Snow | No gentle Giant | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 547 Seiten

Reihe: Heroes of Heart's Edge

Snow No gentle Giant

Alaska
2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96797-187-3
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Alaska

E-Book, Deutsch, Band 7, 547 Seiten

Reihe: Heroes of Heart's Edge

ISBN: 978-3-96797-187-3
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Groß. Stark. Ein Herz aus Eis?

Vor Paxton 'Alaska' Charter haben viele Leute Angst. Auch ich finde ihn unheimlich. Dabei hat er mir schon einmal in einer Notlage geholfen. Jetzt ist er an meiner Seite, als es mit meinem Café schwierig wird. Und ich kann es kaum glauben: hinter der harten Schale aus Ruppigkeit, steckt ein warmherziger Single Dad, der alles für seinen kleinen Sohn tun würde. Aber ich habe schon genug Probleme und darf mich jetzt nicht auch noch in einen ehemaligen Seal verlieben. 

Doch wenn Alaska etwas will, dann bringt ihn keiner davon ab. Und offensichtlich will er mich - koste es, was es wolle ...



Nicole Snow ist eine Wall Street Journal und USA Today Bestseller Autorin. Sie entdeckte ihre Liebe zum Schreiben, als sie sich in ihren Mittagspausen oder in langweiligen Büromeetings Liebesszenen ausdachte und sich in Liebesgeschichten wegträumte.

Im Mittelpunkt von Nicole Snows Büchern stehen sexy Alpha-Helden, viel Spannung und noch mehr Leidenschaft.

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Kapitel 2
Alles, Was Glänzt (Alaska)


Ich liebe schöne Sonnenuntergänge, aber jeden Abend Punkt sieben einen vorgesetzt zu bekommen, überfordert mich.

Ich komme aus dem Land der Mitternachtssonne. In Fairbanks geht die Sonne manchmal erst kurz vor Mitternacht unter, und ich bin es gewohnt, schlafen zu gehen, während die Feuerkugel noch hoch am Himmel steht oder sich Monate am Stück gar nicht blicken lässt.

Heute sitze ich jedoch nach dem Essen draußen auf der Veranda der gemütlichen kleinen Blockhütte, die ich im »Charming Inn« gemietet habe, und schaue zu, wie die Sonne hinter dem hübschen, mit Blumen bewachsenen Hügel untergeht.

Eigentlich sollte ich einfach mein Bier genießen und dabei den Himmel betrachten, bis dort die Sterne funkeln. Mein allabendliches Ritual.

Stattdessen lausche ich Elis Stimme, die durch das Fenster nach draußen dringt. Er ist im Wohnzimmer, spielt auf seinem Tablet und führt dabei ein so enthusiastisches Selbstgespräch, als hätte er Publikum.

Das macht er öfter.

Die meiste Zeit ist es lustig, und gerade jetzt begeistert er sich für Katzenleckerlis. Und das nur, weil ich gesagt habe, es wäre cool, wenn er eine Kleinigkeit für den struppigen alten Stubentiger aus dem Café hätte.

Wir sind Mozart seit gestern mehrmals begegnet, aber er scheint ziemlich sauer auf Eli zu sein, da er ihn ignoriert, anstatt sich wie sonst ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Offenbar macht er ihn für die Begegnung mit dem Hund verantwortlich.

Tatsächlich war ich ein wenig besorgt, dass Mozart sich an den Scherben im »Nest« verletzt haben könnte, nachdem der Boxer ihn quer durch das ganze Café gejagt hatte. Aber Miss Wilma höchstpersönlich hat mir erzählt, dass er ein Streuner ist und immer zurück nach Hause findet – so wie er sich immer mit den Ferienkindern anfreundet, die herkommen.

So ähnlich wie Eli.

Er wurde hierher verpflanzt, und ich bin froh darüber.

Mein Sohn ist für mich das Wichtigste auf der Welt.

Und nach allem, was wir wegen seiner Mutter durchgemacht haben, haben wir gelernt, uns aufeinander zu verlassen.

Es war die Hölle für mich, von ihm getrennt zu sein in den Monaten, die ich im vergangenen Jahr hier für Holt gearbeitet und in denen ich versucht habe, mir darüber klar zu werden, ob das ein Ort ist, an dem ich mich niederlassen möchte.

Ich musste entscheiden, ob ich nach allem, was ich über diesen Ort gehört habe, meinen Sohn hier großziehen möchte.

Heart’s Edge hat eine ziemlich ereignisreiche Vergangenheit. Es wird von Spuk getuschelt, von Geheimagenten und Geisterstädten. Die Hälfte der Bewohner hat in den vergangenen zehn Jahren gleich mehrere wahre Krimis durchlebt, wobei nach den letzten Skandalen mehrere Millionen Dollar nötig waren für eine Image-Kampagne.

Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl.

Außerdem hatte ich keine Alternative. Ich konnte Eli nicht länger in Fairbanks lassen.

Sicher, er hatte Spaß bei seinen Großeltern, die ihn den Sommer über furchtbar verwöhnt haben, um die verlorene Zeit nachzuholen, nachdem wir lange keinen Kontakt gehabt hatten.

Das hat damit zu tun, dass ich mich falsch entschieden habe, als ich vor der Wahl stand: Frau oder Familie.

Aber nachdem wir Katelyn und ihren »schlechten Einfluss«, wie Ma es nennt, los sind, hat sich das geändert.

Meine Eltern waren überglücklich, als ich sie gebeten habe, Eli den Sommer über bei sich aufzunehmen, und sie haben ihn behandelt wie einen Prinzen, während ich mir den Arsch aufgerissen habe, um Kohle anzusparen für unseren Neuanfang, und den Ort unter die Lupe genommen habe, um herauszufinden, ob er als neues Zuhause taugt.

Ja, ich denke, ich könnte mich dauerhaft in Heart’s Edge niederlassen, und das nicht nur, weil ich ein Auge auf eine bestimmte hübsche junge Dame geworfen habe.

Eine hübsche junge Dame, die vermutlich ziemlich sauer auf mich ist, nachdem ich ihr ziemlich viel Geld schulde wegen der zerbrochenen Tassen.

Dabei liegt mir viel daran, mich mit Felicity zu vertragen.

Nicht nur, weil sie den besten Kaffee verkauft und meine ganze Crew mit Koffein versorgt und so bei der Stange hält. Tatsächlich habe ich schon verdammt lange kein Date mehr gehabt.

Seit der Katastrophe mit Katelyn, dem Scheidungskrieg und dem Sorgerechtsstreit vor ihrem Tod. Bisher hielt ich es für eine gute Idee, mich von Frauen fernzuhalten oder zumindest Bekanntschaften auf einem rein freundschaftlichen Niveau zu halten.

Und dann passierte das am gestrigen Abend.

Ich weiß nicht einmal genau, wie es überhaupt dazu kommen konnte, aber da war eine Verbindung zwischen Felicity und mir, etwas, das sich nur schwer greifen, geschweige denn, in Worte fassen lässt.

Tatsächlich gefällt mir vieles an ihr.

Die Art, wie sie losgespurtet ist, um Eli zu beschützen.

Das Aufheben, das sie wegen des kleinen Schnitts gemacht hat, den ich kaum gespürt habe. Dass sie darauf bestanden hat, mich zu verarzten, anstatt sauer zu sein, dass mein Sohn gerade ihre gesamte Auslage pulverisiert hatte.

Und dann diese stille, traurige Art, wenn sie von sich selbst spricht, während sie gleichzeitig versucht, mich und Eli davor zu schützen, unter ihrem vermeintlich schlechten Ruf zu leiden.

Ich weiß genau, was ich gedacht habe, als sie den Kopf mit dem zimtbraunen Haar über mein Knie gebeugt und dabei so verloren ausgesehen hat.

Sie hat durch lange, geschwungene Wimpern zu mir aufgesehen, aus ihren veilchenblauen Augen, die für gewöhnlich sprühen vor Energie und Fröhlichkeit, und jetzt traurig und nachdenklich dreinschauten.

Bei diesem Blick war mein Blut übergekocht. Ich war so wütend.

Ich wollte nicht, dass sie es bemerkte, damit sie nicht etwa glaubte, ich wäre wütend auf sie, aber ganz ehrlich, ich hasse es, wenn Menschen aus reiner Bosheit oder Sensationslust andere verletzen.

Diese Gerüchte, die über sie kursieren. Dieser abscheuliche Tratsch, und sie versucht auch noch, andere davor zu bewahren, in das üble Gerede hineingezogen zu werden, für das sie nichts kann.

Ich kenne diese Frau nicht. Oder kaum. Und doch wollte ich sie spontan beschützen. Mich zwischen sie und alles stellen, was ihr das Leben schwer macht, so wie sie, ohne zu zögern, Eli davor hatte bewahren wollen, sich zu verletzen.

Bis gestern war sie für mich nur die Kaffeetante.

Nett, hübsch anzusehen, aber mehr nicht.

Aber gestern habe ich sie das erste Mal richtig wahrgenommen.

Und jetzt ist sie Miss Felicity und hat einen festen Platz in meinen Gedanken. Und auch wenn das voreilig sein mag, ist es mir auf einmal verdammt wichtig, was sie von mir denkt.

Und ich möchte nicht, dass sie denkt, ich wäre jemand, der seine Schulden nicht bezahlt.

Ich weiß, was es heißt, selbstständig zu sein. Manchmal entscheiden schon fünfzig Dollar mehr oder weniger in der Kasse darüber, ob man weiter oben schwimmt oder untergeht.

Ich habe das Geld heute Morgen am Automaten abgehoben. Wegen einer Baustellenkontrolle hatte ich es so eilig, dass ich es nicht geschafft habe, schnell im Café vorbeizuschauen. Dann gab es ein Problem auf der Baustelle, und ich musste Überstunden machen.

Als ich am Nachmittag endlich Feierabend hatte, brauchte ich erst einmal eine ordentliche Mahlzeit, um mich wieder wie ein normaler Mensch zu fühlen, und musste mich um Eli kümmern.

Nach ein paar Sandwiches fühle ich mich jetzt endlich wieder halbwegs fit und kann sie heute Abend abpassen, bevor sie schließt. Ich werfe einen Blick auf die Uhr. Höchste Zeit.

Ich trinke mein Bier aus und werfe die leere Flasche in den kleinen Abfalleimer auf der Veranda, bevor ich mich mit einem letzten bedauernden Blick auf den Abendhimmel aus meinem Stuhl quäle.

Scheiße, ich habe vor lauter Tagträumerei von Felicity gar nicht gemerkt, wie spät es schon ist.

Plötzlich wird mir bewusst, dass auch Eli verstummt ist.

Als ich einen Blick durch den Glaseinsatz der Hintertür werfe, sehe ich ihn zusammengerollt in einer Ecke der Couch dösen und mit halb geschlossenen Lidern schläfrig fernsehen.

Ich gehe hinein und schließe leise die Tür hinter mir, um ihn nicht zu erschrecken, gehe rüber zur Couch, lege ihm zärtlich eine Hand auf den Kopf und verwuschele ihm das Haar.

»Hey, kleiner Mann.« Ich lächle, als er zusammenzuckt und mit einem verschlafenen Schnauben zu mir aufblinzelt. »Ich fahre schnell im Café vorbei und bringe Felicity das Geld. Möchtest du mitkommen oder lieber schon ins Bett gehen? Ich kann die Fords bitten, rüberzukommen und nach dir zu sehen.«

Sofort ist er hellwach und seine Augen leuchten.

»Darf ich die Kamera mitnehmen?«

Ich ziehe die Brauen hoch. »Du möchtest bei den Lichtverhältnissen ein leeres Café fotografieren?«

»Ja … würde ich gerne.« Er senkt schüchtern den Blick.

Ich muss erst grinsen und dann lachen. Er ist so ein großer Junge, aber wenn es ums Fotografieren geht, wird er ganz scheu und unsicher. Daran – und an dem Glanz in seinen Augen, sobald dieses Thema zur Sprache kommt – erkennt man, wie wichtig ihm sein Hobby ist.

»Bei der Innenbeleuchtung könnte das tatsächlich ein paar ganz ordentliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen geben. Die Lichtreflexe erzeugen interessante Effekte. Und wenn ich die...



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