Schneider / Seidler | Internalisierung und Strukturbildung | Buch | 978-3-8379-2260-8 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 334 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 240 mm, Gewicht: 618 g

Reihe: pschosozial reprint

Schneider / Seidler

Internalisierung und Strukturbildung


Neuauflage 2013
ISBN: 978-3-8379-2260-8
Verlag: Psychosozial-Verlag

Buch, Deutsch, 334 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 240 mm, Gewicht: 618 g

Reihe: pschosozial reprint

ISBN: 978-3-8379-2260-8
Verlag: Psychosozial-Verlag


»Internalisierung« und »Strukturbildung« sind zentrale Begriffe im Zusammenhang mit dem Entstehen und der Aufrechterhaltung einer inneren, psychischen Welt. Diese ist nicht einfach nur ein Abbild der äußeren Wirklichkeit, sondern formt sich im Wechselspiel zwischen individuellen Reaktionsdispositionen, körperlichen Bedürfnissen und Phantasien einerseits sowie Beziehungserfahrungen der Kindheit und Jugend andererseits. Dieser Prozess ist nie gänzlich abgeschlossen und erzeugt ein grundsätzlich konflikthaftes Spannungsfeld zwischen äußerer und innerer Realität. Anliegen des Buches ist es, zentrale Aspekte solcher Internalisierungs- und Strukturbildungsprozesse in theoretischer wie diagnostisch-therapeutischer Hinsicht zu beleuchten.

Mit Beiträgen von Hermann Beland, Eva Berberich, Joachim F. Danckwardt, Heinfried Duncker, Mario Erdheim, Jan Malewski, Annegret Overbeck, Martha Papadakis, Hartmut Raguse, Gerd Rudolf, Gerhard Schneider, Helen Schoenhals, Günter H. Seidler und Winfrid Trimborn

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Weitere Infos & Material


Inhalt

Vorwort

Internalisierung und Strukturbildung: Einleitung und Überblick
Gerhard Schneider

Stabilität und Veränderbarkeit psychischer Strukturen –

Systemregulierendes Denken als Realitätstreue oder als Verleugnung (Allmacht)

Hermann Beland

Internalisierung und Symbolisierung –

Überlegungen zum kleinianischen Verständnis der Verinnerlichung
Hartmut Raguse

Narziß, Teiresias und Ödipus:
Internalisierungsschritte von der »Interaktionellen Unbewußtheit des Gegenübers« zur »Verinnerlichung der Urszene«

Günter H. Seidler

Die Symbolisierungsfähigkeit und der Antagonismus zwischen Familie und Kultur
Mario Erdheim

Staunen
Psychogenetische und epigenetische Gesichtspunkte des vorbewußten phantasierenden und unbewußten affektiven Denkens in der Entwicklung und Ausbildung zum Psychoanalytiker
Joachim F. Danckwardt

Der Triangulierungsprozeß als Grundlage von Symbolbildung und Erkenntnis – diskutiert am Beispiel eines psychoanalytisch-hermeneutisch ausgewerteten Supervisionsprotokolls

Annegret Overbeck

Die Gefahr der Heilung
Pathologische Identifizierungs- und Mentalisierungsprozesse als Grenzen therapeutischer Möglichkeiten
Winfrid Trimborn

Die Verinnerlichung der Erfahrung der ›holding function‹ in einer Kinderbehandlung
Eva Berberich

Strukturelle Veränderungen des psychischen Raums
Eine klinische Falldarstellung
Helen Schoenhals

»Zur Hölle mit der Realität!«
Zur Internalisierung des Realitätsprinzips speziell im Hinblick auf das Werk von W.R. Bion
Martha Papadakis

Zwischen Verbindung und Trennung – ein klinischer Beitrag zur Dialektik der Trennungsprozesse in Psychoanalysen
Jan Malewski

Zur Frage der Strukturbildung in der Psychotherapie von Sexualstraftätern
Heinfried Duncker

Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklung der Symbolisierungsfähigkeit in der psychoanalytisch orientierten stationären Psychotherapie – ein störungsorientierter Ansatz zur stationären Psychotherapie
Gerhard Schneider

Diagnostik struktureller Störungen
Gerd Rudolf

Autorinnen und Autoren


Danckwardt, Joachim F.
Joachim F. Danckwardt hat eine Ausbildung in Choreografie und Medizin. Er ist Psychiater, Psychotherapeut und Psychoanalytiker. 2010 gewann er den Wolfgang Loch Preis. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Konstituierungs- und Transformationsprozesse in Psychoanalyse, Kunst, Literatur, Medien und Pharmakotherapie.

Stand: Juli 2017

Seidler, Günter H.
Günter H. Seidler hat die Sektion Psychotraumatologie an der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg von ihrer Gründung bis zum Sommer 2015 geleitet. Seitdem arbeitet er freiberuflich in Dossenheim bei Heidelberg.

Er ist Gründungs- und Chefherausgeber der Zeitschrift »Trauma und Gewalt. Forschung und Praxisfelder«, Klett-Cotta.


Veröffentlichungen u.a.:

Seidler, G. H. (2013): Psychotraumatologie. Das Lehrbuch. Stuttgart (Kohlhammer).

Seidler G. H. (2015): Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham. Mit einem Geleitwort von L. Wurmser und einem Vorwort von O. F. Kernberg. 4. Aufl. Stuttgart (Klett-Cotta).

Seidler, G. H., Freyberger, H., Maercker, A. (Hg.) (2015): Handbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart 2. Aufl. (Klett-Cotta).

(Stand: November 2016)

Beland, Hermann
Hermann Beland war Psychoanalytiker und in eigener Praxis in Berlin tätig sowie Supervisor und Lehranalytiker am Berliner Psychoanalytischen Institut - Karl-Abraham-Institut. Darüber hinaus bekleidete er leitende Positionen in der Deutschen und Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Er veröffentlichte unter anderem zur Theorie der Psychoanalyse, besonders zur Persönlichkeitsstruktur, zum Traum und zur Psychosomatik und war Mitorganisator von internationalen Gruppenkonferenzen für nationale und internationale Gruppen im Konflikt.

Stand: März 2025

Rudolf, Gerd
Gerd Rudolf, ehemaliger Direktor der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg, ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und für Psychiatrie, Psychoanalytiker (DPG), Mitbegründer der OPD, Mitherausgeber der Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Heigl-Preisträger 2004; sein Arbeitsschwerpunkt ist die Konzeptbildung und empirische Forschung in der psychodynamischen Psychotherapie.

Erdheim, Mario
Mario Erdheim wurde in Ecuador geboren und lebt seit 1953 in Zürich. Studium der Ethnologie, Philosophie und Psychologie in Wien, Basel und Madrid. Seit 1975 in Zürich als Psychoanalytiker tätig. 1982 erschien bei Suhrkamp »Die gesellschaftliche Produktion von Unbewusstheit«. 1986 Habilitation in Frankfurt. Zahlreiche Aufsätze zu Kultur und Adoleszenz.

Seidler, Günter H.
Günter H. Seidler hat die Sektion Psychotraumatologie an der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg von ihrer Gründung bis zum Sommer 2015 geleitet. Seitdem arbeitet er freiberuflich in Dossenheim bei Heidelberg.

Er ist Gründungs- und Chefherausgeber der Zeitschrift »Trauma und Gewalt. Forschung und Praxisfelder«, Klett-Cotta.


Veröffentlichungen u.a.:

Seidler, G. H. (2013): Psychotraumatologie. Das Lehrbuch. Stuttgart (Kohlhammer).

Seidler G. H. (2015): Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham. Mit einem Geleitwort von L. Wurmser und einem Vorwort von O. F. Kernberg. 4. Aufl. Stuttgart (Klett-Cotta).

Seidler, G. H., Freyberger, H., Maercker, A. (Hg.) (2015): Handbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart 2. Aufl. (Klett-Cotta).

(Stand: November 2016)

Duncker, Heinfried
Heinfried Duncker war Chefarzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - HGC Kliniken GmbH, Gastprofessor an der Universität Kassel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie/Psychoanalyse.

Schneider, Gerhard
Gerhard Schneider ist niedergelassener Psychoanalytiker und Lehr- und Kontrollanalytiker der DPV und DGPT. Von 2008 bis 2010 war er Vorsitzender der DPV. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Identität, analytische Behandlungstechnik, Psychoanalyse, Film, bildende Kunst und Kultur.

Stand: April 2017

Schneider, Gerhard
Gerhard Schneider ist niedergelassener Psychoanalytiker und Lehr- und Kontrollanalytiker der DPV und DGPT. Von 2008 bis 2010 war er Vorsitzender der DPV. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Identität, analytische Behandlungstechnik, Psychoanalyse, Film, bildende Kunst und Kultur.

Stand: April 2017

Trimborn, Winfrid
Winfrid Trimborn war Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Lehranalytiker der DPV/IPV. Ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Veröffentlichungen zur Bedeutung des Rahmens im stationären und ambulanten Setting und zur Klinik narzisstischer, borderline und depressiver Störungen.



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