Singh / Fuller / Rice | Julia Extra Band 487 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 487, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Singh / Fuller / Rice Julia Extra Band 487


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1487-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 487, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-1487-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



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Nina Singh lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und einem sehr temperamentvollen Yorkshire am Rande Bostons, Massachusetts. Nach Jahren in der Unternehmenswelt hat sie sich schließlich entschieden, dem Rat von Freunden und Familie zu folgen, und 'dieses Schreiben doch mal zu probieren'. Es war die beste Entscheidung ihres Lebens. Wenn sie gerade nicht an der Tastatur sitzt, spielt sie Tennis oder Golf, oder versinkt in einem guten Buch.
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1. KAPITEL

Die karibische See glitzerte wie tausend Diamanten im hellen Sonnenschein, und der blütenweiße, von Palmen gesäumte Strand strahlte beinahe blendend hell.

Kitty Quested ließ mit angehaltenem Atem den Blick über diese Postkartenidylle schweifen. Sie konnte auch jetzt – vier Wochen nach ihrer Ankunft auf Kuba – noch immer kaum glauben, dass dies von nun an ihr Zuhause sein würde.

Zuhause …

Sie fasste ihre langen kupferfarbenen Locken mit einer Hand zusammen, sodass der laue Wind ihren Nacken streicheln konnte. Dabei dachte sie wehmütig an das kleine Küstenörtchen in Südengland, in dem sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hatte.

Dort war sie geboren und aufgewachsen. Dort hatte sie ihre Jugendliebe Jimmy kennengelernt, ihn geheiratet – und ihn verloren.

Sie dachte an all die Menschen, die sie zurückgelassen hatte. Ihre Eltern, ihre Schwester Lizzie und deren Freund Bill. Sie dachte an das winzige Cottage mit Blick aufs Meer und nicht zuletzt auch an ihren Job in Bills Unternehmen, wo sie ihr erstes Produkt für die noch junge Destillerie hergestellt hatte: den Blackstrap-Rum.

Kitty wurde von einer heftigen Welle des Heimwehs ergriffen.

Drei Monate war es her, dass Miguel Mendoza, der Produktionsleiter der Destillerie Dos Rios Rum, überraschend mit ihr in Kontakt getreten war. Die Feier zum zweihundertjährigen Bestehen der Marke stand bevor, und man wollte zu diesem Anlass mehrere aufregende neue Geschmacksrichtungen auf den Markt bringen. Mendoza schlug vor, dass Kitty zwei davon kreieren sollte.

Hätte sie sich damals schon hingesetzt und in Ruhe über alles nachgedacht, Kitty hätte den Job vermutlich abgelehnt. Sie wäre geschmeichelt gewesen, sicherlich. Aber im Gegensatz zu ihrer Schwester Lizzie war sie von Natur aus eher zurückhaltend. Und wenn die Vergangenheit sie eines gelehrt hatte, dann, dass es schmerzhaft enden konnte, wenn man ein zu großes Risiko einging.

Doch jetzt, fünf Jahre nach Jimmys Tod, war eine Veränderung genau das gewesen, was Kitty wollte und brauchte. Sie musste dringend ihre Trauer hinter sich lassen und wieder zu leben anfangen. Und so hatte sie keine fünf Minuten nach Mendozas Anruf zurückgerufen und zugesagt.

Sie strich sich das Haar zurück, das sich wie flüssiges Feuer über ihre Schultern und ihren Rücken hinab ergoss. Am Flughafen hatte sie ihrer Schwester noch versprochen, dass sie es in Zukunft offen tragen würde. Vermutlich hoffte Lizzie, dass es ihr helfen würde, auch in anderen Dingen mehr aus sich hinauszugehen.

Doch das war gar nicht so leicht …

Jimmy war ihre erste große Liebe gewesen, und sie konnte sich nicht vorstellen, jemals für einen anderen Mann so zu empfinden wie für ihn. Sie wollte es auch gar nicht. Liebe – wahre Liebe – war zugleich ein Segen und ein Fluch, und sie glaubte nicht daran, dass man so etwas im Leben zweimal erleben konnte. Ihre Freunde und ihre Familie waren anderer Ansicht, doch Kitty wusste einfach, dass dieses Kapitel für sie abgeschlossen war. Daran konnten auch noch so viel Sonne, Meer und Salsa nichts ändern.

Sie blickte nach unten und entdeckte zu ihrem Entzücken einen leuchtend orangefarbenen Seestern, der im flachen Wasser dahintrieb. Was hieß „Seestern“ noch gleich auf Spanisch? Kitty zückte ihr Smartphone und wollte das Wort gerade nachschlagen, als das Telefon in ihrer Hand zu vibrieren begann. Ihre Mundwinkel zuckten, als sie den Namen auf dem Display las.

„Hey, Lizzie.“

„Hallo. Sag mal, du … du bist doch nicht etwa am Strand, oder? Ist das die Brandung, die ich da im Hintergrund höre?“

„Allerdings.“ Kitty grinste. „Ich mag zwar nicht im Büro sein, aber ich arbeite trotzdem gerade. Ich recherchiere.“

„Du recherchierst, soso.“ Lizzie schien einen Fluch zu unterdrücken. „Nun, ich kann nur hoffen, dass du ausreichend Sonnenschutz aufgetragen hast, so empfindlich, wie deine Haut ist.“

Seufzend schaute Kitty an sich hinunter. Sie trug eine langärmelige Bluse und einen langen Rock. „Ich trage so viel Kleidung und Sonnencreme, dass ich vermutlich blasser nach Hause zurückkehren werde, als ich aufgebrochen bin.“

„Wer weiß? Vielleicht kommst du auch gar nicht mehr zurück. Nicht wenn dein unglaublich attraktiver Chef sich entschließt, sich endlich mal bei euch sehen zu lassen. Ich kann es praktisch vor mir sehen, wie eure Blicke sich zum ersten Mal begegnen, über Reihen von Reagenzgläsern hinweg …“

„Ich arbeite im Labor, Lizzie. Ich glaube kaum, dass sich mein unglaublich attraktiver Chef ausgerechnet dorthin verirren wird. Und selbst wenn – er weiß doch sicher nicht mal, wer ich bin.“

Nachdem sie das Gespräch beendet hatte, schlenderte Kitty weiter den Strand entlang, bis zu dem kleinen Wald, der daran grenzte und in dem es immer ein wenig kühler war als anderswo.

Sie hetzte sich nicht. Die Dinge gingen auf Kuba einen gemächlicheren Gang. Selbst bei der Arbeit hatte jeder seinen eigenen Rhythmus, und auch Kitty hatte sich schließlich – nach einer Woche ihrer typisch englischen Arbeitsroutine – dem kubanischen Zeitgefühl angepasst. Es war zuerst merkwürdig gewesen, aber die Welt war nicht untergegangen, und wie Mr. Mendoza ihr bei ihrem ersten Gespräch gesagt hatte: Sie war ihr eigener Boss.

Das stimmte natürlich nur in gewissem Maße. Fast alles auf dieser so gut wie unberührten Halbinsel – die Bäume, der Strand und vermutlich sogar der Seestern – gehörte zum Anwesen der Finca el Pinar Zayas. Und das wiederum gehörte dem el jefazo – dem großen Boss, wie ihn alle nannten.

César Zayas y Diago.

Sein Name klang wie Musik, und Kitty ließ die fremdartigen Silben genießerisch über ihre Zunge rollen. Ob es wohl möglich war, jemanden heraufzubeschwören, nur indem man an ihn dachte?

Schön wär’s!

Sie mochte sich manchmal vorstellen, wie es wäre, den Boss von Dos Rios zu treffen, aber bisher hatte sie noch nicht einmal mit ihm telefoniert.

Nicht dass sein fehlendes Interesse an ihr Kitty irgendwie bekümmerte. Eigentlich war sie sogar ganz froh. Sie war von einem ruhigen englischen Küstenstädtchen ins pulsierende Herz der Karibik gezogen, aber tief in ihrem Inneren war und blieb sie ein Mädchen vom Lande. Ihren legendären und unzweifelhaft eindrucksvollen Boss kennenzulernen war ein Erlebnis, auf das sie nur zu gern verzichtete.

Umgekehrt ging es ihm vermutlich ganz ähnlich, denn er hatte die Hauptverwaltung schon zweimal besucht, seit Kitty in Havanna eingetroffen war. Beide Male war er schon wieder fort gewesen, ehe sie überhaupt mitbekommen hatte, dass er sich im Land aufhielt.

Allerdings hatte sie auch gar nicht erwartet, ihn je zu treffen. Er mochte ein herrliches Haus im Kolonialstil auf dem Anwesen besitzen, aber geschäftlich war er auf der ganzen Welt unterwegs. Ihren Kollegen zufolge besuchte er Havanna nur in unregelmäßigen Abständen und blieb nie für länger als ein paar Tage am Stück.

Selbstverständlich war Kitty neugierig auf ihren Boss. Das war ja nur natürlich. Immerhin hatte er die bescheidene Rum-Destillerie seiner Familie in eine global operierende Marke verwandelt. Und anders als viele seiner Geschäftskollegen hatte er das geschafft, ohne das falsche Spiel der Medien mitzuspielen.

Sie duckte sich unter einem tief hängenden Ast hindurch und fragte sich, wie César Zayas es geschafft hatte, sein Privatleben trotz des immensen Erfolges auch privat zu halten.

Vielleicht war er einfach nur bescheiden. Seine Biografie auf der Website des Unternehmens, die extrem minimalistisch gehalten war, schien das nahezulegen. Es gab nichts Persönliches, keine Zitate oder Weisheiten, nur ein paar allgemeine Worte eingebettet in die Firmenhistorie.

Selbst das dazugehörige Foto sagte nicht wirklich etwas über den Mann aus, der darauf abgebildet war. Er stand inmitten einer Gruppe Männer auf einer Terrasse. Der Rum in ihren Gläsern besaß dasselbe tiefgoldene Orange wie die Sonne, die hinter ihnen am Horizont versank.

Kitty musste nur an das Bild denken, und in ihrem Bauch fing es heftig zu flattern an.

Der CEO von Dos Rios hatte den Blick darauf halb abgewandt, sodass sein Gesicht im Schatten lag. Man konnte seine hohen Wangenknochen und das markante Kinn unter dem dunklen Bartschatten und dem zerzausten schwarzen Haar nur erahnen.

Es gab keine hilfreiche Bildunterschrift, die den einzelnen Männern einen Namen zuwies, doch das war auch nicht nötig. Die Aura von Überlegenheit und Macht, die César Zayas y Diago ausstrahlte, ließ keinen Zweifel offen, dass die Welt ihm zu Füßen lag. Sein Leben war rasant wie ein Sportwagen. Nur sein Lächeln – das Kitty zwar noch nie gesehen hatte, sich aber problemlos bildlich vorstellen konnte – wäre sicher langsam, beinahe träge und genießerisch, wie ein eiskalter Daiquiri an einem heißen Nachmittag.

Kitty schluckte. Ihr war, als könne sie den Rum und die scharfe Säure der Limone auf der Zunge schmecken. Nur dass sie keine Daiquiris trank. Das waren Cocktails, und sie hatte sich nie selbstbewusst genug gefühlt, einen solchen zu bestellen. Nicht einmal hier auf Kuba.

Ganz besonders nicht hier auf Kuba.

Die Menschen hier waren so schön, von der Sonne geküsst und stets fröhlich. Die Männer hatten dunkle, glutvolle Augen, und die Frauen schafften es, selbst beim Überqueren der Straße Eleganz und Anmut auszustrahlen.

Kitty...



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