Schield | Im Bett des Rivalen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2203, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Schield Im Bett des Rivalen


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0384-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2203, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0384-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sienna ist hin- und hergerissen: Ihre Affäre mit Ethan Watts wird immer gefühlvoller und wichtiger für sie - aber er ist der erklärte Rivale ihrer Schwester! Nicht nur körperlich kommt Sienna ihm näher, sondern Ethan vertraut ihr auch an, wie er als Adoptivkind aufgewachsen ist. Nur zu gern hilft Sienna ihm, sein Gefühlschaos zu entwirren, und sie hofft bereits, dass ihre Beziehung ernster werden könnte. Doch dann findet sie heraus, dass ihre Schwester heimtückische Pläne gegen Ethan schmiedet!



Cat Schield lebt gemeinsam mit ihrer Tochter, zwei Birma-Katzen und einem Dobermann in Minnesota, USA und ist die Gewinnerin des Romance Writers of America 2010 Golden Heart® für romantische Serienromane. Wenn sie nicht gerade neue romantisch-heiße Geschichten schreibt, trifft sie sie sich mit ihren Freunden um auf dem St. Croix River zu segeln. Auch in der Karibik und Europa ist sie gerne unterwegs und erkundet neue Gewässer.

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1. KAPITEL

Die Limousine glitt durch die traumhaft schöne Altstadt von Charleston. Begeistert schaute Sienna Burns aus dem Wagenfenster. Neben ihr saß Teagan, ihre Adoptivschwester, und war damit beschäftigt, Selfies zu machen. Sienna aber war von der Umgebung fasziniert. Als freiberufliche Kunstvermittlerin war sie viel auf Reisen und genoss es, neue Städte kennenzulernen. Sie fuhren gerade durch eine Allee, die gesäumt war von pastellfarbenen Stadtvillen, oft mit Säulenportiken und verglasten Erkern versehen. Die üppigen Gärten, die verzierten schmiedeeisernen Zäune und die gepflasterten Bürgersteige wurden von hohen Palmen beschattet.

„Das ist ja wunderschön hier“, sagte Sienna, während ein Gebäude nach dem anderen an ihnen vorbeizog.

Ihre Schwester antwortete nicht. Sienna sah sie an. Teagan war immer noch mit ihren Selfies beschäftigt. Sie wäre nie auf die Idee gekommen, Sienna mit aufs Bild zu nehmen. Mit ihrem dunklen Haar und kleinen Gewichtsproblemen war sich Sienna immer wie der plumpe, schäbige Schatten ihrer schönen, trendigen Schwester vorgekommen und mied auch von sich aus das Rampenlicht.

„Versuch doch mal, diese grandiosen Häuser im Hintergrund draufzubekommen“, schlug Sienna vor, als der Fahrer an einer Kreuzung hielt. „Ich wette, deine Follower finden das toll.“

„Hm“, murmelte Teagan nur und machte für die Kamera ein Duckface, ohne ihre Schwester zu beachten.

„Was mache ich eigentlich hier?“, fragte Sienna erschöpft. Auf dem achtstündigen Flug von London nach New York hatte sie kein Auge zugetan, und während des Flugs im Privatjet war auch keine Zeit zum Schlafen gewesen. „Seit Stunden bist du nur mit deinem Smartphone beschäftigt.“

Was die Schwestern bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam hatten, war ihr Arbeitspensum. Beide arbeiteten rund um die Uhr. Teagan hatte sich als Influencerin ein kleines Imperium aufgebaut, vertrieb Schmuck und Accessoires, dazu eine eigene Make-up-Linie inklusive Kosmetik- und Styling-Service.

„Ich brauche dich an meiner Seite.“ Ohne von ihrem Mobiltelefon aufzuschauen, ergriff sie Siennas Hand, und Sienna spürte ihre Anspannung unter all der aufgesetzten Gelassenheit. „Du weißt genau, dass ich mich davor fürchte, die Familie meiner leiblichen Mutter kennenzulernen.“

Vor sieben Monaten hatte Sienna erfahren, dass Teagan ihre DNA bei einer Datenbank hinterlegt hatte, die weltweite DNA-Abgleiche machte. Und es hatte einen Treffer gegeben. Es stellte sich heraus, dass Teagan mit einer bekannten Reederfamilie in Charleston, South Carolina, verwandt war. Auf welchen Wegen sie als Baby von einem reichen Ehepaar von der Upper East Side in New York adoptiert worden war, würde vermutlich für immer im Dunkeln bleiben. In Telefonaten mit ihrer neu gefundenen Familie in Charleston hatte Teagan immerhin herausbekommen, dass ihre leibliche Mutter, Ava Watts, als junge Frau nach New York gekommen war, um Model zu werden. Doch sie war schwanger geworden und nach der Geburt auf tragische Weise gestorben. Ihre kleine Tochter blieb als Waise zurück. Anscheinend hatte Ava so komplett mit ihrer Familie gebrochen, dass diese erst nach Jahren von der Geburt des Kindes und Avas Tod erfuhr. Da war Teagan schon längst adoptiert gewesen. Da ihre Familie die gerichtlichen Unterlagen nicht einsehen durfte, war eine Kontaktaufnahme unmöglich gewesen.

„Das brauchst du doch nicht“, beruhigte Sienna ihre Schwester und drückte ihre Hand. „Seit sie von deiner Existenz wissen, freuen sie sich darauf, dich kennenzulernen. Ich bin sicher, sie sind ganz aus dem Häuschen, weil sie dich endlich gefunden haben.“

„Kann ja sein. Aber was ist, wenn sie mich nicht mögen?“

Sienna verblüffte es immer wieder, wenn ihre schöne und talentierte Schwester unsicher war. „An dir gibt es nichts, was man nicht mögen könnte.“

„Du bist die beste Schwester der Welt.“ Teagan lehnte ihren Kopf an Siennas Schulter. „Ich weiß nicht, was ich ohne dich täte.“

Siennas Herz zog sich zusammen. „Zum Glück wird dieser Ernstfall nie eintreten.“

Die Aufbauarbeit hatte Erfolg, denn Teagan versprühte sofort wieder Optimismus und wandte sich ihrem Smartphone zu. Sienna ließ ihre Hand los und schaute aus dem Fenster. Diese farbenfrohe Stadt hatte eine überaus positive Wirkung auf sie und gab ihr etwas von der Kraft zurück, die sie ihrer Schwester verliehen hatte.

„Ich bin immer noch erstaunt über die enorme Familienähnlichkeit zwischen uns.“ Teagan zeigte Sienna ein Foto auf Instagram. Es zeigte drei lächelnde blonde Frauen: die Zwillinge Dallas und Poppy – Teagans Cousinen – sowie deren Mutter Lenora Shaw, die ältere Schwester von Ava Watts.

Es versetzte Sienna einen Stich, als sie sich vorstellte, wie perfekt sich Teagan mit ihrem blonden Haar und den grünen Augen in diese Familie einfügen würde.

„Selbst ohne DNA-Test ist sonnenklar, dass du mit ihnen verwandt bist“, sagte Sienna. Ihr wurde flau bei dem Gedanken, dass sie ihre Schwester vielleicht an die neue Familie verlieren würde.

„Hoffentlich sehen sie das auch so.“

„Auf jeden Fall“, versicherte Sienna ihr sofort.

„Ich wünschte, du würdest länger bleiben als nur ein paar Tage“, bemerkte Teagan nun, während sie sich weiter durch den Instagram-Account ihrer Cousine klickte.

„Aber hier geht es doch um dich und deine wiedergefundene Familie“, wandte Sienna ein. „Ich möchte mich nicht aufdrängen.“

„Das ist doch Unsinn. Sie freuen sich, dich kennenzulernen. Und … ich habe ihnen gesagt, dass du zwei Wochen bleiben wirst.“

„Wie bitte?“, fuhr Sienna auf. „Erstens kann ich mir nicht einfach zwei Wochen freinehmen, und zweitens kennst du diese Leute nicht gut genug, um ihre Gastfreundschaft so zu strapazieren.“

„Du hast seit drei Jahren keinen Urlaub mehr gemacht“, widersprach Teagan. „Außerdem haben sie in ihrem Haus genügend Platz. Es ist ein riesiges Anwesen. Dallas und Poppy wohnen im ehemaligen Gärtnerhaus. Tante Lenora meinte, es gäbe auch ein leerstehendes Kutschenhaus und im Haupthaus viele Gästezimmer. Glaub mir, es ist auf jeden Fall genug Platz für dich da.“

„Na gut. Ich versuche, Termine umzulegen und eine Woche zu bleiben.“

„Zehn Tage.“

„Ich habe nur für vier Tage Klamotten dabei.“ Doch ihre Erschöpfung arbeitete gegen sie. Die Aussicht, eine Weile in dieser charmanten Stadt zu bleiben und sich wie eine Touristin zu fühlen, gefiel ihr auf einmal. Und es stimmte. Seit drei Jahren arbeitete sie ununterbrochen. Konnte sie sich da nicht für eine Woche eine Auszeit gönnen?

„Lass uns shoppen gehen“, schlug Teagan grinsend vor. „Du solltest dir mal was anderes kaufen als langweilige Hosenanzüge und flache Schuhe.“

„Ich besitze durchaus ein paar Kleider …“

„Ja, in Schwarz, Grau oder Marineblau.“

Sienna wollte widersprechen, begriff aber, dass es sinnlos gewesen wäre. „Was mache ich mit meinen laufenden Aufträgen?“

„Deine Kunden werden nicht sterben, nur weil sie ein bisschen länger auf irgendwelche verstaubten Bilder warten müssen, für die sie ihr Geld zum Fenster rauswerfen können.“

Das war ein wiederkehrender Streit zwischen ihnen, und Sienna sprang wie üblich auf das Thema an. „Ich weiß, dass du meine Arbeit langweilig findest, Teagan. Aber so, wie du auf alles abfährst, was schön und trendy ist, so finde ich es spannend, Kunstwerke aufzutreiben, die die Sammlungen meiner Kunden ergänzen.“

„Ich finde deinen Job nicht langweilig“, erwiderte Teagan. „Aber seit du ständig unterwegs bist, hast du keine Zeit mehr für mich.“

Beinahe hätte Sienna laut gelacht. Die Unterstellung ihrer Schwester war zu absurd. Teagan war diejenige, die in New York unendlich viele Kontakte hatte, nie zu Hause war und sich bestens amüsierte, während Sienna weltweit auf der Suche nach wertvollen Kunstwerken war. Wenn Sienna mal ausging, bevorzugte sie ein ruhiges Dinner mit ein paar engen Freundinnen.

„Hör auf“, sagte sie deshalb. „Du hast genügend Leute, mit denen du abhängst.“

„Leute, ja“, entgegnete Teagan. „Aber Familie ist wichtiger.“

„Na, das wird sich ja jetzt ändern“, bemerkte Sienna und wies auf den Instagram-Account von Dallas Shaw. „Bestimmt bist du bald so glücklich mit deiner neuen Familie, dass du es gar nicht bemerkst, wenn ich nicht da bin.“

Teagan betrachtete ein Familienfoto, das drei Generationen der Watts zeigte. Sienna spähte ebenfalls auf das Display und entdeckte zwischen all den blonden, helläugigen Südstaatlern einen hochgewachsenen Mann mit dunklem, etwas widerspenstigem Haar. Sein Lächeln hatte es ihr sofort angetan. Ein bisschen verwegen und ziemlich sexy. Ein Prickeln überlief sie. Doch sie schüttelte dieses Gefühl ab. „Danach fährst du nach New York zurück und lebst weiter wie bisher.“

„Es gibt etwas, was ich dir noch nicht gesagt habe“, erklärte Teagan und scrollte weiter.

„Und das wäre?“

„Ich weiß noch nicht, ob ich nach New York zurückkomme.“

„Wie bitte?“ So etwas Ähnliches hatte Sienna befürchtet, und sie fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken. „Warum nicht?“

„Weil ich beschlossen habe, CEO von Watts Shipping zu werden.“

Das musste Sienna erst mal verdauen. Die Watts führten eine millionenschwere Reederei mit einer Flotte von fünfzig Frachtschiffen. 1920 gegründet und mittlerweile mit tausendfünfhundert Angestellten, gehörte...



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