Schmidt / Spies / Schüttpelz | Sigmar Polke und die 1970er Jahre | Buch | 978-3-86442-291-1 | sack.de

Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

Schmidt / Spies / Schüttpelz

Sigmar Polke und die 1970er Jahre

Netzwerke, Experimente, Identitäten

Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

ISBN: 978-3-86442-291-1
Verlag: Snoeck Verlagsges.


Die Kamera von Sigmar PolkeSie zieht in den 1970er Jahren unwiderstehlich ihre Kreise, wird vom Künstler selbst ausgelöst oder von den ­Kolleg*innen und Freund*innen bedient. Orte des Geschehens sind der Gaspelshof in Willich bei Düsseldorf, hier wohnte Sigmar Polke mit Gleichgesinnten, zugleich galt das Anwesen vielen als Satellit der Düsseldorfer Szene. Dazu ­kommen Zürich, der Wohnort von ­Katharina ­Steffen, seinerzeit Lebensgefährtin von Sigmar Polke, eine Stadt mit einer unwahrscheinlich ­lebendigen Undergroundszene, sowie Bern, ­Standort der wichtigen Galerie von Toni Gerber und des Kurators Harald Szeemann. ­Beispielhaft ist an den Fotografien von ­diesen Orten zu sehen, wie die weit verzweigten Verbindungen zwischen den Künstlern und ihrem Umfeld aufgebaut und ­v­ersponnen wurden. Ähnlich wie in der west­deutschen Szene gab es auch in der Schweiz eine starke Aufbruchsstimmung, allen voran durch die Aktivitäten der feministischen Künstlerinnen der »Frauenrakete« in Zürich. Während in Düsseldorf die Künstlerszene stärker unter sich blieb, kam es in Zürich zu einer hetero­genen Mischung aus Kulturschaffenden, ­Freigeistern, Studenten, Rockern, Hippies etc. Die ­Fotokamera von Sigmar Polke war bei all diesen ­Reisen, Ausstellungs­eröffnungen, den freundschaftlichen Aktivitäten und gemein­samen Spielen stets dabei: Das Leben war eine Performance. Und immer wieder ging es Sigmar Polke wie den ­Kolleg*innen darum, die künstlerische Produktion und den künstlerischen Habitus neu zu (er-)finden. Die 1970er Jahre waren auch für Sigmar Polke von der Kritik an der bürger­lichen Ordnung geprägt, dem eine eigene Lebensführung entgegengesetzt wurde. Kunst, revolu- tionärer Zeitgeist und Alltag sollten möglichst so an­gelegt sein, dass sie sich gegen­seitig durch­dringen. Bice Curiger merkt dazu an: »Sigmar ­Polkes Kunstbegriff ist expansiv und den prallen ­Lebensbelangen zugeneigt, um mit Haut und Haar die neuen kollektiven Lebensformen (die ›richtigen im falschen Leben‹) zu erproben und sie auszu­kosten, um gleichwohl mit schel­mischer Skepsis dem allzu Idealistischen und vor allem Ideologi-schen aller Art zu begegnen. In seiner ­Lebensart wie in der Kunst fand Sigmar Polke ­differenzierende Verarbeitungsinstrumente für die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem, was altmodisch ›Welt­gehalt‹ genannt wird.«Das Buch veröffentlicht Beiträge einer Ringvorlesung des ­Faches Kunstgeschichte der Universität Siegen und dokumentiert die gleichnamige Ausstellung des Museums für Gegenwartskunst Siegen vom 14. November 2018 bis 10. März 2019.
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