Schmidt-Bergmann / Grage / Kleinert | Entweder - oder ... | Buch | 978-3-89674-584-2 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 80, 167 Seiten, PB, Format (B × H): 128 mm x 205 mm, Gewicht: 283 g

Reihe: Herrenalber Forum

Schmidt-Bergmann / Grage / Kleinert

Entweder - oder ...

Eine Begegnung mit Sören Kierkegaard

Buch, Deutsch, Band 80, 167 Seiten, PB, Format (B × H): 128 mm x 205 mm, Gewicht: 283 g

Reihe: Herrenalber Forum

ISBN: 978-3-89674-584-2
Verlag: Evangelische Akademie


Unbequem war er. Streitbar, poetisch, ironisch und auch ein bisschen apokalyptisch. Die vielen Beschreibungen lassen erahnen, dass es nicht leicht ist, sich „dem“ Sören Kier-kegaard (1813-1855) mit seinen vielen Facetten zu nähern. Zurzeit wird er wieder öfter gelesen, Veranstaltungen an den Universitäten zu seinem Werk, seiner Person und seinem Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte finden häufig statt. Die besondere Faszination auf die Menschen geht von Kierkegaards Entschlossenheit aus, die ihn zu einem der Wegbereiter des Existenzialismus machte. Die Neuerscheinung in der Reihe „Herrenalber Forum“ dokumentiert eine Tagung der Evangelischen Akademie Baden anlässlich des 200. Geburtstags des Theologen und Seelsorgers, Predigers und Lehrers.
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Vorwort

Unbequem war er. Streitbar, poetisch, ironisch und auch ein bisschen apokalyptisch. Die vielen Beschreibungen lassen erahnen, dass es nicht leicht ist, sich „dem“ Sören Kierkegaard (1813-1855) mit seinen vielen Facetten zu nähern. Zurzeit wird er wieder öfter gelesen, Veranstaltungen an den Universitäten zu seinem Werk, seiner Person und seinem Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte finden häufig statt. Ziemlich sicher ist aber auch, dass er in Zeiten der Krisen wieder verstärkt rezipiert wird. Die besondere Faszination auf die Menschen geht von Kierkegaards Entschlossenheit aus, die ihn zu einem der Wegbereiter des Existenzialismus machte.

Sören Kierkegaard sah sich selbst durch und durch als religiöser Schriftsteller, der neue Wege suchte, um das „Christwerden“ in der Lebenspraxis öffentlich und deutlich zu verorten. Dabei vertrat er radikal kirchenkritische Positionen. Als Kierkegaard 42 Jahre alt war, starb er 1855 nach einer Krankheit. Das Abendmahl soll er abgelehnt haben, da der Pfarrer königlicher Beamter war und das verstand Kierkegaard als Verrat am Christentum.

Sören Kierkegaards Bedeutung für Christen und Christinnen in der Postmoderne liegt möglicherweise in der Suche nach Antworten auf folgende Fragen: Wer bin ich als Christ/-in in dieser Welt mit den vielen religiösen Möglichkeiten, in der ein Konsens für eine religiöse Vorstellung nicht mehr denkbar erscheint? Was bedeutet das für meine persönliche Suche nach Wahrheit und Glauben?

Das Buch in der Reihe „Herrenalber Forum“ dokumentiert die Tagung „Entweder – oder? Eine Begegnung mit Sören Kierkegaard“ anlässlich von Kierkegaards 200. Geburtstag. Die Tagung beleuchtete wichtige Facetten des Theologen und Seelsorgers, Predigers und Lehrers.

In den Vorträgen, den Diskussionen und den Gesprächen wurde deutlich, dass die Texte Kierkegaards nichts an Aktualität verloren haben, sondern aktueller sind denn je.

Zwei Beispiele mögen dies erläutern: „Kann und darf man das, was gut und zu tun ist, im Rückgriff auf Gott begründen oder muss das Gute (im Sinne des Verpflichtenden) ohne Bezug auf eine religiöse Instanz bestimmt werden?“ Diese Fragen stellte Dr. Gerhard Schreiber in der Rezeption von Sören Kierkegaard. Die jeweilige Antwort auf diese Frage ist hochbrisant, da sie in der Folge ethische Legitimationsvorgänge, politische Positionen oder auch personale Begründungsformen und Entscheidungen prädisponiert. Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht bezieht die Aussagen von Sören Kierkegaard auf konkete Aushandlungsprozesse im Rahmen der theologischen Anthropologie und neuer Erkenntnisse der Neurobiologie, die durch den Anspruch neuer bildgebender Verfahren in Bewegung geraten sind. Seine Thesen zu „Angst und Glaube zwischen Neurobiologie und Ontologie“ sind eine – durch Sören Kierkegaard angeregte – klare theologische Positionierung in diesem umstrittenen Feld.

Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht
Oberkirchenrat, Referat Schule und Erziehung
Evangelische Landeskirche in Baden

Dr. Gernot Meier
Studienleiter, Evangelische Akademie Baden

Karlsruhe, im Juni 2015


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