Southwick / Jump / Madison | Bianca Extra Band 54 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0054, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

Southwick / Jump / Madison Bianca Extra Band 54


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3354-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0054, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

ISBN: 978-3-7337-3354-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



PLÄDOYER FÜR UNSERE LIEBE von JUMP, SHIRLEY
Warum hat sie niemand gewarnt, was für ein Traummann dieser Walker Jones ist? Die junge Rechtsanwältin Lindsay hatte eine klare Strategie, um den Fall gegen ihn zu gewinnen. Aber als Walker sie nach dem ersten Prozesstag küsst, wird daraus ein sinnliches Plädoyer für die Liebe ...
DAS FÜNFTE RENDEZVOUS von THOMPSON, NANCY ROBARDS
'Fünf Dates, dann habe ich die perfekte Frau für dich.' Anna ist es leid, dass ihr bester Freund Jake immer auf denselben Frauentyp reinfällt - und jedes Mal enttäuscht wird. Er soll endlich glücklich werden! Aber Anna übersieht, dass nur eine die Wahre für ihn ist: sie selbst ...
WAS MUSS ICH TUN, DAMIT DU BLEIBST? von SOUTHWICK, TERESA
Auch wenn ihr Herz bricht, Olivia kündigt. Denn Brady O'Keefe ist viel mehr als ein Boss für sie. Schon viel zu lange ist sie in ihn verliebt! Der Tycoon von Blackwater Lake dagegen scheint in ihr nicht die Frau zu sehen. Doch auf ihre Kündigung reagiert er unerwartet ...
EIN DADDY FÜR HENRY von MADISON, TRACY
Die zarte Brünette, der süße Bengel an ihrer Seite - als die beiden sein Restaurant verlassen, tut es Dylan fast leid. Dann sieht er, dass sie in einem Auto auf dem Parkplatz schlafen: Er muss helfen! Auch wenn Mutter und Söhnchen morgen wieder aus seinem Leben verschwinden ...



Teresa Southwick hat mehr als 40 Liebesromane geschrieben. Wie beliebt ihre Bücher sind, lässt sich an der Liste ihrer Auszeichnungen ablesen. So war sie z.B. zwei Mal für den Romantic Times Reviewer's Choice Award nominiert, bevor sie ihn 2006 mit ihrem Titel 'In Good Company' gewann. 2003 war die Autorin bereits für zwei prestigeträchtige Preise nominiert: für den 'Romantic Times Career Achievement Award', einem Preis der für das Gesamtwerk eines Autors vergeben wird, und für den RITA-Award, der höchstmöglichen Auszeichnung für Liebesromane. Teresa Southwick wurde in Südkalifornien geboren. Sie lebte viele Jahre in Texas, bevor sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen nach Las Vegas umzog.

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1. KAPITEL

Die Mutter von Walker Jones III. erzählte gern jedem, der es hören wollte, dass ihr ältester Sohn mit einem Hang zum Debattieren auf die Welt gekommen war. Er diskutierte ständig über alles, von der Farbe des Himmels bis zur Temperatur im Raum.

In dieser Hinsicht glich er seinem Vater. Daher war es nicht verwunderlich, dass er in der Chefetage des Familienunternehmens Jones Holdings, Inc. in dessen Fußstapfen getreten war.

Walker Jones II. war ein hartgesottener Geschäftsmann, doch sein fortgeschrittenes Alter zwang ihn, beruflich kürzerzutreten.

Walker Jones III. hatte also die Führung des Betriebs übernommen und dessen Größe und Einfluss verdoppelt.

Nun hatte sein Drang, die ganze Welt zu erobern, ihn zu einem Abstecher in das beschauliche Landleben von Montana gezwungen, da es dort die Interessen eines Unternehmenszweiges zu vertreten galt.

Durch seine Augen als eingefleischter Stadtmensch waren Rust Creek Falls und der benachbarte Gerichtsort Kalispell typische Vertreter der dörflichen Idylle, die er sonst mied.

Daher hatte er anlässlich der dortigen Eröffnung seines ersten Kindergartens namens Just Us Kids Day Care vor einigen Monaten so wenig Zeit wie möglich dort verbracht. Eigentlich hatte er nur die Tür aufgeschlossen und seinen Bruder Hudson, der aus unerfindlichen Gründen Gefallen an dem Nest fand, zum Geschäftsführer ernannt.

Auch diesmal beabsichtigte Walker nicht, sich für längere Zeit in Rust Creek Falls aufzuhalten. Gerade lange genug, um ein ärgerliches Gerichtsverfahren und eine Anwältin namens Lindsay Dalton abzufertigen. Sie war frisch von der juristischen Fakultät in die Kanzlei ihres Vaters eingestiegen, der ihr diesen Fall vermutlich trotz mangelnder Fachkompetenz zugeschustert hatte. Insofern war Walker recht zuversichtlich, dass er die ganze Sache schnellstens abwickeln und in die Unternehmenszentrale in Tulsa zurückkehren konnte.

An einem Freitagmorgen betrat er also den Gerichtssaal in Kalispell in der Annahme, bei Sonnenuntergang wieder zu Hause zu sein.

Er zog seinen Kaschmirmantel aus, hängte ihn ordentlich auf seine Stuhllehne und nahm am Tisch des Beklagten Platz. Er legte einen Notizblock mittig vor sich, einen Aktenordner zur Linken und einige Kugelschreiber ordentlich ausgerichtet zur Rechten. Es waren Requisiten, die der Klägerpartei seine Kampfbereitschaft signalisieren sollten.

Sein Anwalt, Marty Peyton, der jahrzehntelange Gerichtserfahrung besaß, kam herein und setzte sich neben ihn.

„Das Eilverfahren durchzuboxen dürfte ein Kinderspiel sein“, prophezeite Walker. „Die Vorwürfe sind total unbegründet.“

„Das würde ich nicht unbedingt sagen.“ Marty schob sich die Brille hoch und strich sich durch das kurze weiße Haar. „Wenn Lindsay Dalton nach ihrem Vater kommt, ist sie eine brillante Anwältin.“

Walker winkte ab. Er pflegte es mit weit eindrucksvolleren Kontrahenten als einer unerfahrenen Provinzanwältin aufzunehmen.

„Außerdem geht es um kranke Kinder. Da haben Sie von vornherein die öffentliche Meinung gegen sich.“

„Nur um ein krankes Kind. Sie vertritt lediglich eine einzige Familie. Außerdem werden Kinder ständig krank. Sie sind praktisch lebende Bakterienfabriken.“

Marty schürzte die Lippen und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. „Hoffentlich haben Sie recht. Diese Art von negativer Publicity können Sie nicht gebrauchen. Vor allem nicht, da Sie in diesem Jahr die Eröffnung fünf weiterer Kindergärten geplant haben.“

„Es wird schon gut gehen. Wir schaffen uns diese Anwältin und ihre lächerliche Klage im Handumdrehen vom Hals.“ Walker wandte den Kopf, als die Tür aufging und seine Widersacherin hereinkam.

Lindsay Dalton entsprach nicht seiner Erwartung. Nicht einmal annähernd. Angesichts des prägnanten Umgangstons ihrer Briefe und Sprachnachrichten hatte er den Typ Bibliothekarin erwartet: zugeknöpft und streng, mit Nickelbrille und farb- sowie formloser Kleidung.

Stattdessen sah sie aus wie ein Model. Sie war schlank und hochgewachsen und sehr ansehnlich gekleidet im perlgrauen Schneiderkostüm zur Seidenbluse in Pink, deren oberste Knöpfe offen standen. Ganz zu schweigen von atemberaubenden High Heels und unglaublich langen Beinen. Kurzum: Sie war faszinierend.

Ihre langen braunen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, Ponyfransen fielen ihr frech in die Stirn. Eine Spur Make-up betonte große blaue Augen.

Sie lächelte ihre Mandanten an – ein junges Paar, das offensichtlich seinen Sonntagsstaat trug.

Und dieses Lächeln ging ihm unter die Haut. Es war blendend, umwerfend, überwältigend. Heiliger Bimbam!Das ist Lindsay Dalton?“

Marty zuckte die Achseln. „Ich nehme es an. Ein hübsches Mädchen.“

„Gutes Aussehen macht sie nicht zu einer guten Anwältin.“

Ohne die Gegenseite eines Blickes zu würdigen, durchquerte sie den Gerichtssaal und setzte sich zu ihren Mandanten. Sie drehte sich zum Zuschauerraum und winkte mit den Fingern einem Baby, das auf dem Schoß einer älteren Frau saß.

Es gurrte.

Lindsay hielt sich eine Hand vor die Augen, öffnete die Finger und flüsterte: „Kuckuck.“

Das Baby krähte entzückt.

Sie wiederholte den Akt zwei Mal, bevor sie sich zum vorderen Teil des Gerichtssaals umdrehte.

Walker wusste, dass die Anwesenheit des Babys und dieses alberne Spielchen sorgfältig inszeniert waren, um Sympathiepunkte einzuheimsen.

Die Tür hinter dem Richtertisch öffnete sich; alle Anwesenden erhoben sich.

Richter Sheldon Andrews betrat den Saal. Er war klein, bebrillt und ein wenig dicklich. Er blickte sich um, nickte knapp und nahm seinen Platz ein. „Sie dürfen sich setzen.“

Und damit begann die Anhörung.

Diesen Teil mochte Walker am liebsten, ob in einem Gerichtssaal oder einem Konferenzraum. Stets verspürte er ein erwartungsvolles Flattern im Bauch, wenn eine Verhandlung anfing.

Richter Andrews wandte sich an Marty. „Wir sind hier aufgrund eines Antrags auf Eilverfahren bezüglich der von Ms. Dalton im Namen von Peter und Heather Marshall eingereichten Klage. Richtig?“

„Ja, Euer Ehren.“

„Dann erteile ich Ihnen das Wort, Mr. Peyton.“

„Danke, Euer Ehren.“ Marty stand auf. „Dieser Prozess gegen Mr. Jones’ Tagesstätte ist reine Zeitverschwendung. Die Klage entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Es gibt keinerlei Indiz dafür, dass sich das Kind der Kläger die gewöhnliche Erkältung bei Just Us Kids zugezogen hat. Krankheitserreger sind eine Gegebenheit des Lebens und befinden sich überall. Die Marshalls könnten sie selbst in ihr Haus gebracht haben. Dazu braucht es nur Kontakt mit einer infizierten Oberfläche an einem öffentlichen Ort oder ein Niesen von einem Fremden. Sicherlich kann man Mr. Jones’ Tagesstätte nicht verantwortlich machen für die Unfähigkeit der Welt, zur rechten Zeit ein Kleenex parat zu halten.“

Diese letzte Phrase schien den Richter zu amüsieren. Der Hauch eines Schmunzelns huschte über sein Gesicht.

„Euer Ehren“, fuhr Marty fort, „es besteht keinerlei Anlass, ein Tageszentrum zur Rechenschaft zu ziehen, wenn ein Kind sich erkältet. Daher ersuchen wir das Gericht, in einem Eilverfahren zugunsten des Beklagten zu urteilen und die unbegründete Klage abzuweisen.“

Richter Andrews wandte sich an die Gegenpartei. „Ms. Dalton?“

Sie stand auf, strich mit einer Hand ihre Kostümjacke glatt und atmete tief ein, wie um ihre Mitte zu finden.

Sie ist nervös. Sehr gut! Walker war sich seines Sieges sicher.

„Euer Ehren, Mr. Peyton bagatellisiert die Umstände. Es handelt sich keineswegs um eine gewöhnliche Erkältung. Wir werden nachweisen, dass Mr. Jones’ Tagesstätte grob fahrlässig in puncto Hygiene gehandelt hat, was zu einer lebensbedrohlichen RSV-Infektion bei der damals drei Monate alten Georgina geführt hat. Die Marshalls haben die Einrichtung mit der Fürsorge für ihr über alles geliebtes Kind betraut, nur um an seinem Krankenbett zu enden und um sein Leben beten zu müssen.“

Marty erhob sich. „Euer Ehren, RSV ist eine Atemwegsinfektion, die von Husten und Schnupfen gekennzeichnet ist. Genau wie eine gewöhnliche Erkältung.“

„Georgina hat nichts mehr gegessen“, konterte Lindsay. „Sie hat zwei Pfund verloren, was einen dramatischen Gewichtsverlust bei einem Baby ihrer Größe darstellt. Das behandelnde Krankenhaus hat die Krankheit nicht als gewöhnliche Erkältung abgetan, sondern als lebensbedrohlich bezeichnet.“ Sie starrte direkt zu Walker hinüber. „Eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Mr. Jones’ Nachlässigkeit verursacht wurde.“

Als ob ich persönlich dafür verantwortlich wäre, Abend für Abend die Fußböden zu schrubben und die Spielzeuge zu desinfizieren! Vielmehr war er mit der Wahrung der umfangreichen Geschäftsinteressen von Jones Holdings, Inc. hinreichend ausgelastet und hatte bisher kaum einen Fuß in die Tagesstätte in Rust Creek Falls gesetzt. Er hatte seinem Bruder Hudson und einer qualifizierten Kindergärtnerin die Leitung übertragen und zweifelte nicht daran, dass bei Just Us Kids alles so glatt lief wie bei einem Schweizer Uhrwerk.

Ms. Dalton fuhr fort: „Euer Ehren, ich ersuche Sie, das Krankenblatt zu lesen, das ich eingereicht habe. Daraus geht hervor, dass die Marshalls um ein Haar ihr einziges kostbares Kind verloren...



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