Anders reisen und dabei das Besondere entdecken:
Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher.
»Hic Rhodus, hic salta!« Sinngemäß: Hier ist Rhodos, beweise dich! Unser Reiseführer »Rhodos« beweist Ihnen mit 276 Seiten und 124 Farbfotos in der siebten Auflage 2019 die Schönheit und Vielfalt Griechenlands größter Dodekanes-Insel. Hans-Peter Siebenhaar hat akribisch vor Ort recherchiert und alles für Sie ausprobiert. Geheimtipps des Autors nennen besonders lohnende Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und Restaurants. Zahlreiche eingestreute Kurz-Essays vermitteln interessantes Hintergrundwissen. Dank 21 Karten sind Sie immer optimal orientiert. Zehn Wanderungen samt GPS-Tracks lassen Sie die Insel intensiv erleben. Rhodos-Welten.de schreibt: »Das beste jemals erschienene Buch über Rhodos. Pflichtlektüre für jeden Rhodos-Reisenden.« TMS-Tourismus Marketing Service meint: »Sehr gutes Reisehandbuch mit ausführlichen, ehrlichen Texten und jeder Menge Hinweise, Tipps und Adressen. Nichts für Lesefaule, aber perfekt für Individualreisende.«
Rhodos im Überblick:
Die Hauptstadt der Insel, Rhódos-Stadt, ist UNESCO-Weltkulturerbe und vereint in der Altstadt Sehenswürdigkeiten und Einflüsse römischer, italienischer und türkischer Kultur. Die Landschaft der 70 Kilometer langen Ostküste lockt mit feinen Sandstränden, idyllischen Buchten und attraktiven Wanderungen. Der Rhodos-Reiseführer verrät Ihnen die schönsten Plätze. Kulturinteressierte zieht es nach Líndos und Archángelos. Wer Zerstreuung und Party sucht, wird in Faliráki fündig. Der Süden liegt abseits der Touristenzentren und bietet Ruhe, selbst in der Hochsaison findet man am Strand in Gennádi seinen Platz. Abgeschiedenheit bietet das Künstlerdorf Lachaniá oder das malerische Bergdorf Asklipio. Zudem lohnen sich im Süden Besuche besonders in Kiotári, Vati, Plimíri, Kattaviá, Prasonísi, Kloster Skiádi, Mesanagrós und Apolakkía. Die Westküste bietet Kulturinteressierten, Naturfreunden und Strandliebhabern gleichermaßen viel. Unser Reiseführer »Rhodos« ist auf Ihren Entdeckungstouren kenntnisreicher und wegweisender Begleiter. Antike Tempel in Kamirós und Filérimos, fast menschenleere Badebuchten am Kap Foúrni. Weitere sehenswerte Orte im Westen sind Theólogos, Soroní, Fánes, Kamirós Skála, Kritiniá sowie Monólithos. Wanderer finden Erfrischung auf den selbst im Sommer von kühlendem Wind umfächelten Inselbergen. Erkunden Sie Profítis Ilías und Attáviros, sowie die Bergdörfer Émbonas und Sianá. Letztere sind bekannt für Wein, Souma (Traubenschnaps) und Honig. Tavernen laden zum Genuss vor Ort. Schließlich nimmt Sie unser Reiseführer »Rhodos« mit auf die benachbarten Inseln. Chálkis ist eher von herber Schönheit, bietet aber idyllische Ruhe und kristallklares Wasser. Sehenswert sind hier Emporió und Chorió. Ähnlich gemächlich geht es auf Sými und in Sými-Stadt zu. Unser Rhodos-Reiseführer ist überall kundiger Begleiter und zeigt Ihnen an allen Orten Plätze, die garantiert nicht jeder kennt!
Was tun auf Rhodos?
Kulturinteressierte erkunden Museen wie den ehemaligen Großmeisterpalast in Rhódos-Stadt oder das Archäologische Museum. Naturliebhaber erfreuen sich im Tal der Schmetterlinge oder an der gänzlich anderen Atmosphäre im Nadelwald auf dem zweithöchsten Inselberg Profítis Ilías. Strandurlaub und Familienurlaub ist gleichermaßen möglich. Für jeden hat unser Rhodos-Reiseführer hilfreiche Hinweise und bewährte Tipps parat. Das sonnige Wetter auf Rhodos und feine Sandstrände und Buchten laden zum Baden, Tauchen und Surfen ein. Die Tsambiká-Bucht ist dank Wasserspielplatz besonders kinderfreundlich. Wer gerne abtaucht, für den empfiehlt sich die Ostküste und besonders die Bucht von Kallithéa.
Übernachtung und Unterkunft:
Das Angebot reicht von Luxusherbergen bis zu idyllisch gelegenen Einraumhäusern. Appartements, Pensionen, Ferienwohnungen oder Hotels Rhodos hat für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Dach über dem Kopf. Unser Reiseführer »Rhodos« hilft mit bewährten Hinweisen. Vertrauen Sie den Geheimtipps des Autors und Sie werden nicht enttäuscht, versprochen!
Praktisch und interaktiv:
Kostenlos und registrierungsfrei stehen zehn GPS-Tracks und die mmtravel App mit Online-Karten und Ortungsfunktion zum Download für Ihren Urlaub auf Rhodos bereit.
Gut zu wissen: Dieser Reiseführer des Michael Müller Verlags wurde klimaneutral produziert.
Siebenhaar
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Weitere Infos & Material
Obwohl es in Rhódos-Stadt an jeder Ecke Schmuck zu kaufen gibt, stammen die wenigsten Produkte von der Insel, wenngleich das Handwerk hier große Tradition hat. „Die Geschäfte, die ihr hier seht, sind chinesische Filialen. Die Händler fahren nach China und importieren einen Container Schmuck“, erzählt Nikos Vassilaras. Er ist einer der letzten verbliebenen Goldschmiede in Rhódos-Stadt.
Sein Geschäft ist zugleich seine Werkstatt. Hier kann man ihm zusehen, wie er ein Stück Silber zu einem Armband verarbeitet. „Das Wichtigste in meiner Arbeit ist Geduld“, sagt Vassilaras. Am Anfang zeichnet er am Laptop einen Entwurf. Dementsprechend walzt, sägt, feilt und lötet er danach an den Einzelteilen und kreiert aus ihnen ein neues Schmuckstück. Gelernt hat er die Kunst des Goldschmiedens von seinem Vater. Später ging er eigene Wege und vertiefte sein Wissen an der Kunstgewerbeschule in Pforzheim. Dort lernte Vassilaras seine deutsche Frau Irmgard kennen, die ihre handgemachten Wandteppiche ebenfalls im Geschäft verkauft. Entsprechend gut spricht Nikos Vassilaras Deutsch. 1971 kehrte er nach Rhódos zurück und eröffnete seine eigene Werkstatt mit Geschäft.
„Die lange Ausbildung ist sinnvoll. Der Beruf hat viele Geheimnisse und auch Gefahren“, sagt er. So arbeite er etwa mit vielen Säuren. Vassilaras ist bereits der zehnte Goldschmied in seiner Familie. Man findet auf Rhódos noch Spuren seiner Ahnen aus dem Jahr 1780: Das Silber, welches die Ikone von der heiligen Maria am Altar in der Kirche von Kremasti bedeckt, stammt von seinem Ur-ur-ur-ur- Großvater aus dem Jahr 1780. Die Spezialität von Vassilaras sind Anhänger aus alten Uhrwerken.
Doch immer weniger junge Leute interessieren sich für den Beruf und wollen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Auch Vassilaras’ Kinder haben sich für andere Jobs entschieden. Er selbst hat ihnen dazu geraten, denn als Goldschmied lasse sich nur mehr schwer ausreichend Geld verdienen. Viele Touristen kaufen lieber die billigen Produkte aus China, anstatt Geld für seinen handgemachten Schmuck auszugeben. So sterben die Goldschmiede auf Rhódos langsam aus.
Thomas Prager, Elisabeth Stockinger
Bio/Regional Handgemachte Sandalen 23, der kleine Laden direkt in der Altstadt an der Aristotelous-Str. 22 (Nähe Ippocratou-Platz) ist leicht zu übersehen, lassen Sie sich von den umliegenden Nippes-Läden nicht abschrecken. Bei Nektarios Giakoumis finden Sie handgemachte Ledersandalen, die er in der offenen Werkstatt bereits in der dritten Generation in überaus originellen Modellen fertigt. Falls der Schuh mal nicht passen sollte, sind auch Sonderanfertigungen möglich. Tägl. bis 22 Uhr geöffnet, es gibt auch einen Inernetshop. Tel. 22410-34464, www.rodossandals.com.gr. Mein Tipp Schnapsbrennerei Sifonios 68 44, in der Pythagoras-Str., mitten im jüdischen Viertel: Schnaps vom Feinsten - destilliert und abgefüllt. Milchig, blau, orange und giftgrün schimmert Hochprozentiges. Auf wenigen Quadratmetern agiert Herr Sifonios. Seine Spezialität ist der „Koriandolino“, ein Likör mit einem Zweig in der Flasche, an dem der Zucker kristallisiert (zwischen 1,50 und 17,50 €). Am besten das seltsame Gebräu einfach mal probieren. Außerdem bietet er selbst kreierten Ouzo-Café, den er nach einer geheimen Rezeptur zubereitet. Die Spirituosen werden im nahen Kóskinou hergestellt, die Fabrik gibt es seit 1938. Der Laden ist bis spätabends geöffnet. Gegenüber betreibt der Besitzer (dessen Frau sehr gut deutsch spricht) auch ein Café (ab 18 Uhr geöffnet). Pithagoras Str. 42, Tel. 22410-29301. Weite Teile der Altstadt haben noch Bazar-Charakter
Silver Dream 31, große Auswahl an interessanten Schmuckkreationen, die Modelle aus Silber werden von Spanos Vangelis in Handarbeit hergestellt. Unaufdringlicher, sehr freundlicher Service. Tel. 22410-33776. Valsami 15, das Bekleidungsgeschäft, bereits 1935 gegründet, bietet qualitativ hochwertige Sport- und Freizeitbekleidung. Oberhalb der Nea Agora, in der Nähe der Bushaltestelle für die Westküste. Gallias 4. Blanc du Nil 16, in der französischen Kette kann man sich komplett in Weiß einkleiden. An der Bushaltestelle Richtung Westen. Nea Agora 18. Schwämme werden zumeist an den Ständen zwischen den Altstadt-Mauern und dem Mandráki-Hafen verkauft. Die meisten stammen mittlerweile aus arabischen Ländern. Große Qualitätsunterschiede, wenn man Pech hat, merkt man erst zu Hause, dass man übers Ohr gehauen wurde. Die hellen Schwämme sind gebleicht, wer ein Naturprodukt sucht, sollte die braun-gelben Exemplare wählen. Ein Schwamm von allerbester Qualität kostet etwa ab 10 € und sollte weich sein - nicht nass und weich.
Markt von Rhódos, für Liebhaber von Fisch, Obst, Gemüse und Gewürzen aller Art nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein duftendes Erlebnis. Jeden Donnerstag von 7.30 bis 14 Uhr ist der Platz in der Vironos-Straße voller Leben. Hier kommt alles vom Dodekanes frisch auf den Tisch. Aber nicht nur Lebensmittel wie Gemüse, Fisch oder Fleisch kann man hier nach Herzenslust einkaufen, auch Kleidung und Haushaltswaren werden angeboten. In der Vironos-Straße an der Stadtmauer (beim Stadion), zwischen Kóskinou-Tor und Akandia-Tor. Einen weiteren Markt gibt es jeden Samstagvormittag in Zephyros (in der Nähe des Friedhofs). Weingut der Genossenschaft C.A.I.R. (Compagnie Agricole et Industrielle de Rhodes), Rund 97 % des Weintraubenertrags auf Rhódos werden hier verarbeitet. Das sind immerhin jährlich 150 Tonnen Weinmost. Es dominieren insbesondere Weiß- und Roséweine. Der Ilios, ein Weißwein, bekam schon verschiedene Auszeichnungen. Die bereits 1928 gegründete Genossenschaft war früher die einzige Firma in Griechenland, die Schaumweine nach dem französischen Champagner-Verfahren herstellte. Jährlich vermarktet die Genossenschaft rund eine halbe Million Flaschen des handgerüttelten Sekts. Konkurrenz bekam C.A.I.R. zwar mittlerweile durch den Grand Prix Brut von Emery, dennoch genießt der aus der weißen Athiri-Traube gewonnene Sekt von C.A.I.R. auf dem griechischen Markt seit vielen Jahren Kultcharakter. Bei Km 2 an der Straße nach Lindos. Tel. 22410-687703. Vyron Perellis und die gemalten Urlaubserinnerungen
In früheren Zeiten gehörte ein Porträt des Ehepartners und der Kinder zur Grundausstattung der Wohnung einer wohlsituierten Familie. Der Fotoapparat hat dieser Tradition schon vor mehr als einem Jahrhundert ein Ende gesetzt. Der Beruf des Porträtmalers ist seitdem nicht mehr gefragt.
Doch auf Rhódos gibt es sie noch, die Porträtmaler. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht sitzen die Autodidakten, Kunststudenten und Meisterschüler an der Straße an der Platia Martirion in der Altstadt, beim Großmeisterpalast oder am Mandráki-Hafen. Die meisten von ihnen beherrschen das zur Kundengewinnung nötige Vokabular in den verschiedensten Sprachen ebenso meisterhaft wie ihre Kunst selbst.
Der Arbeitstag ist für die Maler besonders in der Hochsaison hart, denn die Erstellung eines Porträts erfordert höchste Konzentration, und es geht manchmal zu wie am Fließband. Die Maler haben sich längst zu einer Kooperative zusammengeschlossen. Alle Einnahmen fließen in eine Kasse und werden dann durch die Anzahl der Mitglieder brüderlich geteilt. Das ist nicht nur gerecht, sondern auch eine Art Versicherung, wenn einer der Maler krank wird. Durch die Kooperative wurde es auch möglich, sich in den Sommermonaten einen freien Tag zu gönnen.
Vyron Perellis, ein bärtiger Mittsechziger aus Lesbos, ist einer von ihnen. Er gilt unter seinen Kollegen als der Erfahrenste. Seit Jahrzehnten findet er mit der Malerei auf Rhódos sein Auskommen. Meistens legt der aus Lesbos stammende Künstler sein Handwerkszeug im Hochsommer nicht vor Mitternacht aus der Hand. Schließlich ist die Porträtmalerei immer auch ein Kampf gegen die Zeit und nur in der Hochsaison wirklich lukrativ.
Die Einnahmen aus der Porträtmalerei reichen für den Lebensunterhalt über das ganze Jahr nicht aus. Wenn Ende Oktober die letzten Touristen die Insel verlassen, versiegen auch die Verdienstmöglichkeiten. Viele der Porträtmaler gehen daher in den Wintermonaten „Ersatzbeschäftigungen“ nach, die meistens im künstlerisch-dekorativen Bereich angesiedelt sind. Fast keiner bleibt in der touristenlosen und damit arbeitslosen Zeit auf der Insel. Viele zieht es auch nach Asien. Dort sind die Lebenshaltungskosten gering. Auch Vyron Perellis zog es früher am Ende der Saison in die Ferne. Heute hat er sich auf der Insel Euböa niedergelassen - fernab des Trubels. Doch jedes Frühjahr kehren er und seine Kollegen nach Rhódos zurück und malen wieder Porträts.
Die Übernachtungskosten sind in Rhódos für...
Siebenhaar, Hans-Peter
Jahrgang 1962. Promovierter Politikwissenschaftler, Studium in Erlangen, Madrid und Kalamazoo (USA), Korrespondent des »Handelsblatt« für Österreich und Südosteuropa in Wien, 2017 erschien sein viel beachtetes Buch »Österreich – Die zerrissene Republik«. Hans-Peter Siebenhaar ist ein Müller-Autor der ersten Stunde; sein erstes Buch, »Fränkische Schweiz«, schrieb er 1982 zusammen mit dem Verlagsgründer. Ingesamt hat der gebürtige Franke sieben Reisebücher im Verlag Michael Müller geschrieben – von Bodensee über Madrid bis zum Peloponnes und Korfu – und ist Co-Autor verschiedener Kochbücher.