Sharpe | Mitternacht im falschen Bett | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Digital Edition

Sharpe Mitternacht im falschen Bett


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1608-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-1608-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Triff mich nach Mitternacht in Edgars Apartment', raunt Stoner ihr bei einem Drink zu. Melanies Puls rast. Es ist wieder mal so weit: Sex mit einem Mann, der eigentlich der Falsche für sie ist! Doch als sie spä-ter in seinen Armen liegt, fühlt es sich einfach richtig an. Sie ahnt nicht, dass sie gerade den schönsten Fehler ihres Lebens macht.



Im Gegensatz zu ihren Autorenkollegen wurde Isabel Sharpe nicht mit einem Stift in der Hand geboren. Lange Zeit vor ihrer Karriere als Schriftstellerin erwarb sie ihren Abschluss in Musik auf der Yale Universität und einen Master in Gesangsdarbietung auf der Universität von Boston. Im Jahre 1994 rettet sie die Mutterschaft vor einer Hatz als Küken im harten Wettbewerb des Geldverdienens, für den sie eindeutig ungeeignet war. Auf der Suche danach sich selbst zu stimulieren, während sie Zuhause auf ihr anspruchsvolles Baby aufpasste, tauchte sie ein in die Welt des Roman Schreibens. Ihr erster Anlauf war ein unveröffentlichbares Durcheinander, aber da war sie schon längst Feuer und Flamme. Im Dezember 2000 wurde ihr erstes Buch veröffentlicht. Seitdem hat sie eine Vielzahl von Büchern an unterschiedliche Verlage verkauft. Isabel ist Mitglied der Romance Writers of America seit 1996. Mit ihren zwei Söhnen und Katzen lebt Isabel in Wisconsins. Ihre Freizeit verbringt sie mit lesen, kochen oder Training, so kann sie mehr von ihrem selbst gekochten Essen vertragen.
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1. KAPITEL

„Also …?“

Melanie Hawthorne nippte im The Wicked Hop an ihrem Mojito. Ihr war klar, was Jenny wissen wollte. Aber sie kostete die Situation noch ein wenig aus. „Entschuldige. Also … Was?“

„Hast du Stoner noch einmal getroffen? Nach dem Abend in Edgars Apartment?“

„Bisher nicht. Ich habe ihm gegenüber allerdings erwähnt, dass ich nach der Arbeit oft hier bin. Also wird er vielleicht noch auftauchen. Gestern Abend hatte er eine Probe mit seiner Band.“ Allein die Vorstellung, dass Stoner sie ausfindig machte und sie dann heißen Sex miteinander haben würden, ließ sie vor Aufregung erbeben. Sie stand ausgerechnet auf die gefährlichen und egoistischen Kerle, die Frauen nur benutzten. In diese Typen verliebte sie sich auf den ersten Blick. Immer wieder. Und das tat ihr alles andere als gut.

Deshalb wollte Melanie etwas an ihrem Leben ändern. Es musste doch möglich sein, sich mit einem netten, beständigen Mann wie ihrem besten Freund und Kollegen Edgar Raymond zu verabreden. In der vergangenen Woche hatte sie gerade auf Edgars Sofa gesessen und ihm diese Lösung ihres Problems vorschlagen wollen, als sein älterer Bruder Stoner ins Apartment kam. Wow – was für ein heißer Typ! Sofort war sie hin und weg. Ein neuer Mann. Und dieselbe alte Geschichte.

„Ich kann es kaum erwarten, ihn zu sehen.“ Jenny seufzte. „Du ziehst immer so unglaublich attraktive Männer an Land. Natürlich bin ich nach drei Jahren noch glücklich mit Noah. Aber manchmal hätte ich auch nichts dagegen, zu leben wie du.“

„Ja, ich bin ein Glückspilz.“ Für einige Stunden oder Tage oder sogar Wochen hatte sie tatsächlich viel Spaß mit diesen aufregenden Männern – bis die sich dann für das nächste hübsche Gesicht interessierten und sie ihrem Kummer überließen. Trotzdem kehrte jedes Mal aufs Neue – wider Erwarten und entgegen alle Vernunft – ihr Optimismus zurück. Denn trotz all der Fehlschläge hoffte sie, eines Tages doch noch ihre große Liebe zu finden.

„Stoner ist also ein Rockstar, hm?“, fragte Jenny.

„Er spielt in einer Band, die sich Imploding Bovines nennt. Edgar hat die Augen verdreht, als er mir das erzählt hat. Ich glaube nicht, dass er und sein Bruder gut miteinander auskommen.“

„Nun, wenn Stoner auch nur ansatzweise so aussieht und sich so verhält, wie du gesagt hast, dann sind sie auch völlig gegensätzlich.“

„Vermutlich.“ Melanie bemerkte, dass sie ihr Glas bereits halb leer getrunken hatte, und stellte es zurück auf den Tisch. Edgar war Edgar. Er hatte eine große Nase, eine furchtbare Frisur und war immer unmöglich angezogen. Anderseits hatte er tolle Zähne, ein umwerfendes Lächeln und schöne blaue Augen. Er war der liebenswürdigste Mann auf der ganzen Welt. Doch obwohl er, so gesehen, ein toller Fang gewesen wäre, empfand Melanie nichts anderes als schwesterliche Zuneigung für ihn. Sie verliebte sich niemals in einen Mann, der sie gut behandelte.

„Du meine Güte! Das muss Stoner sein.“ Jenny deutete auf den Eingang. „Du hast nicht übertrieben. Diese blauen Augen sind fantastisch.“

Melanie spähte aufgeregt zur Tür. Stoner und Edgar hatten die gleichen schönen blauen Augen. Aber während Edgar Wärme, Freundlichkeit und auch ein wenig Schüchternheit ausstrahlte, ließ Stoners Sex-Appeal Melanie sofort schwach werden. Wie bei der ersten Begegnung trug Stoner ein enges schwarzes T-Shirt, schwarze Jeans, und seine ebenfalls schwarzen Locken waren betont lässig zerzaust. „Hm“, seufzte Melanie. „Das ist er.“

Stoner sah sich um. Schon bald entdeckte er Melanie, seine Augen funkelten, und er kam auf sie zu. Diese geballte Männlichkeit überwältigte sie regelrecht. „Hallo, Melanie.“ Er küsste sie auf die Wange, seine Lippen waren warm und weich. Verführerisch. „Wie geht’s dir?“

„Großartig – jetzt, wo du auch hier bist.“

„Gut zu hören.“ Er zwinkerte ihr zu und deutete mit dem Kopf in Jennys Richtung. „Und wer ist das?“

„Jenny Tremont. Ich bin Melanies Kollegin.“

Während Stoner sie noch begrüßte, kam der Barkeeper und fragte ihn nach dessen Wünschen. „Ein Bier für mich und für die Ladies noch einmal das Gleiche. Das geht auf mich.“

„Oh, danke.“ Jenny klimperte entzückt mit den Wimpern. „Nach zwei Mojitos bin ich zu jeder Schandtat bereit.“

„Ja?“ Stoner grinste. „Wie steht es mit dir, Mel? Löst der Alkohol auch deine Schranken?“

Melanie stutzte, Stoner musste irgendetwas verwechselt haben. „Schranken? Welche Schranken?“

Stoner lachte. Dieses tiefe Lachen und auch die Stimmen der Brüder klangen so ähnlich, dass es fast unheimlich war. „Du gehörst zu den Frauen, die mir gefallen, Melanie.“ Stoner nahm sein Bier, stieß mit ihr und Jenny an und ließ daraufhin seinen Blick über Melanies Körper wandern. Er schien zu mögen, was er dort sah. Zum Schluss betrachtete er ihren Mund derart genau, dass sie sich einbildete, seine Lippen auf ihren zu spüren. Es kribbelte beinahe ein bisschen. „Ja, du gefällst mir.“

Eine Bemerkung, die ihr Mut einflößte. Sie warf die Haare in den Nacken, nahm den Strohhalm zwischen ihre Lippen und sog an ihrem Drink – langsam und lasziv. Ihr Instinkt sagte ihr, dass es ein atemberaubender Abend werden würde. Nichts war aufregender und erotischer als das erste Mal. Die kurze Zeitspanne, in der sie zur Traumfrau eines jeden Mannes werden konnte. Stoner würde ein leidenschaftlicher, egoistischer und wenig versierter Liebhaber sein. Er war so von sich eingenommen, dass er vermutlich glaubte, nur er selbst sein zu müssen, um sie auf Touren zu bringen.

„Du bist also Edgars Bruder“, hörte sie Jenny sagen und verabschiedete sich von ihren Fantasien. „Ihr scheint euch nicht besonders ähnlich zu sein.“

„Das waren wir nie.“ Stoner trank ein paar Schlucke Bier.

„Nicht einmal als Kinder?“, wollte Melanie wissen.

„Nein. Ich war für alles zu haben, und Edgar hatte Angst. Vor allem. Vor Insekten, Würmern, sogar vor der Schaukel.“ Er lachte, aber Melanie ging das zu weit.

Sie glaubte, den armen kleinen Edgar verteidigen zu müssen. „Als Kind hatte ich auch Angst vor Insekten. Und wenn es donnerte. Ein bisschen fürchte ich mich immer noch davor.“

„Ach ja?“ Stoner schenkte ihr erneut ein aufregendes Lächeln. „Wenn es ein Gewitter geben sollte, solange ich in der Stadt bin, dann komm doch bitte zu mir.“

„Werde ich.“ Dieses Geplänkel wurde immer zweideutiger, und Melanie sah Stoner unter leicht gesenkten Lidern an. „Vielleicht sogar, wenn es kein Gewitter gibt.“

„Oh Mann.“ Er lachte. „Ich nehme dich beim Wort, Melanie.“

„Das kannst du auch“, versicherte sie ihm und leckte sich wie zur Bestätigung über die Lippen.

„Zum Glück ist Edgar inzwischen mutiger“, murmelte Jenny, die das Gefühl hatte, auch irgendetwas zur Unterhaltung beitragen zu müssen.

„Das ist er wirklich. Und schlau.“ Stoner nickte. „Er ist intelligent und hat Klasse. Wie meine Eltern.“

„Du kommst aus einem bürgerlichen Elternhaus?“, fragte Jenny so überrascht, dass er lachen musste. „Ich meine …“

„Schon gut. Kaum zu glauben, oder? Ich habe allerdings nie in diesen Country-Club-Sch… also, ich wollte sagen … in diese Country-Club-Atmosphäre gepasst.“

„Country Club?“ Melanie war erstaunt. Edgar? Warum wusste sie nichts davon?

„Ich war von Anfang an ein Rebell und habe meinen Eltern die Hölle heißgemacht.“

„Ich war genauso.“

„Ja?“ Stoner berührte ihren Oberschenkel mit seiner Hüfte. „Du bist eher wild, stimmt’s?“

„Meine armen Großeltern mussten nach Florida ziehen, um sich von mir zu erholen.“ Melanie lachte. „Nun, das war vielleicht nicht der einzige Grund.“

„Was ist mit deinen Eltern?“

„Mom war sogar noch wilder als ich. Sie war selten zu Hause. Und wenn sie da war, gingen ständig verschiedene Männer bei uns ein und aus.“

Stoner zog interessiert die Augenbrauen hoch, dabei stupste er Melanie mit seiner Hüfte an. „Ein und aus? Erzähl mir mehr darüber.“

Das wollte sie ja gern, aber ihre Hormone spielten mittlerweile derart verrückt, dass sie kaum dazu fähig war, mehrere zusammenhängende Sätze zu formulieren. Sie winkte stumm ab.

„Später vielleicht?“

„Bestimmt.“

„Ihre Mom ist gerade erst in die Stadt zurückgekehrt“, erklärte Jenny und trank ihren Mojito aus. „Sie versucht, endlich sesshaft zu werden und ihre Lebensweise zu ändern.“

Stoner schüttelte den Kopf. „Man ist, wie man ist. Dagegen kann man nicht ankämpfen. Das wäre sinnlos.“

„Ganz meine Meinung“, stimmte Melanie ihm zu.

„Na dann. Prost. Und so leid es mir tut – ich muss jetzt los.“ Stoner trank sein Bier aus und legte den Arm um Melanies Schultern. „Ich bin nur vorbeigekommen, um zu sehen, ob ich dich erwische. Um Mitternacht sollte ich zurück in Edgars Wohnung sein.“ Er beugte sich zu ihr und sah ihr bedeutungsvoll in die Augen. „Dann lege ich mich sofort ins Bett.“

Melanie bekam weiche Knie. „Wirklich …“

Er beugte sich noch näher zu ihr, kam mit seinem Mund ganz dicht an ihr Ohr.

„Ich habe gehört, dass Edgar heute Abend vergisst, seine Wohnungstür abzuschließen“, flüsterte er.

Melanie tat so, als wäre sie schockiert. „Wie leichtsinnig!“

„Und weißt du, was?“ Er lehnte sich so weit zu ihr...



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