Shalvis | Schläfst du schon? | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Shalvis Schläfst du schon?


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4560-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-4560-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Für Hannah ist die Lust, die sie in Dwights Armen erlebt, eine völlig neue, unbeschreiblich aufregende Erfahrung. Und dass sie mit ihm so glücklich ist und immer wieder seine sinnlichen Zärtlichkeiten genießt, daran sind nur ihre Freundinnen Alexi und Tara schuld - und der Pakt, den die drei geschlossen haben: Jede von ihnen soll bis zum Ende des Sommers einen Mann gefunden haben. Niemals hätte die zurückhaltende Hannah gedacht, dass ausgerechnet sie die Erste ist, die ihrem Traummann begegnet. Doch jetzt genießt sie jede Sekunde...



New York Times-Bestsellerautorin Jill Shalvis lebt in einer Kleinstadt in Sierras, voller verschrobener Mitmenschen. Jegliche Ähnlichkeit mit den Quirky Charakters in ihren Büchern ist, naja, meistens zufällig. Besuchen Sie sie auf ihrer Website www.jillshalvis.com, um mehr über Jills Bücher und ihre Abenteuer als Berge erklimmendes Stadtkinde zu lesen.

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1. KAPITEL

Dwight Thomas beabsichtigte, die gesamte nächste Woche flach auf dem Bauch zu verbringen. Entweder am Strand, mit der warmen Sonne über ihm; in einer Hängematte, mit einer warmen Brise, die über seine Beine strich; oder in einem Bett, mit einem warmen Körper neben ihm. Egal wie. Am besten wäre natürlich eine Verbindung dieser drei Szenarien.

Aber zuerst musste er erst einmal an den entsprechenden Ort kommen – nach Avila –, bevor die Müdigkeit ihn übermannte.

Vor zehn Jahren, als er die Stadt verließ, hatte er den Ruf eines Rebellen gehabt. Heute kehrte er zurück, im Herzen immer noch ein Rebell, aber jetzt auch Polizist. Er hätte nie geglaubt, dass es geschehen würde, aber nach so langer Zeit kam er tatsächlich wieder heim. Mittlerweile war es eher im übertragenen Sinn sein Heim, denn das Haus, in dem er seine Kindheit verbracht hatte, gehörte seiner Familie nicht mehr. Es war schon vor Langem verkauft worden, da seine Eltern sich nach Arizona zurückgezogen hatten. Aber in seiner Vorstellung würde der beliebte Badeort Avila immer die Stadt sein, zu der er heimkommen wollte – ein Ort voll Sonne und Spaß.

Im Augenblick war er allerdings reichlich erschöpft. Im engen Innenraum seines Jeeps konnte er seine müden Glieder nicht richtig ausstrecken. Nach der vierstündigen Fahrt spürte er seinen Körper kaum noch. Außerdem hatte sein letzter Auftrag als Undercover-Agent ihn ohnehin aufgerieben. Ein ganzes Jahr lang hatte er daran gearbeitet, einen Drogenring in den übelsten Gegenden von Los Angeles aufzudecken und war zum Schluss auch noch angeschossen worden.

Aber glücklicherweise ging es ihm von Tag zu Tag besser, seine Wunde heilte, und der Fall war abgeschlossen. Die Verbrecher saßen hinter Schloss und Riegel, die Anwälte hatten ihre Taschen gefüllt, und sein Chef war wieder ein glücklicher Mann.

Zu Dwights Linken glitzerte der Pazifik in einem tiefen Jadegrün. Die Sonne berührte gerade den Horizont. Dwight hatte alle Fenster heruntergekurbelt und konnte die Salzluft riechen und die Wellen hören, die sich an der Küste brach.

Zu Hause, dachte er mit einem wehmütigen Lächeln. Damals hatte er nicht schnell genug aus dieser verschlafenen Kleinstadt fliehen können. Für seinen Geschmack hatte sie einfach nicht genügend Spannung und Nervenkitzel geboten. Aber für eine Weile, während seine Genesung vorankam, war das träge Tempo hier genau, was er wollte.

Vielleicht würde er, wenn er erst einmal ein paar Tage geschlafen hatte, seine immer noch schmerzende Seite auf die Probe stellen und Surfen gehen, etwas, das er seit Jahren nicht mehr getan hatte.

Das Einzige, was er nicht zu tun gedachte, war arbeiten, und zwar eine ganze Woche lang, bis sein Urlaub zu Ende war. Man hatte ihm zwei Monate zugebilligt. Er hatte die Zeit voll ausgeschöpft und könnte sie sicher noch verlängern, wenn er wollte. Jeder würde das verstehen. Es war keine einfache Sache für einen Polizisten, angeschossen zu werden.

Aber Dwight liebte seine Arbeit, und er wollte so schnell wie möglich wieder damit anfangen. Sie war sein Leben. Das einzige Leben, das ich habe, gestand er sich trübsinnig ein, wenn man bedenkt, wie viele Stunden und welche Energie ich darauf verwende. Andererseits genoss er immer noch das wilde, aufregende Gedränge von Los Angeles.

So wie er sich im Augenblick fühlte, war er allerdings nicht sicher, ob er wirklich so schnell wieder an seinen Posten gehen konnte. Ein Leberriss und zwei gebrochene Rippen waren wohl doch schwieriger auszuheilen, als er sich vorgestellt hatte.

Vielleicht war er auch nur übermüdet nach der langen Autofahrt in dem nicht gerade sehr bequemen Jeep. Das Einzige, was er sich jetzt wünschte, war etwas zu essen und ein Bett.

Ach, was. Das Essen konnte warten. Er würde sich direkt in die Federn schmeißen, mit oder ohne einen warmen weiblichen Körper.

Endlich kam das Schild zum „Norfolk Woods Inn“ in Sicht, kurz bevor auch das malerische, charaktervolle alte Hotel zu sehen war. Dwight war stolz auf seine kleine Schwester Alexi und ihre Freundinnen, die es instand gesetzt hatten. Das Holzhaus war wunderschön, gemütlich und einladend – genau das, wovor er vor vielen Jahren davongelaufen war.

Alexi fehlte ihm. Sie besuchten sich viel zu selten, nur wenn Alexis Reise nach Los Angeles sich mit seinem Arbeitsplan vereinbaren ließ. Er freute sich darauf, sie wieder zu sehen. Sie würde ihm ein Zimmer geben und ihn eine Nacht und einen Tag durchschlafen lassen, vielleicht auch die ganze Woche, wenn ihm danach war. Er könnte über Gott und die Welt nachdenken und sein Fernsehpensum aufholen.

Oder er könnte einfach draußen herumliegen und dem Gras beim Wachsen zusehen. Nach dem Leben, das er für ein Jahr geführt hatte, klang das wie der Himmel auf Erden. Alles nur schön langsam angehen, langsam und gemächlich. Dass es genau das Gegenteil von all dem war, was er je gewollt hatte, entging ihm natürlich nicht. Aber für den Augenblick war Nichtstun tatsächlich sein größter Wunsch.

Als Dwight nun hielt und mühsam aus dem Wagen kletterte, musste er feststellen, dass die Dinge wohl doch nicht so laufen würden, wie er gehofft hatte.

Ein Schild verkündete, dass das Hotel ausgebucht war.

Es hieß, dass es keine besonders gute Idee wäre, mit Freunden Geschäfte zu machen. Gestern noch hätte Hannah Novak das geleugnet. Aber jetzt, nach ihrem dritten Versuch, Ordnung in dieses sehr wichtige Treffen zu bringen, erschien diese goldene Regel ihr nicht mehr so abwegig.

„Na los, Leute. Lasst uns hier vorankommen.“

Alexi, ihre beste Freundin und Geschäftspartnerin, nickte und unterdrückte ein Lachen. „Du hast recht. Lass uns ernst werden.“

„Nur, wenn wir müssen.“ Tara, zweitbeste Freundin und ebenfalls Geschäftspartnerin, seufzte melodramatisch auf.

„Wir müssen.“ Hannah war für die anderen die Stimme der Vernunft. Das war schon immer so gewesen. Sie konnte einfach nicht anders. Sie liebte es, wenn die Dinge eine Ordnung besaßen und durchgeplant wurden. Sie selbst machte sich für jeden Aspekt ihres Lebens Pläne – wenn man vom romantischen Teil einmal absah. Zu ihrer größten Enttäuschung hatte sie darin völlig versagt.

„Na schön.“ Alexi setzte ein unschuldiges Lächeln auf, das eigentlich sofort Hannahs Misstrauen wecken müsste. „Das Ziel für diesen Sommer ist, einen Mann zu finden.“ Grinsend hielt sie ihren Kugelschreiber in die Höhe. Auf den Knien balancierte sie einen noch unbeschriebenen Notizblock. „Stimmt’s?“

Tara lachte. „Und ob!“

Hannah stöhnte auf. Einen Mann finden? In vierundzwanzig Jahren hatte sie es ja nicht einmal geschafft, ihre Jungfräulichkeit hinter sich zu lassen. „Nein. Das ist nicht unser Ziel …“

„Oder wenigstens eine wirklich tolle Verabredung zu landen“, warf Tara ein. „Mit einem wahnsinnig reichen Typen. Genau. Das wäre nun wirklich eine nette Abwechslung.“

„Ich würde mich schon damit zufriedengeben, dass er einen Job hat“, sagte Alexi fröhlich.

Hannah würde es schon reichen, ein anderes Gesprächsthema zu haben. Sie liebte ihre Freundinnen sehr, wollte aber nicht an ihren erbärmlichen Mangel an Verabredungen erinnert werden. „He, und was ist mit unseren Zielen für das Hotel? Wisst ihr noch? Das Norfolk Woods Inn? Das Hotel, das wir leiten?“ Es war ihr ganzer Stolz, etwas wovon sie geträumt hatten, seit Tara es gleich nach der High School geerbt hatte. „Wir wollten doch vielleicht noch ein Zimmer anbauen, neues Geschirr für die Küche kaufen, dem Personal eine Gehaltserhöhung geben … Ihr wisst schon, wovon ich rede.“

„Ach, was. Einen Mann zu kriegen ist viel wichtiger.“ Tara schüttelte ihr perfekt geschnittenes, kinnlanges blondes Haar. „Drei, um genau zu sein. Einen für jede von uns.“

„Genau.“ Alexi schob sich das dunkle widerspenstige Haar aus der Stirn und grinste frech. Das erinnerte Hannah daran, dass sie nicht umsonst Rebell junior hieß – ihr Bruder war der ursprüngliche Rebell. „Männer her. Und zwar sofort.“

Hannah versuchte es wieder mit Vernunft, denn das Ziel, sich einen Mann einzufangen, lag völlig außerhalb ihrer Möglichkeiten – zumindest, was sie betraf –, und sie mussten diese Konferenz unbedingt zu einem Ergebnis führen. „Seht mal, das Hotel ist völlig ausgebucht, und wir sind erst seit ziemlich kurzer Zeit dabei. Wir müssen wirklich …“

„Ich weiß, ich weiß“, unterbrach Tara sie. „Es ist nur so, dass ich absolut in der Stimmung bin für eine schöne Liebesaffäre, das ist alles.“

Wenn Alexi die Rebellin war, dann war die gertenschlanke, elegante Tara die Frau von Welt. Damit blieb die nüchterne Rolle der Frau, die mit beiden Beinen auf der Erde steht, für Hannah übrig, und sie füllte sie leider viel zu gut aus. „Nein, danke. Für mich nicht. Eine Liebesaffäre ist mir zu kompliziert.“ Die Untertreibung des Jahrhunderts.

„Kompliziert, ja. Aber wahnsinnig unterhaltsam.“

„Richtig“, stimmte Tara Alexi zu.

Falsch. Für Hannah bedeutete eine Liebesbeziehung zu viel Arbeit, um ihr noch Spaß zu machen. Von Anfang an war sie darin hoffnungslos gewesen. Vielleicht lag es an ihrem Zuhause, das so anders als das all ihrer Mitschüler gewesen war. Vielleicht war auch nur ihre Schüchternheit daran schuld. Aber was auch immer der Grund war, es hatte in der siebten Klasse angefangen, als ihr zum ersten Mal das männliche Geschlecht bewusst geworden war. Naiv wie sie war, hatte sie sich ausgerechnet in...



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