Schönherr-Mann | Dekonstruktion als Gerechtigkeit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 126, 282 Seiten, Format (B × H): 153 mm x 227 mm

Reihe: Staatsverständnisse

Schönherr-Mann Dekonstruktion als Gerechtigkeit

Jacques Derridas Staatsverständnis und politische Philosophie
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7489-0008-5
Verlag: Nomos
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Jacques Derridas Staatsverständnis und politische Philosophie

E-Book, Deutsch, Band 126, 282 Seiten, Format (B × H): 153 mm x 227 mm

Reihe: Staatsverständnisse

ISBN: 978-3-7489-0008-5
Verlag: Nomos
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Staat und Recht stützen sich auf eine unhintergehbare Gewalt, die Gerechtigkeit nur unabhängig vom Recht denken lässt und damit von den Prinzipien der Allgemeinheit und Gleichheit. Sie zielt darauf ab, dem Ereignis wie dem Einzelnen gerecht zu werden, was nur durch einen vorbehaltlosen Blick auf die damit verbundenen Probleme gelingen kann. Dazu muss jeder begriffliche Zugriff bis in seine letzten Aporien hinterfragt werden. Das ist der Sinn der Dekonstruktion, der es immer schon originär darum geht, dem Ereignis gerecht zu werden.

Demokratie lässt sich nicht vollenden, immer nur weiter ausbauen, was jeder Idee eines starken Staates widerspricht. Demokratie verlangt den mündigen d.h. dekonstruierenden Bürger, den es längst gibt, wenn viele den diversen Welterklärungen misstrauen. Derridas Staatsverständnis geht von einer unüberbrückbaren Differenz zwischen Recht und Gerechtigkeit aus, was die Demokratie als notorisch ungenügend vorführt, um die sich daher Staat wie Bürger immer mit dem Ziel bemühen müssen, deren Emanzipation als Individuen zu befördern.

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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2; Einleitung: Derrida zwischen politischer und Sozialphilosophie;13
3;I. Teil: Derridas Auseinandersetzung mit Benjamin und Schmitt;21
3.1;1. Kapitel: Gewalt als Grundlage von Recht und Staat;22
3.1.1;1. Rechtsetzende und rechtserhaltende Gewalt;23
3.1.2;2. Recht und mythische Gewalt;30
3.1.3;3. Anomalie und Ausnahmezustand: Gesetzeskraft;34
3.2;2. Kapitel: Staat und gewaltlose Gewalt;41
3.2.1;1. Gewaltlose göttliche Gewalt;41
3.2.2;2. Gewalt als Ausdruck des Lebens;47
3.2.3;3. Heilende Kreativität der Gewalt;54
3.3;3. Kapitel: Staatsverständnis und linguistische politische Philosophie;60
3.3.1;1. Die Performanz der Gewalt;60
3.3.2;2. Widerstreit oder Heiligkeit der Sprache;67
3.3.3;3. Ereignis oder Geschichte;73
3.4;4. Kapitel: Staat ohne Recht;77
3.4.1;1. Staat und Revolution;77
3.4.2;2. Die ‚Endlösung‘;82
3.4.3;3. Die Signatur des Verwalters einer Ruine;93
3.5;5. Kapitel: Demokratie zwischen Recht und Gerechtigkeit;96
3.5.1;1. Die demokratische Politik des Ausnahmezustands;96
3.5.2;2. Derridas Antwort: Gerechtigkeit ohne Recht;104
3.5.3;3. Die Zukunft der Demokratie;107
4;II. Teil: Zur Genealogie der Dekonstruktion;117
4.1;6. Kapitel: Von der Biographie zur Dekonstruktion;117
4.2;7. Kapitel: Différance und Dekonstruktion;124
4.2.1;1. Die Schrift als Ursprung der gesprochenen Sprache;125
4.2.2;2. Die Gewalt des Phono- und Logozentrismus;128
4.2.3;3. Die erweiternde Differenz;132
4.2.4;4. Dekonstruktion und politische Philosophie;138
4.2.5;5. Von der Schrift zum Programm und darüber hinaus;143
5;III. Teil: Nationalismus, Marxismus und Emanzipation;149
5.1;8. Kapitel: Politik der Freundschaft?;150
5.1.1;1. Freundschaft als Bedingung der Demokratie;151
5.1.2;2. Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung;156
5.1.3;3. Brüderlichkeit und Nationalismus;160
5.1.4;4. Nietzsches ‚neue Gerechtigkeit‘ und die Frauen;163
5.1.5;5. Freundschaft und Verantwortung;166
5.2;9. Kapitel: Von der Marxschen Sozialphilosophie zur Staatstheorie;173
5.2.1;1. Von Geschichte und Ökonomie zur politischen Philosophie;176
5.2.2;2. Marx‘ Denken als Wegbereitung der Dekonstruktion;179
5.2.3;3. Das Marxsche Erbe und die Gerechtigkeit ohne Recht;183
5.2.4;4. Das Marxsche Erbe und das Messianische;185
5.2.5;5. Emanzipation und kommende Demokratie;188
6;IV. Teil: Gerechtigkeit als Dekonstruktion?;195
6.1;10. Kapitel: Staat und Wahrheit;196
6.1.1;1. Die performative Gewalt des besseren Arguments: Habermas 1.;197
6.1.2;2. Der ‚mystische Grund‘ bei Pascal und Montaigne;203
6.1.3;3. Die mythische Nähe von Recht und Gerechtigkeit;210
6.2;11. Kapitel: Gerechtigkeit und Recht;216
6.2.1;1. Aporien der Sprache: Lyotard;216
6.2.2;2. Aporien der Verantwortung: Max Weber;220
6.2.3;3. Aporien der Regelanwendung: Kant und Schiller;224
6.2.4;4. Aporien der Entscheidung: Schmitt und Rawls;229
6.2.5;5. Aporien von Dringlichkeit und Wahrheit: Dworkin;233
6.2.6;6. Aporien von Wahn und Vernunft: Lévinas;239
6.3;12. Kapitel: Dekonstruktion als politische Philosophie;248
6.3.1;1. Dekonstruktion als Gerechtigkeit;249
6.3.2;2. Dekonstruktion und Emanzipation;254
7; Nachwort: Die Frage und die Dekonstruktion;261
8; Zitierte Literatur;269
9; Personenregister;279



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