E-Book, Deutsch, Band 421, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Sands / Lee / Simone Baccara Collection Band 421
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2666-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 421, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7337-2666-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
JA, ICH WILL NUR DICH von CHARLENE SANDS
Luke liegt neben ihr - nackt! Schlagartig ist Katie wach. Nicht genug, dass sie mit ihm eine Nacht in Las Vegas verbracht hat. Sie hat den Ex-Verlobten ihrer Schwester auch noch geheiratet! Was für eine Katastrophe! Allerdings eine äußerst verführerische ...
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PLÖTZLICH VERHEIRATET MIT DEM BOSS! von JAYCI LEE
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Alles begann damit, dass der Vater von Charlene Sands ihr als Kind die schönsten, brillantesten und fantastischsten Geschichten erzählte. Er erfand Geschichten von plündernden Piraten, mächtigen Königen und Sagen von Helden und Rittern. In diesen Erzählungen war Charlene immer die Prinzessin, Königin oder Heldin um die gekämpft oder die gerettet wurde. Mit diesem Bild wuchs sie auf und inspirierte sie immer in diesen fantastischen Welten zu träumen. Die Romantik kam später, als Romane von verschiedenen anderen Autoren sie fesselten. 25 Jahre lang hat sie in Teilzeit als Lehrerin für Geburtshilfe in einem Krankenhaus gearbeitet. Momentan schreibt sie zeitgenössische romantische Literatur und auch historische Western. Mittlerweile hat sie 28 Bücher verfasst und hat mit dem Schreiben 'ihr Bild gefunden', wie sie es selbst bezeichnet. Sie ist mit dem Readers Choice Award 2006, dem Cataromance Reviewer's Choice Award 2007 und 2008 und dem Booksellers Best Award 2009 ausgezeichnet worden. Sie ist ein aktives Mitglied der 'Romance Writers of America', gehört zu dem 'Orange County Chapter', den 'Los Angeles Chapter of RWA' und verbringt dort auch ehrenamtlich viel Zeit, indem sie Verbindungen zu veröffentlichten Autoren hält. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Don verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Katzen. Wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie an sonnigen kalifornischen Stränden oder beim Bowling mit ihrem Team. Gerne verbringt sie auch ruhige Abende und Candlelight Dinner mit ihrem Ehemann. Selbst bezeichnet sie sich als hoffnungslose Romantikerin.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Las Vegas, Nevada
Katie erwachte allmählich. Sie kuschelte sich in ihr bequemes Kissen und hielt die Augen geschlossen. Ein wärmender Sonnenstrahl fiel durch das Fenster des Hotelzimmers auf ihre Haut, wodurch ihr klar wurde, dass es später war als vier Uhr morgens, ihre übliche Zeit, um aufzustehen und zu backen.
Heute war sie jedoch nicht in Boone Springs, und Katie’s Kupcakes and Bakery war an diesem Wochenende geschlossen. Sie hatte einen superwitzigen Junggesellinnenabschied für ihre beste Freundin Drea organisiert, und dazu passend hatte sie gerade den fantastischsten Traum ihres Lebens gehabt. Obwohl die Einzelheiten ziemlich verschwommen waren, war sie noch nie mit so einem Gefühl der Zufriedenheit aufgewacht. Ihr Körper kribbelte von Kopf bis Fuß.
Ein Stups gegen die Schulter ließ sie die Augen aufreißen. Was zum …?
„Entschuldige“, flüsterte eine tiefe Männerstimme hinter ihr.
Sie öffnete die Augen noch weiter, während sie nach einer Erklärung suchte. Sie hatte sich die Stimme doch nicht eingebildet oder von ihr geträumt? Nein, sie war vollkommen wach, und es hatte sie wirklich gegeben. Sie konnte die Wärme des Bettzeugs neben sich spüren. Eine Hand streifte über ihre nackte Schulter. Katie keuchte auf.
Oh nein. Sie erkannte die Stimme wieder.
Sie packte die Decke, die ihren nackten Körper verhüllte, und rollte sich auf die Seite. Vielleicht hatte ihr Gehirn ihr nur einen miesen Streich gespielt. Diese Hoffnung wurde in jenem Moment zerstört, in dem sie ihn erblickte. Lucas Boone – den Ex-Verlobten ihrer Schwester. Der Mann, der Shelly das Herz gebrochen hatte.
Ihr Magen begann zu rebellieren.
Sie zog sich das Bettzeug unters Kinn und setzte sich benommen auf. Ihr Herz schlug schnell. „Luke, was in aller Welt …?“ Mühsam versuchte sie, sich zu konzentrieren.
„Sweetheart, leg dich wieder hin. Du hast mich gestern Abend unter den Tisch getrunken und ich habe verfluchte Kopfschmerzen. Dein Kater muss noch viel schlimmer sein als meiner.“
„Mein … Kater? Luke, verdammt. Ist das alles, was du zu sagen hast? Sieh uns an! Wir sind zusammen im Bett. Und wenn ich mich nicht vollkommen irre, bist du unter der Decke genauso splitternackt wie ich.“
Er griff nach der Bettdecke.
„Wag es ja nicht, zu gucken“, warnte sie ihn.
Er ließ die Decke wieder los. „Vermutlich hast du recht.“
Ihre Wangen brannten. Mit Lucas Boone im Bett zu sein war auf so vielen Ebenen falsch, dass sie es kaum glauben konnte. „Was zum Teufel haben wir letzte Nacht getrieben?“
Luke warf einen Blick auf die im Zimmer verstreuten Klamotten und zog eine Augenbraue hoch.
„Das können wir nicht … Ich würde nie … Ich könnte nicht …“
Du liebe Güte. Katie dachte daran zurück, wie Luke die Hochzeit mit ihrer Schwester drei Tage vor der Zeremonie abgeblasen und sich direkt danach bei den Marines verpflichtet hatte.
Er hatte behauptet, noch nicht bereit dafür zu sein, sesshaft zu werden, und die ganze Schuld auf sich genommen. Doch das machte all die Zeit nicht wieder gut, in der er Shelly glauben ließ, dass sie eine gemeinsame Zukunft hätten.
Das war nun fünf Jahre her. Inzwischen lebte Luke wieder in Boone Springs, der Stadt, die seine Vorfahren vor einem Jahrhundert gegründet hatten. Er war der Trauzeuge seines Bruders Mason und sie die Trauzeugin von Masons Verlobter Drea. Unwissentlich war sie mit Luke für einen gemeinsamen Junggesellen-Junggesellinnen-Abschied in der Stadt der Sünde gelandet. Las Vegas, Baby. Was dort passierte, blieb dort.
Katie dachte wieder an ihre Schwester. Deren Narben waren längst nicht verheilt. Die arme Shelly hatte der Demütigung tapfer getrotzt, doch sie hatte nie vergessen, was Luke ihr angetan hatte, wie sehr er ihre Liebe und ihr Vertrauen missbraucht hatte. Sie war verbittert und traurig, und ihre Mutter Diana und sie bekamen noch immer zu hören, wie Luke ihr Leben ruiniert hatte. Deshalb wäre der Gedanke, dass sie, ob betrunken oder nicht, mit Shellys Ex schlief, das Allerschlimmste.
Luke rollte sich auf die Seite und stützte den Kopf auf eine Hand, als diskutierten sie gerade darüber, was sie zum Frühstück essen sollten. „An was erinnerst du dich von letzter Nacht?“
„An was ich mich erinnere?“
„Ja. Erinnerst du dich, dass du die Party mit mir verlassen hast?“
Katie bewegte sich so weit von ihm weg, wie das Bett es erlaubte, und überlegte. Sie erinnerte sich daran, dass sie getrunken und gelacht und die meiste Zeit mit Luke getanzt hatte. Sie hatte sich schuldig gefühlt, weil sie so viel Spaß mit ihm hatte, doch sie hatten sich schon immer gut verstanden, waren immer Freunde gewesen, bis er einen Rückzieher von der Hochzeit machte.
Die Boones waren gute Kunden ihrer Bäckerei. Sie und Luke teilten außerdem eine Leidenschaft für Pferde und arbeiteten beide ehrenamtlich bei der Red Barrel-Pferderettung. Seit seiner Rückkehr vom Militär vor beinahe einem Jahr waren sie jedoch übermäßig zurückhaltend miteinander umgegangen, und ihre Unterhaltungen liefen häufig gestelzt und unbeholfen ab. Auch sie war verletzt gewesen, als Luke ihre Schwester sitzen ließ. Sie hatte ihm ebenfalls vertraut.
„Ich erinnere mich, dass du mir angeboten hast, mich zu meinem Hotel zu begleiten.“ Das nur ein paar Blocks vom Nachtclub entfernt lag.
„Wir hatten beide zu viel getrunken.“
Ihre Kopfschmerzen riefen ihr das immer wieder in Erinnerung. „Ja.“
Luke sah ihr fest in die Augen; seine waren hell und tiefblau. Irgendwie faszinierend.
„Du hast mich angefleht, dich nicht zu deinem Hotel zurückzubringen. Du wolltest nicht, dass die Nacht endet. Du … äh …“
Katie rieb sich den schmerzenden Kopf. Das hier wurde mit jeder Sekunde schlimmer. „Was?“
Luke schwieg.
„Was habe ich gesagt?“, fragte sie nachdrücklich. Sie musste es wissen, um sich einen Reim auf alles machen zu können.
„Du hast gesagt, du willst das, was deine Freunde haben. Du willst jemanden, den du lieben kannst.“
„Oh Gott.“ Sie bedeckte ihr Gesicht mit den Händen, ihre langen Haare fielen herab. Es war ihr peinlich, in betrunkenem Zustand ihr innerstes geheimes Verlangen gelüftet zu haben. Und ausgerechnet ihm gegenüber. „Und deshalb sind wir in deinem Hotelzimmer gelandet?“
Luke zuckte zusammen und kniff die Augen zu. Sein besorgter Gesichtsausdruck beunruhigte sie.
„Nicht ganz. Vorher sind wir woanders hingegangen.“
„In einen anderen Club?“
Er schüttelte den Kopf. „Nicht, wenn man dem hier glaubt.“ Er griff nach einem Zettel auf dem Nachttisch und überflog ihn kurz. „Noch etwas, das du wolltest …“ Er reichte ihr das Papier.
Katie studierte die fetten Buchstaben auf dem Stück Pergament und ihre Hand begann zu zittern.
Eine Heiratsurkunde.
Ihre beiden Namen waren eingetragen und sie trug das heutige Datum. „Das kann nicht dein Ernst sein.“
„Hey, ich erinnere mich auch nicht mehr an viel von letzter Nacht. In meinem Kopf dreht sich alles wie ein verdammter Kreisel.“
Das war absurd. Es musste ein schlechter Witz sein. Wo war die versteckte Kamera? Irgendwer erlaubte sich einen Streich mit ihr.
Es stimmte schon, dass sie oft über ihre geheimen Wünsche nachgedacht hatte. Sie wollte die Liebe finden und heiraten, auch wenn sie diese Wünsche niemandem gegenüber je äußerte. Sie wollte nicht, dass ihre Freunde sich Sorgen um sie machten oder glaubten, dass sie sie um ihr Glück beneidete. Aber das hätte sie Luke doch nicht verraten, oder? Und ganz sicher hätte sie es nicht ausgelebt.
Dennoch starrte die Wahrheit ihr ins Gesicht. Das Datum war von heute, also hatten sie nach Mitternacht geheiratet, etwa kurz nachdem sie zusammen den Club verlassen hatten. Die Fakten ergaben Sinn, aber sie hatte trotzdem Probleme, das alles zu verdauen.
„Ich kann das nicht glauben. Nein, das ist nicht wahr.“ Sie senkte die Stimme. „Wir haben nicht … noch etwas anderes getan, oder?“
War sie wirklich so naiv zu denken, dass sie nackt mit dem attraktiven, gut gebauten Luke im Bett gelandet war, ohne Sex mit ihm zu haben?
„Ich erinnere mich an ein paar Dinge. Von gestern Nacht.“ Das Blau seiner Augen wurde dunkler, intensiver. „Du nicht?“
Sie wollte es nicht. Sie wollte es nicht für möglich halten, dass sie die Nacht mit dem einzigen Mann auf der ganzen Welt verbracht haben sollte, der für sie tabu war. Doch verdammt noch mal, vage Erinnerungen kratzten an der Oberfläche ihres Gedächtnisses. Wie sie umarmt und geküsst wurde – wie ihr Körper gestreichelt, geliebt wurde. Sie verzog das Gesicht. Gütiger Gott, die Erinnerungen waren verschwommen und schwach, aber sie waren da.
„Oh nein“, flüsterte sie. Tränen traten ihr in die Augen. „Warum hast du das nicht verhindert?“
Es war ungerecht, ihm die Schuld zuzuschieben. So wie er bei ihrer Frage zusammenzuckte, dachte er das offenbar auch.
„Ich … konnte nicht.“
Er konnte nicht? Was bedeutete das?
„Katie, alles ist gut. Wir sind verheiratet. Ich habe dich nicht ausgenutzt. Ich meine, wenn ich mich richtig erinnere, hast du dich über nichts davon beschwert.“
Sie presste sich die Decke fester an die Brust. „Darüber, glaubst du, mache ich mir Gedanken? Es ist in Ordnung, dass wir Sex hatten, weil...




