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Soiland | Progressive Landnahme | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Unrast Verlag

Soiland Progressive Landnahme

Reproduktion im Desasterkapitalismus
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-95405-245-5
Verlag: Unrast Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Reproduktion im Desasterkapitalismus

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Unrast Verlag

ISBN: 978-3-95405-245-5
Verlag: Unrast Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Theorem der Landnahme wird derzeit breit diskutiert. Obwohl der Bereich der Reproduktion fortwährend von solchen Enteignungsprozessen betroffen ist, werden diesbezügliche Landnahmen bisher jedoch wenig thematisiert. Tove Soiland zeigt im Anschluss an Rosa Luxemburg, dass diese an Raub grenzenden Formen der Ausbeutung gerade auch in weit entwickelten kapitalistischen Gesellschaften bestehen und in besonderer Weise den Bereich der Reproduktion betreffen. Sie verdeutlicht, dass die in den letzten Jahrzehnten erfolgten Restrukturierungen in der Reproduktion einen massiven Ressourcenabzug bedeuten. Dieser zeigt sich nicht nur in der Überführung von unbezahlter Care-Arbeit in kommodifizierte Care-Dienstleistungen. Neuere Formen der Landnahme resultieren auch aus der Ersetzung von Care-Arbeit durch technische und digitale Lösungen, für die die Corona-Krise mit ihrem Gesundheitsparadigma einen wesentlichen Katalysator darstellte.

Neben Analysen zur Landnahme im Bereich der Reproduktion liegen in diesem zweiten Band mit Schriften der feministischen Marxistin Tove Soiland Aufsätze vor, die aus psychoanalytischer Perspektive nach den gegenwärtigen Subjektivierungsweisen, der patriarchalen Herrschaft im Geschlechterverhältnis und einer neuen Form des Totalitären fragen. Damit wird eine Kritik des gegenwärtigen Kapitalismus entfaltet, die für eine zeitgemäße linke und feministische Gesellschaftskritik wegweisend ist.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Soiland, Tove
Tove Soiland lehrt an verschiedenen deutschsprachigen Universitäten. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich des Lacan-Marxismus. 2003 initiierte sie den ›Gender-Streit‹, eine Kontroverse um die theoretischen Grundlagen des Gender-Begriffs. 2008 promovierte sie über Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Sie ist Mitglied des Kollektivs ›Linksbündig‹, das sich kritisch mit der staatlichen Corona-Politik auseinandersetzt.



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