Schield | Der Feind, der mich auf Händen trägt | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2113, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Schield Der Feind, der mich auf Händen trägt


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2553-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2113, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2553-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seine grauen Augen faszinieren sie, sein sexy Lächeln weckt pures Verlangen in ihr. Als Zoe Alston dem smarten Millionär Ryan Dailey im Wahlkampfbüro begegnet, ist die sozial engagierte Schönheit von der prickelnden Chemie zwischen ihnen überwältigt. Schon bald verliebt sie sich in den erfolgreichen CEO, denn Ryan trägt sie auf Händen, und die Liebesstunden, in denen er sie aufs Zärtlichste verwöhnt, sind einfach berauschend. Doch ehe sie von einer gemeinsamen Zukunft träumen kann, muss Zoe ihm ein Geständnis machen ...



Cat Schield lebt gemeinsam mit ihrer Tochter, zwei Birma-Katzen und einem Dobermann in Minnesota, USA und ist die Gewinnerin des Romance Writers of America 2010 Golden Heart® für romantische Serienromane. Wenn sie nicht gerade neue romantisch-heiße Geschichten schreibt, trifft sie sie sich mit ihren Freunden um auf dem St. Croix River zu segeln. Auch in der Karibik und Europa ist sie gerne unterwegs und erkundet neue Gewässer.

Schield Der Feind, der mich auf Händen trägt jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Zoe umklammerte die Armlehnen des abgenutzten Friseursessels und betrachtete ihr Spiegelbild. Zoe Ex-Crosby, nun wieder Zoe Alston. Seit heute war die Scheidung rechtskräftig, und ab jetzt würde sie in jedem Formular, das nach ihrem Familienstand fragte, ein Häkchen bei „geschieden“ machen müssen. Seit einem Jahr versuchte sie, sich klarzumachen, dass es nicht ihre Schuld war, und trotzdem schämte sie sich und hatte das Gefühl, versagt zu haben.

„Sind Sie auch ganz sicher?“, fragte Penny, die Stylistin, und ließ Zoes langes, seidiges Haar durch ihre Finger gleiten. „Die Naturfarbe ist wunderschön, dieses warme Blond mit den helleren Strähnen. Soll ich nicht einfach ein paar Zentimeter kürzen und es dabei belassen?“

Zoe schüttelte den Kopf. „Nein, es soll alles ab. Alles.“

Penny verzog das Gesicht, als bereite ihr die Vorstellung Schmerzen. „Es geht mich ja nichts an, und Sie sind so schön, dass es völlig egal ist, welche Frisur Sie tragen. Aber ich muss trotzdem noch mal nachfragen: Alles ab? Glatze?“

Tristan war unglaublich dominant gewesen, auch was Zoes Haar betraf. Er schrieb ihr die Länge vor und verbot ihr, es stufig schneiden zu lassen. Hochstecken durfte sie es auch nicht, und der Lockenstab war tabu. Kontrolle total, nicht nur hier, sondern in jedem Lebensbereich.

Zoe seufzte, und ihr Mut sank. Sie hatte diesen Friseursalon vorhin in der festen Absicht betreten, sich kahl rasieren zu lassen, um Tristan auf diese Weise den Mittelfinger zu zeigen. Er hatte keine Macht mehr über sie. Trotzdem schien es ihr nun, als wäre die Option Glatze ein wenig zu radikal. Was konnte sie also tun, um ihre Freiheit zu feiern? Nachdenklich betrachtete sie die Fotos an den Wänden, die Models mit verschiedenen modischen Frisuren zeigten.

Ein Bild gefiel ihr besonders, und sie deutete darauf. „Wie wäre es damit?“ Die Brünette trug ihr Haar kurz und stachelig. „Ich will diesen Kurzhaarschnitt, aber platinblond.“

Die Stylistin wirkte erleichtert. „Das würde perfekt zu Ihrem fein geschnittenen Gesicht passen.“

„Dann los.“

Anderthalb Stunden später wagte Zoe einen Blick in den Spiegel und erkannte sich kaum wieder. Wo war die biedere Gattin eines erfolgreichen Geschäftsmanns mit ihren Kaschmir-Twinsets und den geblümten Kleidern geblieben? Aus dem Spiegel blickte ihr eine junge, frische Frau in schwarzen, modisch zerrissenen Jeans, geometrisch gemustertem T-Shirt und schicker Punkfrisur entgegen. Ihre Finger zitterten, als sie sich durch die blondierten Spitzen fuhr.

Tristan wäre über diese Veränderung entsetzt gewesen.

Puh, sie musste endlich aufhören, alles, was sie tat, unter dem Aspekt zu betrachten, ob es Tristan gefallen würde. In Zukunft war allein wichtig, was ihr gefiel und sie glücklich machte.

Abgesehen davon gab es noch einen anderen Grund für ihre Verwandlung.

Stufe eins war geschafft. Zoe verließ den Salon und ging in die Drogerie. Dort kaufte sie brombeerfarbenen Lippenstift und Lidschatten in rauchigen Tönen. Auch etwas, das Tristan ihr nie erlaubt hätte zu tragen. Zurück im Auto, nahm sie den Rückspiegel zur Hilfe, um sich zu schminken. Mit neuem Selbstvertrauen fuhr sie los. Ziel war das Kampagnenbüro von Susannah Dailey-Kirby, die für einen Senatorenposten kandidierte. Zoe hatte vor, sich als Wahlhelferin zu bewerben und sich unentbehrlich zu machen. So konnte sie Susannah am besten ausspionieren. Irgendetwas würde sich finden lassen, um Ryan Daileys Zwillingsschwester an den Pranger zu stellen. Die Idee zu diesem Plan stammte selbstverständlich von Everly.

Da Zoe keine Ahnung hatte, wie man vorging, wenn man jemandem schaden wollte, war sie dankbar gewesen für Everlys Ratschläge. Während ihrer Ehe war sie vor allem damit beschäftigt gewesen, den Psychoterror, den Tristan ausübte, zu überleben. Selbst wenn sie wütend auf ihn gewesen war, fehlte ihr die Kraft, es ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen. Immerhin war sie schlau genug gewesen, für den Fall der Fälle Geld zurückzulegen von dem, was Tristan ihr monatlich überwies. Ihre Familie war nicht reich, und es war ihr wichtig, finanziell unabhängig zu werden.

Doch als Tristan herausfand, dass sie sich ein kleines Vermögen zusammengespart hatte, verlangte er das Geld zurück, damit er seine Macht behielt. Der Vorfall machte sie noch vorsichtiger und misstrauischer, auch ihren so genannten Freundinnen gegenüber.

Der goldene Käfig ihrer Ehe war die Hölle gewesen. Wie hatte sie nur so dumm sein können, ihr Studium im ersten Jahr abzubrechen, um diesen Typen zu heiraten? Eine Märchenhochzeit mit einundzwanzig, ein reicher Mann, die Aussicht, zur High Society von Charleston zu gehören, waren zu verlockend gewesen. Doch bald schon waren ihre naiven Träume zerplatzt wie Seifenblasen.

Jetzt, nach der Scheidung, blieben ihr nicht einmal Freundinnen. Niemand hatte sich während des schmutzigen Scheidungskriegs auf ihre Seite geschlagen. Tristan hatte überall die Lüge verbreitet, sie sei fremdgegangen. Keiner glaubte ihr, als sie ihre Unschuld beteuerte. Die Untreue eines Mannes wurde in den Südstaaten immer noch milder beurteilt als die seiner Ehefrau.

Sie schob ihre Erinnerungen beiseite, als sie sich ihrem Ziel in North Charleston näherte. Das Kampagnen-Hauptquartier von Susannah Dailey-Kirby lag ganz in der Nähe des Tierheims, wo Zoe ein Mal pro Woche als ehrenamtliche Helferin arbeitete. Sie war mit Hunden und Katzen aufgewachsen und liebte alle Tiere. Tristan hatte ihr natürlich nicht erlaubt, ein Haustier zu halten.

Die vergangene Woche hatte sie in dem Fast-Food-Restaurant auf der anderen Straßenseite verbracht und beobachtet, wer in Susannahs Büro ein- und ausging. Mittlerweile war sie nicht mehr so ganz überzeugt davon, dass Everlys Racheplan eine gute Idee war. Doch sie war so erzogen, dass man ein Versprechen nicht brach, koste es, was es wolle. Deshalb hatte sie es wohl auch so lange in ihrer unglücklichen Ehe ausgehalten. Sie hatte gelobt, Tristan zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod sie schied. Punkt. Dass er alles getan hatte, um sie ihren Schwur bereuen zu lassen, galt da nichts. Wenn er es nicht gewesen wäre, der sie schließlich loswerden wollte, wäre sie vermutlich jetzt noch mit ihm verheiratet.

Wut stieg in ihr auf, wann immer sie an ihr Dilemma dachte. Aber sie wusste nicht, ob sie eher auf Tristan wütend war oder auf sich selbst.

Als sie die Lobby des Kampagnenbüros betrat, riss sie sich zusammen. Sie wollte hier einen Job, und dafür musste sie überzeugend wirken.

Eine Türklingel ertönte, doch niemand in dem großen Büroraum beachtete Zoe. Es herrschte eine bleierne Atmosphäre, die Anwesenden starrten alle auf einen großen Fernsehbildschirm. Zögernd ging sie weiter. Hier war irgendetwas nicht in Ordnung.

Vier Leute umstanden einen großen, schlanken Mann mit dichtem, grauem Haar. Auf mehreren Schreibtischen klingelten die Telefone, doch niemand ging ran.

Aus dem Lautsprecher des Fernsehers dröhnte die Stimme des Sprechers, und Zoe hörte genauer hin. Anscheinend gab es einen neuen Bewerber für den Senat, und alle, die hier arbeiteten, waren geschockt. Froh, dass noch niemand Notiz von ihr genommen hatte, ging Zoe rückwärts und stieß prompt mit jemandem zusammen.

Das Erste, was sie wahrnahm, war ein männlich-würziges Eau de Toilette, das Nächste war eine breite, muskulöse Brust, von der sie abprallte wie ein Kätzchen von einer Dogge. Zoe stolperte und wäre wohl hingefallen, hätte der Mann sie nicht am Arm festgehalten. Seine Finger waren kraftvoll, sein Griff warm und fest. Die Berührung war so intensiv, dass sie sekundenlang keinen einzigen Gedanken fassen konnte.

Dann drehte sie sich um und blickte in seine grauen Augen. Wie elektrisiert schossen wilde Gefühle durch ihren ganzen Körper. Doch gleich darauf erkannte sie ihr Gegenüber, und ihr Atem stockte.

Ryan Dailey. Der Mann, dem ihr Rachefeldzug galt. Groß, breitschultrig, markantes Kinn … Wie auf den Fotos, die Everly ihr gegeben hatte. Ihm persönlich zu begegnen, war jedoch etwas ganz anderes, und der Auftrag, den sie zu erledigen hatte, änderte leider überhaupt nichts daran, dass sein anziehendes Lächeln ihre Nerven zum Vibrieren brachte und sinnliche Bilder in ihrem Kopf entstehen ließ. Unwillkürlich errötete sie.

„Alles in Ordnung?“, fragte er.

Seine tiefe, warme Stimme verwirrte sie nur noch mehr. „Ja“, war alles, was sie herausbrachte.

„Ryan Dailey“, stellte er sich vor und ließ seinen interessierten Blick von ihrem weißblonden, stacheligen Schopf über ihre dunkel geschminkten Lippen bis zu ihrem flippigen Outfit wandern. „Ich bin Susannahs Bruder.“

Neben seiner hochgewachsenen Gestalt, die in einem dunkelblauen Maßanzug mit weißem Hemd und hellblauer Krawatte steckte, kam Zoe sich trotz ihrer acht Zentimeter Absatz winzig vor. Doch obwohl Ryan Daileys Ausstrahlung so überwältigend war, löste er keine Furcht in ihr aus, ganz im Gegensatz zu ihrem Ex-Mann.

Entspannt war sie trotzdem keineswegs. „Ich bin Zoe …“, begann sie und brach ab, ehe ihr der gewohnte Nachname entschlüpfte. Zoe Crosby war Vergangenheit.

„Schön, Sie kennenzulernen, Zoe“, erwiderte er, und seine grauen Augen verrieten, dass er es ernst meinte. Immer noch hielt er ihren Arm umfasst.

„Gleichfalls“, sagte sie und entzog sich endlich seiner Berührung. Doch immer noch konnte sie den Druck seiner Finger spüren, selbst durch ihre schwarze Lederjacke hindurch.

„Sie sind neu bei Susannahs Kampagne“, bemerkte Ryan nun.

...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.