E-Book, Deutsch, 196 Seiten
Sanchez Bevor die Hochzeitsglocken läuten...
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7438-2040-1
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Sieben letzte Dates
E-Book, Deutsch, 196 Seiten
ISBN: 978-3-7438-2040-1
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
In Mirellas Kopf taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Was wäre, wenn ...? Endlich sagt Dario die vier begehrten Worte: »Willst du mich heiraten?« Doch jetzt, wo es ernst wird, steigen unerwartete Zweifel in Mirella auf. Eigentlich sollte sie überglücklich sein. Doch sie erkennt, dass ihr Herz immer noch an unerfüllten Liebeleien aus ihrer Vergangenheit hängt. An Männern, mit denen es aus unerfindlichen Gründen nicht geklappt hat. Um Dario guten Gewissens heiraten zu können, beschließt sie, diese Männer aufzusuchen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Steffi stürzt sie sich in eine aufwühlende Suche nach ihren Verflossenen, die sie sogar bis nach Italien führt. Mirellas Idee, mit jedem der Sieben ein klärendes Gespräch zu führen, nimmt jedoch eine rasche Wendung. Sie hat nicht bedacht, dass sie jedem Einzelnen einst verfallen war, und so werden aus den nüchternen Treffen schnell Dates, die ihre Gefühlswelt völlig durcheinanderwirbeln. ---- ACHTUNG, ACHTUNG! Dieser Roman enthält erotisch prickelnde Szenen. Das Verhalten der Hauptfiguren enspricht nicht dem typischen Liebesroman-Klischee. Ein Mia Sanchez - Liebesroman der etwas anderen Art: Lügen, Betrug und Verrat - gepaart mit Witz, Charme und einer Menge leidenschaftlicher Erotik. Mia Sanchez ist bekannt für ihre Freedom Fllas Reihe, die man gut mit rosa Zuckerwatte vergleichen könnte. Doch mit dem Roman 'Sieben letzten Dates' zeigt uns die Autorin eine ganz andere Facette ihres Könnens. Lügen, Betrug und Verrat - gepaart mit Witz, Charme und einer Menge leidenschaftlicher Erotik. Weitere Romane der Autorin: Die Freedom Falls - Reihe: Vier Freundinnen: Schneeflockenküsse: Weihnachten in Freedom Falls (Band 1: Melody) Herz, Kuss, Liebe: Valentinstag in Freedom Falls (Band 2: Natascha) Drei kleine Worte: Hochzeit in Freedom Falls (Band 3: Leonie) Alle guten Dinge sind zwei: Kindersegen in Freedom Falls (Band 4: Sara) Vier Jahreszeiten: Verrücktes Veilchen sucht magische Liebe: Frühling in Freedom Falls (Band 5: Liz) Flinkes Schicksal sucht freches Herz: Sommer in Freedom Falls ( Band 6: Sascha) Dynamsicher Kürbis sucht traumhaften Kuss: Herbst in Freedom Falls (Band 7: Rebecca) Kühles Herz sucht warme Zärtlichkeit (Band 8: Hope)
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Die Verlobung
»Stell dir vor, Dario hat mir doch tatsächlich einen Antrag gemacht!« Mirella hielt ihrer Freundin Stephanie einen funkelnden Ring vor die Nase. »Oh Mirella, das ist ja der Hammer! Lass dich umarmen! Und ich bin sicher die Trauzeugin, oder?« Mirella runzelte die Stirn. »Ich habe noch nicht Ja gesagt ... Also, ich meine, ich habe zugesagt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es auch wirklich will.« Ihre Freundin stutzte. »Aber warum denn nicht? Dario ist doch so perfekt hast du gesagt! Und ihr seid schon zwei Jahre zusammen. Vor Kurzem hast du mir noch erzählt, du hättest Angst, er würde dich nie fragen!« Mirella zuckte mit den Schultern. »Ach weißt du, nachdem er mich gefragt hat ... Ich musste plötzlich an meine Exfreunde denken, an meine Vergangenheit und da sind mir ein paar Zweifel gekommen.« Stephanie schüttelte den Kopf. »Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Du liebst Dario doch?« »Ja, das tue ich, Steffi. Von ganzem Herzen, aber ... ach, wie soll ich dir das nur erklären? Es gab da ein paar Männer in meiner Vergangenheit ... und ich habe wohl nie ganz aufgehört an sie zu denken. Also was wäre gewesen, wenn ich mit einem von ihnen zusammengekommen wäre? Wenn doch einer von ihnen meine große Liebe gewesen wäre. Weißt du, was ich meine?« Mirella zitterte. »Wen meinst du denn da konkret? Doch nicht etwa Roman Ofner?« Mirella schüttelte heftig den Kopf. »Was? Nein, nein, mit Roman bin ich seit langem durch. Wir waren ein Jahr zusammen, davon ein Monat verlobt, und dann hat er mich einfach sitzen gelassen. Er hat mir gesagt, dass er mich nicht mehr liebt. Das ist vorbei ... aber-« Ihre Gedanken wanderten an einen fernen Ort. Mit glasigen Augen sprach sie weiter. »Aber, da wäre zum Beispiel Simon. Er war jahrelang nur ein guter Freund, doch dann trennte er sich von seiner Freundin. Stell dir vor, mit der war er zusammen, seit ich ihn kannte. Und ich spürte allmählich, dass da etwas zwischen uns war, weißt du? Also, dass ich etwas für ihn empfand. Wir haben uns geküsst, doch zusammen gekommen sind wir nie. Er meinte, wir wären beide Naturgewalten und würden uns gegenseitig zerfleischen, wenn wir zusammenkämen. Wahrscheinlich hatte er Recht, doch wir bekamen doch nie unsere Chance, um es zu versuchen.« Stephanie sah sie nachdenklich an. »Weißt du, Mirella, ich glaube, das ist ganz normal, wenn du jetzt kalte Füße bekommst. Ich würde mir darüber nicht allzu viele Gedanken machen.« »Das tue ich aber!«, platzte es aus Mirella heraus, »und Simon ist nicht der Einzige.« Sie räusperte sich kurz, bevor sie ihrer Freundin die nächste Wahrheit offenbarte. »Es gibt da jemanden. Sein Name ist Anton. Ich habe ihn kennengelernt, als ich dreizehn Jahre alt war. Ich weiß, das ist schon eine kleine Ewigkeit her, aber ... Er war damals schon Siebzehn, also viel zu alt für mich. Und ich fand ihn einfach nur toll. Ich habe ihn von der Ferne angehimmelt. Anton war damals mit einem älteren Mädchen aus meiner Schule zusammen. Er hat sie öfters abgeholt und so haben wir uns kennengelernt. Wir haben öfter etwas gemeinsam unternommen, hatten denselben Freundeskreis.« Mirella strich sich eine Harrsträhne aus dem Gesicht. »Und stell dir vor, nachdem sich die beiden getrennt hatten, habe ich ihn fast sechs Jahre lang nicht mehr gesehen. Eines Tages stand er plötzlich vor meiner Tür. Ich war total überrascht, das kannst du mir glauben. Wir haben den ganzen Abend miteinander verbracht, und es war wirklich total nett. Zum Abschied wollte er mich küssen, doch dann...« Mirellas Blick wurde erneut glasig. »Doch dann hat er mir erzählt, dass er eine Frau hätte und sie wäre schwanger. Naja ... Er wollte mich trotzdem küssen, doch ich habe ihm gesagt, er solle verschwinden. Ich wollte nicht diejenige sein, mit der er seine Frau betrügt. Ich habe ihn weggeschickt und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Das ist jetzt ungefähr ach Jahre her.« Sie verzog den Mund und sprach mit gedämpfter Stimme. »Vor zwei Wochen ungefähr hat er mich über Fakebook gefunden. Seitdem schreiben wir uns täglich. Es ist kaum vorstellbar, aber wenn ich mich mit ihm unterhalte bekomme ich so ein seltsames Gefühl. So als wäre ... als wäre ich wieder in ihn verliebt.« Sie sah nervös zu Boden. »Ach, Mirella. Glaub mir, das vergeht wieder.«, warf Steffi ein. Mirella schnippte mit den Fingern. »Oder! Ich treffe mich mit ihm! Was sagst du dazu?« »Hm, ich weiß nicht. Glaubst du wirklich, dass das eine gute Idee ist?« Ihre Freundin verdrehte die Augen. »Aber andererseits. Warum eigentlich nicht? Kontakt habt ihr ja schon. Triff dich einfach mit ihm und du wirst merken, dass das alles nur in deiner Fantasie stattfindet.« Mirella kicherte. »Ja? Meinst du wirklich, dass es eine vernünftige Idee ist?« »Von vernünftig habe ich nichts gesagt.«, konterte ihre Freundin, »Aber ich glaube, es könnte dir wirklich dabei helfen die Angst vor der Ehe abzulegen. Und außerdem«, jetzt kicherte Stephanie, »haben wir dann etwas Aufregendes zum Tratschen bei unserem nächsten Treffen.« »Perfekt.« Mirella zückte ihr Handy. »T-re-ff-e-n w-i-r u-n-s mor-g-en? Und senden.« »Und was erzählst du Dario?« Mirella zuckte mit den Schultern. »Dario? Oh, der ist morgen wieder den ganzen Tag lang in der Arbeit, Überstunden schieben. Ich dachte, ich erzähle ihm davon erst mal nichts?« Mirella verabschiedete sich von ihrer Freundin und führte sie ins Vorzimmer. Die Tür schloss sich hinter Stepanie und Mirella überfiel schlagartig diese drückende Stille, die in der leeren Wohnung herrschte. Auf der Garderobe hing ihre Handtasche, die sie nach einer noch halbvollen Tüte Bonbons durchkramte. Mit Süßkram bewaffnet schlenderte sie in das überdimensionale Wohnzimmer und ließ sich auf die Couch fallen. Diese Wohnung, die sie sich mit Dario teilte, war einfach ein Traum. Sie ließ ihren Blick weiter in die offene Küche schweifen, die direkt mit dem Wohnraum verbunden war. Die Kaffeetassen standen noch auf dem Esstisch. Aber nach aufräumen stand ihr gerade nicht der Sinn. Der Kaffee würde zwar am Rand der Tassen eintrocknen, aber darüber würde sie sich dann erst viel später ärgern müssen. Jetzt gerade war es ihr egal. Mit klebrigen Fingern öffnete sie nochmals die SMS, die sie Anton geschickt hatte. Wäre es vielleicht doch ein Fehler sich mit ihm zu treffen? Ihre Gespräche auf Fakebook waren so intensiv gewesen und sie fühlte sich wieder wie damals als sie ihn heimlich angehimmelt hatte. Er war so ein Charmeur gewesen. Und das war er auch heute noch. Sie musste an seinen niedlichen Dialekt denken. Anton hatte immer so ein süßes Lachen und eine, so witzige Art. Ja, damals, als sie ein Mädchen war und ihn anhimmelte. Ja, das waren noch Zeiten gewesen. Sie war so sehr in ihn verliebt. Doch sie war einfach viel zu jung für ihn gewesen. Mit Dreizehn hatte sie auch noch keinen Freund gehabt, nicht einmal ihren ersten Kuss hatte sie hinter sich. Und Anton war schon ein erfahrener Teenager gewesen. Angeblich schlief er sogar schon mit seiner Freundin. Da war Mirella in seinen Augen doch sicher nur ein kleines Kind, keine Frau. Gedankenversunken kaute sie auf einem Bonbon herum. Wie er jetzt wohl aussah? Sein Profilbild zeigte einen Hund. Ein sehr süßer Pudel zwar, aber das sagte ja nichts über sein Herrchen aus. Falls es überhaupt sein Hund war. Wer weiß? Er hatte ihr nichts von einem Haustier erzählt. Oder ob er eine Freundin hatte. Oder ob er sogar noch verheiratet war? Laut seinem Profil war er offiziell Single, und er hatte Anspielungen darauf gemacht, dass er geschieden sei, aber das muss ja nicht stimmen. Bei diesen Angaben auf den Social Media Plattformen konnte man ohne Probleme schummeln. Also, vielleicht war es auch der Pudel seiner Freundin oder der von seiner Frau. Immerhin war das ja nicht gerade eine besonders männliche Hunderasse. Sie griff noch einmal in die Tüte. Verdammt, sie hatte schon alle Bonbons gegessen. In Gedanken versunken zerknüllte sie die Verpackung und schlenkerte weiter in die Küche. Mirella stellte gerade die Kaffeetassen in die Spüle, als Dario nachhause kam. Er hatte wieder länger gearbeitet und wirkte erschöpft. »Hey, Babe.« Er drückte ihr einen Kuss auf die Wange. »Wie war dein Tag? War es nett mit Stephanie?« Mirella kippte Spülmittel in die Tassen und rieb mit den Fingern über den hartnäckigen Kaffeerand. »Ja, wir hatten einen lustigen Nachmittag. Wie war´s bei dir? War viel los in der Arbeit?« »Ich bin total erledigt. Tom hat wiedermal den halben Tag damit verbracht über meine Entwürfe herzuziehen und auf der Baustelle lief es dann auch nicht viel besser. Ich geh´ gleich unter die Dusche.« Er sah auf die Uhr. »Treffen wir uns dann direkt im Bett? Dann erzähle ich dir den...




