Buch, Deutsch, 767 Seiten, Leinen, Format (B × H): 165 mm x 238 mm, Gewicht: 1244 g
Reihe: Jus Privatum
Strukturen der Nachlassabwicklung in historisch-vergleichender Perspektive
Buch, Deutsch, 767 Seiten, Leinen, Format (B × H): 165 mm x 238 mm, Gewicht: 1244 g
Reihe: Jus Privatum
ISBN: 978-3-16-160979-4
Verlag: Mohr Siebeck
Wie gelangen die Vermögenswerte eines verstorbenen Menschen in die Hände der auserkorenen Empfänger? Das deutsche Erbrecht bedient sich hierzu eines hochkomplexen Vollzugsapparats, der sich mit den Begriffen "Universalsukzession", "Vonselbsterwerb" und "Erbenhaftung" immer nur in Ausschnitten erfassen lässt. Auf der Grundlage einer eigens entwickelten Taxonomie der Nachlassabwicklung stellt Jan Peter Schmidt die BGB-Lösung in einen breiten historischen und rechtsvergleichenden Kontext und legt hierdurch die unter den nationalen Regeln und Begrifflichkeiten verborgenen Strukturelemente frei. Er zeigt, wieso sich die vielfältigen Interessenkonflikte nur in begrenztem Maße auflösen lassen, ermöglicht eine neue Sichtweise insbesondere auf das Thema der Erbenhaftung und leuchtet Spielräume für eine Reform der seit langem als unbefriedigend empfundenen deutschen Regelung aus.
"Gäbe es einen Wettbewerb um die „Erbrechtliche Monographie des Jahrzehnts", so
wäre die von Jan Peter Schmidt vorgelegte Arbeit sicher ein kaum zu schlagender An-
wärter auf den Titel. Für alle, die sich mit der Geschichte des Erbrechtsvergleichung
beschäftigen, ist das Werk ein Muss, doch sei die Lektüre auch der rein nationalen
Erbrechts-Community wärmstens ans Herz gelegt!"
Birke Häcker ZNR 2025/1, 169