Aus heutiger Sicht erweisen sich die Jahre 2017-2020 als Epochenumbruch, der die alte Welt aus den Angeln hob und eine neue Realität hervorbrachte – eine Zeitenwende vor der Zeitenwende.
In seinen Notizbüchern, in die er seit Jahrzehnten jeden Morgen Überlegungen, Episoden und Kommentare zur Gegenwart niederschreibt, begleitet Peter Sloterdijk diese »große Umstimmung« von der ersten Amtseinführung Donald Trumps bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie – mal distanziert, mal mitten im Geschehen.
Skeptisch und heiter, schonungslos und weltbejahend taxiert er die Umwälzung etablierter politischer Ordnungen, die neue Faszination für große Staatslenker wie Trump und Macron, betrachtet die Abendstimmung der letzten Merkel-Jahre und die Kraftlosigkeit des Alten Europa. Ob bei einem Festakt zum Reformationsjubiläum, vor einer Versammlung von Anti-Aging-Gynäkologen oder bei der konzentrierten Lektüre, Sloterdijk navigiert durch die medialen Erregungsstürme und lässt die Umrisse eines größeren Zusammenhangs aufscheinen, die für jede Künstliche Intelligenz noch lange außer Sichtweite sein werden. Ein großes Geschenk für alle Mitdenkenden: das Notizbuch als Goldstaubfilter.
Sloterdijk, Peter
Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman Der Zauberbaum vor. Sloterdijk ist emeritierter Professor für Philosophie und Ästhetik der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und war in Nachfolge von Heinrich Klotz von 2001 bis 2015 deren Rektor.
Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel
. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel
. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema
promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch
zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman
vor. Sloterdijk ist emeritierter Professor für Philosophie und Ästhetik der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und war in Nachfolge von Heinrich Klotz von 2001 bis 2015 deren Rektor.