Saman | Catching Sin | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 523 Seiten

Reihe: Las Vegas Sin Serie

Saman Catching Sin


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96797-392-1
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 523 Seiten

Reihe: Las Vegas Sin Serie

ISBN: 978-3-96797-392-1
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn die Vergangenheit zur Gefahr wird ... 

Isabel 'Star' lebt in einem goldenen Käfig: Tagsüber kellnert sie in einem Stripclub, nachts träumt sie von Freiheit - weit weg von Anthony Conti, dem Mann, der sie besitzt, kontrolliert ... und bedroht. Ihre einzige Flucht sind die Minuten auf der Bühne. Doch dann erschüttert ein Fremder im Publikum sie mit einem einzigen Blick. Stark. Gefährlich. Verdammt attraktiv. Und viel zu aufmerksam ...

Maddox Sinclair lebt für Kontrolle - im Job wie im Leben. Als Sicherheitschef eines der größten Hotelimperien Las Vegas ist er gewohnt, alles zu sehen, alles zu regeln. Doch als ihm die rätselhafte Isabel begegnet, gerät sein perfektes System ins Wanken. Denn hinter ihrer Fassade brodelt mehr als Schmerz und ihre Nähe könnte alles zerstören, was er schützen will ...



Julie Saman ist USA-Today-Bestsellerautorin und süchtig nach Cola Light, sauren Bonbons und Indie-Rock. Sie flucht viel zu viel (vor allem nach einem Glas Wein) und hat eine Vorliebe für Sarkasmus (zumindest sagen das ihr Mann und ihre Kinder gerne).

 Sie ist vor allem bekannt für ihre witzigen und emotionalen Second Chance Romances mit intelligenten, starken Frauen und sexy Alpha Männern.

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Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Maddox

Die roten, blauen und gelben Lichter des Clubs pulsieren über die Bühne, als ich eintrete. Der Türsteher Chris nickt mir zu und macht sich gar nicht die Mühe, nach meinem Ausweis zu fragen – dabei fragen die Türsteher sonst jeden, angefangen von den Neuen bis hin zu den Stammgästen – und lässt sich auch keine Eintrittskarte vorzeigen. Ich bin nicht hier, um die Show zu sehen, und das weiß er. Ich bin wegen Brian hier, der für die Sicherheit in den Casinos der Turner Hotels zuständig ist und außerdem an drei Abenden die Woche in diesem Club als Barkeeper arbeitet.

Ich wohne jetzt schon beinahe vier Jahren in der Stadt und bin seit zwei Jahren Chief Operating Officer der Turner Hotels, was mit der Position des Securitychefs für sämtliche Hotels einhergeht. Allerdings sind wir hier in Vegas, wo man im Grunde ständig mit allem rechnen muss. Deshalb muss ich mir nicht selten auch mal selbst die Hände schmutzig machen, was mir von allen Aufgaben am meisten Spaß macht, auch wenn es eigentlich nicht zu meinem Job gehört. Aber heute Abend bin ich nicht in der Stimmung für so einen Mist. Ich habe keine Lust auf den Stripclub-Vibe. Oder auf den schalen Gestank nach Zigaretten- und Zigarrenrauch, der stets in meiner Kleidung haften bleibt. Und ganz sicher bin ich nicht in der Stimmung für die geilen alten Kerle, die noch eine Blutdrucktablette mehr nehmen müssen, sobald sie einem Mädchen in den Hintern kneifen. Genauso wenig für die herumrandalierenden Bros und Junggesellenpartys, die die Mädels dazu bringen wollen, sich auf einen kostenlosen Fick einzulassen. Ich bin nicht in der Stimmung für die Lichter oder das unermüdliche Wummern von House oder Zeckenrap.

Ehrlich gesagt konnte ich Orten wie diesem hier nie sonderlich viel abgewinnen.

Doch heute Abend kann ich mich dem nicht entziehen. Viel lieber würde ich jetzt etwas Gutes essen, dann die Füße hochlegen und mir mit einem phantastischen Glas Wein in der Hand entspannt das Spiel der Atlanta Hawks ansehen. Es ist Freitag, und ich habe eine ziemlich lange Woche hinter mir, in der ich mich um endlos viel Mist kümmern musste. Aber heute Abend hat irgend so ein Arschloch eine Waffe in eines meiner Hotels geschmuggelt und seine Freundin bedroht – wobei er eine Riesenshow abgezogen und die Leute verschreckt hat –, während gleichzeitig zwei zwielichtige Typen versucht haben, mit manipulierten Würfeln zu betrügen. Eine ziemlich raffinierte Aktion, das muss ich zugeben.

Und deshalb musste sich ein Profi darum kümmern.

Brian fängt meinen Blick auf und nickt mir grüßend zu, während er Tequila in ein paar aufgereihte Schnapsgläser gießt, ohne einen einzigen Tropfen zu verschütten. Ich nähere mich der Bar und lehne mich an das polierte Holz.

»Noch zehn Minuten, Kumpel«, sagt er mit seinem starken australischen Akzent. »Star springt heute Abend für Magic ein, und ich muss diesen Schwachköpfen noch etwa fünfzig Getränke servieren, bevor sie auf die Bühne geht.«

Wie auch immer. Was interessiert mich das? Ich schüttele den Kopf. »Verstehe kein Wort, aber mach dein Ding. Ich warte hier.« Ich lasse mich auf einen der leeren Barhocker fallen und hole mein Handy heraus. Genau in diesem Augenblick verlöschen sämtliche Lichter – bis auf die unter der Bar. »Was zur Hölle?«, fluche ich leise.

»Du solltest dir die Show ansehen«, erklingt Brians Stimme von irgendwoher aus dem Dunkeln. »Normalerweise darf Star nicht auf die Bühne, aber heute muss sie. Deshalb sind alle Mann – von den Graubärten bis hin zu den Jungkängurus, die noch nicht lange entwöhnt sind – heute da, um sie sich anzusehen. Hat sich ziemlich schnell rumgesprochen.«

Muss er immer reden, als seien wir im Outback? Ich stamme aus Georgia; zugegeben, auch wir haben unsere ganz eigene Art zu reden, die der Rest der Welt nicht versteht, aber trotzdem. Ich hab echt keine Ahnung, wovon er da spricht. Das ist bei Brian zwar nicht ungewöhnlich, aber gerade im Moment habe ich nun wirklich so gar keine Lust, mich mit unserer Sprachbarriere herumzuschlagen. Also checke ich meine E-Mails und beantworte irgendeinen Scheiß, der eigentlich gar nicht beantwortet werden müsste, während die Kakophonie der pfeifenden Arschlöcher um mich herum mein Trommelfell beinahe zum Platzen bringt. »Stripclubs«, murmele ich leise vor mich hin.

Automatisch hebe ich den Kopf und sehe zur Bühne hinüber, aber sie können das Mädchen definitiv noch nicht gesehen haben, denn alles – der Club, die Bühne, die Umgebung – ist in Dunkelheit getaucht. Ein wummerndes Bum, Bum, Bum setzt ein und steigert die Spannung. Die Lichter leuchten wieder auf, pulsieren im Takt, wechseln von Schwarz zu Purpur, während sie durch den Raum kreisen, ehe sie auf einer undeutlichen Gestalt inmitten der lang gestreckten, phallusförmigen Bühne landen. Ich kneife die Augen zusammen, versuche erfolglos, zu erfassen, was ich da sehe.

Pelzmantel.

Strümpfe.

Heels.

Mehr nicht. Keine Ahnung, ob sich tatsächlich eine Frau unter all diesem Kram verbringt. Falls ja, frage ich mich, wo sie ihren Kopf gelassen hat.

Die wild umherwirbelnden Scheinwerfer bündeln ihr Licht und bescheinen ihre Gestalt inmitten der Bühne, die kopfüber auf einem Barhocker liegt. Diese Pose zeigt mir, dass sie trotz Brians Worten von vorhin beileibe keine Anfängerin ist. Das Bum, Bum, Bum wird lauter, bis sie ihren Körper aufrichtet und sich rittlings auf den Barhocker setzt, um ihn zu vögeln, als könne er ihr tatsächlich einen Orgasmus bescheren.

»Großer Gott«, stöhnt der Mann zu meiner Linken. Er ist bestimmt schon über sechzig und dem Goldreif an seinem Finger nach zu urteilen, hat er eine Ehefrau. Wahrscheinlich ein paar Kinder und sogar eine Schar Enkelkinder. Und doch ist er jetzt hier und sieht sie so sehnsüchtig an wie eine Henkersmahlzeit kurz vor der Hinrichtung. Der Mann rechts von mir ist komplett verstummt, denn er kriegt vor lauter Sabbern keinen Ton mehr heraus. Sein Speichel tropft ihm ja schon beinahe auf den Boden.

Sie reibt sich am Stuhl, während sie die Beine in die Luft hebt und ein absolut perfektes V damit formt. Dann spreizt sie sie weiter. Noch weiter. Und hört erst auf, als sie beinahe schon im Spagat ist. Sie wirft den Kopf zurück, so dass das dunkle Haar wie ein Wasserfall zu Boden strömt, und stöhnt dabei, während ihre Hüften weiterhin ihre Magie auf diesem Hocker wirken. Verdammt. Wie hat Brian die Typen hier genannt? Schwachköpfe?

Offensichtlich bin ich nicht besser, denn auch ich kann den Blick nicht abwenden.

Wie gebannt beobachte ich, wie diese Frau mit dem langen schwarzen Haar und den üppigen Hüften – den Rest verhüllt der Pelzmantel – einen Hocker vögelt, der einem ärgerlicherweise dermaßen präsent erscheint, dass es schon wieder lächerlich ist.

So ein Lustmolch bin ich nicht, ermahne ich mich. Aber es ist sinnlos. Ich bin nicht anders als alle anderen und erliege meinen niederen Instinkten: das Hirn im Höhlenmensch-Modus, das Blut auf Viagra-Niveau.

Das hier ist nur eine Show. Ist doch nichts dabei, sich eine Show anzusehen.

Nun legt sie die Handflächen hinter ihrem Kopf auf den Holzboden der Bühne, wölbt den Rücken nach hinten, wobei sie die Beine weiterhin gespreizt hält und … fuck.

»Ja, Baby.« Das ist Arschloch Nummer eins neben mir. Das mit der krassen Familie. Er durchquert den Raum wie ein Hund, der einem Knochen hinterherjagt, und wirft ihr Zweihundert-Dollar-Scheine auf die Bühne. Sie ignoriert ihn, als sei das, was er ihr bietet, absolut unter ihrem Standard. Mehr Geldscheine fliegen ihr entgegen. Hunderte, Fünfziger, Zwanziger. Tausende Dollars finden ihren Weg auf die Bühne, aber sie tut nichts weiter, als diesen Hocker zu ficken, die Beine zu einem V in die Luft zu heben und den Kopf nach hinten zu beugen.

Doch schließlich macht sie eine Rolle rückwärts, stößt sich nach hinten ab und landet auf diesen irre hohen Absätzen sicher auf dem Boden. Sie richtet sich auf, wendet sich dem Arschloch zu, das eben noch neben mir stand, und zwinkert. Ihre Hüften wiegen verführerisch hin und her. Dann findet sie die Poledance-Stange in der Mitte der Bühne, schlingt die Beine darum und wirbelt so oft darum herum, das mir allein von dem Anblick ganz schwindelig wird. Ich bin...



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