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E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Schmidt Was war wird sein

Das Schicksal der Menschheit
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7407-3916-4
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das Schicksal der Menschheit

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

ISBN: 978-3-7407-3916-4
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In naher Zukunft erfindet ein Tüftler eine Zeitmaschine. Er manipuliert damit die Weltweiten Börsen. Alle Versuch ihn zu fassen, misslingen. Es kommt zum dritten Weltkrieg. Ein Mann jedoch hat Visionen - er versucht das Schlimmste zu verhindern. Jedoch...

Friedrich Schmidt, 1962 in Saarbrücken geboren, veröffentlicht mit diesem Titel sein drittes Buch - das zweite im TWENTYSIX-Verlag
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Prolog


Teil 1


„Da war diese wunderschöne Frau, Daniela, du kennst sie. Sie bewegte sich stets so graziös, ihre Sprache konnte man als gewandt bezeichnen. Ihre Haut, ihre Nägel, ihr Haar, ja, selbst ihre Stimme… alles Makellos… ihre Beine, der Po, ihre Brüste. Es gab nichts auszusetzen, an dieser Frau. Doch, einen Schönheitsfehler hatte sie – aber durch den wurde sie nur noch interessanter… sie hatte zweifarbige Augen! Ihr rechtes Auge war Königsblau und das linke Auge, und dies hatte sie wohl von ihrer nicht minder schönen Mutter geerbt – hatte eine Giftgrüne Färbung.“

„Ich könnte stundenlang nur von ihr erzählen, doch will ich, was diese Frau angeht, gleich auf den Punkt kommen, um weiter zu erzählen, was mich so bewegt.“

Peter nickte stumm und hörte weiter zu. Wir saßen, wie so oft, in einer Spelunke, die zwar alt, aber nicht schäbig war. Wir lümmelten uns an unserem Stammtisch in der Ecke am Fenster, und tranken Bier. Mit einem wink zum Wirten, machten wir klar, dass jeder ein weiteres kühles Blondes wollte. Kopfschüttelnd machte sich der Wirt, Werner, daran, zwei Gläser zu spülen und zu füllen.

„Also… es fällt mir teilweise schwer, darüber zu reden – und dies, obwohl ich nicht gerade ein Typ bin der, wie es so schön heißt: …nahe am Wasser gebaut hat – soll heißen: mich wirft nichts so schnell aus der Bahn.“ Ich hob die Augenbrauen, als ich sagte: „Ich will bei Leibe nicht behaupten, dass ich der Ironman schlechthin bin – aber eben auch kein Waschlappen, der gleich zu Weinen beginnt, nur weil des Nachbars Hund gestorben ist. Nun, diese kleine, von der ich sprach… na, ich kenne sie von klein auf. Ich sah sie aufwachsen. Ich erinnere mich, wie sie als kleines Mädchen meine Kirschen von den Bäumen klaute… ich erinnere mich an ihr bezauberndes Lachen… den liebevollen Umgang, den sie mit jedem pflegte, der auch nett zu ihr war. Wer, zum Teufel hätte gedacht, dass – zum Beispiel ich, ihr alter Nachbar… diese Frau überlebt. Ihr Freund, ihre Familie – jeder der sie kannte, hat sich gefragt: „Warum gerade sie? Warum Krebs? Wieso sie - wo sie doch so gesund gelebt hat, Sport getrieben hat – weder geraucht, noch getrunken hat. Warum hat Gott, oder war es der Teufel? - eines der vollkommenen Geschöpfe der Stadt ausgesucht? Doch nicht sie… . Was mich also bewegt ist das, was man das Schicksal nennt. Wobei das Schicksal es ja auch durchaus gut, wenn nicht sogar besonders gut mit dem einen oder anderen von uns meint. Aber gerade dies ist es ja, was ich meine… die Frage – die philosophische Frage heißt doch: Gibt es Glückspilze oder Pechvögel? Was kann man tun, um sein Leben zu beeinflussen – kann man dies überhaupt? Da ist, und da sind sich alle Psychologen einig, zum einen das Elternhaus, in dem man… mehr oder weniger gut… aufwächst, samt der dazugehörigen Schulbildung, ein wichtiger Faktor. Und auch der Freundeskreis, welcher einen, während der wichtigen Zeit, in der man heranwächst, einen umgibt – und natürlich erheblichen Einfluss auf einen Jeden haben kann. Beides sind nicht zu unterschätzende Punkte, in der Entwicklung eines Menschen. Die sogenannten Freunde – oder eben echte Freunde – und natürlich die Familie.“

„Alles kann also eine Rolle im Leben spielen. Es heißt nicht umsonst, dass das Leben einen prägt. Denn die oben genannten Umstände – das Elternhaus, mit seinen Eindrücken – die Schulbildung, mit ihren positiven, aber auch negativen Momenten, weil man sich – wie auch im Freundeskreis, schlechtes abschauen kann.“

„Und - nicht außer Acht zu lassen, ist der Einfluss der, falls vorhandenen, Geschwister. Und auch die jeweilige Religion eines Menschen kann, je nach Festigkeit des Glaubens, große Macht bedeuten.“

„Es sind da also eine Menge Begebenheiten, die einen Menschen prägen. Äußere Einflüsse und auch Gefühle und unser Verstand, die aus einem Wesen erst einen Menschen machen – uns aber auch in bestimmte Bahnen lenken. Jedem ist klar, wie wichtig die Schulbildung ist, ebenso, wie der richtige Umgang.“

„Aber durch alle diese Dinge wird höchstens ein Grundgerüst gebaut. Nichts von alledem sagt grundsätzlich aus, ob dieser oder jener Mann ein Anwalt oder Verbrecher wird. Nein, der Charakter eines Menschen ist nicht alleine maßgebend dafür, was aus einem wird – es gehört auch Glück oder Pech dazu. Denn sonst wäre doch alles Schicksal… vorbestimmt… von wem? Gott? Der Zahnfee? Also ich weiß nicht.“

Peter hatte sich, nur stumm nickend, alle meine Ausführungen angehört, und nichts dazu gesagt – bis jetzt. Er gab mir aber Recht, indem er: “Ja” sagte, und dies mit einem deutlichen Kopfnicken unterstrich – „… ich denke auch, dass es so etwas wie ein Schicksal geben muss. Denn Pech oder eben auch Glück kommt nicht einfach so. Ich denke, dass unser Leben durch die beiden Dinge in eine Bahn gelenkt wird. Wie du sagtest… da ist das Elternhaus und der Freundeskreis. Die Schule - alles nimmt Einfluss auf einen, und dann ist da aber noch die Sache mit dem Glück – oder Pech, wie du willst. Aber eben, und das ist der springende Punkt, kann man sein Glück, wenigstens zum Teil, beeinflussen… ein Beispiel: Ich erwähle, welchen Beruf ich im Leben erlernen will. Ich komme zu einem Entschluss, und nun kommt’s – um den Beruf dann wirklich zu erlernen, muss ich meinem Glück auf die Sprünge helfen. Ich tue das, indem ich mich bemühe… anstrenge… Bewerbungen schreibe und so. Von allein kommt das Glück eben nicht.“

„So ist es“, gab ich zu. „Aber diese Punkte sind nicht die Einzigen, welche uns beeinflussen. Was wäre zum Beispiel, wenn keiner das Rad erfunden hätte? Alle folgenden Erfindungen wären nicht gemacht worden. Es gäbe also auch kein Fahrrad oder Auto… ganze Berufsgruppen hätte es nie gegeben. Wer kann die Frage beantworten, wie unsere Welt dann aussehen würde? Wäre die Luft, die wir atmen, sauberer, oder gäbe es eine andere Erfindung, welche die Luft noch mehr verschmutzt hätte? Würden wir alle mit Flugrobotern fliegen oder müssten wir jeden Weg zu Fuß zurücklegen? Fragen über Fragen… und keiner da, welcher die Fragen beantworten könnte. Die Fragen sind unbeantwortbar, weil keiner Hellseher ist, und sich auch keiner, außer uns solche Fragen stellt… oder?“

Wieder nickte Peter, und er lehnte sich zurück, weil Werner unsere Biere brachte. Werner stellte die Gläser ab, nahm die leeren Gläser von den runden Pappdeckeln, und stellte die vollen Biere auf die Deckel. Er nahm die leeren Gläser mit zwei Fingern auf, doch bevor er sich wieder hinter seine Theke machte, sagte er: „Zum Wohle, die Herren.“ Er sagte dies, obwohl er seine gebogene Pfeife im Mund hatte. Dann machte er sich, nachdem er mit dem Kugelschreiber vier Striche auf meinen Deckel gemalt hatte, wieder auf den Weg. Das Lokal war klein, nur drei Tische vor der Fensterreihe, an denen Fernfahrer gerne ihre Wurst mit Pommes mamften. Und dann waren da noch die Hocker, die um die U-Förmige Theke gruppiert waren. Die Hocker waren beinahe an jedem Tag von Bier sabbernden Alkoholikern besetzt, die Werner sein Einkommen sichernden.

„Ich denke nicht“, kommentierte Peter meinen Einwand, - „… dass wir die einzigen sind, die sich über solche Dinge Gedanken machen… ich denke eher, dass nicht genug Menschen philosophieren.“

An meinem Bier nippend, stimmte ich ihm zu, und fragte mich in Gedanken, wo wir stehengeblieben waren. Doch da fiel es mir wieder ein und ich überlegte, wie ich den Gedanken weiterspinnen konnte. Ich kam zu keinem richtigen Schluss. Peter und ich kamen ja bereits zu der Erkenntnis, dass die Frage nicht klar beantwortbar ist, ob unser Leben denn nun vom Glück, beziehungsweise Pech, den Einflüssen von außen oder dem, was wir selbst tun, beeinflusst wird – oder eben vom Schicksal bestimmt wird, oder einer Mischung von alledem. Die Beantwortung der Frage, zu der Erkenntnis kam ich letztendlich, konnte nur heißen, dass es wohl für jeden Menschen unterschiedlich sein muss. Daher sagte ich: „Es gibt wohl Leute, die man als Glückspilze bezeichnen muss. Denn von ihrer Intelligenz her ist bei vielen nicht zu verstehen, dass alles, was diese Leute angreifen, zu Gold wird. Demnach muss es auch Pechvögel geben – welche einfach nichts dafür können, dass ihnen kaum was gelingt… sie haben den nötigen Verstand, einen guten Umgang mit normalen Freunden, vielleicht sogar einen guten Chef… Ehefrau… alle Voraussetzungen zum Erfolg scheint gegeben, und dennoch gelingt ihnen nichts im Leben. Bei den meisten Menschen wird ihr – na, sagen wir mal – mittelmäßiger Erfolg darin liegen, dass ihr durchschnittlicher Chef… die durchschnittliche Ehe… der durchschnittliche Job… ein durchschnittliches Leben ermöglichte. Es gab nichts Auffallendes bis zu ihrem...



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