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Schmidt | Jolinda | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 170 Seiten

Reihe: Jolinda

Schmidt Jolinda

Endlich 10!
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-8638-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Endlich 10!

E-Book, Deutsch, Band 2, 170 Seiten

Reihe: Jolinda

ISBN: 978-3-6957-8638-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich 10! Endlich ist es soweit: ich bin jetzt Viertklässlerin und feiere meinen zehnten Geburtstag. Du kannst dir denken, dass ich zahlreiche Vorstellungen habe, wie der Tag ablaufen soll. Davon abgesehen hoffe ich sehr auf die Erfüllung eines ganz besonderen Herzenswunsches. Vor allem aber möchte ich meine erste richtige Party feiern. Und du bist mit dabei! Wie immer begleiten mich einige erfreuliche, aber auch nicht so schöne Erlebnisse. Ich habe viele Freunde. Leider komme ich mit zwei Mädchen so gar nicht klar. Ob und wie ich das alles meistere, wirst du in meinem Buch hautnah miterleben!

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Auf ins Freibad


Fertig gestriegelt eile ich zur Haustür, bevor meine nervige Schwester mir zuvorkommt.

„Hallo Ida. Ich bin bereit. Leider…“, setze ich an. Schon kommt Hanna – Lin bepackt mit einer Badetasche förmlich herbeigeflogen.

Ida schaut mich verwirrt an. „Ich darf auch mit. Ich darf auch mit. Ich darf auch mit…“, ertönt ein extrem nervenaufreibender Singsang.

Ich verdrehe die Augen und hebe entschuldigend die Hände. Und meine beste Freundin versteht meine missliche Lage sofort und akzeptiert die unerwünschte Zugabe kommentarlos. Nur mir wirft sie einen mitfühlenden Freundinnenblick zu. Schon fühle ich mich etwas besser.

Auch Papa hat es inzwischen mit Mama an die Tür geschafft. Er steckt uns einen kleinen Geldbeutel mit dem benötigten Kleingeld zu. Ein Danke kommt mir sehr schwer über die Lippen. Da geht es Hanna – Lin sichtlich anders: „Suuuuuper Papa, bist der Beste!“, säuselt sie. Einfach nur ätzend.

„Ihr großen Mädels passt mir gut auf Hanna – Lin auf. Sie kann zwar schwimmen, aber ihr dürft sie nicht aus den Augen lassen. Ok?“, möchte sich Mama rückversichern.

Ihr ist nicht ganz so wohl dabei, uns alleine mit einem 6jährigen Kind losziehen zu lassen. Da wird mir plötzlich klar, dass alles noch schlimmer kommen könnte: Mama kommt auch mit! Bloß nicht. Hastig reagiere ich: „Klar, wir werden die ganze Zeit auf sie schauen. Aber sie muss auch auf uns hören!“ So, damit Hanna – Lin auch gleich Bescheid weiß, wie der Hase läuft. Mama nickt zustimmend. „Ganz klar, Hanna – Lin – du hörst auf deine große Schwester. Ist das klar?“ Entweder Hanna – Lin hat nicht verstanden oder sie ignoriert diese Anweisung bewusst. Auf jeden Fall bewahrt sie ihr hochmotoviertes Grinsen.

Was soll´s. Schicksalsergeben trotten wir los.

„Habt ihr eure Badematten?“, ertönt es von der Haustür. Ach herrje – die habe ich glatt vergessen. Also hechte ich zurück, klemme mir beide Matten unter den Arm und sprinte dann wieder zum Rest der Truppe. Ganz schön schweißtreibend.

Gott sei Dank habe ich meine beste Freundin dabei, die mich unterstützt. Zu zweit halten wir das schon aus und schaffen es dennoch, Spaß zu haben. Irgendwie.

Gott sei Dank ist der Weg zum Wendlinger Schwimmbad nicht weit. Die Temperaturen sind nämlich schon heute Morgen reichlich heftig. Beim Gehen auf dem heißen Asphalt kann man es kaum erwarten, sich endlich abzukühlen.

Bereits zehn Minuten später sind wir da – am Eingangstor des Freibads. Dort befindet sich auch direkt die Kasse, an der man für das feuchte Vergnügen bezahlen muss.

Wir zücken die Geldbörsen und ich nehme freudig überrascht wahr, dass sich Papa recht großzügig gezeigt hat. Da wird nach bezahltem Eintritt noch das ein oder andere Highlight möglich sein. Nur schade, dass ich der Hanna – Lin auch was abgeben muss.

„Lasst uns einen Schattenplatz suchen“, schlägt Ida vor. „Auf jeden Fall!“, stimme ich zu. Einvernehmlich trotten wir zu einer großen, dicht belaubten Buche. „Perfekt!“, befindet Ida. Wir breiten unsere Badematten aus, legen die Handtücher griffbereit und befreien uns so schnell wie möglich von unserer Kleidung.

„Ich habe aber noch keinen Badeanzug an“, beschwert sich Hanna – Lin. Das fängt ja super an. Kann die nicht mitdenken? Sowas von unmöglich. „Bist du blöd?“, keife ich los. „Du wusstest doch, wo wir hingehen!“ Ohne Gefühlsregung meint Hanna-Lin: „Blöd bin ich nicht. Wir haben doch den ganzen Tag Zeit.“ Also begeben wir uns auf den unnötigen Umweg zur Umkleide. Dann geht es wieder zurück zu unserem Platz, um die ausgetauschte Kleidung abzulegen.

Und endlich ist es so weit. Wir stürzen uns ins kühle Wasser und genießen die Erfrischung in vollen Zügen. Auch der Ärger mit meiner Schwester ist vergessen. Wir planschen, spritzen uns nass, schwimmen um die Wette und tauchen nach Ringen. Wir haben so richtig viel Spaß!

„Da ist ja Britta. Halloooooo. Hallooooooooo!“, kreischt Hanna – Lin. Oh wie schön – tatsächlich taucht ihre Kindergartenfreundin am Beckenrand auf. Begleitet wird sie von ihrer Mama. Ein Licht am Horizont!

Die beiden Mädels finden sich und beschäftigen sich aufgeregt im Pool. Alle sind zufrieden.

„Wie wäre es mit einer Rutschpartie?“ Ida hat Lust auf Abenteuer. Ich zögere: „Ja, eigentlich gerne, aber…“ Mein Blick huscht zur tobenden Hanna – Lin. Ida versteht. „Ich kläre das!“ Schwuppdiwupp ist sie verschwunden und spricht mit Brittas Mama, die bestätigend nickt.

„Alles geklärt. Brittas Mama passt in der nächsten halben Stunde auf!“ „Mega!“ Ich freue mich. Eine halbe Stunde goldene Vergnügungszeit ohne meine Schwester. Ob das für Mama wohl akzeptabel wäre? Keine Ahnung. Das ist mir jetzt auch egal.

Glück gehabt! Mal wieder scheint alles halb so schlimm.

Wir klettern die Leiter hinauf und stellen uns am Podest der Rutsche in die Schlange. Dann ist es so weit: gleich geht es los. Ein grünes Ampelzeichen zeigt uns jeweils an, dass wir rutschen dürfen. Jubelnd und laut lachend genießen wir die wilde Fahrt.

Und dann noch einmal. Und noch einmal. Und noch drei weitere Male.

„Ich denke, ich schaue mal nach Hanna-Lin“, meldet sich mein schlechtes Gewissen.

„Alles klar! Mir reicht es jetzt auch fürs Erste!“ Wir schlendern zum Nichtschwimmerbecken, wo sich meine Schwester noch immer vergnügt mit ihrer Freundin beschäftigt. Gott sei Dank.

Wir sammeln sie ein und legen uns entspannt und in unsere Handtücher eingewickelt auf die Badematten an unserem Schattenplätzchen.

Ich genieße es und habe bisher einen richtig schönen Tag. Das erstaunt mich ein wenig, da ich davon ausgegangen bin, dass meine liebe Schwester alles versaut.

„Ich bin ganz schön hungrig“, kräht Hanna – Lin. Tatsächlich stelle ich fest, dass mein Magen laut grummelt. Ida lacht. „Also drei Mal Pommes rot – weiß!“ Und schon ist sie weg. Demnach werden wir sogar bedient, so wie es aussieht. Bestes Leben.

Hanna- Lin blättert in ihrem Bilderbuch und ich lasse buchstäblich mit geschlossenen Augen die Seele baumeln.

„Guuuten Appetit! Das geht auf mich!“, meint Ida. Pommesduft erfüllt die Luft. „Super, danke!“ Gierig mampfen wir schweigend die fettigen Kartoffelstücke und lecken uns die rote und weiße Soße von den klebrigen Fingern.

„Sooo lecker!“, stöhne ich. Auch die beiden anderen schaffen ihre Portion und lehnen sich anschließend zurück. Das muss erst einmal verdaut werden!

Nach einem kurzen Nickerchen, beziehungsweise einer kleinen Verdauungspause wird wieder gebadet. Auch Hanna – Lins Freundin ist mit von der Partie. So passt es erstaunlicherweise ganz gut, dass ich mit meiner besten Freundin auch mal alleine sprechen kann. Wir sprechen über dies und das.

Wie es vorauszusehen war, haben sich auch zahlreiche Mitschülerinnen und Mitschüler unserer Schule heute ins Schwimmbad begeben. Kein Wunder bei dieser Hitze. Dementsprechend gibt es immer wieder ein großes Hallo und einen gegenseitigen Austausch, was wer so in den Ferien macht. Auch der obligatorische Blick zu den Möchtegernakrobaten auf dem Dreimeterbrett führt zu viel Gelächter und ungläubigem Kopfschütteln.

Alles in allem ist es immer noch ein gelungener, aufregender Tag.

Nach weiteren Stunden lechzen wir nach einer Pause. Erschöpft und glücklich legen wir uns auf unsere Badematten.

„Ich will ein Eis!“, quengelt Hanna – Lin leider schon nach fünf Minuten Ruhe. Na ja, das war irgendwie zu erwarten.

Logisch, dass dieser Nachtisch von Papas Geld bezahlt wird. Nachdem ich sämtliche Wünsche entgegengenommen habe, begebe ich mich zum Kiosk.

„Ein Wassereis Kirsch, ein gemischtes Eis mit Sahne und ein Waffelhörnchen mit Nusseis bitte!“, gebe ich meine Bestellung auf.

Ich vernehme Getuschel im Hintergrund und ignoriere es. Dann nehme ich ein hämisches Lachen wahr. Bekannte Stimmen. Das ignoriere ich nicht. Also drehe ich mich um.

Und meine Befürchtungen werden bestätigt – hinter mir stehen die Personen, auf die ich in den Ferien wirklich keine Lust habe:

Annabelle und Mia aus der Fiesen – Gruppe. Wie bei allen Schulen finden sich auch bei unserer in der großen Pause unterschiedliche Gruppen zusammen: die Sportskanonen, die Lässig – Coolen, die Übereifrigen und eben die Fiesen. Falls du mein letztes Buch nicht gelesen hast. Ich ordne mich ganz klar der lässig – coolen Gruppe zu. Und jetzt zu den Fiesen: So nennen wir die Kinder, die gerne ärgern, lästern, piesacken und um sich schlagen.

Tja, was soll ich sagen? Hier haben wir zwei echt typische Prachtexemplare. Ich rümpfe mit dem höchsten Maß...



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