Schier | Plätzchen gesucht, Liebe gefunden | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 400 Seiten

Reihe: Weihnachtshund

Schier Plätzchen gesucht, Liebe gefunden


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7499-5078-2
Verlag: HarperCollins
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 6, 400 Seiten

Reihe: Weihnachtshund

ISBN: 978-3-7499-5078-2
Verlag: HarperCollins
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebe, Glück und Weihnachtsplätzchen
Nach langer Zeit im Ausland kehrt Frank in seinen Heimatort zurück, um die Kanzlei seiner Eltern zu übernehmen und sich um die junge Pudeldame Naila zu kümmern. Am meisten freut er sich allerdings auf Ricarda, seine beste Freundin aus Kindheitstagen, das Mädchen, in das er unsterblich verliebt war. Jahrelang hat er versucht, seine Gefühle für sie zu vergessen, doch als er ihr jetzt gegenübersteht, wird ihm klar, dass sie noch immer so stark sind wie damals. Aber Frank weiß auch, dass es nicht leicht sein wird, Ricarda zu überzeugen, dass Liebe nicht das Ende ihrer Freundschaft bedeuten muss.



Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freie Autorin. Neben ihren zauberhaften Liebesromanen mit Hund schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.

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1. Kapitel

»Schon wieder ein Update!« Seufzend ließ Santa Claus, auch als Weihnachtsmann bekannt, die Computermaus los und lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück. »Wie soll man denn da vernünftig arbeiten, wenn das Betriebssystem sich ständig auf den neuesten Stand bringen will?«

Elfe-Sieben, seine Assistentin, die ebenfalls an ihrem Schreibtisch saß und die heute eingegangenen Wunschzettel sortierte, kicherte vor sich hin. »Du weißt doch, dass Elf-Dreizehn geradezu paranoid ist, was die Computertechnik angeht. Wehe, wenn nicht stets das neueste Update im System ist oder im Hintergrund alle Daten dreifach in mindestens vier verschiedenen Clouds als Back-ups gesichert werden. Er hat ja auch nicht ganz unrecht. Erinnerst du dich an den Computercrash vor, warte mal … zwölf Jahren, als du mit einem Tastendruck den Strom der gesamten nördlichen Welthalbkugel gekappt hattest? Damals hatten wir ewig damit zu tun, alle Daten wiederzufinden und zu sortieren. Ganz zu schweigen von dem Chaos, das du so für zwei Menschen verursacht hast.«

»Das habe ich doch ganz schnell wieder in Ordnung gebracht.«

Nun lachte Elfe-Sieben laut auf. »Schnell?«

Santa Claus räusperte sich, schmunzelte dabei jedoch. »Nun ja, ein bisschen kompliziert war es schon, aber sieh dir die beiden heute an. Julia und Daniel sind glücklich verheiratet, haben zwei nette Kinder … Sogar Nick, der süße Schäferhundmischling, ist immer noch da, auch wenn er schon recht grau um die Nase geworden ist.«

»Okay, du hast recht.« Elfe-Sieben legte die sortierten Wunschzettel in die dafür vorgesehene Ablage. »Dieses Jahr haben wir schon früh ein erhöhtes Aufkommen an Wunschzetteln. Es ist gerade mal Anfang November, und ich muss schon einen zweiten Ordner für die per Post übermittelten Wünsche anlegen. Von den E-Mails ganz zu schweigen. Du und das Christkind habt mit eurer Kampagne, wieder mehr Menschen den Glauben an euch zurückzugeben, offenbar großen Erfolg.«

»Mhm.« Die Miene des Weihnachtsmannes hellte sich auf. »Ha, endlich ist das Update installiert. Dann kann ich ja weiterarbeiten. Du hast recht, unsere ›Kampagne‹, wie du sie nennst, ist gut angelaufen, aber ich hänge gerade an einem ziemlichen Problem fest.«

»Was denn für ein Problem?« Neugierig stand die kleine Elfe von ihrem Platz auf und trat neben Santa Claus, um einen Blick auf seinen Computerbildschirm zu werfen.

Santa Claus seufzte erneut. »Ich habe hier eine junge Frau auf meiner Liste, die eigentlich Weihnachten sehr gerne hat, aber trotzdem so gar nicht an die Erfüllung ihrer Wünsche glaubt. Ich fürchte, daran bin ich nicht ganz unschuldig.«

Elfe-Sieben hüstelte. »Was hast du denn wieder angestellt?«

»Gar nichts!« Abwehrend hob der Weihnachtsmann beide Hände, ließ sie dann aber wieder sinken und fuhr sich verlegen durch den Bart. »Ich saß bloß in der Zwickmühle, weißt du, und musste eine Entscheidung treffen. Das ist jetzt schon mehr als zehn Jahre her, aber ich fürchte, damit habe ich dazu beigetragen, dass sie jetzt nicht mehr an mich glaubt.«

»Um wen handelt es sich denn?« Aufmerksam studierte die Elfe die Daten auf dem Bildschirm und scrollte ein wenig nach oben, um den Steckbrief der betreffenden Person samt Foto zu sehen. »Ach du liebe Zeit, das ist ja Ricarda Sternbach! In ihrer Familie haben wir doch in den vergangenen Jahren so viel Gutes bewirken und den Glauben an die Liebe und die wahre Botschaft von Weihnachten stärken können. Ich dachte immer, Ricarda sei ein Weihnachtsfan. Sie hat doch immer mit so viel Freude beim Schmücken geholfen und mit ihrer Familie gefeiert und all das.«

Nervös trommelte der Weihnachtsmann mit den Fingern der linken Hand auf der Schreibtischplatte. »Ich sagte ja, sie mag Weihnachten, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie an mich oder das Christkind glaubt – oder an die wahre Weihnachtsbotschaft.«

»Und du glaubst, daran hast du einen Anteil?«

Santa Claus nickte betrübt. »Ricarda hat mir, als sie gerade ihr Abitur in der Tasche hatte, gedanklich einen Wunsch übermittelt. Ich war damals sehr überrascht, denn Ricarda ist ja eher zurückhaltend und hätte wohl auch nie offen zugegeben, dass sie sich ausgerechnet beim Weihnachtsmann etwas gewünscht hat. Schon gar nicht in ihrem Alter.«

»Sie ist ein bisschen distanziert und zurückhaltend.« Elfe-Sieben scrollte weiter durch die Daten. »Ihr Bruder nennt sie sogar scherzhaft die Queen der eisigen Schulter, weil sie so einen hohen Schutzwall um sich errichtet hat und auch Männer eiskalt abblitzen lässt. Sie ist sehr wählerisch, aber das ist ja kein schlechter Charakterzug.« Die Elfe kicherte wieder. »Ich erinnere mich noch aus den vergangenen Jahren, dass sie vor Romantik regelrecht die Flucht ergreift. Sie ist immer total genervt, wenn ihre Schwester und ihre Freundinnen sie zu Schnulzenabenden zwingen. Aber dann verdrückt sie doch heimlich ein paar Tränchen, wenn es besonders rührend oder romantisch wird.«

»Sie ist eine tolle, sehr starke Frau«, befand der Weihnachtsmann. »Aber leider konnte ich ihr den Wunsch damals nicht erfüllen, und jetzt habe ich in ihr eine große Zweiflerin, von der ich nicht weiß, wie ich sie dazu bringen soll, wieder an mich zu glauben.«

»Was für einen Wunsch hat sie denn gedacht?«

Santa Claus hörte mit dem Getrommel auf und fuhr sich stattdessen wieder durch den weißen Rauschebart. »Sie hat sich gewünscht, dass ihr bester Freund sie nicht verlassen soll, weil sie Angst hatte, ihn für immer zu verlieren.«

»Oh.« Betroffen ließ die Elfe den Kopf für einen Moment hängen. »Und er ist tatsächlich weggegangen?«

»Ich hatte gleichzeitig von Frank, so heißt er nämlich, einen eindringlichen Wunsch, er möge an der Universität in Berlin angenommen werden, weil er so gerne dort Jura studieren wollte. Und danach wollte er unbedingt ein Auslandsjahr in England machen und später vielleicht sogar in den USA Erfahrungen sammeln.«

»Das hat er sich bei dir gewünscht?«

Der Weihnachtsmann zuckte mit den Achseln. »Ich glaube, das hat er sich bei allen möglichen Instanzen gewünscht, die irgendwie Wünsche erfüllen können. Ich war eine davon, aber du weißt ja: Ein Wunsch ist ein Wunsch …«

»… ist ein Wunsch und muss deshalb erfüllt werden«, vollendete Elfe-Sieben das Motto des Weihnachtsmannes.

»Genau. Weißt du, die Sache war damals so kompliziert, weil Ricarda sich zugleich auch gewünscht hat, dass Franks Wünsche sich erfüllen. Was für eine Freundin wäre sie auch gewesen, wenn sie ganz eigennützig nur an sich selbst gedacht hätte? Aber sie hatte große Angst davor, ihn zu verlieren, wenn er so weit wegzieht. Deshalb war sie innerlich ganz zerrissen.«

»Das kann ich gut verstehen.« Die kleine Elfe zwinkerte mehrmals, weil sie gegen die Tränen der Rührung ankämpfte. »Du hast dich also entschieden, Franks Wünsche zu erfüllen.«

»Ich habe zumindest hier und da ein bisschen angestoßen. Im Grunde hat er das alles aus eigener Kraft geschafft. Er hat es weit gebracht, sich einen guten Namen als Anwalt gemacht und sich sogar auf zwei Gebiete spezialisiert, genau wie sein Vater. Er ist inzwischen Fachanwalt für Strafrecht und Sozialrecht und hat einen Doktortitel, dabei ist er erst dreiunddreißig.«

»Also hat er sich voll und ganz auf seine Karriere konzentriert.« Elfe-Sieben lächelte wieder. »Sind die beiden denn immer noch befreundet, oder hat sich Ricardas Befürchtung bewahrheitet, dass sie sich auseinanderleben?«

Santa Claus deutete auf den Bildschirm. »Das versuche ich gerade herauszufinden. Es ist nämlich so …« Er räusperte sich umständlich.

Misstrauisch sah die Elfe ihn von der Seite an. »Was denn noch? Sag bloß, du hast etwas angestellt.«

»Nun … nein.« Verlegen spielte der Weihnachtsmann mit der Maus herum. »Weißt du, ich hatte mir Ricardas Wunsch zur Wiedervorlage eingestellt, falls sich mal eine Gelegenheit ergeben sollte, ihn irgendwie doch noch zu erfüllen. So richtig geht das ja eigentlich nicht, weil ich damals entschieden hatte, dass Franks Wunsch Vorrang hat. Jetzt … tja …«

»Was jetzt?« Ungeduldig stieß Elfe-Sieben ihn mit dem Ellenbogen an. »Spuck schon aus, was du getan hast!«

»Gar nichts!« Empört schüttelte Santa Claus den Kopf. »Es ist nur so, dass Frank wieder in seine Heimatstadt zurückkehren wird.«

»Ach.« Überrascht merkte die Elfe auf, dann grinste sie. »Das ist doch fantastisch! Dann haben die zwei einander wieder.« Auf Santas bedröppelten Gesichtsausdruck hin kräuselte sie leicht die Lippen. »Oder mögen sie sich gar nicht mehr? Hat die Trennung ihre Freundschaft wirklich beendet?«

»Das anscheinend nicht gerade.« Der Weihnachtsmann druckste ein wenig herum. »Sie sind wohl lose in Verbindung geblieben. Weihnachts- und Geburtstagskarten, hin und wieder mal ein Anruf oder eine Mail. Zu Patricks Hochzeit war er sogar für drei Tage zu Besuch.«

»Ist das denn nicht gut?«

»Ich weiß es nicht. Die alte enge Freundschaft sah wohl doch ein wenig anders aus.« Santa schluckte hörbar. »Und ich fürchte, ich habe bei der ganzen Sache einen entscheidenden Punkt übersehen. Wenn ich ihn bemerkt hätte, wäre ich damals vielleicht ein bisschen vorsichtiger vorgegangen und hätte Ricardas Wunsch anders behandelt. Ich weiß nicht genau, wie, weil ihre Wünsche ja so widersprüchlich waren. Aber mir wäre schon irgendwas eingefallen. Jetzt fürchte ich, es ist alles zu spät und viel zu kompliziert, um noch etwas zu retten.«

»Santa,...



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