Schmidt | Text und Interpretation | Buch | 978-3-8260-3346-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 568, 320 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm

Reihe: Epistemata – Literaturwissenschaft

Schmidt

Text und Interpretation

Zur Deutungsproblematik bei Franz Kafka. Dargestellt in einer kritischen Analyse der Türhüterlegende
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-8260-3346-9
Verlag: Königshausen & Neumann

Zur Deutungsproblematik bei Franz Kafka. Dargestellt in einer kritischen Analyse der Türhüterlegende

Buch, Deutsch, Band 568, 320 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm

Reihe: Epistemata – Literaturwissenschaft

ISBN: 978-3-8260-3346-9
Verlag: Königshausen & Neumann


Dogmatische Interpretationen, die Kafkas Texte in gefällige und konsistente Lehren übersetzen, indem sie seinen poetischen Ausdruck auf außerästhetische „Inhalte“ und verständliche Begriffe reduzieren, haben in einer kritischen, streng textorientierten Kafka-Forschung keinen Platz: eine jede Deutung wird wissenschaftlich unglaubhaft, wenn sie sich als das „eigentliche“ und „wahre“ Textverständnis zu etablieren sucht und ihren vorgeblich privilegierten Zugang nur mit apodiktischen Urteilen und der scheinbar höheren Einsicht des Eingeweihten zu rechtfertigen weiß. Unbefriedigend bleibt allerdings auch die schlichte Behauptung des Gegenteils: die inzwischen fast zum Forschungskonsens gewordene These von der Unausdeutbarkeit der Texte Kafkas vermag ebensowenig zu überzeugen, solange sie, wie es zumeist geschieht, lediglich in Anlehnung an die aktuellen Diskursmoden (des Konstruktivismus, der Dekonstruktion etc.) vertreten wird, ohne an ihrem Gegenstand, dem Wortlaut des literarischen Textes, geprüft zu werden. An die Stelle der willkürlichen Sinnsetzung einerseits und des bloßen Verzichts auf letzten, substantiellen Sinn andererseits hat deshalb die Frage zu treten: woran liegt es, daß gerade das Werk Kafkas sich jeder Lösung, die einen bestimmten zusammenhängenden Sinn intendiert, um seine Texte damit inhaltlich festzulegen, so hartnäckig verweigert? In detaillierter Analyse ausgewählter Romanpassagen und Erzählungen – insbesondere der „Legende“ vom Türhüter und ihres Entstehungskontextes im Proceß – hat Friedrich Schmidt auf diese Frage geantwortet. Dabei erwiesen sich Kafkas rekursive Denkfigur der endlos wiederholten und vertieften Betrachtung seiner Erzählgegenstände, die auffällige motivische Präsenz der „Schrift“, die Kritik sprachlicher Repräsentation und die beständige Problematisierung von Verstehensprozessen als diejenigen Parameter von Kafkas Texten, die auch die Textdeutung zu fortwährender Revision zwingen.

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