Smith | Gay for Pay | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 228 Seiten

Reihe: All Cocks

Smith Gay for Pay


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-96089-048-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 228 Seiten

Reihe: All Cocks

ISBN: 978-3-96089-048-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Nacht, ein Fehler verändert alles ... Chris Allan Roberts verliert alles, was ihm etwas bedeutet hat - seine Freundin, eine vielversprechende Zukunft als Footballspieler, ein Stipendium, seine Familie. Nur sein bester Freund Michael gibt ihm noch Halt. Chris zieht mit Michael und seinem Partner nach New York. Dort findet er durch Zufall ein Jobangebot - beim Erotiklabel 'All Cocks'. Geld ist Geld, denkt Chris. Und wie hart kann es schon sein, einen anderen Mann zu vögeln? Lincoln Carter ist einer der Stars bei All Cocks. Und als er die Neuentdeckung Chris zum ersten Mal sieht, will er nichts mehr als eine Szene mit ihm drehen. Doch ihm wird schnell klar, dass Chris 'Gay for Pay' ist und dass in seiner Vergangenheit ein düsteres Geheimnis liegt, das es Chris unmöglich macht, sich für irgendjemanden zu öffnen. Oder?

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~ Kapitel 1 | Leben, so wie er es kennt ~


Januar 2015

Es war ein ungewöhnlich kalter Winter in New York dieses Jahr, einer, der alle Rekorde brach.

Blizzardähnliche Stürme hatten Straßen lahmgelegt, sowie Flughäfen und Schulen. Chris schwankte fast blind und taub über die überfüllten Bürgersteige, die aus allen Nähten platzten vor Touristen. Er wollte keine weitere Nacht damit verbringen durch die Kanäle zu zappen, sich lustlos auf Michaels Couch zu fläzen. Den arktischen Temperaturen und den überfüllten New Yorker Straßen zu trotzen erschien ihm eine weitaus bessere Option, als er das Haus verließ. Seinen besten Freund ließ er mit seinem Liebsten allein für die Nacht, anstatt ständig das dritte Rad am Wagen zu sein.

Chris behielt seinen Kopf unten, seine Augen tasteten nur seine Umgebung ab, um sicher zu sein, dass er in niemanden hineinlief oder noch schlimmer – in ein Straßenschild. Er kicherte über diesen Gedanken. Vor einer Weile hatte er das Video eines berühmten Rappers im Fernsehen gesehen, der auf direktem Wege in ein Straßenschild rannte, während er versuchte den Paparazzi auszuweichen. Chris war der Typ ziemlich egal, rüpelhaft zu seinen Fans und zu jedem, der sich in seiner Nähe befand. Wahrscheinlich war es Schicksal gewesen und Chris war sich sicher, dass an diesem Tag sogar das Straßenschild lachte.

Schicksal, dieser Gedanke ließ ihn innehalten. Chris versuchte wirklich, nicht an den Unfall von vor fünf Jahren zu denken. Den Unfall, der ihm Amanda genommen hatte und ihn entfremdete von nahezu jedem in seinem Leben. Er verlor seine Freundin, seine Familie, die meisten seiner Freunde und sein Football-Stipendium auf einen Schlag. Die einzige Person, die die ganze Zeit zu ihm stand, war sein bester Freund Michael.

Im Krankenhaus allein aufzuwachen, weil niemand, den du kanntest, es ertragen konnte, mit dir im gleichen Raum zu sein. Der Prozess, der nicht nur Chris’ enge Familienbande zerrissen hatte, sondern auch die kleine Stadt Alabama erschütterte. Seinen Traum, Football für die NFL zu spielen, verloren, zum Teil wegen seiner Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen und zum anderen Teil, wegen der bleibenden Schäden an der Wirbelsäule, verursacht durch den Unfall. Während er sich an jedes Detail klar und deutlich erinnern konnte, zerrte nichts mehr an seiner Seele, als das, was er Amanda angetan hatte.

Michael und sein Freund Max waren die einzigen leuchtenden Lichter in Chris’ sonst dunklem Leben. Michael verließ für sein College New York kurz nach dem Prozess und überzeugte Chris mit ihm zu kommen. Chris stimmte schnell zu, da er wusste, dass es in Alabama nichts mehr gab für ihn. Um die Wahrheit zu sagen, er fühlte sich, als ob er nirgendwo hingehörte. Er war immer noch davon überzeugt, dass sein Leben hätte enden sollen in der Nacht, als er seine Freundin tötete. Michael war seine Stärke, der Bruder, den er niemals hatte, und er half Chris einen Anflug von Leben in New York zu finden.

Chris wurde herausgerissen aus dem Elend seiner Erinnerungen, durch laute Musik, die die Fenster des Gebäudes, an dem er vorbeiging, beben ließ. Als er aufschaute, wurde er automatisch näher zu diesem Gebäude hingezogen, durch die hellen Lichter, die aufblitzten und perfekt zum Beat des Basses passten. Je näher Chris den Türen kam, desto lauter wurde die Musik, die Lichter blendeten ihn. Seltsamerweise wurde die Musik hypnotisch, als er das Gebäude betrat. Die Dunkelheit hätte den großen Raum beherrscht, wenn es nicht die pulsierende Lichtshow in der Mitte des Raumes gegeben hätte.

Langsam nahm er seine Umgebung wahr, während er den Raum umrundete. Es gab unterschiedlich große Käfige, die um die Lichter und den DJ in der Mitte einen Kreis bildeten, Käfige, die fast nackte Männer enthielten, mit unterschiedlich viel oder wenig Kleidung. Sie tanzten, küssten und befummelten sich und in einem Käfig, Chris war sich sicher, fickten sie auch. Als er um die mittlere Bühne herum kam, sah er mehrere Stühle und Couchen in einer Reihe vor einer Rückwand. Er sah einen Mann zwischen den Beinen eines anderen Mannes, sein Kopf bewegte sich auf und ab im Takt der Musik.

Er stand da, festgefroren an einer Stelle und starrte auf das, was offensichtlich ein Kerl war, der einem anderen Kerl einen Blowjob verpasste, genau dort, vor allen. Er starrte nicht, weil er angeekelt war, es war mehr Fassungslosigkeit. Wie kam es, dass diese Männer so schamlos offen waren mit dem, was sie taten und warum wimmelte es an diesem Ort nicht von Polizisten? Und wie kam es, dass Chris nur ein paar Kilometer entfernt wohnte und diesen Ort niemals bemerkt hatte? Für Michael und Max wäre das hier der Himmel auf Erden, dachte er.

Er machte sich auf, in Richtung Bar. Dort bestellte er eine Cola mit Rum und drehte sich um. Er lehnte mit dem Rücken an der Bar, nur um zu schauen und das alles aufzunehmen.

„Wow, hallo Schönheit! Hab dich hier in der Gegend vorher noch nie gesehen.“ Ein zierlicher Blonder war auf Chris zugekommen, stellte sich neben ihn und beäugte ihn, so wie Chris ein Stück Steak anstarren würde.

Chris lachte laut. „Also sind die Anmachsprüche der schwulen Männer genauso schlecht wie die der Heteros?“ Chris grinste den kleineren Mann an.

Für einen Moment dachte Chris, er hätten den kleinen Kerl beleidigt, aber der warf seinen Kopf zurück und bellte ein hohes, helles Lachen heraus, dann straffte er sich und klatschte Chris härter auf seinen großen Bizeps, als der es für möglich gehalten hätte. Er täuschte vor zurückzuweichen. „Autsch!“ Immer noch lächelnd griff er nach seinem Arm.

Der kleine Kerl schob eine Hand in Richtung Chris’ Brust und dieser nahm sie, um sie zu schütteln. „Mein Name ist Colby und wer sagt, ich sei schwul?“ Er zwinkerte Chris zu, bevor er sich umdrehte Richtung Bar und einen Cosmo bestellte.

„Das dort, kleiner Mann sagt, dass du schwul bist.“ Chris lachte.

„Oh, haha, und was ist dein Getränk der Wahl, Jolly? Whiskey Cola? Bier?“ Colby versuchte wirklich angestrengt, so ernst wie möglich zu wirken, das konnte Chris sagen, aber das Lächeln verließ nie seine Augen. Chris wusste, er wollte ihn nur aufziehen.

„Nah dran, Rum und Cola. Jolly?“

„Du weißt schon, Jolly, der grüne Riese.“ Colby zwinkerte ihn wieder an.

„Witzig. Ich bin Chris, schön dich kennenzulernen, Colby.“ Sie drehten sich um und beobachteten die Masse an Körpern, tanzend, sich windend. Männer, die sich küssten und berührten, direkt vor ihnen auf der Tanzfläche. Chris wusste nicht, was er sonst noch sagen sollte, deshalb schwieg er. Er warf heimliche Blicke aus den Augenwinkeln auf den Mann neben ihm. Colby stand da, sein Kopf hüpfte auf und ab zum Beat der Musik, er lächelte und schaute auf die Szene direkt vor ihm.

Kurz bevor die Stille zwischen ihnen unangenehm peinlich wurde, stieß Colby Chris’ Arm mit seinem Ellenbogen an. „So“, Colby lehnte sich näher zu Chris, um sicherzustellen, dass der ihn trotz der lauten Musik hörte. „Bist du wirklich hetero? Oder bist du bi? Oh, ist heute mein Glückstag und du bist bi-neugierig?“ Colby wackelte mit seinen Augenbrauen.

Chris lachte über ihn und schüttelte seinen Kopf. „Nee, sorry Mann, ich mag die weiblichen Rundungen. Aber keine Angst, ich habe keine Probleme mit dem Lebensstil. Mein bester Freund und sein Partner leben zusammen, deshalb habe ich viel Zeit mit Schwulen und schwulen Pärchen verbracht. Es stört mich nicht im Geringsten.“

Colby nickte, als er seinen pinken Drink ansetzte und einen großen Schluck nahm. Stille schlich sich wieder zwischen sie und dann stieß Colby erneut Chris’ Schulter an. „Kann ich dir ein Geheimnis erzählen?“

Chris nickte.

„Mein Name ist nicht wirklich Colby, er ist Colton.“

„Du benutzt also einen falschen Namen, für den Fall, dass du jemanden nicht magst oder so?“, fragte Chris.

„Oder so“, sagte Colby, nein Colton. „Einmaleins für Schwule, wenn du in New York City lebst, benutze niemals deinen richtigen Namen, es sein denn, es ist deine Familie oder jemand, dem du vertrauen kannst.“

„Und du denkst, du kannst mir vertrauen?“, fragte Chris, mit einem Versuch seinen neuen Freund anzüglich anzugrinsen.

Colton warf seinen Kopf zurück und lachte schon wieder, aber dieses Mal wich Chris dem Schlag auf seinen Arm aus.

Colton runzelte die Stirn, als Chris sein leeres Glas auf die Bar stellte und ein Glas Mineralwasser bestellte, anstatt eines neuen Drinks. „Fährst du?“, fragte er.

Chris schüttelte seinen Kopf.

„Warum trinkst du dann Wasser?“

„Ich habe eine Regel, die heißt ‚Nur ein Drink‘ und bevor du fragst, lass es. Sagen wir einfach, Alkohol und ich haben eine gemeinsame Geschichte, eine hässliche, deshalb trinke ich nur mäßig, wenn ich trinke.“ Chris starrte hinunter auf den kleineren Mann und wartete auf eine Reaktion von ihm.

Colton betrachtete ihn nur für einige Sekunden, bevor er lächelte und mit den Schultern zuckte. „Ah, na ja, dann gibt es mehr für mich!“

Chris lachte über seinen neuen Freund. Nach einigen Runden Wasser, Cosmos und angenehmer Unterhaltung fragte Chris Colton, wo die Toiletten wären und sie machten sich auf den Weg dorthin. Mehr als einmal musste Chris Colton stützen, die Comos wirkten und verwandelten Coltons Beine in Wackelpudding.

Als Chris seine Hände wusch, bemerkte er einen Stapel von Flugblättern auf der Ablage. Er griff eins, überflog es und drehte sich...



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