

Neue Welt-Thinktank-Konferenz fordert von G20 die Wende zu einer globalen ökosozialen Ökonomie


Der Global Solutions Summit erwuchs aus der traditionellen jährlichen T20-Konferenz, die als offizielle Vorkonferenz führender Thinktanks aus den G20-Ländern den jährlichen G20-Gipfel mit insbesondere wirtschaftspolitischen Empfehlungen und Vorschlägen bereichern sollte. Doch Global Solutions sollte nach dem Willen ihrer Initiatoren – zu denen neben dem damaligen Leiter des Kieler Weltwirtschaftsinstituts Dennis Snower auch Tagesspiegel-Herausgeber und Konferenzentwickler Sebastian Turner zählte – aus der verengenden Rolle als G20-Vorkonferenz deutlich herauswachsen. Global Solutions sollte zur führenden Thinktank-Konferenz der Welt werden und zu einer Initiative, die sich die Entwicklung und Etablierung eines neuen, zukunftsfähigen Grundverständnisses von Ökonomie auf die Fahnen geschrieben hat. Dies führte unmittelbar zu einer erheblichen Multiplizierung der beteiligten Thinktanks: von zuvor kaum mehr als zwei Dutzend auf mehr als 500.
Die von 321 international führenden Wirtschafts-, Politik-, Nachhaltigkeits- und weiteren Thinktanks erarbeitete Erklärung, die an den G20-Gipfel 2017 übergeben wurde, schlug einen neuen Ton an: »Wir werden nur noch erfolgreich sein, wenn wirtschaftliche Entwicklung die gleichrangige Integration von sozialinklusivem, menschen- und ökosystemorientiertem Denken leistet.«
Das reduktionistische Ökonomieverständnis von »The (only) business of business is business« wurde hier – selbst von lange Zeit sehr einseitig wirtschaftsliberal orientierten Thinktanks – mit einem dramatischen Appell an die Staatschefs der G20-Länder zu Grabe getragen.
Dass dies nicht ein einmaliges Zufallsprodukt war, zeigt der »Global Risk Report«, den der neue Präsident des World Economic Forum, Borge Brede, unmittelbar vor Eröffnung des Davoser Treffens 2019 der internationalen Wirtschafts- und Politikelite vorstellte. Dort heißt es: »Globale Risiken nehmen zu. Gleichzeitig schwächt sich der kollektive Wille, sie zu bekämpfen, deutlich, und die Spaltung nimmt zu … Es gab nie einen dringenderen Bedarf an einem kollaborativen und gemeinsamen Ansatz für globale Probleme, die alle betreffen.« Der Bericht fährt fort: »Dies ist ein Zeitalter beispielloser Möglichkeiten und technologischen Fortschritts, aber für zu viele Menschen ist dies auch ein Zeitalter der Unsicherheit … Die sozialen Verträge, die die Gesellschaft zusammenhalten, fasern aus … Für viele Menschen ist dies eine zunehmend beängstigende Welt, die unglücklich und einsam macht.« Und der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab: »Ohne sozialen Zusammenhalt ist Demokratie nicht lebensfähig.« In seinem kurz darauf erschienenen Buch »Die Zukunft der Vierten Industriellen Revolution« wird er noch deutlicher: »Verpassen wir die Gelegenheit, neue Technologien so zu entwickeln, dass sie dem Gemeinwohl dienen, die Menschenwürde fördern und die Umwelt schützen, (werden) sich die Probleme noch verschärfen.«
Doch zurück zum Global Solutions Summit, der sich anschickt, das World Economic Forum an Relevanz für konkrete Lösungen dieser Herausforderungen zu überholen.

»Young Global Changers« arbeiten an konkreten innovativen Lösungen für globale Herausforderungen


Das WeQ Institute war, gemeinsam mit der HPI School of Design Thinking, dazu eingeladen, bei der Global Solutions Startkonferenz 2017 eine Sonderaufgabe zu übernehmen. Mit Unterstützung des Allianz Stiftungsforums sollte im Allianz Forum am Brandenburger Tor ein eigener Design-Thinking-Tag für 100 ausgewählte »Young Global Changers« aus 100 Ländern ausgerichtet werden. Dort sollten sie Design Thinking als neue, teamorientierte Möglichkeit der Innovationsentwicklung kennenlernen und es auf die Erarbeitung neuer Lösungen für zentrale globale Herausforderungen anwenden. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking, meinte, nie zuvor habe sich die kreative Kraft von Design Thinking mit derart diversen Zukunftsgestaltern zu so zentralen Zukunftsfragen bewähren können. Umgekehrt fanden die 100 Young Global Changers erst durch diesen Extratag ihren angemessenen Platz im Kreis der über 1.000 internationalen Spitzenteilnehmer beim ersten Global Solutions Summit.
Das WeQ-Team nahm die auf dem Summit beobachtete Reife zugunsten des notwendigen Wandels, den bahnbrechenden Aufruf an die G20-Staatschefs und die Erfahrung mit den 100 Young Global Changers zum Anlass, die eigene Rolle in diesem zukunftsentscheidenden Prozess gründlich zu reflektieren. Seit Langem beobachten wir eine rapide wachsende Zahl von immer kraftvolleren Impulsen und Initiativen für einen solchen Phasensprung von Ökonomie. Und wir sehen uns für eine aktive und konstruktive Mitwirkung in dieser anstehenden Transformation gut vorbereitet.

Aus Ludwig Erhards
»Wohlstand für alle«
wird heute »Zukunft für alle«


Quasi im Vorlauf zum Global Solutions Summit und zur WeQ Economy Initiative starteten wir Ende 2015 in Zusammenarbeit mit gut einem Dutzend weiterer Organisationen eine Aktion unter dem Motto »Future for all«. Wir stellten unseren jährlichen Vision Summit – die vom WeQ Institute seit 2008 durchgeführte Leitkonferenz für soziale Innovationen – im Jahr 2016 unter das Motto »Future for all – The Power of Social Inclusion«. Wir luden die Teilnehmer des Vision Summit und weitere Impulsgeber dazu ein, ihre Kerngedanken für ein zukunftsgerechtes Ökonomie- und Gesellschaftsverständnis zu artikulieren. Die »Grundsatzerklärung«, in der diese von Franz Alt und mir zusammengeführt werden, erschien im Frühjahr 2017 im Gütersloher Verlagshaus unter dem Titel »Gerechtigkeit – Zukunft für alle«. Bei dieser Aktion ließen wir uns von dem ökosozial inklusiven Ansatz leiten: »Wir brauchen eine neue überzeugende Leitidee. So wie es die soziale Marktwirtschaft war, die Wohlstand für alle versprach und erstaunlich gut einlöste.« Heute kann es nur um einen »Wohlstand inklusive Frieden mit der Natur, inklusive sinnstiftenden Arbeitens und Lebens, inklusive sozialer Sicherheit und Dynamik, inklusive universeller Teilhabe aller an allen Wohlstandsdimensionen« gehen. Auf den 180 Seiten dieser »Grundsatzerklärung« konnten wir nur skizzenhaft aufzeigen, wie realistisch dies heute ist und mit welchen Mitteln und auf welchen Wegen konkret realisierbar.
Der Part von Franz Alt war, die praktische und erfolgreiche ökosystemgerechte Umgestaltung von Ökonomie und Politik aufzuzeigen. Sein Resümee: Alles dafür notwendige Know-how ist längst vorhanden. Bei ehrlicher Kostenrechnung von nicht nachhaltiger und nachhaltiger Ökonomie ist Letztere bereits nach dem heutigen Technologiestand weit kostengünstiger – und wird mit jedem Jahr unvergleichlich kostengünstiger. Nachhaltigkeit ist nicht nur in bestem Interesse aller Bürger dieser Welt, sondern gerade auch der Wirtschaft, denn nur so hat sie auch künftig Spielräume für neue Entwicklungen.
Meine Aufgabe war es, einige zentrale Aspekte einer konsequent menschenorientierten Umgestaltung von Ökonomie und unserer sozialen und gesellschaftlichen Systeme aufzuzeigen. Mein Resümee: Allein durch die heute bereits entwickelten und prototypisch erprobten sozialen Innovationen und insbesondere Bildungsinnovationen kann sich das menschliche Potenzial in den nächsten Jahrzehnten weltweit um mehr als den Faktor 100 erhöhen. Es existiert nicht der allergeringste Grund für Pessimismus oder gar Ängste, wenn wir uns auf die systematische Entfaltung der vorhandenen Potenziale konzentrieren.
Unser gemeinsames Fazit: Eine sehr viel reichere Welt (vor allem auch in einem sehr viel umfassenderen Sinne von Reichtum) und eine zugleich umfassend nachhaltige Welt ist möglich.

Collaborative Commons und die neue große Zukunft der genossenschaftlichen Idee


Die Aktion »Future for all« war in drei zeitlich parallele und inhaltlich komplementäre Aktionsstränge des WeQ Institute eingebettet, die sich letztlich alle wie von selbst schlüssig zur WeQ Economy Initiative integrierten.
Eine Ereignisfolge nahm ihren Anfang mit Jeremy Rifkins Vortrag beim Vision Summit 2014. Der international führende Ökonom und Zukunftsforscher sprach dort über den aus seiner Sicht tiefgreifendsten Wandel, vor dem die Ökonomie je stand und in dem sich die gesamte Weltwirtschaft als Folge der digitalen Revolution befindet. Er hob dabei insbesondere die Entwicklung immer weiterer Bereiche der Wirtschaft zu einer »Null-Grenzkosten«-Ökonomie hervor. Überall, wo sich durch »die Kombination von digitalen und sozialen Innovationen« (zu denen insbesondere auch genossenschaftliche und genossenschaftsähnliche Wirtschaftsgemeinschaften zählen) eine klassisch kapitalistische Wirtschaftsweise nicht mehr rechnen wird, »wird sich in den nächsten 30 Jahren mehr als die Hälfte der Wirtschaft in eine Sharing Economy verwandeln«.
Rifkin weiter: »Ein neues Wirtschaftssystem – die Collaborative Commons – betritt die...


Spiegel, Peter
Peter Spiegel ist Zukunftsforscher, Leiter des WeQ Instituts, Initiator der WeQ Foundation und Vorstand der WeQ Alliance. Er war zuvor Generalsekretär des international renommierten Thinktanks The Club of Budapest und ist jetzt dessen International Ambassador for Economoc Affairs, Initiator und Leiter des Vision Summit sowie Initiator und Programmleiter des EduAction Bildungsgipfels. Spiegel ist Autor und Herausgeber von mehr als 30 Publikationen, darunter eine Kurzbiografie des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus und zuletzt »WeQ – More than IQ« sowie mit Franz Alt »Gerechtigkeit – Zukunft für alle«. Er ist zudem als Keynote-Speaker und Ghostwriter tätig.



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