E-Book, Deutsch, Band 3, 175 Seiten
Reihe: Die dritte Generation
Seemann Spiel mit mir!
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7407-6551-4
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die dritte Generation
E-Book, Deutsch, Band 3, 175 Seiten
Reihe: Die dritte Generation
ISBN: 978-3-7407-6551-4
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die österreichische Autorin, Ingrid Seemann ist glücklich verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und Lesen von Romanen und Sport. Wenn Sie nicht gerade vor Ihrem Laptop sitzt, oder ein Buch liest, ist Sie entweder mit Ihren Nordic Walking Stöcke unterwegs, oder im Fitness Studio unterwegs. Ingrid Seemann schreibt leidenschaftlich gerne über Erotik. Dieses Mal hat Sie es ohne versucht, was Ihr sehr schwer gefallen ist. Da, Ihrer Meinung nach, die Liebe die Würze des Lebens ist.
Autoren/Hrsg.
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Das Schulfest
Die Aufregung steigt! Das Schulfest startet am heutigen Tag. Deshalb fällt der Unterricht ausnahmsweise weg. Überall sind die Schülerinnen und Schüler aller Klassen beschäftigt, die Räume zu schmücken und mit der geplanten Dekoration auszustatten. Bühnen für einstudierte Theaterstücke und für die schuleigene Band werden aufgebaut. Tische für Workshops werden arrangiert. Bastelmaterial für kleinere Geschwister bereitgestellt. Mehrere Computer an verschiedenen Tischen für interessierte Familienmitglieder sind bereitgestellt. Sogar in der Turnhalle werden Matten aufgelegt, um vor allem die kleinen bewegungshungrigen Besucher zu beschäftigen. Für das leibliche Wohl wurde ein Catering Service bestellt. Jeder hat eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Schüler, die nicht an der Organisation beteiligt waren, werden herangezogen, um zu helfen. Es gibt viel zu tun, bis die ersten Gäste eintrudeln. Bald ist es soweit. „Schaut, da kommen schon die ersten Leute!“, schreit ein Schüler am Beobachtungsposten.
„Ich bin ja sooo aufgeregt!“ Anastassja hüpft ausgelassen im Saale herum. Fröhlich kickt sie die aufgeblasenen Luftballons über den Boden, die aus der Höhe wieder leicht herabschweben. „Komm, wir gehen hinaus und begrüßen die Gäste!“ Nora packt sie bei der Hand und sie laufen vor das Tor. „Hallo! Willkommen!“, ruft sie winkend den Erstankömmlingen zu. Immer wieder kassieren sie ein Lachen und einen Dank für die überaus freundliche Begrüßung. Bald gesellt sich auch Verena dazu.
„Seht mal! Da sind die Eltern von Florian, Sebastian und Michael!“ Anastassja winkt ihnen zu. „Mein Gott! Das ist der Papa von Florian? Das ist ja exakt die ältere Ausgabe von Florian!“ Nora kann kaum die Augen von dem männlich großen und sehr muskulösen Noah Jackson lassen.
Sie kommen auf sie zu. „Hi Mum, hi Dad!“ Florian steht hinter den starrenden Mädels. Er kämpft sich nach vorne und küsst seine Mum liebevoll auf die Wangen und kassiert einen kräftigen Schlag auf die Schulter von seinem Dad. Grinsend stehen sie sich gegenüber. Florian sieht bedeutungsvoll auf den jetzt sichtbar gewölbten Babybauch seiner Mutter. „Wann kommt das Baby?“ Sarah lacht. Noah steht stolz daneben. „Noch drei Monate! Es wird ein Mädchen!“ „Wir wollten es doch niemanden sagen, Noah!“
Florian sieht sich nach Nora um. „Mum, Dad, darf ich euch meine Freundin Nora vorstellen?“ Sie lässt sich etwas eingeschüchtert, wegen des großen, gut aussehenden Mannes vor ihr, nach vorne ziehen. Noah und Sarah Jackson sehen sich bedeutungsvoll an. Sie glaubten, dass ihr Sohn einen Jungen als Freund hätte. Umso überraschter sind sie, als sie Nora als Freundin präsentiert bekommen.
Noah Jackson fasst sich als erster. Er grinst erleichtert. Gerade er hatte Probleme mit der vermeintlichen sexuellen Ausrichtung seines Sohnes! Sein Sohn und schwul? Von wegen! „Freut mich Dich kennen zu lernen, Nora!“ Er schüttelt ihr die Hand. „Ich freue mich auch sehr! Du bist ein sehr hübsches Mädchen!“ Sarah Jackson nimmt sie liebevoll in den Arm. Nora ist wegen der überaus netten Begrüßung sehr angetan und erwidert die Umarmung.
„Hallo Mädchen!“ Nora löst sich aus der Umarmung und dreht sich um. „Daddy, Mummy!“ Sie läuft lachend in die andere Umarmung. Küssend begrüßt sie innig ihre Eltern. Florian steht mit seinen Eltern beiseite und wartet ab. „Darf ich Euch meinen Freund Florian vorstellen? Und das sind Seine Eltern – Herr und Frau Jackson. Meine Eltern – Herr und Frau Singer!“ Frau Singer ist beeindruckt. Die Männer Jackson sind sehr groß. Sie muss ihren Kopf zurücklehnen, damit sie ihnen in die Augen sehen kann. Was sie sieht, lässt sie leicht unruhig werden. Sehr ansehnliche und muskulöse Männer!
Schutz suchend lehnt sie sich an ihren geliebten Mann, der ihre Hände ergreift. „Grüß Gott! Freut mich!“ Herr Singer hat viele kleine Lachfältchen rund um seine Augen, die deutlich hervortreten. „Kommt wir gehen gleich weiter und zeigen Euch die Schule! Ihr werdet staunen!“ Nora und Florian gehen voraus. Für sie gibt es keinen Grund mehr, vor der Schule zu stehen. Die Erwachsenen folgen ihnen.
„Papa! Mama!“ Anastassja ist kaum zu bändigen. Ihre Eltern fahren soeben vor. Aleksej muss sie zurück halten, damit sie nicht vor die rollende Limousine läuft. Er lässt sie los, sobald das Fahrzeug steht und sie springt ihnen entgegen. Sie ist ein sehr spontanes und enthusiastisches Mädchen. Ihre Eltern freuen sich offensichtlich über ihren Überschwang. Aber sie wirken für die Außenstehenden eher zurückhaltend. Dennoch ziehen sie ihre Tochter an sich und lassen sie so schnell nicht los, bis sich ihnen Aleksej nähert. Frau Kaminov überlässt ihre Tochter ihrem Gatten und hält die Arme für ihren Sohn offen. Auch er genießt die Zuneigung seiner Eltern, auch wenn er es nicht so zeigen kann, wie seine Schwester. „Hallo Mama! Papa!“ Mit einem Handschlag auf die Schulter begrüßt Herr Kaminov auch seinen Sohn.
Anastassja wäre nicht sie, wenn sie nicht sofort die Aufmerksamkeit wieder auf sich ziehen würde. „Mama, du kennst Alexander doch? Mein Freund! Alexander komm her!“ Sie winkt hektisch Alexander, der etwas abseits gestanden ist und er nähert sich unsicher. Freundlich begrüßt er das vornehme Paar. „Hallo Frau Kaminov…Herr Kaminov!“ Er verbeugt sich andeutungsweise und stellt sich dann neben seine Freundin, die auch sogleich die Neuigkeiten platzen lässt. „Mama, Papa! Stellt Euch vor, ich darf Alexander zu Hause besuchen! Seine Eltern wollen mich kennen lernen! Ich darf doch?! Ich freue mich ja so sehr!“ Sie schnappt aufgeregt nach Luft.
Herr Kaminov zieht seine Augenbrauen in die Höhe und sieht vorerst seinen Sohn an. Aleksej windet sich. „Na ja…Ich…äh…habe vergessen Euch anzurufen!“ Er hat es tatsächlich vergessen! Jetzt muss er diese heikle Angelegenheit beim Schulfest klären! Shit!
Dann sieht Herr Kaminov seine Tochter streng an, die noch immer vor Aufregung mit ihrer Mutter plappert. Schön langsam erkennt sie, dass sie vorerst einmal still sein sollte und blickt ihren Vater etwas verwirrt an.
Herr Kaminov wendet sich an den Jungen, der etwas verloren zwischen den Fronten steht. Streng mustert er den Jungen von oben bis unten. „Alexander…richtig?“ Alex nickt und schluckt. „Sie wissen schon, dass es für meine Tochter ein großes Risiko darstellt, wenn sie ohne Schutz irgendwo hingeht?“ Alexander wird rot. Etwas eingeschüchtert durch die Vornehmheit des Gegenübers, stottert er vor sich hin. „Ich bin mir…äh…bewusst, dass Anastassja äh…ein wertvolles Mitglied Ihrer Familie ist, Herr Kaminov. Ich werde sehr gut auf sie aufpassen!“ „Ich denke, es ist Ihnen nicht klar, von welchem Risiko ich spreche?“ „Äh…von welchem…äh…Risiko sprechen wir?“ Alexander hat keine Ahnung von was Herr Kaminov überhaupt spricht.
„Alexander!“ Der Junge dreht sich um. „Mama!“, entschuldigend blickt er auf den Mann vor ihm und läuft auf seine Mama zu. Begrüßend und total erleichtert, dass er dem hochmütig strengen Mann entkommen ist, zieht er sie fest an sich und merkt dabei den kleinen Babybauch. Er tritt etwas zurück und sieht staunend seiner Mutter in die lachenden Augen. „Das ist aber eine Überraschung! Hi Holger!“ Die Männer begrüßen sich herzlich mit einer kleinen Umarmung. „Kommt! Ich stelle Euch die Eltern meiner Freundin vor!“ „Frau und Herr Kaminov, darf ich ihnen meine Eltern Frau und Herr Kowalski vorstellen?“ Etwas zurückhaltend werden die Hände geschüttelt.
Das eigentliche Thema zwischen Alexander und Herrn Kaminov ist vorerst zum Stillstand gekommen. Aleksej nimmt die Gelegenheit wahr und lässt sich von Verena zu ihren Eltern entführen, um dem strengen Blick seines Vaters zu entkommen.
Anastassja reisst die Unterhaltung wieder an sich und übernimmt die Führung durch die Schule. „Da habt Ihr Euch aber viel Mühe gemacht!“, staunt Frau Kowalski. „Ja, die Schule ist ja kaum wieder zu erkennen! Sehr schöne Dekoration!“, bewundernd gehen Frau Kaminov und Frau Kowalski mit Anastassja voraus.
Alexander ist irgendwie und unbeabsichtigt zwischen die beiden Männer Kowalski und Kaminov gekommen. Wobei er sicher die Größe der beiden schon erreicht hat. Aber die Männer sind beide zusammen ziemlich anstrengend und einschüchternd. „Ich habe gerade vernommen, dass Sie Alessandra zu sich eingeladen haben?“ „Ja ich würde mich sehr freuen, wenn wir die Freundin von unserem Sohn näher kennen lernen dürfen. Voriges Jahr hatten wir sie bei unserer Hochzeit als Gast. Aber wir hatten keine Gelegenheit, uns mit ihr zu unterhalten.“
Herr Kaminov weiß noch um die aufwändigen Vorbereitungen, wegen des Besuchs der Hochzeit vorigen Sommers. Seine Bodyguards hatten rund um die Uhr viel zu tun. Besonders Anastassja war ein schwieriger Fall. Sie ist unberechenbar.
„Sie wissen aber auch, dass es ohne einen Bodyguard für meine Tochter nicht gehen wird? Sie ist in einer Stadt großen Gefahren ausgesetzt. Verbrecher lauern überall.“ Herr Kaminov blickt Herrn Kowalski hochmütig an. „Ja, ich habe mir schon so etwas vorgestellt. Ich werde gut auf Ihre Tochter aufpassen. Sie brauchen sich keine Gedanken machen! Sollte ich aus irgendeinem Grund keine Zeit haben, habe ich Leute, die das für mich tun.“ „Hmpf!“ Alexander glaubt sich verhört zu haben! Sie brauchen keinen Babysitter. Er will mit Anastassja alleine sein.
„Ich danke Ihnen, im Namen meiner Tochter, für die Einladung. Ich werde es Ihr erlauben. Aber es wird unumgänglich sein, einen professionellen Bodyguard zur Seite zu stellen! Sie brauchen sich um diesen nicht zu kümmern. Sie werden ihn nicht...




