E-Book, Deutsch, Band 33, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
Southwick / Ferrarella / Duarte Bianca Extra Band 33
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-3253-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 33, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
ISBN: 978-3-7337-3253-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
NOCH EINE CHANCE FÜR DAS GLÜCK von FERRARELLA, MARIE
Claire ist die Richtige für ihn! Das hat Levi vom ersten Moment an gespürt. Aber ist ihre junge Ehe wirklich so glücklich, wie er glaubt? Als Claire ihn überraschend verlässt, fällt er aus allen Wolken. Schon bald bietet sich allerdings noch eine Chance, sie zurückzugewinnen ...
WEIL DU UNWIDERSTEHLICH BIST von HARLEN, BRENDA
Dieser süße, sexy Barkeeper mit den Schokoladenaugen und dem Grübchen! Marco Palermos verführerische Blicke lassen Jordyn sofort dahinschmelzen. Dumm nur, dass er unbedingt heiraten und eine Familie gründen will, während Jordyn der Liebe für immer abgeschworen hat. Was jetzt?
DER BOSS, DIE BRAUT UND DAS BABY von DUARTE, JUDY
Der reiche Unternehmer Jason Rayburn engagiert Juliana nur vorübergehend als Assistentin. Doch dann findet er in den Armen der schönen Künstlerin das Einzige, das ihm im Leben immer fehlte. Aber kann er sein Herz einer Frau anvertrauen, die von einem anderen schwanger ist?
ZUM KÜSSEN, DIESE NANNY! von SOUTHWICK, TERESA
Endlich eine Familie? Die hübsche Nanny Emma fühlt sich gleich zuhause bei Justin Flint und seinem süßen kleinen Sohn Kyle. So ungeahnt zärtlich Justins Küsse sind, muss sie allerdings fürchten: Sobald der attraktive Single Dad hinter ihr Geheimnis kommt, ist alles wieder vorbei ...
Teresa Southwick hat mehr als 40 Liebesromane geschrieben. Wie beliebt ihre Bücher sind, lässt sich an der Liste ihrer Auszeichnungen ablesen. So war sie z.B. zwei Mal für den Romantic Times Reviewer's Choice Award nominiert, bevor sie ihn 2006 mit ihrem Titel 'In Good Company' gewann. 2003 war die Autorin bereits für zwei prestigeträchtige Preise nominiert: für den 'Romantic Times Career Achievement Award', einem Preis der für das Gesamtwerk eines Autors vergeben wird, und für den RITA-Award, der höchstmöglichen Auszeichnung für Liebesromane. Teresa Southwick wurde in Südkalifornien geboren. Sie lebte viele Jahre in Texas, bevor sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen nach Las Vegas umzog.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Es lag jetzt einen Monat zurück, dass Claire ihn aus ihrem Pensionszimmer geworfen hatte, aber er wusste immer noch nicht genau, wie es dazu gekommen war. Er wusste nur, dass er seine Frau zurückhaben wollte.
Er vermisste sie.
Sie und das Baby.
Mehr, als er es jemals für möglich gehalten hätte.
Quasi über Nacht hatte sich seine geordnete Welt in ein einziges Chaos verwandelt, und er fühlte sich schrecklich. Mit Claire hatte sein Leben einen Sinn gehabt, aber jetzt brachte er die Tage nur irgendwie hinter sich. Natürlich erschien er jeden Morgen pünktlich im Möbelmarkt, aber seine gewohnte Energie und Tatkraft war verschwunden.
Ohne Claire erschien ihm alles sinnlos.
Warum hatte sie sich von ihm getrennt? Er hatte doch nur mit einigen Männern gepokert, die er auf der Hochzeit getroffen hatte. Er hatte nicht mit einer anderen Frau geflirtet.
Er kannte genug Männer, die ihre Frau betrogen, weil sie sich in ihrer Ehe „eingeengt“ fühlten und angeblich eine „Abwechslung“ brauchten. Aber so war er nicht, und bisher hatte er geglaubt, dass er eine glückliche Ehe führte.
Als Claire damals in ihrem süßen Sommerkleid vor dem Schaufenster des Möbelgeschäfts gestanden hatte, war er zu ihr nach draußen gegangen und hatte ihr gesagt, dass die Garnitur, die sie gerade betrachtete, ein Sonderangebot war. Das stimmte nicht; er hatte es sich ausgedacht, um mit ihr reden zu können. Denn er hatte sich sofort in sie verliebt.
Hätte sie die Möbel tatsächlich gekauft, dann hätte er die Differenz aus eigener Tasche bezahlen müssen, aber das hätte er gern getan. Sie war es wert gewesen. Von dem Tag an hatte er nur noch Augen für Claire Strickland gehabt. Einen Heiratsantrag hatte er ihr erst gemacht, nachdem sie mit dem College fertig gewesen war. Er hatte nicht schuld daran sein wollen, dass sie ihr Studium abbrach.
Und jetzt hatte er sie verloren … und wusste noch immer nicht, warum.
Einer der Männer in der Pokerrunde hatte sein Haus verspielt. Wie hätte Claire reagiert, wenn er so etwas getan hätte?
Levi hatte gehofft, dass ihr Zorn auf ihn sich gelegt haben würde, wenn sie erst wieder zu Hause waren. Aber sie hatte sich und Bekka von ihrer Großmutter fahren lassen, und als er dort angekommen war, lagen seine Sachen auf dem Rasen vor ihrer Wohnung.
Die Botschaft war eindeutig.
Es war vorbei.
Aber das wollte er nicht. Auf gar keinen Fall!
Vielleicht brauchte Claire nur etwas Zeit; daher bedrängte er sie nicht. Im Gegenteil, er ging auf Abstand und schlief im Lager des Möbelmarkts. Oder in seinem Pick-up. Es war August, und wenigstens brauchte er nicht zu frieren.
Claire kam nie zu ihm in den Laden und nahm auch nicht ab, wenn er anrief. Sie benahm sich, als gäbe es ihn gar nicht.
Irgendwann hielt er es nicht mehr aus und fuhr zu der Wohnung, in der sie seit drei Jahren lebten. Doch als er vor dem Haus hielt, sah er, dass dort kein Licht brannte. Nervös schloss er die Tür auf und betete, dass er sich irrte. „Claire? Claire, ich bin es. Levi. Dein Mann!“, rief er. Niemand antwortete. „Claire, wo bist du?“
Noch immer nichts. Nichts als das Echo seiner eigenen Stimme.
Er ging von Zimmer zu Zimmer. Seine Frau und sein Baby waren fort.
Er holte das Handy heraus, um Claires Eltern anzurufen. Aber dann zögerte er.
Peter und Donna Strickland waren nicht begeistert gewesen, dass ihre Tochter sich mit einem Mann einließ, der deutlich älter war als sie und noch dazu keinen College-Abschluss hatte. Es hatte viel Mühe gekostet, ihre Bedenken auszuräumen.
Wenn er sie jetzt nach Claire fragte, würden sie wissen, dass ihre Tochter Eheprobleme hatte. Er hatte das Gefühl, dass Claire ihren Eltern nichts davon erzählen würde. Denn damit würde sie bestätigen, dass die beiden recht gehabt hatten und er tatsächlich nicht gut genug für ihre Tochter war.
Blieben noch ihre älteren Schwestern Hadley und Tessa, aber die lebten in Bozeman, Montana. Außerdem würde Claire ihnen gegenüber niemals zugeben, dass ihre Ehe in Gefahr war.
Plötzlich wurde ihm klar, wo sie und das Baby sich aufhielten. Ihre Großmutter Melba war eine lebhafte, energische Frau, die vier Kinder großgezogen hatte und noch immer berufstätig war. Sie und ihr Mann Gene betrieben das Strickland Boarding House, in dem er und Claire zuletzt übernachtet hatten. Claire bewunderte ihre Großmutter, und der knurrige Gene Strickland vergötterte seine Enkelin und deren kleines Mädchen.
Levi war von Natur aus zurückhaltend. Er hatte noch nie andere Menschen um Hilfe gebeten, aber in so einer Situation hatte er auch noch nie gesteckt. Er wollte seine Frau und seine Tochter zurück, und das war ihm wichtiger als sein Stolz.
Er würde Claire zurückholen, was immer er dafür tun musste. Ja, er würde es schaffen.
Langsam schaute er sich in der Wohnung um. Claires Sachen waren weg. Ihre Seite des Kleiderschranks war leer. Jetzt, da sie ausgezogen war, konnte er wieder einziehen. Es wäre wesentlich bequemer als im Lager oder auf der Ladefläche seines Pick-ups. Aber er wollte Claire möglichst nahe sein. Höchstwahrscheinlich war sie in der Pension ihrer Großeltern untergekommen. Also musste er auch mit ihnen reden.
Ihre Großmutter war nicht gerade ein Fan von ihm, aber mit Gene verstand er sich ganz gut. Wenn er den Mann auf seine Seite ziehen konnte, hatte er eine Chance, Claire zurückzugewinnen.
Nach einem letzten Blick auf die leere Wohnung schloss er die Tür ab – und hoffte inständig, dass es nicht das letzte Mal war.
Wie habe ich mich über Nacht aus der Märchenprinzessin in Aschenputtel verwandelt? Das fragte Claire sich zum wiederholten Mal, seit ihre Großeltern sie aufgenommen hatten. Sie dachte daran, wie ihre Großmutter sie an jenem Tag angesehen hatte. Melba Strickland war nie sentimental, aber immer fair und loyal gewesen, und allein darauf kam es in ihrer Lage an.
„Ist mit deiner Wohnung etwas nicht in Ordnung?“, hatte ihr Großvater wissen wollen.
Claire brach in Tränen aus. „Ich habe keine Wohnung mehr, Grandpa. Ich habe Levi verlassen.“
„Ihn verlassen?“ Gene nahm ihr die zappelnde Bekka ab und warf ihr einen ungläubigen Blick zu. „Du meinst, ihr habt euch gestritten?“
Claire schüttelte den Kopf. Nach einem Moment hob sie die linke Hand, an der der Ehering fehlte. „Nein, wir haben uns nicht nur gestritten, Grandpa. Levi und ich haben uns getrennt.“ Sie holte tief Luft, bevor sie es aussprechen konnte. „Wir lassen uns scheiden.“
„Das ist ein großes Wort“, sagte Gene. „Weißt du überhaupt, was das bedeutet?“
Melba runzelte verärgert die Stirn. „Natürlich weiß sie das.“ Sie sah ihre Enkelin an. „Was ist passiert, Claire? Hat er dich schlecht behandelt?“ Ihre Miene verfinsterte sich. „Er hat dich doch nicht geschlagen, oder? Sonst bringt dein Großvater ihn um.“
„Nein, geschlagen hat er mich nicht.“
„Was ist dann passiert? Warum willst du dich scheiden lassen?“
Claire schüttelte wieder den Kopf. Sie wollte nicht erzählen, was vorgefallen war. Wahrscheinlich würde sie sonst zusammenbrechen. „Das spielt jetzt keine Rolle mehr, was genau passiert ist. Wir lassen uns scheiden. Es ist vorbei“, sagte sie mit versagender Stimme.
Melba warf ihrem Mann einen wissenden Blick zu, bevor sie Claire ansah. „Das habe ich doch gleich gesagt. Du warst viel zu jung, um zu heiraten. Du hast dein Leben noch gar nicht richtig genießen können. Nach dem College hättest du dich in der Welt umschauen sollen, anstatt dir mit einer Ehe und einem Baby Fesseln anzulegen.“
„Melba“, warf Gene warnend ein.
„Sie war einfach noch nicht bereit“, beharrte sie und nahm ihre Enkelin in die Arme. „Oh. Claire. Eine Ehe ist kein magischer Zustand, in dem alles gut wird. Im besten Fall ist sie ein Projekt, an dem man dauernd arbeiten muss.“
„Stimmt.“ Gene grinste. „Die ersten hundert Jahre sind die härtesten. Danach wird es einfacher. Aber es kostet viel Zeit und Mühe.“
„Dein Rat kommt zu spät, Grandpa. Ich habe Levi hinausgeworfen.“ Das war jetzt zwei Tage her. „Es ist vorbei.“
„Wenn du ihn hinausgeworfen hast, warum bist du dann hier?“, fragte Melba verwirrt.
„Es ist seine Wohnung. Ich kann dort nicht bleiben. Wohin ich auch schaue, die Küche, der Schrank, unser Schlafzimmer, ich sehe immer nur ihn. Das halte ich nicht aus.“
„Du kannst so lange bei uns bleiben, wie du willst“, versprach Gene. „Zufällig haben wir ein paar freie Zimmer, und deine Großmutter und ich haben schon lange keine kleinen Füße mehr gehört.“
„Bekka ist erst acht Monate alt, Grandpa. Sie kann noch nicht laufen.“
„Aber das wird sie“, erwiderte er. „Und wenn es so weit ist, sind wir da und passen auf, dass sie sich nicht wehtut, nicht wahr, Mel?“ Er drehte sich zu seiner Frau.
„Natürlich. Und die Pension betreibt sich von selbst“, antwortete Melba sarkastisch.
Gene schüttelte den Kopf. „Achte nicht auf deine Großmutter. Sie sieht immer nur das Negative, ich das Positive.“ Er zwinkerte Claire zu. „Deshalb funktioniert unsere Ehe.“
„Deshalb ist dein Großvater ein hoffnungsloser Optimist“, verbesserte Melba.
„Wie gesagt, du kannst so lange hierbleiben, wie du willst.“ Mit Bekka auf dem Arm zeigte er zur Treppe. „Komm schon, wir bringen dich und die Prinzessin unter.“
...



