Schmidt | Lemmy, ich brauch dich | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

Schmidt Lemmy, ich brauch dich

Lemmy´s größter Fan
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7407-5715-1
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Lemmy´s größter Fan

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

ISBN: 978-3-7407-5715-1
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Lemmy Kilmister. wer kennt ihn nicht. Der Autor erzählt seine Erlebnisse mit seinem Idol und zeitgleich die dramatische Story seines Lebens. Ein Buch voller Mystik, Spannung, Dramatik, Freundschaft und Liebe - und natürlich Rock´n Roll.

Friedrich Schmidt ist in Saarbrücken geboren. Er veröffentlichte bisher drei Bücher. Weg ins Licht... und zurück, Was war wird sein - und - Lemmy ich brauch dich
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Autoren/Hrsg.


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Prolog


Teil 1

Ich... ich soll... man (Er) hat mir aufgetragen diese Story zu erzählen. Ich versuche mich kurz zu halten - weiß gar nicht so genau wo ich anfangen soll (eigentlich sind´s zwei Story´s). Doch, ja, ich weiß. Er, sein Name ist Frank, er hatte an diesem neunten April Geburtstag. Er ist ein Mensch, den man einerseits an jeder Straßenecke sieht, und doch wieder nicht. Anders als Andere, nicht besser oder schlechter. Außergewöhnlich? - in gewisser Weise schon. Nun, er war wohl eher das, was man einen Einzelgänger nennt, jedenfalls zu dem Zeitpunkt – am Anfang. Er lebte, wie man so schön sagt, in den Tag hinein. Möglich machte ihm dieses Lotterleben, vor allem seine Mama, bei der er mit seinen – ab diesem Tag achtundzwanzig Jahren, immer noch wohnte. In seinem Kinderzimmer. Das Zimmer war, seit seinem sechzehnten Lebensjahr, nicht mehr renoviert worden. Aber dies war ihm – wie neunzig Prozent der Dinge – Scheißegal. Ihn interessierte weder seine Umwelt, was die Leute um ihn herum taten oder sagten, was sie von Beruf waren, welche Interessen andere hatten. Geld, Haus, Auto, Urlaub, menschliche Dinge, ihre Ursachen, warum was kommt und woher. Alles war ohne Belang für ihn. Nichts, aber auch gar nichts, auf der Welt gab es, über das Frank sich Gedanken machen wollte, man sich den Kopf zerbrechen müsste. Das Gejammer seiner Eltern, Monika und Eric, - „sie müssten den Pfennig zweimal umdrehen, und, wann er endlich einen Job suchen würde (dieser Spruch kam vor allem von seinem Vater) und, und, und“. Dies alles war ihm so was von egal. Schlimmer noch – das Meiste fand er öde, wie das Gejammer von seinem Opa Fred. Immer und immer wieder die selben alten Geschichten: Wie er verwundet wurde, wie er sah als sein Kumpel seinen Fuß verlor, und sein bester Freund, der mit ihm im selben Dorf wohnte und mit ihm in die Schule ging. Er wurde, direkt neben ihm in den Kopf getroffen... „es hätte auch mich treffen können“ - hatte er zum Abschluss seiner Litanei noch immer wieder erwähnt.

Nun, zu Franks Verteidigung sei gesagt, dass das Schicksal relativ übel mit ihm mitspielte. So machte er als sehr junger Mann eher schlechte Erfahrungen.

Er lernte mit vierzehn die hübsche Selina kennen die so alt war wie er. Wie es so schön heißt: eine Jugendliebe. Sie waren in der letzten Klasse der Hauptschule – in der Nähe einer größeren Stadt – eine relativ große Stadt in Deutschland, genauer: Saarbrücken.

Jedenfalls brannte diese erste Liebe wie ein Strohfeuer. Hell, lichterloh, aber eigentlich kurz. Das dumme war, dass die zwei quasi schon halbwegs getrennt waren als sie ihm prophezeite, dass sie schwanger sei. Frank wurde also mit fünfzehn Vater. Dennoch machte er nach dem Schulabschluss eine Lehre als Maler und Lackierer, also ein Handwerk. Diese Arbeit machte ihm auch Spaß. Was schlimm war, dass er eben noch ein halbes Kind war – ebenso wie die Mutter. Um es kurz zu machen: die beiden mieteten sich, nach der Lehre, als genug Geld zum Leben vorhanden war, ein kleines Reihenhaus am Rande der Stadt, aber es ging nicht lange gut. Bereits circa ein halbes Jahr, nachdem sie dort eingezogen waren, gab es nur noch Streit. Ein lang andauernder Streit könnte man sagen; ein auf und ab der Liebe - über etwa drei Jahre. Selina fühlte sich nach dem Einzug in der großen Wohnung wie im goldenen Käfig - aber irgendwie leer.

Doch irgendwie entwickelte es sich, wenn man es so nennen will, scheinbar alles zum Guten - vorerst – ich glaube man nennt es eine Hassliebe. Sie rauften sich zusammen, hatten Streit das die Fetzen fliegen, dann sahen sie sich im Zimmer, in welchem sie sich gerade begegneten, in die Augen, lächelten sich an und küssten sich leidenschaftlich und landen dann nicht selten im Bett. Oder wo sie sich gerade befanden, auf der Couch, dem Esszimmertisch, hatten sie dann hemmungslosen, heftigen Sex. Dann ging es wieder eine Zeitlang gut, bis sie sich wieder, meist wegen Belanglosigkeiten heftig stritten, ja, bis Frank sich oft mal bremsen musste, um sie nicht zu schlagen. Was aber nie geschah. Sie konnte so zicken, so egoistisch sein. Nein, eine Partnerschaft bei der man hätte sagen können, die Beiden machen alles richtig, nein, so eine Partnerschaft war es nicht. Nicht, wo die Leute sagten: Ein schönes Paar... aber – es funktionierte... irgendwie. Sie heirateten sogar – kurz vor dem Einzug ins Haus - mit achtzehn und bekamen sogar noch zwei Kinder. Nicht alles war schlecht. Frank nannte es den normalen Wahnsinn. Die Zeit verging, alles ging seinen Lauf. Nicht schön, nicht so, wie es sein sollte – oder hätte sein können; aber, es lief, wie man so sagt. Frank arbeitete, sie schmiss den Haushalt, das klassische Klischee. Doch die ewigen Streitereien nervten Frank doch sehr. Wirklich sehr, so sehr, das er oft davor war alles hinzuschmeißen. Er war oft innerlich unruhig, ja, man müsste wohl sagen das Frank depressiv war, oder zumindest nervlich sehr angespannt. Zum zerreißen angespannt. Er wusste, vor allem nach einem schlimmen Streit nicht, wo ihm der Kopf stand. Zeitweise konnte man ihn sogar, wie es der Volksmund betitelt; ein nervliches Wrack nennen.

Am Schluss gab beinahe täglich Streit, was schließlich zur Trennung führte. Frank war zu der Zeit fünfundzwanzig, hatte Schulden, drei Kinder von zehn, neun und zwei Jahren. Alle Kinder wollte er nicht. Nicht wollen war falsch ausgedrückt - er war einfach zu jung gewesen, der Sache nicht gewachsen, was unweigerlich zu Stress in einer sowieso nicht recht funktionierenden Beziehung zum Schlussstrich führte.

Der Hauptgrund für die Trennung war letztendlich die Borderline-Erkrankung seiner zweitältesten Tochter, welche zu dem Zeitpunkt am Anfang der Pubertät stand. Das verwirrte ihn noch mehr. Diese seltsame Krankheit. Es stellte sich heraus, das ein „normal“ denkender Mensch damit nicht zurecht kommt. Frank versuchte krampfhaft alles in geordneten Bahnen zu halten. Seine Ehe, seine Kinder. Er versuchte alles zu richten, geradezubiegen was er konnte. Aber, es gelang ihm nicht. Er scheiterte, nicht alleine, denn er erhielt keine Hilfe von seiner Frau. Der Bruch war dann irgendwann unaufhaltsam. Alles ging seinen weiteren Weg. Aber er war enttäuscht. Fürs Leben enttäuscht.

Erst besuchte er seine kleinen Mädchen noch eine Zeit lang. Das verringerte sich jedoch zunehmend, und als die Mutter mit den Kleinen in einen anderen Ort zog, der weiter weg war, sah er sie immer weniger. Irgendwann hatte er das Interesse völlig verloren und ging nicht mehr hin. Seine Töchter waren zu einer Sache geworden, eine kindliche Dummheit seinerseits, für die er heute Unterhalt zu zahlen hatte, für den er aber keine Gegenleistung bekam - keine Liebe.

Wenn ich so darüber nachdenke, war Liebe vielleicht das, was Frank zum großen Teil seines Lebens gefehlt hat. Er doch so gebraucht hätte. Ich sehe darin jedenfalls einen großen Grund, warum er so verbittert wurde. Denn das Schicksal meinte es weiterhin nicht besonders gut. Er war unkonzentriert. Das Ergebnis davon lies nicht lange auf sich warten - er verlor seine Arbeit, was hieß seine Wohnung aufzugeben. Er verscheuerte den größten Teil seiner Möbel an den Nachmieter, einiges an ein Geschäft, das gebrauchte Möbel verkauft... meldete sich arbeitslos und konnte so die Rechnungen zahlen und es reichte zum Leben. Aber nur wenn er wieder zu seinen Eltern ziehen würde. Also zog er widerwillig wieder zu seinen Eltern.

Dies alles ist nun etwa zwei, drei Jahre her. Ja, im April war es wohl, als er sein altes Kinderzimmer wieder bezog. Die Sache mit seiner gescheiterten Ehe, die Kinder, Borderline... das alles hatte ihn seelisch tief herab gestürzt. In ein schwarzes Loch, aus dem er nicht mehr aus eigener Kraft heraus zu kommen schien. Und es geschah nichts wo man hätte sagen können, was dazu geführt hätte, dass es ihm besser ging. Im Gegenteil. Alles in dem Haus seiner Eltern nervte ihn. Anfangs fühlte er sich als Versager, der sein Leben nicht in den Griff bekommen hatte. Die Ehe, die Kinder, den Job, kein Geld, keine Möbel, keine eigene Wohnung. Er musste reumütig wieder zu den Alten zurück, sich die Kriegsgeschichten vom Opa anhören... die ganze Scheiße.

Ja, es ging ihm sehr schlecht, sehr, sehr schlecht. In nichts mehr sah er einen Sinn. Nichts, auch nicht zwischendurch, was mal guttat. Nur Schmerz, nicht echt, aber es fühlte sich echt an – im Kopf. Wirre Gedanken, die sich wie ein Karussell drehten und zu keinem Ergebnis führten. Schlaflose Nächte. Hilflosigkeit. Bitternis. Keiner half, kein Gott, kein Staat, kein Supermann. Alles Quatsch, alles böse. Wenn er den Fernseher anstellte – Tod und Verderben – überall auf der Welt. Für Frank war es kein Wunder, dass er zu der Zeit nichts mehr als „Gut“ erkennen konnte. „Wo war denn das Gute?“, fragte er sich oft. Alle rannten dem Geld, dem Glück und der Liebe hinterher. So waren seine Gedanken. Täglich, immerzu. Am liebsten ging er in die Kneipe am Ende der Straße, in der sie wohnten. Er versuchte die Gedanken von dem was er so erlebte – was ihn so prägte... mit Bier aus dem Kopf zu spülen. Es gelang nicht. Meist hatte...



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