E-Book, Deutsch, Band 3, 180 Seiten
Reihe: Tanz für mich!
Seemann Tanz für mich!
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7407-4770-1
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Macht der Rocker
E-Book, Deutsch, Band 3, 180 Seiten
Reihe: Tanz für mich!
ISBN: 978-3-7407-4770-1
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die österreichische Autorin, Ingrid Seemann ist glücklich verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und Lesen von Romanen und Sport. Wenn Sie nicht gerade vor Ihrem Laptop sitzt, oder ein Buch liest, ist sie entweder mit Ihren Nordic Walking Stöcken unterwegs, oder im Fitness Studio.
Autoren/Hrsg.
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Dejá vu
Sarah
Wir betreten den Eingang des ‚Together‘ und werden mit großem Hallo begrüßt. Seine Kumpels aus der Rocker Band umzingeln uns und begleiten uns nach oben in den Schankraum. Unsere Freunde sind noch nicht da. Noah wird hier Jack benannt. „Hey, Jack! Was macht dein biederes Leben? Hast du Sehnsucht nach deinem Rocker Leben? Wie ich sehe, hast du deine geile Schnecke auch mit!“
Noah ist empfindlich was mich angeht. Er springt auf und zieht den vorlauten Rocker grob an seinem T-Shirt und blickt ihn böse in die Augen. „Sag das nicht noch einmal und ich hau dir in deine Fresse! Sie ist meine Frau und heißt Sarah!“ „Schon gut! Schon gut! Ich habe es kapiert! Sarah.“ Das Großmaul hebt seine Hände entschuldigend und nimmt Abstand.
„Hey, Jack! Bist du wieder auf alter Rocker Manier?“, Timo und Sylvia betreten gerade den Raum, als Noah noch dem Mann die Faust unter die Nase hält. Allmählich legt sich die Spannung wieder. Wir sitzen gemütlich um den Tisch und die Männer reißen wie üblich ihre Witze. Wir sind wieder da!
Bald geht die Tür auf und Charlie und Julie kommen mit lautem Hallo herein. Wir rücken alle zusammen. Das Lokal ist heute wieder gerammelt voll. Viele neue Rocker sind dem Club beigetreten, die ich noch nie gesehen habe. Noah fühlt sich offensichtlich pudelwohl. Ja, es ist urgemütlich…
Die Tür geht schon wieder auf. Zwei fremde Mädchen betreten zögernd den Raum. Sie kommen etwas schüchtern zu unserem Tisch und fragen, ob da noch Platz für sie ist. Gegenüber von mir rücken die Leute zusammen und die Mädels quetschen sich dazu. Simon, der Rocker, dem Noah gerade die Faust unter die Nase gehalten hat und gerade von der Bar kommt, schiebt sie noch weiter hinein.
„Gibt es hier eine Bedienung?“, eine berechtigte Frage des Mädchens. Simon sieht sie an. Er taxiert sie regelrecht. „Nein! Aber wenn du mich lieb bittest, besorge ich es dir!“
Diese Zweideutigkeit ist nicht zu überhören! Ich sehe Julie über den Tisch zu. Sie denkt dasselbe und wir lachen auf. „Haben wir etwas verpasst?“, Charlie schaut uns zwei an. „Nein!“ Wir beobachten weiter gespannt Simon und das Mädchen.
Das Mädchen ist puterrot. Ich sehe mich, beim ersten Mal hier im Club! Simon beugt sich zu ihrem Ohr und flüstert ihr laut und deutlich hinein: „Was willst du?“ „Äh, eine Cola!“ Sie kann nicht einmal ausweichen, weil hier alle so eng aneinander gepresst sitzen. Träge entfernt sich Simon und bringt zwei Cola für die Mädchen. Sofort sitzt er wieder bei dem Mädchen und legt seinen Arm hinter sie. Er wird nicht mehr locker lassen!
„Wie heißt ihr?“, ich muss sie ein wenig auflockern, sonst rennen sie gleich davon. „Ich bin Michaela und meine Freundin Kathie!“ „Michaela!“, Simon ist ganz nah. Ich lege meine Hand auf Noahs Schenkel. Ich habe ein Dejá vu! Noah sieht mir in die Augen und grinst mich an. Er küsst mich leidenschaftlich und lässt mich wieder los. Er ist genauso gespannt, wie es weiter geht.
Wo ist sie hin? Michaela ist mit ihrer Freundin verschwunden! Simon steht auf. „Ihr müsst mich entschuldigen. Ich muss etwas erledigen!“ Er grinst und geht hinaus.
Noah
„Gehen wir tanzen? Die Disco spielt schon!“ Noah zieht mich hoch und geht mit mir die Treppe hinunter. Unterwegs treffen wir Simon auf der Treppe gegenüber den Toiletten. Noah lacht. „Okay, Simon. Lass nicht locker. Es zahlt sich aus!“ Wir schlagen mit den Handflächen ein.
Geil. Ohne Ende! Sarah liegt zu einem Schmusesong in meinen Armen. Wir treten mitten auf der Tanzfläche auf demselben Platz. Wir schmusen. Wir haben unsere Hände auf unseren Körpern. Wir törnen uns an. Niemand stört uns. Wir sind ganz für uns allein.
„Tanzt du heute wieder für mich?“ Sarah sieht mich lange an. „Glaubst du, dass ich das noch kann? Vielleicht sieht das heute urkomisch aus und alle lachen mich aus?!“
„Probiere es. Wenn es peinlich wird, dann schreite ich sofort ein!“ Meine Libido meldet sich gewaltig. Ich lasse es sie spüren. „Vielleicht später! Ich bin nicht so richtig in Stimmung!“
Die Nacht dauert noch lange. Ich kann warten. Nach zwei weiteren Songs gehen wir nach draußen und unterhalten uns mit den Kumpels. Die Stimmung ist locker. Ich fühle mich wie in alten Zeiten und doch ist es nicht mehr so, wie es war. Liegt es daran, dass ich älter bin als die meisten? Ich weiß es nicht.
Sarah ist nicht neben mir. Ich halte Ausschau. Julie und Sylvia sind auch nicht da. Wahrscheinlich hängen die Frauen irgendwo zusammen ab. Als ich die Stimme von Freddie Mercury höre, werde ich unruhig. Die Songs der Queen haben die Beziehung zwischen Sarah und mir besonders angeheizt. Ich bewege mich in den Discoraum.
Tatsächlich steht sie am Rand der Tanzfläche. Sie sieht aus, als würde sie gleich loslegen. Ihr Fuß schlägt im Takt auf den Boden. Ich komme näher und positioniere mich an der Wand und beobachte sie. Sie wiegt sich in den Hüften. Sie steht kurz davor. Ich beobachte sie.
Die Tanzfläche leert sich. Übrig bleibt das Mädchen Michaela! Sie tanzt mit geschlossenen Augen. Sie hat nichts um sich herum mitbekommen! Mann! Sie sieht gut aus…
Was passiert jetzt? Sarah geht auf die Tanzfläche und stellt sich gegenüber ihr! Sie wiegen sich synchron in ihren Hüften. Sarah legt die Hände an die Hüften von Michaela. Das Mädchen öffnet ihre Augen. Verstört will sie die Tanzfläche verlassen. Aber Sarah hält sie lächelnd fest. Sie schüttelt leicht den Kopf und animiert sie, sich weiter zu bewegen. Michaela lässt sich überreden. Sie heben synchron die Arme schlangenartig über ihre Köpfe und gehen, wiegend in den Hüften, leicht in die Knie. Sie sehen sich unentwegt in die Augen.
Ich schaue mich um. Viele Augen starren auf die beiden Mädchen. Einige lecken sich über die Lippen. Andere rücken ihre Schwellung in ihren Hosen zurecht. Die Stimmung ist aufgeheizt.
Auch mein Schwanz schmerzt gewaltig in meinen Jeans. Ich schaue wieder zu den beiden. Sie haben ihre Hände auf die Hüften der anderen gelegt. Sie zucken sich abwechselnd mit den Hüften zu. Scheiße!
Meine Süße ist angetörnt, wie schon lange nicht mehr. Jetzt sieht sie mich an! Sie guckt über die Schulter von Michaela zu mir. Ich weiß, was sie will! Sie leckt über ihre Lippen. Ich lecke mir über die Lippen. Ich greife auf meinen Schwanz und zucke nach vorne. Sie stöhnt verhalten auf und wirft den Kopf zurück. Dann blicken ihre Augen mich verheißungsvoll an. Knurrend blicke ich sie an…
Mein Blick wandert zu Michaela. Sie hat die Augen geschlossen. Offensichtlich ist sie ganz für sich. Sie tanzt für keinen. Aber vielleicht muss ich auf sie aufpassen? Simon ist zu zielstrebig. Ich weiß, dass sie die Männer ebenso anmacht, wie meine Sarah. Aber alle wissen, dass Sarah tabu für sie ist.
Plötzlich spüre ich eine Hand auf meinem Kinn. „Hallo Süßer. Hast du dich verguckt? Ich bin da!“ Sofort verschließe ich Sarah den Mund mit einem Zungenkuss, hebe sie in die Höhe und trage sie hinaus. Wir wollen keine Zuschauer. Ich bin wahnsinnig heiß auf sie.
Nachdem ich ihr zwei Orgasmen verschafft habe, kommen wir befriedigt wieder in den Club. Michaelas Tanz ist zu Ende. Sie sitzt in einem Sitzsack ausgestreckt. Simon ist gebeugt über ihr. Er ist noch nicht bei ihr gelandet. Sie rutscht immer tiefer. Er beugt sich noch tiefer zu ihr…
Ich gehe mit Sarah in den Schankraum. Wir haben Durst. Ich besorge uns zwei Cola und setze mich nieder. Ich lege Sarah entspannt einen Arm um die Schulter und ziehe sie zu mir, um sie zu küssen. Es ist lange her, dass wir uns so unbeschwert hingeben konnten. Inzwischen liegt ihre Hand locker auf meinem Schritt. Unsere Zungen werden gieriger.
„Darf ich mich zu euch setzen?“ Langsam schaue ich auf und hebe fragend die Augenbrauen. Das Mädchen, das mit Sarah vorhin den sexy Tanz hingelegt hat, steht hinter uns.
Sie ist schüchtern. Sie schaut mich nicht einmal an. „Natürlich, setz dich!“, Sarah ist da aufgeschlossener als ich. Ich bin etwas frustriert. Der Kuss war mehr als gut. Ich stehe auf und verziehe mich. Ich habe keine Lust auf Frauengespräche!
Sarah
„Hi! Michaela, nicht wahr? Was kann ich für dich tun?“ „Äh, ich wollte mich eigentlich vor Simon verstecken. Er ist mir zu unheimlich!“ „Warum?“ „Na ja, er ist sehr besitzergreifend. Ich kann mich fast nicht wehren!“ „Sag ihm klipp und klar, er soll dich in Ruhe lassen!“ „Äh…, ich…, mir gefällt er ja, aber…“ Aha! „Er ist zu schnell?“, helfe ich ihr nach. Michaela nickt.
Simon steht hinter uns. „Hi, Baby!“ „Hi.“, sie schaut zu ihm auf und lächelt. Auweia! Simon lächelt zurück und beugt sich etwas mehr zu ihr hinunter und flüstert ihr etwas ins Ohr. Michaela errötet.
„Simon! Wir führen ein Frauengespräch!“, will ich Michaela helfen, wieder frei atmen zu können. Er schaut mich mit hochgezogenen Brauen an. „Was willst DU eigentlich von mir?!“ Im ersten Moment zucke ich vor dem vor Wut verzerrten Gesicht zurück. Der feindselige Ton ärgert mich.
„Simon! Ich weiß ja nicht, welches Problem du mit mir hast?! Aber ich würde mich an deiner Stelle verziehen. Sonst bekommst du Ärger!“ Simon ist ein großer Kerl mit starken Oberarmen. Aber er macht mir keine Angst. Ich habe zu viele Freunde in diesem Raum. Ich bin sicher, dass er die Lage nicht richtig einschätzt.
Er hat sich jetzt bedrohlich vor mir aufgebaut. Er will mir offensichtlich mit vorgeschwellter Brust, wie ein Gorilla, Angst machen. Fast muss ich über meinen eigenen Vergleich lachen. Ich stelle mich auf die Bank, um in...




