Schoenberner | Der gelbe Stern | Buch | 978-3-86754-102-2 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 280 Seiten, GB, Format (B × H): 220 mm x 274 mm, Gewicht: 1261 g

Reihe: Ariadne Literaturbibliothek

Schoenberner

Der gelbe Stern

Die Judenverfolgung in Europa 1933-1945
vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe 2014
ISBN: 978-3-86754-102-2
Verlag: Argument- Verlag GmbH

Die Judenverfolgung in Europa 1933-1945

Buch, Deutsch, 280 Seiten, GB, Format (B × H): 220 mm x 274 mm, Gewicht: 1261 g

Reihe: Ariadne Literaturbibliothek

ISBN: 978-3-86754-102-2
Verlag: Argument- Verlag GmbH


»Der gelbe Stern« erschien 1960 als eines der ersten Bücher zum Thema. Er ist bis heute ein Standardwerk, das noch immer als Quelle zitiert wird. Das Buch, von der Kritik des In- und Auslands einhellig als hervorragende Dokumentation gelobt, erlebte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Neuauflagen, Taschenbuchausgaben und Übersetzungen.
Viele der hier seinerzeit zum ersten Mal veröffentlichten Fotos sind inzwischen zu Ikonen geworden, die in Schulbüchern und anderen Publikationen immer wieder nachgedruckt und von Film und Fernsehen reproduziert wurden. Es handelt sich um eine Auswahl, die der Autor in allen damals erreichbaren Archiven zwischen Paris und Moskau, später auch in Washington und Jerusalem, unter Zehntausenden von Aufnahmen getroffen und zu einer Geschichte in Bildern montiert hat.

»Der gelbe Stern« zeigt in acht Kapiteln den Leidensweg von Millionen Menschen und seine einzelnen Stationen, von Hasspropaganda und Entrechtung, Beraubung und Deportation bis zum Massenmord. Einer knappen instruktiven Einführung folgen jeweils ausgewählte Schlüsseldokumente, die die Anweisungen der Befehlszentralen den Berichten der von ihnen betroffenen Menschen gegenüberstellen. Den Hauptteil jedes Kapitels bildet eine in sich geschlossene Bilderzählung, in der sich Fotos und prägnante Textzitate von Verfolgern und Verfolgten gegenseitig kommentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die den Mördern in die Hände fielen. Ihrem Andenken ist das Buch gewidmet.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Norbert Kampe: Zum Geleit

Vorwort (zur Erstausgabe 1960)
I. Hitlerdeutschland
II. Experimentierfeld Polen
III. In den Ghettos
IV. Massenerschießungen
V. Die Deportationen
VI. Das Vernichtungslager
VII. Widerstand
VIII. Befreiung

Nachwort – 50 Jahre später (2012)
Danksagung
Ein Abschiedsgruß

Anhang
Vorstoß der Einsatzgruppen 1941–??42
Konzentrations- und Todeslager 1943
Zeittafel
Literaturhinweise
Textquellen
Bildquellen


»Ein staatlich geplantes millionenfaches Verbrechen, Phase für Phase im Bilde festgehalten. Und das Ungeheuerlichste: Es sind die Mörder selbst, die sich bei ihrem Handwerk fotografieren. Man legte tatsächlich regelrechte Fotoalben an, in denen man über Ausweisungen und Exekutionen berichtete wie über eine Ferienreise an die Ostsee oder ins Riesengebirge.

Nachträgliche moralische Verdammung und menschliches Bedauern genügen nicht. Es geht darum, die historischen Fakten zur Kenntnis zu nehmen, die gesellschaftlichen Ursachen zu begreifen und sich der eigenen Verantwortung für das, was um uns herum geschieht, bewusst zu werden. Wir entrinnen unserer Vergangenheit nicht, indem wir sie aus dem Gedächtnis verdrängen. Nur wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen und die Lehren jener Jahre verstehen, können wir uns von der Erbschaft der Hitlerbarbarei befreien. Politik ist kein unabwendbares Schicksal. Sie wird von Menschen gemacht und kann von Menschen verändert werden.« (Aus dem Vorwort des Verfassers)


Gerhard Schoenberner (1931–2012), Schriftsteller und Publizist, gehörte zu den Pionieren der Aufklärung über die NS-Verbrechen. Als solcher war er weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, insbesondere durch »Der gelbe Stern«, das Lesebuch »Zeugen sagen aus« und seine zwölfteilige ARD-Serie über Ideologie und Propaganda im Spielfilm der NS-Zeit. Er war u.a. Leiter des Deutschen Kulturzentrums in Tel Aviv, langjähriger Co-Vorsitzender der »Freunde der deutschen Kinemathek«, wissenschaftlicher Berater der »Topografie des Terrors« und Gründungsdirektor der Gedenk- und Bildungsstätte »Haus der Wannsee-Konferenz«.



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