Schwab | Der Rückstoß der Methode | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 25, 611 Seiten

Reihe: Kierkegaard Studies. Monograph Series

Schwab Der Rückstoß der Methode

Kierkegaard und die indirekte Mitteilung

E-Book, Deutsch, Band 25, 611 Seiten

Reihe: Kierkegaard Studies. Monograph Series

ISBN: 978-3-11-025165-4
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Die vorliegende Studie ist die erste umfassende Darstellung, die Kierkegaards Verfahren einer indirekten Mitteilung als hermeneutischen Schlüssel zu seinem Gesamtwerk entfaltet. Erkenntnisleitend ist das philosophische Interesse, die indirekte Mitteilung als Kierkegaards denkerische Methode und als das bestimmende Strukturprinzip seiner Existenzphilosophie zu begreifen. Indirekte Mitteilung meint nicht bloß eine äußerliche Form maieutischer und existenzieller Kommunikation, sie ist vielmehr zugleich eine Theorie über die Grenze von Sprache und Begriff. Zudem ist die perspektivisch gebrochene, experimentalphilosophische Methode ein Gegenentwurf zur geschlossenen Form des Systems. Hierin zeigt sich Kierkegaards geschichtliche Zwischenstellung in der Umbruchskonstellation von Idealismus und Moderne: Er stößt sich im Ganzen vom Systemdenken Schellings und Hegels ab und weist voraus auf die Experimentalphilosophie Nietzsches und das Differenzdenken Derridas.
Die Studie ist in dreierlei Hinsicht strukturiert: Systematisch wird die indirekte Methode als ein gegen sich selbst arbeitendes, prinzipiell unabgeschlossenes Verfahren bestimmt; geschichtlich wird sie vor dem Hintergrund der Tradition der Ironie und weiterer paradoxaler Begriffskonstellationen entfaltet; werkgeschichtlich-exegetisch werden Kierkegaards weit verzweigte Reflexionen über den Begriff der indirekten Methode rekonstruiert, ihre Praxis und Durchführung anhand ausgewählter Werke exemplarisch herausgearbeitet.
Schwab Der Rückstoß der Methode jetzt bestellen!

Zielgruppe


Wissenschaftler, Bibliotheken, Institute


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Vorbemerkung;13
2;Teil I. Kierkegaards indirekte Methode;19
2.1;I.1 Die systematische Bestimmung der indirekten Methode;21
2.1.1;1. Das Problem einer direkten Bestimmung der Methode;24
2.1.2;2. Die aszendierende Bestimmung – Der Begriff ‚Indirekte Mitteilung‘;26
2.1.3;3. Die deszendierende Bestimmung – Der doppelte Rückstoß der Methode;28
2.1.4;4. Begriff und Durchführung der indirekten Methode;29
2.1.5;5. Die Vielgestaltigkeit der Methode;31
2.1.6;6. Die zwei Aspekte der indirekten Methode;32
2.1.6.1;a) Kommunikationsaspekt;33
2.1.6.2;b) Darstellungsaspekt;39
2.1.7;7. Experiment, Aporie, Wiederholung;42
2.1.8;8. Die vierfache Funktion der Pseudonymität;44
2.1.9;9. Das christliche Selbstverständnis und die Methode;46
2.2;I.2 Kierkegaards geschichtliche Stellung;50
2.2.1;1. Die Konstellation des Übergangs;50
2.2.2;2. Hegel;52
2.2.3;3. Schelling;55
2.2.4;4. Nietzsche;58
2.2.5;5. Derrida;61
2.3;I.3 Zum Stand der Forschung;64
2.3.1;1. Der Mitteilungsbegriff in der Frührezeption;65
2.3.2;2. Der sachbezogene Ansatz;66
2.3.3;3. Die ältere Forschung zur Mitteilungsfrage;69
2.3.4;4. Der dekonstruktive Ansatz;72
2.3.5;5. Ansätze der neueren Forschung zur Mitteilungsfrage;75
3;Teil II. Der Begriff der indirekten Mitteilung;79
3.1;Orientierende Vorbemerkung;81
3.2;II.1 Doppelreflexion der Mitteilung in Begriff und Durchführung – Die Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift;92
3.2.1;1. Die Doppelreflexion des subjektiven Denkers und die Dialektik der Mitteilung – Climacus’ erste Lessing-These;99
3.2.1.1;a) Lessing, Hegel und Sokrates – Der Auftakt zur Mitteilungsfrage;100
3.2.1.2;b) Das objektive Denken und der subjektive Denker;104
3.2.1.3;c) Die Doppelreflexion des subjektiven Denkers;107
3.2.1.4;d) Die Doppelreflexion der Mitteilung;112
3.2.1.5;e) Der Empfänger und das Gottesverhältnis;116
3.2.1.6;f) Hypothese und Aneignung;120
3.2.1.7;g) Form und Ausdruck;124
3.2.1.8;h) Sokrates und das Geheimnis;128
3.2.1.9;i) Der Begriff der Mitteilung in der ersten Lessing-These;131
3.2.2;2. Rückblick von Außen – Climacus über ,Ein gleichzeitiges Streben in der dänischen Literatur‘;136
3.2.2.1;a) Climacus’ Plan;137
3.2.2.2;b) Der ,Blick‘ zurück;143
3.2.2.3;c) ,Mitteilung über das Indirekte‘ und ,Fortnehmen‘;146
3.2.3;3. ,Möglichkeitsmitteilung‘ – Die Form des subjektiven existierenden Denkers;151
3.2.4;4. Der Abtritt des Pseudonyms – Climacus’ Widerruf der Nachschrift;154
3.2.5;5. Der Auftritt des Autors – Kierkegaards ,Erste und letzte Erklärung‘;156
3.3;II.2 Maieutisch-teleologischer Begriff der Mitteilung – Der Gesichtspunkt und Über meine Wirksamkeit als Schriftsteller;160
3.3.1;1. Der Grundgedanke des retrospektiven Selbstverständnisses;165
3.3.1.1;a) Wirksamkeit;165
3.3.1.2;b) Gesichtspunkt;169
3.3.2;2. Der Begriff der Mitteilung als bloße Taktik;170
3.3.2.1;a) Wirksamkeit;170
3.3.2.2;b) Gesichtspunkt;176
3.3.3;3. Das inhaltliche Problem;180
3.3.4;4. Das methodische Problem;185
3.3.5;5. Die Gegenbewegung in Gesichtspunkt und Wirksamkeit;190
3.3.5.1;a) ,Aufmerksam-Machen‘;190
3.3.5.2;b) Mitteilungstheoretische Abweichungen;193
3.4;II.3 Der Weg zum Gesichtspunkt;197
3.4.1;1. Die Entdeckung der ,Maieutik‘ und der ,Reduplikation‘ – Die Journale und Entwürfe 1846/47;203
3.4.1.1;a) Maieutik;207
3.4.1.2;b) Reduplikation;216
3.4.2;2. Das Maieutische und das Ethische – Das Vorlesungsfragment zur ,Dialektik der Mitteilung‘ I;220
3.4.2.1;a) Der Plan zum Vorlesungsfragment und seine Niederlegung;225
3.4.2.2;b) Die Wissenschaft, die Kunst und das Ethische;227
3.4.2.3;c) Mitteiler, Empfänger, Gegenstand;231
3.4.2.4;d) Indirekte Mitteilung, Doppelreflexion, Maieutik;237
3.4.2.5;e) Das Ethisch-Religiöse, das Maieutische im Christentum und die Pseudonymität;243
3.4.2.6;f) ,Hineinbetrügen in das Wahre‘ 1 – Die Taten der Liebe;248
3.4.3;3. Die direkte Mitteilung als persönliche Frage – Die Journale und Entwürfe 1847/48;250
3.4.3.1;a) ,Hineinbetrügen in das Wahre‘ 2 – Die dritte Fassung des Buchs über Adler;251
3.4.3.2;b) Die ‚eigentümliche Dialektik der Mitteilung‘ – Das Journal NB3;254
3.4.3.3;c) Selbstreflexionen – Die Journale NB4 und NB5;256
3.4.4;4. Die Herausbildung des Gesichtspunkts – Das Journal NB6;260
3.4.4.1;a) Der Salon-Held, die Reduplikation und die ,pia fraus‘;263
3.4.4.2;b) ‚Jener kleine Artikel‘;267
3.4.4.3;c) ,Sein, was man sagt‘ – Reduplikation;270
3.4.4.4;d) ,Sagen, was man ist‘? – Der erste Plan zur direkten Mitteilung und seine Umkehrung;272
3.4.4.5;e) Die Symmetrie des Werks und die Übernahme der maieutischen Anlage;280
3.4.5;5. Reduplikation vs. Doppelreflexion – Die Einübung im Christentum;288
3.4.5.1;a) Der Gott-Mensch als ,Zeichen des Widerspruchs‘;291
3.4.5.2;b) Die zwei Formen der indirekten Mitteilung;296
3.4.6;6. Die Abfassung des Gesichtspunkts – Das Journal NB7;304
3.5;II.4 Der Mitteilungsbegriff nach dem Gesichtspunkt;314
3.5.1;1. Die Frage nach der Herausgabe des Gesichtspunkts – Die Journale 1848/49;319
3.5.1.1;a) Die ,Situation‘ 1848/49 und der erste Plan zur pseudonymen Publikation – NB8 und NB9;320
3.5.1.2;b) Die Gegenbewegung zur direkten Mitteilung, Zeugnis und „Rechenschaft“ – NB10;324
3.5.1.3;c) Die ,Lösung‘ und der zweite Plan zur pseudonymen Publikation – NB11 – NB13;330
3.5.1.4;d) Der dritte Plan zur pseudonymen Publikation – NB14;335
3.5.2;2. Mitteilung ex cathedra? – Das Vorlesungsfragment zur ,Dialektik der Mitteilung‘ II;340
3.5.2.1;a) Zur Datierung des Vorlesungsfragments;344
3.5.2.2;b) Die erste Vorlesung – Direkte Mitteilung des Indirekten?;364
3.5.2.3;c) Das erste Distinktionsschema – Synchrone Systematik;387
3.5.2.4;d) Das zweite Distinktionsschema – Diachrone Systematik;401
3.5.2.5;e) Die zweite Vorlesung – Durchführung in Abbreviatur;422
3.5.3;3. Der ,letzte Begriff der Mitteilung‘ – Die Journale und Entwürfe 1850-1852;427
3.5.3.1;a) ,Heterogenität‘ und letzte Abwägung zur Herausgabe des Gesichtspunkts – NB15 und NB16;431
3.5.3.2;b) Die Debatte um Martensens Dogmatik als ,Faktor‘ der Mitteilungsreflexion – NB17 – NB19;437
3.5.3.3;c) Nachschrift vs. „Rechenschaft“ und die indirekte Mitteilung als ,höhere‘ Form – NB20;442
3.5.3.4;d) Die Wirksamkeit als ,Reduplikation‘ und ,Handlung‘ – NB22 und NB24;447
3.5.3.5;e) L. J. M. Gude und die letzte Aufzeichnung zur Mitteilungsfrage in NB27;453
4;Teil III. Ironie und indirekte Mitteilung;461
4.1;Orientierende Vorbemerkung;463
4.2;III.1 Der Einzelne und die Weltgeschichte – Über den Begriff der Ironie;467
4.2.1;1. Die heterogene Konzeption der Ironieschrift und die ,Ironiethese‘;471
4.2.2;2. Die Ironie als Standpunkt des Sokrates und die ,unendliche absolute Negativität‘;478
4.2.3;3. Die weltgeschichtliche Betrachtung der Ironie;483
4.2.4;4. Die ,existenzanalytische‘ Kritik der romantischen Ironie;487
4.2.5;5. Die ,Ironie als beherrschtes Moment‘;488
4.2.6;6. Die Darstellungsstruktur der Ironie;492
4.3;III.2 Innen und Außen – Parallele und Differenz von romantischer Ironie und indirekter Mitteilung;496
4.3.1;1. Die strukturelle Parallele – Darstellung des Undarstellbaren;501
4.3.1.1;a) Die fragmentarische Theorie der Ironie;501
4.3.1.2;b) Die ,Unverständlichkeit‘ der Ironie;506
4.3.2;2. Die wesentliche Differenz – Der Einzelne und das Absolute;508
4.4;III.3 Die inkommensurable Innerlichkeit – Zum Vorwort von Entweder/Oder;514
5;Teil IV. Die Durchführung der indirekten Mitteilung;519
5.1;Orientierende Vorbemerkung;521
5.2;IV.1 Experimentalpsychologie – Die Wiederholung;524
5.2.1;1. Mitteilungssituation und Experimentalstruktur;525
5.2.1.1;a) Titel und Auftakt;525
5.2.1.2;b) Darstellungs- und Kommunikationsaspekt;527
5.2.1.3;c) Die zwei Pseudonyme der Schrift;528
5.2.2;2. Constantins Experimente;531
5.2.3;3. Die Briefe des ,jungen Menschen‘;535
5.2.4;4. Reinterpretationen;537
5.3;IV.2 An der Grenze der Wissenschaft – Der Begriff Angst;540
5.3.1;1. ,Grundlegung‘ und ,Grenze‘ der Wissenschaft – Einleitung;541
5.3.1.1;a) Wissenschaft und Wirklichkeit;542
5.3.1.2;b) Der Nicht-Ort der Sünde und die Aneignung;544
5.3.1.3;c) Erste und zweite Philosophie;546
5.3.1.4;d) Psychologie;549
5.3.2;2. Der Einzelne und die Wissenschaft – Caput II;553
5.3.3;3. Das Schema – Caput IV;555
5.3.4;4. Das ,Zweitpseudonym‘ – Vorwort;557
5.3.5;5. Climacus über die Form der Angstschrift;558
5.4;IV.3 Anti-Climacus und die brüchige Leiter – Die Krankheit zum Tode;561
5.4.1;1. Kombinationsrechnung;563
5.4.1.1;a) Vom Begriff Angst zur Nachschrift;564
5.4.1.2;b) Hegel und der ,Sich vollbringende Skeptizismus‘;567
5.4.1.3;c) Climacus und Anti-Climacus;569
5.4.1.4;d) Die ,Buchstabenrechnung des Dialektischen‘;574
5.4.2;2. Die Krankheit zum Tode;575
5.4.2.1;a) Das Wissenschaftliche und das Erbauliche im Vorwort;575
5.4.2.2;b) Spuren des Indirekten in der Verzweiflungsanalyse;577
6;Literatur;582
6.1;1. Primärliteratur;582
6.2;2. Forschungsliteratur;585
7;Namensregister;597
8;Sachregister;601
9;Register der zitierten Nachlassstellen;607


Schwab, Philipp
Philipp Schwab, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Philipp Schwab, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.


Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.