E-Book, Deutsch, Band 3, 208 Seiten
Reihe: Die dritte Generation
Seemann Überleben Wildnis
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7562-6808-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die dritte Generation
E-Book, Deutsch, Band 3, 208 Seiten
Reihe: Die dritte Generation
ISBN: 978-3-7562-6808-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Küss den Tiger! Die Zwillinge Anastassja und Aleksej laden ihre Freunde zu einem Überlebenstraining in den russischen Wald ein. Zuerst sind alle begeistert. Für sie scheint es Spaß zu sein. Aus Vergnügen wird bitterer Ernst. Besonders Sebastian wünscht sich einmal mehr, doch zu Haus beim Fernseher zu sitzen und sich Sitcoms reinzuziehen. Sein Leben wird durch eine hochgiftige Schlange, einer Bärenmama und giftigen Spinne bedroht. Als sie endlich wieder in der Hütte der verstorbenen Olga zurück sind, müssen sie feststellen, dass ihnen ein Tiger gefolgt ist. Einzig Anastassja ist entzückt und nähert sich diesem ohne sich etwas dabei zu denken. Aleksej ist entsetzt. Aber es ist längst zu spät... Paparazzi! Längst sind die Freunde ruhiger geworden. Aber wieso landen mehrfach pikante Fotos in die Klatschseiten?! Vladimir und sein Helfer Ilja versuchen den heimlichen Fotografen aufzuspüren. Wieder gibt es anstößige Fotos! Die Eltern von Anastassja und Aleksej und der Vater von Florian treffen wutentbrannt in der Schule ein. Die Zukunft ihrer Kinder steht auf dem Spiel! ein Skandal! Was können sie tun, um den Paparazzi aufzuspüren? Sie brauchen einen Köder und greifen zu unkonventionellen Mitteln.
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Sommerpläne
Anastassja hat den Wunsch geäußert, dass sie alle ihre Freunde zu Tante Olgas neuem Haus, die leider schon verstorben ist, einladen will. Vladimir muss wohl oder übel mit, da er sich in der Wildnis am besten zurecht findet. Es sind die letzten Ferien zur Abschlussklasse. „Hey! Das wird lustig!“ Anastassja ist von ihrer Idee total überzeugt. „Was sollen wir dort machen? Tante Olga braucht ja kein Feuerholz mehr!“ Florian sitzt, wie fast immer, mit den Jungs beim Karten spielen in Aleksejs Zimmer. „Ich finde, dass es eine gute Idee ist!“ Aleksej will sich gerne das neue Haus ansehen, das kurz vor dem Tod seiner Tante gebaut wurde. „Dürfen wir auch mit?“ Sebastian hat vieles gehört und möchte sich das gerne einmal ansehen. „Sebastian, ihr beide seid natürlich dabei!“ Anastassja freut sich über die positive Anteilnahme. Michael meint: „Wie wäre es, wenn wir Emilie mitnehmen? Sie wird sicher froh sein, wenn sie von ihrer Tante Emmi wegkommt. Sie ist dort ganz alleine!“ „Nimm sie mit! Es wird ihr gut tun!“ Emilie hat vor einigen Wochen ihre Eltern bei einem Unfall verloren und ist von ihrer Tante Emmi abgeholt worden. Seither ist sie nicht mehr in die Schule gegangen. Michael vermisst sie sehr. Er weiß immer noch nicht, wie sie zu ihm steht. Ihre Beziehung ist ein ständiges Auf und Ab gewesen. Zuletzt ist sie, ohne ein weiteres Wort zu ihm, mit ihrer Tante Emmi weggefahren. Er ist seither sehr traurig deswegen. Er nimmt sein Handy in die Hand. Er kann gar nicht anders und wählt ihre Nummer. „Hi Michael! Ich freue mich so, von dir zu hören!“ „Emilie! Wie geht es dir?“ Er freut sich über ihre begeisterten Worte und grinst von einem Ohr zum anderen. Von einem Augenblick auf den anderen ist er wieder happy. „Sind deine Eltern schon…?“ „Ja, das Begräbnis war vorige Woche. Es war eine schöne Feier. Aber jetzt muss ich voraus schauen.“ „Emilie… ich wollte dich etwas… äh… fragen…“ „Ja…?“ „Anastassja hat einige von uns in die Hütte ihrer verstorbenen Tante Olga eingeladen. Sie will dich auch dort haben!“ „…und du?“ „Ich? Du weißt, dass ich dich sehr gerne dabei haben will! Kommst du?“ Michael hält die Luft an. Was wird sie sagen? Ja… oder nein? Bitte Ja…! Er wartet etwas ungeduldig. „Gerne! Wirklich! Ich muss raus hier! Ich mag meine Tante. Aber sie ist ständig um mich! Ich halte das nicht mehr länger durch!“ „Ich hole dich ab und wir fahren gemeinsam hin! Ist das okay für dich?“ „Super! Ich maile dir meine Adresse. Wann fahren wir überhaupt? Ich muss meiner Tante Bescheid sagen.“ „Oh… so genau haben wir noch nicht darüber gesprochen. Ich rufe dich morgen an. Bye!“ „Tschüss und Küsschen!“ Michael starrt verdattert auf sein Handy. Hat sie ihm tatsächlich ein Küsschen geschickt? Mann! Er fühlt sich gerade auf Wolke sieben. Sein Lächeln ist unübersehbar. Anastassja sieht zu ihm hinüber. Sie spürt die positiven Schwingungen. „Michael, du bist auf einer beneidenswerten Welle!“ „Äh…?“ „Seht ihn euch an! Er ist definitiv glücklich!“ Michaels Gesicht ist krebsrot geworden. Wieso erkennt Anastassja seine Gemütsregungen?! Er hat doch leise gesprochen. Sie kann doch unmöglich etwas gehört haben? „Emilie fragt mich gerade, wann wir zur Hütte fahren?“ „Ich dachte gleich nach der Zeugnisverteilung? Wer noch vorher nach Hause muss, kann ja nachkommen!“ Sebastian klopft seinem Bruder auf die Schulter. „Alles klar, Bruder?“ „Mhm!“ Sebastian freut sich. Emilie ist definitiv Michaels Schatz. „Wann werden wir zur Hütte fahren?“ „Ich weiß nicht. Wir müssen uns mit Florian absprechen, denke ich. Irgendwer muss uns dorthin fahren. Wir werden Charlie und Timo fragen. Was meinst du?“ „Gute Idee.“ „Shit. Du hast schon wieder gewonnen!“ Florian schmeißt seine Karten auf den Tisch. Aleksej lächelt gönnerisch. „Na ja, ich habe halt die besseren Karten gehabt!“ „Was du nicht sagst! Ich denke, dass du besser mitzählen kannst.“, meint Alexander. „Das wohl auch!“, grinst Aleksej. Er steht auf und streckt sich durch. Sie haben lange gezockt. Sein Nacken ist steif. „Ich habe genug. Freunde es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Wir müssen früh raus.“ Er gähnt herzhaft und blickt in die Runde. Die Jungs nicken. Es ist Mitternacht. Die Zwillinge sind schon längst weg und bei Anastassja nebenan ist es auch schon still. Am nächsten Morgen klopft Aleksej gewohnheitsmäßig bei Florian an, um ihn pünktlich aufzuwecken. „Florian! Bist du wach?“ Lautes Pumpern ist die Antwort „Scheiße!“ „Alles klar bei dir?“ „Ja! Aua! Mein kleiner Zeh!“ Aleksej zuckt die Achseln. Florian ist zumindest aufgestanden. Unterwegs trifft er auf Alexander und sie gehen gemeinsam zum Speisesaal. „Ist Anastassja schon auf?“ „Ja, sie müsste schon beim Frühstück sein. Verena hat sie abgeholt.“ „Aha.“ Sie stellen sich beim Buffet an und warten mit ihren Tabletts am Ende einer langen Schlange von Mitschülern. Immer wieder gähnen sie abwechselnd, bis sie beim Kaffeeautomaten angekommen sind. Beide haben sie ihre eigenen Tassen extralarge mit, um das nötige Koffein zum Munterwerden zu bekommen. Dann erst gelangen sie zum Hauptbuffet und beladen ihre Teller. Sie sind Jungs mit großem Appetit. Aleksej setzt sich neben seiner Freundin Verena, während Alexander gegenüber Anastassja Platz nimmt. „Hi Baby!“ Anastassja schickt ihm einen Kuss über den Tisch und widmet sich lächelnd ihrem Frühstück. Nach einer Weile kommt Florian hinzu. Seine Freunde wissen, dass er ein Morgenmuffel ist und sie sprechen ihn erst gar nicht an. „Wir müssen unseren Sommer besprechen! Wer kommt jetzt mit?“ Aleksej guckt in die Runde. „Ich kann heuer nicht! Meine Eltern haben einen Urlaub, inklusive mit mir, in den Süden gebucht.“ Verena ist untröstlich. Irgendwie wäre sie lieber mit ihren Freunden unterwegs. „Schade! Warum habt ihr das nicht früher gewusst?!“ Aleksej ist schockiert. Seine Freundin ist nicht dabei?! Sie haben jeden Sommer gemeinsam verbracht und heuer kann sie nicht? Seine Stimmung ist gedämpft, wenn nicht gar hinüber! Scheiße! Anastassja übernimmt, weil Aleksej mit Verenas Mund beschäftigt ist. „Also, wer kommt mit? Florian? Alexander kommt mit, nicht wahr, mein Lieber? Sebastian, Michael und Emilie.“ Florian nickt zustimmend… ohne Nora, denn sie sind mittlerweile freundschaftlich getrennt. „Also, mit Vladimir sind wir dann…“ sie zählt mit den Fingern auf. „…äh… sieben? Habe ich irgendwen vergessen? Aleksej! Jetzt konzentriere dich gefälligst!“ „Was!“ „Hör auf zu schmusen und pass auf! Ich habe sieben Personen gezählt! Du musst Papa anrufen und mit ihm alles vorbereiten! Ich werde zu Vladimir gehen und ihm Bescheid geben.“ Aleksej nickt. Er hat die Lust an den Plänen verloren. Verena ist nicht dabei. Später nimmt Anastassja ihre Freundin Verena zur Seite. „Sag mal, kannst du den Urlaub mit deinen Eltern nicht absagen?“ „Das habe ich vor. Aber ich kann nichts garantieren. Es wäre viel lustiger mit euch in der Wildnis!“ Verena hat schon ihr Handy in der Hand und wählt an. „Hey Paps! Wir fahren heuer gemeinsam in den Urlaub, nicht wahr… was… wieso?!“ Sie gibt die Info an Anastassja weiter und lauscht weiter. „…wieso? Oh… das ist aber schade! Wenn das jetzt so ist… ich habe gerade eine Einladung von den Kaminov Zwillingen bekommen, mit ihnen und einigen Freunden, einige Zeit im Haus der Tante Olga zu verbringen. Näheres weiß ich noch nicht. Aber ich kann ja jetzt mitfahren, nicht wahr?“ Sie boxt die Faust euphorisch in die Luft und legt auf. „Alles klar, ich komme auch! Paps wollte mich schon anrufen. Das Hotel ist abgebrannt und deshalb müssten meine Eltern erst ein neues Domizil buchen. Aber sie sagen, dass es vielleicht ein Wink des Himmels war, den Urlaub sausen zu lassen und fahren lieber an die heimischen Seen. Sie sind etwas abergläubisch.“ Lachend fallen sich die Mädchen in den Arm. „Wir sagen Aleksej nichts davon. Wir wollen ihn überraschen!“ Verena ist einverstanden. Sie freut sich wahnsinnig auf die Sommerferien. „Aber vorher muss ich trotzdem nach Hause. Ich habe so viel Schmutzwäsche, die ich zuerst waschen muss und dann werde ich zu euch stoßen.“ Gemeinsam gehen sie in den Unterricht. Michael ist bei Dimitrij. Immer wieder massiert Dimitrij den Kopf des jungen Mannes, um dadurch die Stimulation seiner Motorik anzukurbeln. Längst kann sein Klient auf den Krücken gehen. Aber jetzt ist es Zeit, etwas Neues zu probieren. „Wir versuchen, die Krücken wegzulassen. Ich denke, wir müssen einen Schritt weiter gehen!“ Michael sieht Dimitrij von unten an. Die Massage tut...




