Schuol | Das regulierte Gen | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 24, 417 Seiten

Reihe: Lebenswissenschaften im Dialog

Schuol Das regulierte Gen

Implikationen der Epigenetik für Biophilosophie und Bioethik
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-495-81333-1
Verlag: Verlag Karl Alber
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Implikationen der Epigenetik für Biophilosophie und Bioethik

E-Book, Deutsch, Band 24, 417 Seiten

Reihe: Lebenswissenschaften im Dialog

ISBN: 978-3-495-81333-1
Verlag: Verlag Karl Alber
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Die molekularbiologische Subdisziplin Epigenetik leitet einen Wandel im genetischen Verursachungsdenken ein. Im Lichte des neuen Wissens um die Genregulation ändert sich das Verständnis vom Gen von einer statischen Ding-Einheit zu einer dynamischen Prozess-Einheit. Angesichts eines molekularen Wirkungskontinuums gilt die nun genregulativ verstandene Umwelt nicht mehr als externer Faktor, sondern als konstitutives Element des Genbegriffs. Danach hat die Lebensweise des Individuums einen erheblichen Einfluss auf seine genetische Ausprägung. Tatsächlich wird im den Fachdiskurs begleitenden öffentlichen Epigenetikdiskurs bereits eine Forderung nach mehr Eigenverantwortung laut. Die vorliegende Arbeit greift diese Entwicklungen auf und diskutiert die theoretischen und praktischen Folgen des epistemischen Wandels.

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Weitere Infos & Material


1;Das regulierte Gen;1
2;Inhalt;8
3;Danksagung;14
4;Lesehinweise;16
5;Siglen;17
6;Einleitung;18
7;Teil 1: Zur Erweiterung des Genbegriffes;30
7.1;Kapitel I: Der Genbegriff im Wandel;32
7.1.1;1 Skizze des „Jahrhunderts des Gens“;32
7.1.1.1;1.1 Klassische Genetik – transgenerationale Transmission hypothetischer Gene;32
7.1.1.2;1.2 Molekulargenetik – Struktur und Funktion von materialen Genen;41
7.1.2;2 Krise des Genbegriffs im aktuellen Zeitbezug;49
7.1.2.1;2.1 Rekapitulation der Genbegriffe;49
7.1.2.2;2.2 Krise des Genbegriffs;52
7.1.2.3;2.3 Aktueller Zeitbezug;56
7.1.3;3 Genbegriffe der Postgenomik;61
7.1.3.1;3.1 Aufgabe des klassischen molekularen Gens;62
7.1.3.2;3.2 Ersatz des klassischen molekularen Gens;63
7.1.3.3;3.3 Entkopplung unterschiedlicher Genbegriffe;66
7.1.3.4;3.4 Erweiterung des klassischen molekularen Gens;67
7.1.4;4 Nach dem „Jahrhundert des Gens“;70
7.2;Kapitel II: Das Gen als Entwicklungseinheit;76
7.2.1;1 Philosophische Vorbedingungen: Zur Realität des Gens;76
7.2.1.1;1.1 Existieren Gene;76
7.2.1.2;1.2 Biophilosophische Positionen;77
7.2.1.3;1.3 Gene als entwickelte Kulturdinge;83
7.2.2;2 Prozessperspektive: Das Gen als Entwicklungseinheit;85
7.2.2.1;2.1 Prozessperspektive der Postgenomik;86
7.2.2.2;2.2 Molekulares Wirkungskontinuum;88
7.2.2.3;2.3 Reichweite der Statusverschiebung;93
7.2.2.4;2.4 Gen als Entwicklungseinheit;97
7.2.3;3 Epigenetik: Das regulierte Gen;100
7.2.3.1;3.1 Allgemeine Mechanik: Strukturänderungen der DNS;101
7.2.3.2;3.2 Spezielle Mechanik: Modifikationen auf DNS-, RNS- und Proteinebene;104
7.2.3.2.1;3.2.1 DNS-Modifizierungen;104
7.2.3.2.2;3.2.2 Histon-Modifizierungen;106
7.2.3.2.3;3.2.3 RNS-Interferenz;107
7.2.3.3;3.3 Epigenetische Vererbung als Vererbung von Entwicklungszuständen;110
7.2.3.3.1;3.3.1 Ontogenetische (mitotische) Vererbung;111
7.2.3.3.2;3.3.2 Transgenerationale (meiotische) Vererbung;113
7.2.3.3.3;3.3.3 Epigenetik und die „Vererbung erworbener Eigenschaften“;115
7.3;Kapitel III: Das Gen als Determinante;120
7.3.1;1 Theoretische Aspekte;120
7.3.1.1;1.1 Reduktion und Determination;120
7.3.1.2;1.2 Gendeterminismus;125
7.3.1.3;1.3 Genfatalismus;132
7.3.2;2 Historische Aspekte;134
7.3.2.1;2.1 Denktraditionen zur Entwicklung;135
7.3.2.1.1;2.1.1 Theorien des Präformismus;135
7.3.2.1.2;2.1.2 Theorien der Epigenesis;139
7.3.2.2;2.2 Zwei Epigenetikbegriffe;143
7.3.2.2.1;2.2.1 Waddingtons Synthesekonzept;143
7.3.2.2.2;2.2.2 Molekulares Raumkonzept;148
7.3.3;3 Epigenetik und Gendeterminismus;151
7.3.3.1;3.1 Einfacher Gendeterminismus;151
7.3.3.1.1;3.1.1 Unidirektionaler Informationsfluss;151
7.3.3.1.2;3.1.2 Verschränkte Informationssysteme;155
7.3.3.2;3.2 Verdeckter Gendeterminismus;162
7.3.3.2.1;3.2.1 Asymmetrische Informationsinteraktion;162
7.3.3.2.2;3.2.2 Konstruktion von Information;165
7.4;Kapitel IV: Das Gen im Kontext;168
7.4.1;1 Erweiterter Genbegriff;168
7.4.2;2 Neuer Umweltdeterminismus?;172
7.4.3;3 Bedeutung des Organismus;176
7.4.4;4 Bedeutung der Umwelt;183
7.4.5;5 Eingebettete Körper;188
7.4.6;6 Gefährdete Organismen;192
8;Teil 2: Zur Ethik der Epigenetik;196
8.1;Kapitel I: Der öffentliche Diskurs zur Epigenetik;198
8.1.1;1 Vorbedingungen zu einer Diskursanalyse;198
8.1.1.1;1.1 Grund der Diskursanalyse und Verortung;198
8.1.1.2;1.2 Methodik zur Analyse des öffentlichen Diskurses;201
8.1.1.3;1.3 Eingrenzung des Analyseobjekts;204
8.1.2;2 Einflussbereich der Medienmacher;206
8.1.2.1;2.1 Kommunikatoren: Wissenschaftserfahrene Publizisten;206
8.1.2.2;2.2 Aussagen: Epochenwandel, Steuerbarkeit und Verantwortung;208
8.1.2.3;2.3 Medium: Populärwissenschaftliche Ratgeberliteratur;215
8.1.3;3 Einflussbereich der Medienrezipienten;218
8.1.3.1;3.1 Effekt: Epigenetik ist Eigenverantwortung;218
8.1.3.2;3.2 Kontext: Eigenverantwortung im Zeitgeschehen;223
8.1.3.2.1;3.2.1 Kultureller Wertbegriff: Eigenverantwortung als Selbstentfaltung;223
8.1.3.2.2;3.2.2 Politischer Reformbegriff: Eigenverantwortung als Aktivierung;226
8.1.3.2.3;3.2.3 Soziologisches Forschungsobjekt: Eigenverantwortung als Subjektivierung;232
8.1.3.3;3.3 Rezipient: Zwischen Aktivierung und Selbstregulierung;238
8.2;Kapitel II: Die theoretischen Verantwortungsbedingungen;240
8.2.1;1 Historische Entwicklung von Verantwortung in der (Bio-)Ethik;240
8.2.2;2 Theoretische Aspekte der Zuschreibung von Verantwortung;243
8.2.2.1;2.1 Verantwortung als Zuschreibungsbegriff;243
8.2.2.2;2.2 Rechtfertigung der Zuschreibung;246
8.2.3;3 Handlungstheoretische Aspekte von Verantwortung;250
8.2.3.1;3.1 Handlungsbedingungen als Verantwortungsbedingungen;250
8.2.3.2;3.2 Logisch/temporale Bedingungen: Prospektive und retrospektive Verantwortung;253
8.2.3.3;3.3 Psychische Aspekte: Das Risiko als Folge der Verantwortungsübernahme;257
8.2.4;4 Anwendungsbezogene Auslegung: Das Relationsmodell als Analyseinstrument;261
8.2.4.1;4.1 Verantwortungssubjekt: Ein Akteur, mehrere Akteure, oder Institutionen?;262
8.2.4.2;4.2 Verantwortungsobjekt: Behandelte Personen oder Handlungen von Personen?;264
8.2.4.3;4.3 Verantwortungsinstanz: Gewissen oder Vernunft?;265
8.2.4.4;4.4 Verantwortungsnorm: Bestehende Normen oder empirisches Wissen?;269
8.2.5;5 Worauf bezieht sich Eigenverantwortung?;271
8.3;Kapitel III: Die empirischen Verantwortungsbedingungen;276
8.3.1;1 Verantwortungsreichweite: Zur Stabilität der epigenetischen Modifizierungen;276
8.3.1.1;1.1 Epigenetische Entwicklung beim Menschen;277
8.3.1.2;1.2 Epigenetische Vererbung beim Menschen;285
8.3.1.3;1.3 Entwicklung vor Vererbung;291
8.3.2;2 Handlungsbereich: Das Metabolische Syndrom als Fallbeispiel;296
8.3.2.1;2.1 Vorverortung: Die Themenbereiche der klinischen Epigenetik;296
8.3.2.2;2.2 Verantwortungskontext: Das Metabolische Syndrom;299
8.3.2.3;2.3 Denktraditionen: Vom genetischen zum epigenetischen Verursachungsdenken;303
8.3.2.4;2.4 Zwei konkurrierende ätiologische Modelle;309
8.3.2.4.1;2.4.1 Adaptionsmodell: Predictive Adaptive Response;309
8.3.2.4.2;2.4.2 Prägungsmodell: Adaptive Predictive Response;312
8.4;Kapitel IV: Das Verantwortungsnetzwerk;316
8.4.1;1 Überblick und Ausgang;316
8.4.1.1;1.1 Für eine frühzeitige Verantwortungsdebatte;316
8.4.1.2;1.2 Prävention als Ausgangsbasis;320
8.4.1.3;1.3 Faktor Zeit als Präventionskennzeichen;324
8.4.2;2 Individualethik und Verhaltensprävention: Zur Rolle der Eigenverantwortung;327
8.4.2.1;2.1 Handlungsbereiche im Lichte epigenetischer Ätiologien;328
8.4.2.2;2.2 Ausgangstheorie und Ausschluss der Eigenverantwortung;331
8.4.2.3;2.3 Möglichkeiten und Grenzen der Verantwortung von Schwangeren;335
8.4.3;3 Sozialethik und Verhältnisprävention: Über ein Verantwortungsnetzwerk;340
8.4.3.1;3.1 Akteur/Struktur-Modell als Ermittlungsheuristik;340
8.4.3.2;3.2 Verantwortungsakteure universeller Primärprävention;343
8.4.3.3;3.3 Verantwortungsakteure zielgruppenspezifischer Primärprävention;352
9;Zusammenfassung;364
10;Glossar;376
11;Literaturverzeichnis;382
12;Abbildungsverzeichnis;415


Sebastian Schuol studierte Philosophie und Molekulargenetik in Erlangen und Tübingen und war Stipendiat am DFG-Graduiertenkolleg Bioethik am IZEW (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften) in Tübingen. Er arbeitete u.a. als Koordinator der an der Universität Heidelberg angesiedelten Projektgruppe EURAT (Ethische und rechtliche Aspekte der Genomsequenzierung des menschlichen Genoms) und ist gegenwärtig im Bereich Wissenschaftsreflexion am ZiWiS (Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen) in Erlangen tätig. Zu seinen Veröffentlichungen zählen diverse Beiträge zur Theorie der Biologie, speziell der Epi-/Genetik und Evolutionstheorie, und zu ihren Folgen für die Bioethik.



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